Schöne Sternfarben dank ArcSinh

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

frasax

Aktives Mitglied
Hallo Forum,

ich hatte vor zwei Jahren bereist ein Video erstellt zum ArcSinh Stretch, der dafür sorgt das Sternfarben, oder generell Farben in Astrofotos durch den Stretch nicht verblassen. Was jetzt neu ist (auch nicht mehr so neu) dass man das in Adobe Photoshop nun auch nachbauen kann. In dem Video zeige ich den ArcSinh Stretch nun also in PixInsight, Siril und Photoshop.
Ich hoffe es ist für jeden was dabei.
CS und Frohe Ostergrüße
Frank

 
Hallo Frank,

vielen Dank für Dein Video - ich verwende diese Stretchmethode in Photoshop für die Sterne schon seit einiger Zeit.

Was in PS zu beachten ist, ist die Tatsache, dass sich mit der Gradationskurve in PS keine Arcsin-Funktion nachstellen läßt.
Deshalb liegt der Trick darin, die voreingestellte Gradationskurve 2x hintereinander anzuwenden (steht auch so auf der Seite von Marc Shelly), nur dann kommt die echte Arcsin-Funktion zur Anwendung.
Ich hätte das allerdings so interpretiert, dass es 2x die gleiche Kurve sein sollte (also nicht Kurve 1000 plus Kurve 30).

Was mir in Verwendung dieser Methode aufgefallen ist, sind teilweise Artefakte an den Sternen - insbesondere am Übergang zwischen ausgebrannten Kernbereichen und dem umgebenden Sternhalo. Da ist der Übergang extrem hart bzw. kommt es manchmal auch zu kreuzförmigen (Pixelraster) Artefakten.
Ich beheben das, indem ich einen Rauschfilter (Staub und Kratzer, 1px Radius) anwende. Gegebenenfalls muß man dann die etwas matter gewordenen Sterne mit einem nach Links-ziehen des Weißpunktes wieder etwas aufhellen.
Aufgrund dieser Artefakte verwende ich diese Methode nur für das Sternenbild, nicht für das Deep-Sky-Objekt.
Überlegenswert wäre jedoch ein Verwendung am RGB-Bild im L-RGB-Prozess (die Farbinformation trägt ja nicht zum Schärfeeindruck bei).


Auf Astrobin hat jemand eine etwas abgewandelte Methode für Pixinsight vorgestellt, siehe hier:
Vielleicht kennst Du die ja schon?

LG
Christian
 
Was in PS zu beachten ist, ist die Tatsache, dass sich mit der Gradationskurve in PS keine Arcsin-Funktion nachstellen läßt.
Deshalb liegt der Trick darin, die voreingestellte Gradationskurve 2x hintereinander anzuwenden (steht auch so auf der Seite von Marc Shelly), nur dann kommt die echte Arcsin-Funktion zur Anwendung.
Ich hätte das allerdings so interpretiert, dass es 2x die gleiche Kurve sein sollte (also nicht Kurve 1000 plus Kurve 30).

Hi Christian,

ja, das hätte man noch erwähnen sollen. Er schreibt man könne sie mischen, so zumindest verstehe ich den Satz: It is quite possible to "mix and match" them - for instance using Arcsinh100 in one layer and Arcsinh300 in the other layer would give a stretch somewhere between 100x and 300x.

Was mir in Verwendung dieser Methode aufgefallen ist, sind teilweise Artefakte an den Sternen - insbesondere am Übergang zwischen ausgebrannten Kernbereichen und dem umgebenden Sternhalo. Da ist der Übergang extrem hart bzw. kommt es manchmal auch zu kreuzförmigen (Pixelraster) Artefakten.
Ich beheben das, indem ich einen Rauschfilter (Staub und Kratzer, 1px Radius) anwende. Gegebenenfalls muß man dann die etwas matter gewordenen Sterne mit einem nach Links-ziehen des Weißpunktes wieder etwas aufhellen.

ja, das ist leider so und da hilft nur Kosmetik.
Das GHS Script kenne ich zwar, muss es mir aber noch im Detail anschauen. Dort kann man den color preserving tone stretch auch mit anderen Kurven kombinieren.

CS Frank
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben