Hallo Markus,
an langbrennweitigen Teleskopen bemerkt man praktisch keine Unterschiede. Wenn Dein Mak 100mm Fokussierweg ausgleichen kann, sehe ich weder mit dem Seben noch mit dem Baader Probleme. Ansonsten brauchst Du einen Glaswegkorrektor, damit der Fokus wieder passt. Daher ist es wichtig, dass das Bino ein Filtergewinde hat. Es gab da Serien, die hatten keines, bzw. beim Baader ist das Gewinde ohnehin im Adapter T2 auf 1,25". Der T2-Anschluß des Baader könnte aber an Deinem Mak interessant sein, wenn Du direkt ein T2-Gewinde für die Fotografie daran hast. Haben diese Maks doch meistens, dann wird der Weg für die 1,25" Halterung gespart.
Das mit dem Fokussierweg ist deshalb beim Mak interessant, weil der Ausgleich des Fokussierweges die Brennweite deutlich verlängert. Der Mak wandert also von f/14 "auf f/20 zu" - das f/20 erreicht werden glaube ich zwar nicht, aber so f/18 würde mich nicht wundern. Mit einem Glaswegkorrektor 1,3x würdest Du auch bei f/18 landen. Darauf sollten die Okulare angepasst werden, bzw. Du wirst bezüglich niedriger Vergrößerungen kräftig eingeschränkt, denn bei 1800mm Brennweite kommst Du mit 40mm Okularen minimal auf 45x - ein helles Bild ist da nicht mehr zu erzielen. Das Bino wird also ausschließlich für Planeten- und Mondbeobachtung nützlich sein. Wenn aber 10mm Okus mitgeliefert werden, dann würdest Du mit 180x gleich im Bereich der maximal sinnvollen Vergrößerung landen. Macht auch das Aufsuchen schwierig...
Übrigens, versuche mal drauf zu achten, was da für Okulare dabei sind. Es gibt wirklich ein paar ganz billige Varianten, die man sich wirklich sparen kann. In so einem Fall solltest Du die Okulare als "nette Beilage" betrachten, mit der Du vielleicht was anfangen kannst, die aber nicht kaufentscheidend sein sollte.
Clear Skies
Sven