Seestar Bilder stacken

GeräteDoc

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Ich würde gerne mal euere Meinung zu folgendem Gedanken hören.
Es gibt ja die Möglichkeit, die .fit Bilder des Seestar (in meinem Fall das S30) zu nehmen und in einer anderen Software zu stacken, sei es Siril oder Seti usw. und dann weiter zu bearbeiten. All diese Software bietet ja aber auch die Möglichkeit, Flatframes, Darks, Biases usw. mit in den Stack einzubeziehen. Nun habe ich ja aber direkt aus dem Seestar nur Zugriff auf die Lights die gemacht wurden, ich weiß aber (das habe ich irgendwo gelesen), daß das Seestar zu beginn jeder Session Darkframes nimmt und dieser Prozess findet auch statt, wenn man beim Seestar die Belichtungszeit wechselt da kommt dann eine Meldung wie "preparing for image enhancing" oder so ähnlich. Mein Frage ist daher, ist es nicht klüger in dem Fall immer auf das manuelle Stacking zu verzichten und stattdessen die bereits im Seestar gestackten Bilder zu nutzen, da man ja keine Kalibierungsbilder zur Vefügung hat?

Viele Grüße, Rudi
 
Die Darkframes sind in den Lights bereits verrechnet. Im Postprocessing kann man die Bilder nochmal deutlich aufwerten. Ob man sich die Mühe macht oder die eh schon guten Bilder des Seestars, besonders nach Anwendung des neuen Entrauschen-Tools, her nimmt bleibt jedem selbst überlassen.

CS, Ralf
 
Hallo Rudi,
Wie Ralf schon sagte ist es jedem selbst überlassen. Wenn dir die fertigen Bilder des Seestar auch ohne Nachbearbeitung gefallen dann ist es ja gut. Man kann aber durchaus noch einiges mehr heraus holen. Hier ein Beispiel.
Das erste Bild zeigt M100 so wie es mein Seestar S50 heraus gegeben hat. Das zweite Bild zeigt M100 nachdem ich es mit Siril gestackt habe und dann gemäß eines Workflows noch nachbearbeitet habe. Wie du sehen kannst kann man da noch einiges heraus holen wenn man die Fit-Dateien selbst verarbeitet und ich bin da noch blutiger Anfänger.
Viele Grüße.
Frank
 

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@Upuauta
Hi Frank,
ich glaube, ich habe mich etwas unglücklich ausgedrückt, die Frage, ob die Bilder nachbearbeitet werden sollten oder nicht, stellt sich natürlich nicht, das sollten sie auf jeden Fall.
Das Seestar stackt ja die Bilder während der Aufnahme und/oder man hat auch hinterher in der App, in Verbindung mit dem Seestar, die Möglichkeit soviel Bilder wie man will zu stacken, daher ist bzw. sollte die Frage sein, ob es sinvoller oder besser ist, das bereits fertig gestackte Bild aus dem Seestar zur Nachbearbeitung zu verwenden, oder ob man selber die Bilder stackt, mit Siril, Seti oder was auch immer und dann das so gestackte Bild zum anschließdenden bearbeiten verwendet. Also welchem Ausgangsbild sollte man den Vorzug zum bearbeiten geben...

Viele Grüße,
Rudi
 
Hallo Rudi,

bei den Stacks aus dem Seestar kann es passieren, dass Spuren von Satelliten oder schlimmer noch von Flugzeugen im Ergebnis "überleben".
Auf dem Seestar kann man dann die Einzelnen FITs aussortieren und das Seestar dann neu stacken und de-noisen lassen. Geht aber sehr, sehr, sehr lange.

Ohne Spuren, mit anschließendem de-noise (Zauberstab) finde ich das Ergebnis inzwischen erstaunlich gut. Zum schnellen Vorzeigen oder so auf jeden Fall o.k.

