Schneller XP-Rechner und DOS-Programme?

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H_Heinicke

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Ich habe mal eine Frage zu einem Problem eines Bekannten. Der betreibt auch Astronomie, und ist bezüglich PC noch ein überzeugter MS-DOS-Fan. Das soll es geben. Seine Astroprogramme - wohl alt bis uralt - laufen alle unter DOS. Das hat bei seinen diversen PCs, die man über die Jahre so hat, auch geklappt. Er hat als letztes Betriebssystem Windows XP, weil damit seine Programme noch liefen. Bei Vista ging da nichts mehr.

Jetzt hat er einen neuen PC, mit Dual-Core usw., auch mit Windows XP. Aber bei dem läuft betreff seiner DOS-Programme nun gar nichts mehr. Der Rechner scheint manchmal wohl auch abzustürtzen, wenn er seine Programme starten möchte. Nun hat mir jemand gesagt, daß der neue PC für die alten DOS-Programme zu schnell sein könnte.
Da ich betreff DOS keine Erfahrung habe, und auch keine DOS-Programme mehr habe, mal die Frage an die Runde: Kann das wirklich zutreffen, daß alte DOS-Programme mit den neuen schnellen PCs nicht mehr arbeiten? Und wenn das so ist, was kann man da machen?

CS
Helmut
 
Hallo,

von uralten Spielen ist mir bekannt, dass diese bei zu viel Prozessorpower unspielbar wurden. Abgestürtzt ist damals aber, soweit ich weiss, nichts.

Wenn es unbedingt noch Dosproggis laufen sollen, dann würde ich die Installation einer virtuellen Maschine wie Virtual Box empfehlen. Hier kann innerhalb eines "Wirtsbetriebssytems" ein weiteres Betriebssystem installiert werden, damit sollte es dann eigentlich klappen.

MFG

Rainmaker
 
An Alle,

erst einmal Dankeschön für die Tips.

Das Problem meines Bekannten ist, daß bei seinem a l t e n, langsamen XP-Rechner die DOS-Programme liefen, aber bei seinem neuen, s c h n e l l e n XP-Rechner nicht mehr.

Diese Emulatoren sind wohl meist für Spiele gedacht, was meinen Bekannten allerdings überhaupt nicht interessiert.

Ich werde mal Recherchen zu den Vorschlägen machen.
Wenn jemand weitere Hinweise geben kann, nur immer her damit.

Gruß
Helmut
 
Hallo Helmut,

der Effekt ist bekannt und hängt mit verschiedenen Aspekten zusammen:

a.) Zeitbildung - die Zeitbildung bei der Steuerung von Programmen berücksichtigt die heute extrem angewachsenen Verarbeitungsgeschwindigkeiten nicht mehr, so kann es z.B. sein dass auf Grund der extrem beschleunigten Arbeitsgeschwindigkeit angesprochene Baugruppen in der nun verkürzten Reaktionszeit nicht mehr ansprechen und das Programm damit abstürzt.
b.) Architektur des Rechners - DOS und auch ältere Win-Systeme greifen noch mehr oder weniger direkt über im BIOS vorhandene Einsprungstellen auf Hardware zu. Manche Programme verlangen dabei Feedback, dass es bei XP wegen der völlig anderen Peripherieverwaltung über eine eingezogene Softwareebene nicht mehr oder anders gibt. Hier unterscheiden sich teilweise auch einzelne Rechner, manche fangen diese Sachen durch die Herstellersoftware ab, manche nicht. Deswegen gibt es auch bei an sich gleichwertigen Rechnern immer wieder Programme, die auf einem Rechner laufen, auf einem anderen nicht.

Es gibt eine Reihe von Emulatoren die diese Probleme abfangen, allerdings sind die meisten nicht richtig in der Lage, Hardware zu steuern, zum Beispiel einen bidirektionalen Printer-Port nach ECP/EPP-Standard. Der Link auf die DosBOX enthält ja auch den Hinweis auf die Erweiterungen dazu, das könnte das Problem lösen. Ich neige derzeit noch dazu, jeweils einen oder zwei Originalsysteme älterer Softwaregenerationen vorzuhalten, die Dinger kosten ja nichts mehr. Nehmen nur ein wenig Platz weg, den Rest löst ein Netzwerk ... ;)

CS

Jörg
 
Sag' mal, ob es um alte BASIC Programme handelt, oder nur um .EXE Programme, und im letzten Falle ob er hat den Quellencode?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Nochmal zur Klarstellung: Das hat nichts mit Zeitbildung usw. zu tun. Vista stellt keien DOS-Umgebung mehr zur Verfügung. dieser Teil, eben das alte Disk Operating System, existiert schlicht nicht mehr in vollem Umfang. Im textmodus geht noch alles, aber Vollbild gibt es nicht mehr.

