Hallo an Euch drei,
danke für eure lobenden Worte.
Ob ihr es mir glaubt, oder nicht, dies war die erste Mondzeichnung seit ziemlich genau fünf Jahren.
Eigentlich zeichne ich nur Galaxien, Sternhaufen und manchmal einen Planeten. Ist eben weniger aufwändig.
Bei dem herrlichen Wetter letztes Wochenende kam dann mal, fast zwangsläufig, wieder spontan der Mond dran. Ich hab durch diese Zeichnung auch wieder die Lust an solchen Zeichnungen gewonnen. Eure Aufmunterung noch dazu, lässt mal bald wieder ein neues Ergebniss nachfolgen.
Hallo Sven,
die ein oder andere Schattierung hätte noch ein wenig genauer sein können, das Seeing hat da aber ein klein wenig was dagegen gehabt. Obwohl dieses an dem Abend ganz gut war. Sonst wäre die Zeichnung womöglich gar nicht entstanden. Mein ganz besonderes Augenmerk lag darauf, die Krater und anderen Erhebungen durch die Schattenwürfe so plastisch wie möglich darzustellen. Dass ist gar nicht mal so einfach... :schwitz:
Ich war aber selbst erstaunt, dass es so gut gelungen war.
Bei dieser Ar...Kälte, hatte ich sogar zwischenzeitlich schon daran gedacht abzubrechen. Die Kälte kriecht irgendwann, trotz noch so warmer Kleidung überall durch. Aber Augen zu und durch... :mauer:
Zitat von BadMoonRising:
Eine "gefährliche" Frage an Dich: hättest Du die Details in deinem Refraktor oder Newton genau so gesehen wie mit dem Schiefspiegler?
Zusatzfrage: Ist Dein "Schief" ein Eigenbau?
Mit dem Refraktor schwer zu sagen, hab am selben Abend den Mond mit diesem Gerät und einem 5mm Omegon LE beobachtet. Es gab eine brauchbare Abbildung, wäre auch möglich gewesen. Der Kontrast ist jedoch nicht so schön und das Bild ist irgendwie nicht so "ruhig", wie mit dem Schiefspiegler. Außerdem "verschmiert" der Farbfehler feine Details. Der Schief liefert ein sehr scharfes und klares Bild und zeigt gerade bei hohen Vergrößerungen eine sehr gute Leistung, trotz recht wenig Öffnung.
Den Newton hatte ich gar nicht dabei. Das ist meine Lichtkanone für Deep-Sky. Außerdem bei der Kälte lange Auskühlzeit und Seeing-anfällig durch die große Öffnung. Dem "traue" ich aber allein schon wegen des schnellen Öffnungsverhältnisses und der geringen Fokustoleranz solche "entspannten" Abbildungen nicht zu. Das müsste ich jedoch erst mal durch einen Versuch beweisen. Vielleicht ist es auch anders..
Den "Schief" hatte ich mir extra für Planeten-, Mond- und Doppelsternbeobachtungen gebaut. Die anderen Teleskope verwende ich für diese Disziplinen fast gar nicht. Es hat sich aber in jedem Fall gelohnt. Eigentlich war es mal ein Experiment gewesen, "ob ich so was auch kann ?)".
Die Spiegelfassungen habe ich von Gerd Neumann herstellen lassen, die Optik von Wolfgang Rohr rechnen lassen. Er kam auf einen Strehl von über 0,97. Die optischen Komponenten hatte ich nämlich schon, nur keine Daten. Die Spiegel entstammen ursprünglich einem Kosmos-Schiefspiegler, mehr weiß ich nicht.
Hallo Stefan,
Zitat von stefand:
Erstaunlich, dass der 85mm Schiefspiegler bei 190fach noch so ein Bild liefert - ist AP doch bereits auf 0,44mm runter.
Das finde ich auch erstaunlich. Man kann mit diesem Teleskop im Verhältnis zur Öffnung sehr hoch vergrößern. Das Bild ist immer noch angenehm hell, sehr scharf und kontrastreich, wenn das Seeing es zulässt. Ich hatte ein 10mm Speers im Einsatz. Mit diesem Okular hat man außerdem ein schön größes Gesichtsfeld zur Verfügung. Entspannte Beobachtungen im hohen Vergrößerungsbereich sind somit möglich.
Eure positiven Einschätzungen haben mir jedenfalls Lust auf mehr Mondzeichnungen gemacht. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich wieder zum Bleistift greifen und die nächsten Mondformationen aufs Papier bringen.
PS: Könnt Ihr bestimmte Formationen Krater, Rillen, Berge etc. empfehlen, die es besonders lohnt, festzuhalten?
Viele Grüße,
Stefan