Mit den FITs auf dem PC geht natürlich - je nach Kenntnis mehr. Im Astrotreff gibt es von Eric @Aludobson Protokolle, um Daten vom Seestar automatisch zu stacken. Die verwende ich meist.
Das Entscheidende für mich, es auf dem PC mit Siril zu machen, ist die Möglichkeit, FITs aus vergangenen Nächten mit dazu zu nehmen. So kann ich auf Belichtungszeiten kommen, die in einer Nacht nicht möglich wären.
Daher archivieren ich auch die FITs nach dem System, wie das Seestar sie rausgibt. Bei Mosaiken mit zwei Objekten - etwa Eulennebel M98 und Surfboardgalaxie M108 - nehme ich dann auch die alten FITs beider Objekte mit in den neuen Stack.

Mein Tipp: beides testen - und dann für Dich und Deine Vorlieben entscheiden.

CS Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
@Upuauta
... daher ist bzw. sollte die Frage sein, ob es sinvoller oder besser ist, das bereits fertig gestackte Bild aus dem Seestar zur Nachbearbeitung zu verwenden, oder ob man selber die Bilder stackt, mit Siril, Seti oder was auch immer und dann das so gestackte Bild zum anschließdenden bearbeiten verwendet. Also welchem Ausgangsbild sollte man den Vorzug zum bearbeiten geben...

Hallo Rudi,
Ja da habe ich dich wohl mißverstanden. Also ich nehme die durch Seestar unverarbeiteten Fit Dateien. Ich sehe mir dazu jede einzelne Datei in einem Fits-Viewer an und lösche vorab schon einmal alle Dateien mit Sateliten und/oder sonstigen Defekten behaftete Bilder aus. Das sind meistens dann Bilder wo die Sterne nicht rund sondern leicht verzogen sind, denn die scheint Seestar beizubehalten und nur wirklich komplett verzogene Aufnahmen (Startrails) raus zu schmeißen. Das können leider bis zu 30% sein die ich von Hand aussortiere da Seestar diese nur leicht verformten Sterne nicht erkennt und Satelliten auch nicht.
Wenn man also eh vor hat die Bilder mit anderer Software als der Seestar App zu bearbeiten, dann sollte man (meiner Meinung nach) immer die einzelnen Fit Dateien nehmen und nicht das von der App erstellte Endbild.
 
Mit den FITs auf dem PC geht natürlich - je nach Kenntnis mehr. Im Astrotreff gibt es von Eric @Aludobson Protokolle, um Daten vom Seestar automatisch zu stacken. Die verwende ich meist.
Ja, ich benutze da in Siril immer das Seestar Script bei dem nur ein "lights" Ordner nötig ist-
Ohne Spuren, mit anschließendem de-noise (Zauberstab) finde ich das Ergebnis inzwischen erstaunlich gut. Zum schnellen Vorzeigen oder so auf jeden Fall o.k.
Genau, diese Bilder benutze ich auch immer, um jemandem schnell was über WhatsApp zu schicken oder dort in den Status rein zu machen, für die Leute, die sich nicht näher mit dem Thema beschäftigen sehen die Bilder dann wie immer alle sagen, "ganz toll" aus...:D
ist die Möglichkeit, FITs aus vergangenen Nächten mit dazu zu nehmen. So kann ich auf Belichtungszeiten kommen, die in einer Nacht nicht möglich wären.
Das würde mit der Seestar App tatsächlich auch gehen, man kann auf Deep Sky Stack gehen und dort dann Lights aussuchen soviel man will und auch von mehreren Tagen bzw. Nächte in dem Fall. Habe ich sogar auch schon mal gemacht, allerdings fand ich das stacking jetzt nicht so Krass lang, aber ich hatte da auch nur so um die 130 Bilder und natürlich geht es in Siril dagegen rasend schnell.
 
Ja - o.k. - 130 Bilder finde ich jetzt noch überschaubar.
Man kann natürlich auch Bilder wieder auf's Seestar kopieren ...
Ich sehe schon - Du hast schon so einiges ausprobiert.
Weiter viel Freude und klare Nächte wünsche ich Dir!
 
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