Schwere Eigenbau Eq-Montierung

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astrojohn

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Hallo

Habe vor paar Monaten beschlossen meinem 8"Newton f4 eine neue Montierung zu gönnen , da meine CAM mit Newton und Dslr ein wenig überladen war.

Mein Ziel war es eine noch mobile Montierung zu bauen.

Das Achsenkreuz wiegt 43kg , die De-Achse lässt sich aber schnell mit 4 Schrauben von Ra trennen , was den Transport wesentlich erleichtert.

Gesamtgewicht mit Stativ: +- 85kg

Die Schneckenräder wurden mit der Gewindeschneider Methode gefertigt und bestehen aus Aluminium .

Die Schnecken sind aus Bronze Durchmesser 20mm.


Hier noch einige Bilder:

CS John
 

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Hey John,
feine Arbeit - sieht aus, als ob Du sowas öfter machen würdest. Wie sieht es mit der Nachführgenauigkeit aus?

85kg als "mobil" zu bezeichnen finde ich schon gewagt.
 
Hallo John,

die Montierung macht einen erstmal einen sehr guten Eindruck, aber Schneckenräder aus Aluminium?! Leichtmetalle sind für solche Zwecke nicht gut geeignet, man müßte schon einen Stahlkranz um einen Aluminiumkern legen. Alternativ einen Messingkranz nehmen und Schnecken aus Stahl.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Ralf


Ja du hast recht ich mach sowas öfters , aber in einem anderen Bereich.

Die Antriebe sind noch nicht ganz fertig , so dass ich noch gar nichts über die Genauigkeit aussagen kann .

Hier noch Bilder während des Baus :
 

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@ fquadrat

Da hast du vielleicht recht , aber wenn du mir erklärst wie ich mit einem Gewindebohrer ein Schneckenrad aus Stahl herstellen soll , dann mch ich eins aus Stahl .



Ich mach mir nur sorgen wegen der Genauigkeit des Rades.


John
 
Es ist schon klar, daß das mit der Gewindebohrermethode kaum gehen wird, aber bei Aluminium könnte es passieren, daß Deine ganze Arbeit mit dem Rad nachher über den Jordan geht, und das wäre bei der schönen Montierung einfach schade.

Die Genauigkeit ist vermutlich nicht einmal schlecht, allerdings wird die Belastbarkeit durch die entstandene Gewindeform eventuell weiter vermindert.

Nun ja, die Praxis wird zeigen, was es bezüglich Genauigkeit und Haltbarkeit um die Räder bestellt ist.

Klare Nächte wünscht

fquadrat
 
Hab schon einige Montierungen (auch welche wo um die 20kg an Instrumenten montiert ist) gesehen , die schon mehrere Jahre auf dem Buckel haben und keinerlei Zeichen von Abnutzung zeigen , daher mach ich mir da keine Sorgen .

Sollte trotzdem ein Rad über den Jordan gehen wäre in weniger als einer Stunde ein Neues hergestellt.
 
Dann bleibt nur noch zu hoffen, daß die unterschiedliche Wärmeausdehnung der einzelnen Bestandteile keine Probleme macht.

Viel Spaß mit der Montierung!

fquadrat
 
Da sehe ich auch kein Prolem mit . Auch Profi-Montierungen dehnen sich aus , und da muss auch je nachdem das Schneckenspiel nachgestellt werden.
 
Hi John,

das sieht auf jeden Fall nach einem tollen Stück Arbeit aus, viel Glück damit und reibungsloses Arbeiten.

Mit welcher Steuerung willst Du sie betreiben?

Jörg
 
Hallo Jörg


Danke erstmal für das Lob.


Werde mir die steuerung von Mel Bartel zusammmenlöten , und wenn ich genug Geld gespart hab , eine Fs2 , oder Dynostar.
 
Hallo John,

die Montierung sieht richtig gut aus und macht auch einen sehr stabilen Eindruck. Ich wünsche dir viel Spaß mit dem Teil.

Welche Motoren hast du oder wirst du noch einbauen?

