Selbstb.-Holzstative: Wer hat jahrel. Erfahrungen?

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Apollo17

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Liebe Kollegen,

ich habe zu Selbstbau-Holzstative in den letzten Wochen viel im Netz zusammengetragen. Etwas spärlich sind Berichte über langjährige Erfahrungen mit diesen Stativen. Weniger wird auch darüber geschrieben, welche Holz-Imprägnierungen/ -Lacke sich bewährt haben. Manche verwenden ja sogar Salat-Öl! Gibt es neben dem „örtlichen Holzhandel“ - Sägewerke, Tischlereien, Baumärkte – seriöse Onlineanbieter für Hartholzlatten (z. B. Buche, Esche) und Multiplex?

Wer hat wirklich jahrelange Erfahrungen und kann meine Fragen beantworten? Für die Mühe schon mal herzlichen Dank im voraus.

Schöne Tage wünscht Peter aus dem Erzgebirge
 
Hallo Peter,

ich habe gute Erfahrungen mit stabverleimten Buchenholzlatten gemacht die ich mit Hartwachs behandelt habe. Das Wachs ist ( glaube ich ) von der Firma Oslo und nennt sich "High Solid", gibts in seidenmatt und glänzend. Einwachsen, 1-2 Tage trocknen lassen, kurz drüberschleifen, nochmal das gleiche - fertig. Das Wachs hat mir ein guter Bekannter (Schreiner) empfohlen, er behandelt damit seit Jahren Küchen-Arbeitsplatten und hat bisher sehr gute Langzeiterfahrung gemacht die ich bisher nur bestätigen kann.

Viele Grüße Felix
 
Hallo Peter,

Ich habe bereits 2 Holzstative gebaut. eines aus massiver Buche und ausziehbar, das Zweite nach dem gleichen Prinzip wie das Woodmaster.
Allerdings habe ich hier schichtverleimte Platten verwendet. Diese sind verwindungssteifer als reines Massivholz. Dieses trägt meine GM2000.
Behandelt habe ich beide mit Oel, weis aber leider im Moment nicht wie es heist. Bezogen habe ich es aber aus dem Fachhandel. Ähnlich wie beim Wachs wird es mit Scotch Brite gut in das Holz eingerieben. Nachdem es gut eingezogen ist (1-2 Tage) mit einem feinen Schleifpapier die aufgerichteten Fasern abschleifen und das Ganze nochmal, fertig. Hält nun schon jahrelang und im Unterschied zu einer Lackierung kann es jederzeit relativ einfach wieder neu aufgetragen werden.

clear skies
Michael

 
Hallo,

Endlich mal was zum meinem Fachgebiet, Holz.. ;)

Sperrholz oder auch Multiplex (sind übrigens das gleiche, lasst euch im Fachhandel nichts anderes sagen!) sind wie Michael es schon sagte steifer. Das liegt daran, dass die Holzschichten kreuzweise verleimt wurden, und einfach ausgedrückt in verschiedene richtungen gleich verformen, also in der summe kaum...

Ich würde Multiplex nehmen, und kein Massivholz.

Sehr hart und gur sind buchenmultiplex (schwieriger dran zu kommen) und Birkenmultiplex (gut zu bekommen in die meiste Baumärkte). Was allerdings sehr wichtig ist, vor allem bei Multiplex, ist die behandlung gegen feuchtigkeit. Öl, Wachs oder auch Lasur helfen, mann sollte es gut einwirken lassen, und je nach Sonneneinwirkung beim gebrauch sollte es nach ein paar Jahren neu aufgetragen werden (je mehr Sonne desto schneller neu auftragen). Tip: Bohrlöcher und eventuelle fräsungen auch gut behandlen. Beschichtete Platten würde ich nicht nehmen, da durch mechanische schäden öfter und einfacher feuchtigkeit eintreten kann.

Übrigens ist Birkensperrholz richtig Stark und gleichzeitig leicht. Schau mal unter ein LKW, die böden sind meistens von Birkensperrholz.

Ich hoffe es hilft.

Clear skies!

Gruß,

Fredrick
 
Hallo Nochmal:

Noch vergessen: :biggrin:

Ich würde im Bezug auf Imprägnierung (Wenn's dan doch über Massivholz geht) lieber Hartholz (z.B. Bankirai oder auch Massaranduba, aber hier gibt es unmengen Holzarten) nehmen als Kesseldruck imprägniertes Fichte/Kiefer/Douglasie/Lärche. Hartholz ist eben Stärker und auch im Kern "Langlebig".

Gruß,

Fredrick
 
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