Schultafellack oder Veloursfolie?

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leinad09

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Hallo,

Ich möchte den Tubus meines 80mm Refraktors ausschwärzen. Da der Tubus aber sehr klein ist und auch noch zwei Innenblenden besitzt würde ich eher zum Schultafellack tendieren. Außerdem möchte ich auch das Okularauszugsrohr schwärzen. Dieses ist aber geriffelt und ich kann mir nicht vorstellen, dass man das mit Verloursfolie gut hinbekommt. Den Lack habe ich übrigens hier gesehen: Schultafellack

Danke und CS
Daniel
 
Hallo an alle!

Danke erstmal, dass ihr mich vor dem Fehler mit dem Schultafellack bewart habt. Ich hätte nicht gedacht das Schultafellack so stark reflektiert, da er ja als Mittel zum auschwärzen verkauft wird. Die Antireflexfarbe sieht sehr interessant aus.
@Johann
Ist Abtönfarbe wirklich geeignet zum Ausschwärzen?

Wenn ich meinen Tubus Ausschwärze, dann möcht ich das auch richtig machen!

Danke für die Infos und CS,
Daniel
 
Hallo,

na ich bin ein Fan von Veloursfolie.
Auch da gibt es unterschiede, es gibt aber auch richtig gut geeignete.
Und ich klebe sie erst auf eine dünne aber feste Kunsstoffolie, forme aus diesem Verbund das entsprechende Rohr, das ich dann in den Tubus einstecke. Mit einem tropfen Kleber fixiert ist das jederzeit auch wieder rückbaubar. Mit Farbe kann man sich eine Menge versauen, vor allem mit der falschen Farbe, die dann doch mehr reflektiert, als erwartet und auf der dann nicht mehr eine andere Farbe halten will.
Optimaler sind fallweise auch Blenden, aber auch schwerer anzufertigen und einzubauen. Da ist Velours eine einfache und saubere Sache.
Übrigens Velours: Vor der Verwendung immer erst mehrmals nacheinander mit anderer Klebefolie überkleben, um lockere fasern zu entfernen. Es soll leute geben die die Überklebte Veloursfolie erst einmal unter einem Teppich "begehen", bevor sie zum Einsatz kommt. Ein paarmal Klebefolie drüberkleben - immer neue! - reicht aber auch.

Grüße

*entfernt*
 
Hallo Daniel,

für "geriffelte" Innenflächen, also ein klassisches Antireflexgewinde, verwende ich immer Tafelfarbe. Was dabei rauskommt ist so reflexarm, dass es kaum mehr verbesserungswürdig sein dürfte.

Bei großen glatten Flächen ist Velours wirkungsvoller. Wobei man unterscheiden muss ob es sich um Flächen handelt, die bei Reflexion tatsächlich direktes Streulicht liefern, oder von untergeordneter Bedeutung für das Streulicht sind.

Ein Newton-Tubus ist z.b. von untergeordneter Bedeutung (außer dem Stück was durch den OAZ rund um den FS zu sehen ist. Hier liegt aber keine streifende Reflexion vor).

Bei einem Refraktor mit richtig dimensionierten Blenden ist die Tubuswand ebenfalls von untergeordneter Bedeutung für das Streulicht. d.h. es ist keine perfekte Reflexionsfreiheit erforderlich.

Deshalb würde ich dafür das Schwärzungsmittel verwenden, das am einfachsten zu applizieren ist. Für meinen 80er Refraktor habe ich Velours genommen.

cs
Martin
 
Moin Daniel!

Ich hab' zwei Refraktoren (90/900 + 70/700) innen komplett mit Velours ausgekleidet. Dafür habe ich aber die radikale Methode angewendet, sprich alle Innenblenden rausgerissen. Den Velours klebt man besser auch nicht in einem Stück in den Tubus ein, sondern in Streifen, die sich überlappen. Frickeliger war dabei aber der kleinere, dünnere Tubus. Nach der Aktion ist aber nun wirklich Schluß mit Streulicht.
Matte Farben benutze ich nur noch zum Schwärzen von Kleinteilen. Da braucht's auch nicht den teuren Tafellack, es kann auch eine kleine Dose Ofenfarbe oder Revell-matt sein.
 
Hallo Daniel,

ich verwende die schwarze Abtönfarbe für die Innenseiten meiner Kleinteile (Zwischenringe, OAZ usw.).

Für die Teleskoptuben verwende ich aber auch Velours.

Viele Grüße,
Johann
 
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