schwache KS

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Lutz_11

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Hallo Leute,

bin zur Zeit beim sammeln von KS. Bei den Messier Objekten bin ich auch schon gut voran gekommen. Beim Versuch schwächere NGC Objekte zu erwischen habe ich allerdings ohne Erfolg herumgestochert. Insbesondere 5897, 6144 und 6293 habe ich versucht zu erhaschen. Zum Einsatz kam ein Orion 6" f/6 Dobson mit Hyp 36,Hyp 8-24 und ein TSWA 6. Himmel fand ich ok. M62 als deutlich südlicheres Objekt war einfach.
Was meint ihr, bin ich zu optimistisch bezüglich Horizonthöhe und Helligkeit der Objekte ?

Gruß Lutz
 
Hallo Lutz,

dort unten hast Du immer mit Skyglow und meistens mangeldner Transparenz durch horizontnahen Dunst zu kämpfen.
Du brauchst einen sehr guten Standort und saubere Luft, z.B. die erste klare Nach nach einem grßen, regenreichen Tiefdruckgebiet.
M 62 wäre z.B. bei höherem Stand durchaus M 13 vergleichbar.
Wenn Du also diesen KS hell siehst und gut auf-/anlösen kannst, dann hast Du Möglichkeiten, die kleinen Wattebällchen zu sehen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Günther,

M62 war wie gesagt einfach. Ob er in der Nacht anlösbar war ist für mich noch schwer zu entscheiden. Die Frage wie ich verschiedene KS sehe ist u.A. ein Grund meiner aktuellen Sammelleidenschaft. Bei 6144 glaube ich fast, daß es mir nicht gelingen wird. Antares stört doch sehr. Bei den anderen werde ich sehen was geht. Vielleicht war ich auch zu ungeduldig.Mit dem DSRA hatte ich bis jetzt alles was ich mir vorgenommen hatte relativ schnell gefunden. Bei den von mir angesprochenen KS werde ich mir wohl die Mühe machen detaillierte Aufsuchkarten mitzunehmen.

Gruß Lutz
 
Hi Lutz,

der schwache KS NGC6144 beim größeren Bruder M4 benötigt schon eine gute Horizontsicht und dürfte mit 6" grenzwertig sein (in D). Ich hatte ihn vor 2 Jahren in Herchenrode bei ca. 5m7 (im Zenith) im 8"ler drinn. Auch da war er nur indirekt zu erahnen als schwache rundliche, recht kleine Aufhellung. Man muss schon eine gute Aufsuchkarte (Sterne bis 10m) und einen transparenten Horizont haben, sonst wird das nichts.

Prinzipiell gilt das auch für die beiden anderen KS, wobei NGC5897 etwas höher steht und somit a.m.S. einen Tick einfacher als die beiden anderen sind.

Dachte ich auch, ist aber nicht so, da NGC6144 doch um einiges weit weg steht ~40' und man schon so auf 80-100x vergrößern sollte. damit ist Antares aus dem GF raus und stört demzufolge nicht!

Ohne eine genaue Angabe der Himmelsqualität lassen sich weitere Aussagen schwerlich treffen.

Gruß
Lots
 
Hallo Lots,

der Standort ist ca 20-30 km östlich von Dresden. Auf der Lichtverschmutzungskarte ist er hellblau gefärbt. Auf der Bortle Skala würde ich ihm regelmäßig die Stufe 5 manchmal auch etwas besser geben. Krass ist der Unterschied zu FST wo ich meistens zwischen 5 und bestenfalls 5.5 sehe. Das liegt aber meiner Meinung nach am nicht 100 prozentig auskorrigiertem Sehfehler.

Für die 3 habe ich mir jetzt erstmal Aufsuchkarten gemacht.

Mal sehen vielleicht gibts es ja nochmal eine vernünftige Nacht für den Skorpion.

Gruß Lutz

PS: Hast Du eine Empfehlung für einen alternativen Atlas ?
Den DSRA finde ja schon ganz gut. Ansonsten denke ich über ein Netbook nach.
 
Hi Lutz,

ja eine gute Brille kann wunder bewirken, das habe ich am eigenen Laib gespürrt. :biggrin:

Ich benutze meistens ausgedruckte Guide 8 Karten mit Sternen um 9m-10m sowie Telradeinblendung für die Enterfunungsabschätzung.

