Sehr schneller Selbstschliff - Möglich ?

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spatz1

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Hallo,

Bei mir reift gerade ein neues Selbstschliffprojekt...nach dem 8-er mit f/5 (mit dem ich sehr zufrieden bin, wenn ich auch kein I-Gramm davon habe) würde es diesmal was "richtig schnelles", ein 12-er mit f/3,8. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />

Konstruktionsbedingt würde die Scherbe zwar als 12-er geschliffen werden, nacher aber nur über ca. 285-290mm freie Öffnung verfügen, da ich die äußerten paar Milimeter zur Halterung benutzen will. Außerdem könnte ich so einer evtl. abgesunkenen Kante gelassen ins Auge blicken. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Effektiv käme also ein Gerät mit ca. f/4 raus (290/1150mm).

Was sagen die Schliffexperten dazu, geht sowas als Zweitwerk oder sind f/3,8 doch massiv anderst als f/5 bzw. 8 Zoll kontra 12 Zoll ? Wo liegen im Speziellen die Knackpunkte ?

Reichen für einen solchen Spiegel 25mm Dicke (9-Punkt-HS-Halterung bzw. darüber ist kein Problem) oder sollten es doch lieber 35mm sein ?
 
Hi Spatz,


ich habe vor 2 Jahren einen 244mm f/3.71 hingelegt. Die Toleranzen waren recht eng, aber ich hatte mit Fuenfzonenmessung laut parabel.exe hinterher einen Wellenfrontfehler von um die l/10 - also wenns real l/5 ist bin ich zufrieden.

Allerdings hatte ich mit der Parabel schon zu kaempfen. Ich hatte damals einen Thread ("Juchuh, mein Spiegel ist bald fertig") gestartet, es zog sich dann aber doch noch 3 Monate lang hin bis alle Zonen klein beigaben.

Leider ist der Spiegel fuer nen Kumpel, der eine Familie hat und deshalb das Teleskop noch nicht fertigstellen konnte. Deswegen kann ich ueber die Performance am Himmel nichts sagen. Aber machbar ist f/3.8 auf alle Faelle. Solange Du kleine Felder nutzt (CCD!) oder einen guten Komakorrektor einsetzt, kein Problem.

 
Hallo,

Jo, ich hab mir das gestern mal in ein paar Trockentests mit Parabel.exe durchgespielt (6 Zonen), und die Meßgenauigkeiten (0,15mm) sollten mit meinem Mikroskop-Kreuztisch (Nonius) erreichbar sein. Bei meinem 8-ter hatte ich eher das Problem, das ich selbst nicht genauer kucken konnte als ca. 1/4 lambda, sprich die Streuung der Meßergebnisse nahm immer mehr zu, je besser die Parabel wurde...als die Wellenfront-Fehler-Werte dann anfingen, zwischen 1/5 und 1/6 Lambda zu tanzen, hab ich ihn zum Verspiegeln gebracht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Für die Kleinplaneten brauch ich halt ein bissle Öffnung, damit das S/N schön satt wird, aber für die restlichen Bilder möcht ich mir ein größeres Bildfeld erhalten. Daher eben was sehr schnelles. Die Frage des ComaCorr hab ich schonmal in OSLO modelliert, und da scheint es so zu sein, das die Frage, ob f/3,8 oder f/5 für ein normales Design nicht sooo entscheidend ist...viel wichtiger scheint der exakte Abstand zur Bildebene zu sein. Zusammen mit dem recht kleinen CCD-Feld seh ich da keine Probleme, die f/3,8 gehandled zu bekommen.

Und wenn die äußersten paar Millimeter vom Spiegel dann wirklich übel sind, dann werden die eben abgedeckt...das haben schon ganz andere so gemacht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
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