Ich habe ein programm (die Optiksimulation von Rutten) mit DosBox 7.0 ohne Probleme zum laufen gebracht. Das gibt's z.B. hier:

http://www.chip.de/downloads/DOSBox-0.72_13015039.html
 
Hallo Helmut,

es gibt ein Freeware(?)-Programm namens CPUKiller, das die CPU dadurch mehr oder weniger killt, daß eine Zusatzlast verursacht wird, die für alles Übrige einfach weniger Rechnerleistung übrig lässt. Es ist, im Gegensatz zum Namen, absolut ungefährlich. Man kann damit beliebige Programme recht langsam laufen lassen, wenn es sein muß. Den Link kann ich Dir nicht geben, er läßt sich aber sehr leicht finden.
 
Zitat von H_Heinicke:
Kann das wirklich zutreffen, daß alte DOS-Programme mit den neuen schnellen PCs nicht mehr arbeiten?
Ja, das kann es tatsächlich geben. Alle meine alten Turbo-Pascal-Programme laufen auf heutigen Rechnern nicht mehr, weil der TP-Compiler in die .EXE eine Zeitschleife einbaut, die mit zu hoher Taktfrequenz nicht mehr zurecht kommt:
http://www.geocities.com/franzglaser/tpsrc/timo_124.txt

In diesem Fall ist es freilich ein Problem des Turbo-Pascal-Compilers und nicht des DOS.

Tschau,
Thomas
 
Hallo Thomas, Gerhard und Jörg,

vielen Dank für Eure Hinweise. Ich gebe sie meinem Bekannten weiter. Wir wohnen leider ziemlich weit weg von einander. Ich bin in Süddeutschland, und er im Norden. Er wird jetzt mal sehen, wie er weitermacht.

Grüße
Helmut
 
Hallo Harrison,

ich weiß jetzt nicht genau, welche Programme es sind. Es sind, woweit ich weiß, keine Basic-Programme. Es sind Astro-Programme zum Astrometrieren, aber auch von SBIG. Gerade die letzteren gibt es zwar auch als Windows-Programme, aber mein Bekannter ist bekennender "DOS-Fan", und kann sich mit Windows nicht anfreunden. So etwas gibt es, auch wenn ich selber das nicht begreifen kann.

Es sind wohl schon exe-Programme, und den Quellcode hat er mit Sicherheit nicht.

Viele Grüße
Helmut

Homepage: Helmuts Astro-Seite
 
>> Diese Emulatoren sind wohl meist für Spiele gedacht, was meinen Bekannten allerdings überhaupt nicht interessiert.

Wie kommst Du den darauf?

Nur weil Plastikteller zum Essen gedacht sind, kann man sie trotzdem zum Frisbee spielen nutzen.

Diese Emulatoren sind fuer ALLE Dos Programme geeignet.
 
Lese diesen Thread erst jetzt. Hatte auch ein solches Problem mit dem (Ur)alten Framework III (FWIII) von Aston Tate. Für einen allfälligen Bedarf habe ich dies am einfachsten mit dem Program "Slowdown" auf meinem XP zum laufen gebracht:
http://members.aol.com/bretjohn/
Die Installation einer Virtual Machine (VM) und darauf beispielsweise FreeDos war aufwendiger, funktionierte aber auch.

Der Vorteil von Slowdown ist, dass dieses Programm mit einer kleinen BAT-Datei vor dem Start des problematischen DOS-Programms aktiviert und nach Beendigung des Programms wieder deaktiviert werden kann.

Meine BAT-Datei für FWIII mit SlowDown sieht beispielsweise so aus:

cd \
cd _FW3
path=c:\_FW3\Program
c:\programme\vfd21-050404\VFD.EXE /START
c:\Programme\Slodn310\slowdown /p:10.0 c:\_FW3\program\fw /t
c:\programme\vfd21-050404\VFD.EXE /STOP

Für SlowDown bedeutet die zweit letzte Zeile: CPU auf 10% reduzieren und (von SlowDown aus) das Programm FWIII starten.

Hoffe es hilft.

Nachtrag: Für Anwender die bevorzugt in einer DOS-Umgebung arbeiten möchten, empfehle ich die Installation einer Virtual Machine (VM). Die Leute in der FreeDos-User Mailing list http://www.freedos.org/ waren mir sehr behilflich FreeDos auf der VM installieren zu können. Es gibt dort kompetente Leute die - wie ich erst später bemerkte - auch Deutsch sprechen bzw. schreiben können.
 
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