Gruß
Lots
 
Hallo Lutz,

der NGC6293 gehört noch zum Oph und ist im südlichen Teil gelegen. Die Helligkeit und Größe ist fast exakt mit NGC6356 vergleichbar, welchen ich im 80mm-FH klar erkennen konnte - auch bei 21facher Vergrößerung. Zwar aus dem Kleinwalsertal (nahe Oberstdorf), aber er stand dort bestimmt 25° über dem Horizont. Geschätzt sollte das auch von Dresden aus im 6" Newton noch gehen.

Die Helligkeit von ca. 8.2m sollte für dein Gerät sehr gut machbar sein - einzig das Auffinden ist abhängig vom Kartenmaterial. Wenn der KS ohne nahen Bezugspunkt im Raum steht, hilft mir zum Kartenmaterial noch ein Leuchtpunktsucher und ein Okular mit großem Gesichtsfeld, sowie angepasster AP. Bei größeren Spiegeln geht eine angepasste AP mit höherer Vergrößerung einher und damit meistens einem kleineren GF. Da sind dann UWA-Okulare angesagt.

In deinem Fall würde ich zum Suchen das Hyp36 verwenden. Der NGC6356 steht nahe M9 (1° nordöstlich) - wenn du an diesem diese beiden Okulare Hyp36/HypZ24 ausprobierst, dann weißt du, welches dir beim Aufsuchen mehr entgegen kommt.

Aber zu optimistisch halte ich zumindestens den 6293 aus Gerätesicht und für den Standort nicht.

Viel Erfolg,
Stefan
 
Hallo Stefan,

vielen Dank für Deine Hinweise. Zu den anderen schwachen KS, so auch 6356, bin ich nicht mehr gekommen. Hatte mich irgendwie festgebissen und um nicht ganz gefrustet die Beobachtungen abzuschließen, hatte ich mich einfacheren Objekten zugewendet.
Hab auch Deinen Bericht aus dem Kleinwalsertal gelesen.
Solche Nächte entschädigen für Wochen Regenwetter. Andererseits haben sie auch ganz schön Suchtpotential.
War vor 2 Jahren im Herbst in Warth. Tagsüber war das Wetter zwar nicht so doll aber eines Nachts hat mich meine Frau geweckt: "Guck mal, die Sterne blenden mich!".
Ich muss sagen das war echt irre.

Dieses Jahr sind wir wieder in der Gegend zu ner Hüttentour.

Der Mond spielt mit. Hoffentlich auch Petrus.

Gruß
Lutz
 
Hallo Günther, Lothar und Stefan,

war am Dienstag nach langer Zeit wieder unterwegs. Eigentlich wollte ich nur einen neuen Beobachtungsplatz ausprobieren. Die Bedingungen entwickelten sich hervorragend, mal abgesehen vom später zunehmend störenden Halbmond. Selbst als der Mond ca. 30 Grad Höhe erreicht hat , war die Milchstraße bis fast an den südlichen Horizont zu sehen.

Da die Klauen des Skorpions schön zu sehen waren, habe ich beschlossen die oben erwähnten KS nochmal in Angriff zu nehmen. Als erstes war 6144 dran. Ausgehend von M4 habe ich mich entlang einer Sternenkette langsam herangetastet. Und tatsächlich oberhalb eines markanten Sterns habe ich eine leichte Aufhellung feststellen können. Insgesamt war die Beobachtung grenzwertig und sollte später nochmal verifiziert werden.
Da die Beobachtung von 6144 relativ lange gedauert hat ist es für 5897 zu spät geworden. Also gleich rüber zu 6293. Etwas östlich von M19 ist ein langestrecktes schmales Sternenparallelogramm. In Richtung der südlichen kurzen Kante habe ich dann 6293 sofort gefunden. Er wirkt zwar unauffällig ist aber doch einfach zu sehen.

Gestern wollte ich dann noch 5897 nachholen. Leider wurde mit Einbruch der Dunkelheit die Horizontsicht total unbraucbar.

Die wichtigste Erfahrung ist für mich, an die optische Reichweite des Beobachtungsinstruments angepasste Aufsuchkarten zu benutzen. Korkoschka und DSRA reichen in der Regel nur bei einfachen Objekten.

Gruß
Lutz

 
Hallo Lutz,
weißt du, dass es in Dresden eine Stammtischrunde gibt, die sich monatlich in DD-Plauen trifft? (Wenn nicht, und du willst mehr wissen, schick mir eine PN.)
Ansonsten schau doch auf der www.deepskyliste.de nach, da kannst du die Beobachtungen anderer Spechtler nachvollziehen. Oder du schaust unter http://www.amateurastronomie.at/ nach, die Deep-Sky-Datenbank DSD zeigt dir ebenfalls, was andere mit welchen Optiken gesehen haben.

Vielleicht hilft dir das weiter...
 
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