Schon 21mag Differenz, 28mag bräuchte es...

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MartinElsaesser

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Hallo,

Kurz vor der partiellen MoFi habe ich gestern ein kleines Experiment gemacht:

Wie nahe am Vollmond kann ich schwache Sterne noch erkennen?

Mit einem 150/1200 Synta (mit FringeKiller) habe ich mit einem einfachen 32mm Erfle beobachtet, wobei der Mond von einem Stück Pappe abgeblendet wurde, daß ich in die Okularsteckhülse geklemmt hatte.

Schon mit dieser primitivsten "Blendenvorrichtung" lies sich eine 8.0mag Stern bis auf ca 15 Bogensekunden an den Rand des Vollmonds verfolgen, bei immerhin schon mehr als 20mag Helligkeitsunterschied. Dabei waren in dieser Konstellation neben dem Mond auch viele durchfliegende Pollen, Insekten und sonstiges zu sehen, was der Beobachter ja vom Tag her kennt.

Davor war bei einem größeren Abstand von ca 10 Bogenminuten auch ein Stern mit 9 mag noch gut zu erkennen, das sind dann schon 21.6 mag Helligkeitsunterschied.


Warum ist das jetzt interessant?
Einmal im Jahr um den 23. August läuft die Sonne auf ihrer Bahn am Himmel an Regulus vorbei, in ca 12 Bogenminuten Abstand, dieses Jahr für uns ein paar Bogenminuten mehr. Der Helligkeitsunterschied beträgt knapp 28mag. Auch beim Antitransit der Planeten gibt es immer wieder solche Situationen.

Ich fände es sehr reizvoll das zu beobachten, idealerweise mit dem Stern neben einem gefilterten Sonnenbild, vielleicht gar mit ein paar Protuberanzen, die sich dem Stern entgegen strecken.

Natürlich ist Sicherheit hier das entscheidende Thema.
Hat noch jemand an sowas Interesse?

Grüße,
Martin

 
Hallo Martin,
wie willst du die Sonne filtern und den Stern sehen, der ja nicht gefiltert ist. Das wäre mir zu heukel und meine Augen sind mir wichtiger. Nur mal ausversehen anstoßen oder der Filter verutscht und schon ist das Auge pfutsch oder?
Wie willst du diese Sicherheit garantieren???
Viel Erfolg beim denken und ich hoffe die Augen bleiben erhalten.
Grüße, Andreas
 
Hallo Andreas,

Du hast natürlich recht, Sicherheit ist hier das zentrale Thema. Der beste Ansatz ist natürlich, das mit einer Kamera statt dem Auge zu machen. Dann wären auch geringere Kontraste als mit dem Auge möglich, wobei aber die Dynamik des Hintergrundes in Sonnennähe ein Problem sein kann.

Abgesehen davon muß man natürlich das Sonnenlicht und die Technik sehr genau kontrollieren. Bei klassischer Protuberanzenbeobachtung ist das ja auch so.

Ich werde das Thema wohl mit verschiedenen Filtern, dem geeigneten Öffungsverhältnis und einer sehr massiven Montierung/Mechanik angehen.
Und einer Kamera.

Frohe Grüße,
Martin
 
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