MartinSchoenball
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Hallo!
Nachdem ich mich vor einigen Tagen mit EGB 1, einem schwachen PN in der Cassiopeia beschäftigt hatte, habe ich mich vorgestern weiteren planetarischen Nebeln dieses Kalibers, die in der Cassiopeia zu finden sind, gewidmet.
Als ich an meinem Beobachtungsplatz ankam fand ich auch die dafür nötigen Bedingungen vor. Die Grenzgröße lag wiedermal bei 6m5.
Beobachtet wurde wie immer mit meinem 10" GSO Dob und diesmal immer mit 66x.
Ich begann die Nacht mit Abell 84 (=PK 112-10.1):
Nur mit [OIII] Filter sichtbar. Sehr schwacher Nebel, ind. Sehen ist notwendig. Der Nebel erscheint rund, wird zur Mitte etwas heller. Im N ist ein schwächerer Stern eingebettet.
Link zur Grafik: http://www.schoenball.de/astronomie/zeichnungen/th_pk11210.1.jpg
Pünktlich, als die die Zeichnung fertiggestellt hatte kam dann auch Marco an. Schließlich gesellte sich noch ein weiterer Beobachter hinzu und schließlich noch einer...
Als sich die Adaption wieder eingestellt hatte und ich den "Neulingen" noch ein paar Objekte gezeigt hatte ging ich weiter zu Abell 82 (=PK 114-4.1). Der war etwas heller als der vorige und sollte auch in 8" nicht allzu schwierig sein:
Nur mit [OIII] Filter sichtbar. Schwacher runder Nebel, etwa 1' groß. Steht in einem Trapez aus schwachen Sternen, ziemlich nah am nordwestlichsten Stern. Der Zentralstern ist nur ohne Filter sichtbar, dann ist aber der Nebel nicht mehr sichtbar. Nicht schwierig.
Link zur Grafik: http://www.schoenball.de/astronomie/zeichnungen/th_pk11404.1.jpg
Schließlich versuchte ich mich noch an HFG 1 (Heckathorn-Fesen-Gull). Dieser wurde erst 1982 entdeckt, hat aber freundlicherweise eine starke [OIII] Linie. Und genau diese verhalf schließlich auch zur Sichtung.
Ich hatte mir seine Position nur in die Uranometria eingezeichnet. Bei der Beobachtung war ich mir nicht 10%ig sicher, ob ich etwas gesehen hatte. Bei solchen Grenzbeobachtungen ist der Grat zwischen Sehen und Einbildung sehr schmal! Also zog ich Marco zu Rate. Er konnte ohne die genaue Position nichts erkennen. Als ich ihm dann meine Sichtung auf meiner Skizze zeigte, konnte er schließlich auch etwas vermuten. Ich stellte schließlich noch meine Skizze fertig (hatte ja bis dahin nur die Sterne gezeichnet).
Meine Beobachtung lautet:
Mit [OIII] Filter als extremst schwacher Nebel sichtbar. Sehr groß, wird zur Mitte etwas heller. Im Norden ist möglicherweise ein hellerer Bogen [dieser kommt wahrscheinlich von eingebetteten Sternen]. Ohne Filter nicht sichtbar.
Zuhause angekommen verglich ich als erstes meine Zeichnung mit einem Ausschnitt aus dem POSS (da ist der Nebel nur sehr schwach zu erkennen!) und stellte eine exakte Übereinstimmung fest!
Die Zeichnung gibt es nun hier:
Link zur Grafik: http://www.schoenball.de/astronomie/zeichnungen/th_pk13605.1.jpg
Damit war dann schließlich auch meine Beobachtung zu Ende.
In der Cassiopeia warten noch einige ziemlich heftige PN's auf meine gierigen Augen, mal schauen, was sich noch machen läßt ;-)
Gruß
Martin
Nachdem ich mich vor einigen Tagen mit EGB 1, einem schwachen PN in der Cassiopeia beschäftigt hatte, habe ich mich vorgestern weiteren planetarischen Nebeln dieses Kalibers, die in der Cassiopeia zu finden sind, gewidmet.
Als ich an meinem Beobachtungsplatz ankam fand ich auch die dafür nötigen Bedingungen vor. Die Grenzgröße lag wiedermal bei 6m5.
Beobachtet wurde wie immer mit meinem 10" GSO Dob und diesmal immer mit 66x.
Ich begann die Nacht mit Abell 84 (=PK 112-10.1):
Nur mit [OIII] Filter sichtbar. Sehr schwacher Nebel, ind. Sehen ist notwendig. Der Nebel erscheint rund, wird zur Mitte etwas heller. Im N ist ein schwächerer Stern eingebettet.
Link zur Grafik: http://www.schoenball.de/astronomie/zeichnungen/th_pk11210.1.jpg
Pünktlich, als die die Zeichnung fertiggestellt hatte kam dann auch Marco an. Schließlich gesellte sich noch ein weiterer Beobachter hinzu und schließlich noch einer...
Als sich die Adaption wieder eingestellt hatte und ich den "Neulingen" noch ein paar Objekte gezeigt hatte ging ich weiter zu Abell 82 (=PK 114-4.1). Der war etwas heller als der vorige und sollte auch in 8" nicht allzu schwierig sein:
Nur mit [OIII] Filter sichtbar. Schwacher runder Nebel, etwa 1' groß. Steht in einem Trapez aus schwachen Sternen, ziemlich nah am nordwestlichsten Stern. Der Zentralstern ist nur ohne Filter sichtbar, dann ist aber der Nebel nicht mehr sichtbar. Nicht schwierig.
Link zur Grafik: http://www.schoenball.de/astronomie/zeichnungen/th_pk11404.1.jpg
Schließlich versuchte ich mich noch an HFG 1 (Heckathorn-Fesen-Gull). Dieser wurde erst 1982 entdeckt, hat aber freundlicherweise eine starke [OIII] Linie. Und genau diese verhalf schließlich auch zur Sichtung.
Ich hatte mir seine Position nur in die Uranometria eingezeichnet. Bei der Beobachtung war ich mir nicht 10%ig sicher, ob ich etwas gesehen hatte. Bei solchen Grenzbeobachtungen ist der Grat zwischen Sehen und Einbildung sehr schmal! Also zog ich Marco zu Rate. Er konnte ohne die genaue Position nichts erkennen. Als ich ihm dann meine Sichtung auf meiner Skizze zeigte, konnte er schließlich auch etwas vermuten. Ich stellte schließlich noch meine Skizze fertig (hatte ja bis dahin nur die Sterne gezeichnet).
Meine Beobachtung lautet:
Mit [OIII] Filter als extremst schwacher Nebel sichtbar. Sehr groß, wird zur Mitte etwas heller. Im Norden ist möglicherweise ein hellerer Bogen [dieser kommt wahrscheinlich von eingebetteten Sternen]. Ohne Filter nicht sichtbar.
Zuhause angekommen verglich ich als erstes meine Zeichnung mit einem Ausschnitt aus dem POSS (da ist der Nebel nur sehr schwach zu erkennen!) und stellte eine exakte Übereinstimmung fest!
Die Zeichnung gibt es nun hier:
Link zur Grafik: http://www.schoenball.de/astronomie/zeichnungen/th_pk13605.1.jpg
Damit war dann schließlich auch meine Beobachtung zu Ende.
In der Cassiopeia warten noch einige ziemlich heftige PN's auf meine gierigen Augen, mal schauen, was sich noch machen läßt ;-)
Gruß
Martin