Habe im Moment einen 10er Leichtbaunewton auf einer OTE 1 sitzen.
Möchte mich aber in ca. 3 Jahren vergrößern. Da ich einen Sohn habe der Feinmechaniker ist und dem die entsprechenden Maschinen zur Verfügung stehen noch ein paar praktische Fragen.
1) Kannst du den Zeitaufwand zum Bau der Montierung grob einschätzen?
2) Kannst du eine Aussage zum Materialaufwand (angenommen man muss alles kaufen) machen. Was haben oder werden die Motoren kosten?
Vielen Dank und CS
Rolf
 
Hallo Rolf

Motoren sind die secm 3 mit 1:10 Getriebe vorgeshen , die dann mit Zahnriehmen 2:1 die Schnecken antreiben.

In RA werde ich aber genug Platz im Schutz vom Zahnriehmen lassen um eventuel auf 3:1 zu wechseln , was dann eine Gesamtübersetzung von 3400:1 bzw 5100:1 ergibt.
Preise der Motoren siehst du bei astro-electronic.de

Zum Zeitaufwand : Ehrlich gesagt , keine Ahnung.... und das aus einem einfachen Grund:

1. Hatte keine Zeichnung erstellt , alles aus dem Kopf heraus geplant und gebaut.
2. Hatte nicht immer Zeit daran zu arbeiten , wobei es mal vorkam dass eine Woche nichts passierte.

Materialaufwand:
Da sag ich nur eins : Sammeln was das Zeug hält !
Ueberall fragen z.b. in Schlossereien oder Schrottplatz.
So hab ich es über ein Jahr gemacht.

Die komplette Montierung besteht aus Stahl , ausser Schnecken , Schneckenräder , Gegengewichtstange und Handmuttern sowie Kupplungen bestehen aus Edelstahl.

Glaube aber mit etwas Planung , ein wenig zeichnen und das notwendige Material steht komplett zur Verfügung könnte man sowas in 2 Wochen (vorausgesetzt man hat Urlaub) herstellen und zusammenbauen .

cs John





 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo John,

Gratulation zu dieser sauberen Konstruktion!

Dass die Schneckenräder aus Alu sind, finde ich als keinen Nachteil. Da die Antriebskräfte gering sind, wird auch der Verschleiß vernachlässigbar klein sein. Die meisten Schneckengetriebe an Montierungen verschleißen übrigens, da das Fett nach einigen Jahren verhärtet und deswegen die Schmierfähigkeit nicht mehr gegeben ist.

Auch bei mir hat sich mittlerweile viel Material angesammelt. Alles ging recht günstig vom Schrott her. Mittlerweile entstehen meine Konstruktionen in erster Linie nach vorhandenem Material.

Da du die Schneckenräder mit der Gewindeschneider-Methode hergestellt hast, habe ich eine Frage: Hast du das mit einer Zwangsführung gemacht, damit kein Teilungsfehler entsteht? Wenn ja, hast du Bilder davon?

Viele Grüße von Nirosta
www.zellix.de
 
Hallo John,

mal Danke für die Tipps bezüglich Materialsammlung. Um dann die "richtigen" Stücke beim Schrotthändler zu finden sollte zuerst in etwa feststehen was man eigentlich für den Bau der Montierung in etwa braucht.
Vielleicht finde ich ja jemanden der eine "grobe" Materialliste hat, ich denke dann tut man sich leichter bei der Suche.

Habe ja keine Eile, da wie gesagt die Sache in ca. 3 Jahren passieren soll.

Gruß
Rolf
 
Hallo Nirosta

Danke erstmal fürs Lob und auch einen Dank an deine Homepage , die mir die eine oder andere Idee geliefert hat.

Die Schneckenräder wurden ohne Zwangsnachführung hergestellt.

@Rolf

Dann hast du ja viel Zeit zum sammeln und planen , dann wird es auch klappen. Und wenn man die Maschinen zum herstellen zur Verfügung hat , was steht dann noch im Weg eine Montierung zu bauen.

Klar hätte ich auch einiges anders bauen können , z.b mehr alu verbauen , aber man muss kochen mit dem was man zur verfügung hat.

Trotzdem wird die nächste Montierung wieder komplett aus stahl gefertigt , weil

erstens: Grosses Teleskop ,
und
zweitens kein rumschleppen.

Anbei noch ein Foto von der Ra-Kupplung.

Cs John
 

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Hallo John,

ich baue derzeit an einer eigenen Montierung und muss mir auch überlegen wie ich die Klemmkupplung realisiere.
Was bewirkt die Keilformige Form in Deiner Kupplung?

Ich hatte einen einfachen Ring angedacht.

Grüße

Giuseppe
 
Hallo Guiseppe

Die Keilform erzeugt einen kleinen Hebel. Dadurch braucht man die Klemmschraube nicht so fest anziihen zum klemmen.

Desweiteren kann man den Druck feinfühlig einstellen dass das Schneckenrad geklemmt ist zum Nachführen und ohne die Klemmung zu lösen das Teleskop von Hand schwenken.

Den Winkel des Keils hab ich auf Augenmass gefertigt , er muss nur mittig mit der Bohrung sein.

Die Bohrung ist 2mm grösser als die Welle , damit sie ein wenig kippen kann. Die 2 Schrauben , eine zum justieren , die andere mit dem Hebel zum klemmen , greifen in 2 Bohrungen , dmit der Ring zentriert bleibt ung sich nicht verdreht zb eim manuelen schwenken.



cs John
 
Ah OK,

verstehe. Also grundsätzlich ist es ratsamer das so umzusetzen als einen planen Ring.

Danke Dir für die Info

CS Giuseppe
 
Hallo Freunde der Astronomi


Bin ein klein weinig weiter gekommen ,Motoren ,Zahnräder und Zahnriehmen sind angekommen . Habe jetzt Antrieb für die Deklination fertig zusammengebaut.


Cs John
 

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Hallo

Der Antrieb mit dem T5 Zahnriehmen war leider zu gross dimensioniert und musste einem Zahnriehmen T2,5 weichen.

2 neue Schnecken hab ich auch angefertigt (sehen besser aus als die ersten... grins )

Die Montierung ist jetzt soweit fertiggestellt und hatte letzte Woche schon sein erfolgreiches first light ohne DE Antrieb .


cs John
 

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Fehlt nur noch Riehmen- und Schneckenabdeckung.


cs John
 

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die Montierung macht einen erstmal einen sehr guten Eindruck, aber Schneckenräder aus Aluminium?! Leichtmetalle sind für solche Zwecke nicht gut geeignet, man müßte schon einen Stahlkranz um einen Aluminiumkern legen. Alternativ einen Messingkranz nehmen und Schnecken aus Stahl.

Wozu denn das?
Aluminium ist ein gutes Material für Schneckenräder.
Messing ist hinsichtlich Steifigkeit etwa gleich mit Aluminium, ist aber etwa 3x so schwer und 5x teurer (volumenmäßig).
Eine Schnecke aus Stahl ist hinsichtlich der Bearbeitung teurer als Bronze, das aber vom Material her wieder teurer ist.
Ausserdem rostet Stahl.

Wegen der Gleiteigenschaften kann man auf Aluminium hervorragende Schichten anbringen. So, das man sogar Aluminium Schneckenräder und Aluminium Schnecken kombinieren kann. Man brauch kein Fett mehr, also keine Elastizität mehr im Schmiermittel oder Rostschutz.

Harrie
 
Hallo nochmal.


Am letzten Sonntag war es ! Endlich eine Nacht klarer Himmel , nur leider mit fast Vollmond. Egal , es wurde ausgiebig getestet. Kameramässig wurde auch aufegrüstet : Atik 383L mit 2" USB Filterrad.

Einzelbilder je 600 Sekunden. Denke bei diesem Ergebnis kann man sagen dass die Montierung funktioniert. Nur bei der Ebv muss ich noch viel lernen.


Cs John
 

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