Selbstbau fotografisch genutzter Newton

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christoffl

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Hallo,

möchte mir einen Newton bauen.
Als Spiegel habe ich mir einen 10" mit 1250mm Brennweite ausgekuckt.

Primär soll der Newton fotografisch genutzt werden.
Da das ganze aber auch auf der Gm8 im Feld genutzt werden soll,muss eine leichte Bauweise her.

Ich habe gedacht ich baue mir einen Gitterrohrtubus.
Das ganze aus Carbon. Soll aussehen wie die Keller Hypergraphen.
Was meint ihr, würdet ihr alu für die Stangen nehmen oder auch Carbon?
Oder würdet ihr doch lieber einen Volltubus bauen?

Es macht mir nichts aus, wenn ich jedes Mal im Feld den Spiegel kurz nachjustieren muss aber stabil soll das ganze schon sein.

Die Aufnahmeplatte für die Montierung soll entweder an die Haupspiegelbox was aber eher wackelig sein dürfte oder eben eine Art Mittelrohrschelle mit Aufnahmeplatte.

Was haltet ihr von der Idee oder habt ihr Verbesserungstipps?

Wäre echt dankbar.

Gruß Christoph

 
Hallo,

den gleichen Gedanken hatte ich auch, ein Gitterrohr wäre was feines, aber wenn Du das Ding equatorial benutzen willst, bis Du ja gezwungen, den Newton in den Schellen zu drehen, wenn Du keinen (kompliziert zu fertigen) drehbaren Hut hast.

Und dann...?

Wie dreht man ein Gitterrohrsystem in den Schellen..?

Ein Volltubus macht vieles einfacher, ich habe den Gedanken fallen lassen, der Aufwand war mir gegenüber dem zu erwartenden Ergebnis einfach zu groß.

Bei einem Dobson sieht das anders aus.


Viele Grüße
Thomas

 
Hallo,

Ich hab mir genau so ein Teil gebaut, allerdings mit Hartpapiertubus von G. Neumann, bei Gitterrohrbauweise hätte ich nämlich die Befürchtung, das sich während der Belichtung irgendwas verschiebt...es geht da um Bogensekunden, und ich glaube einfach nicht, das man einen Gitterrohrrahmen als Laie da genau so stabil (und leichter!) wie einen Volltubus hinbekommt.

FS hat bei mir übrigens 75mm kleine Achse, und der Fokus liegt 130mm über dem Tubus...der wiederum hat 312mm Außendurchmesser und ist 1,2m lang, Gewicht ist mit allem (Rohrschellen, Leitrohr) ca. 24kg.

Wenn es deutlich leichter sein soll, käme ein CFK-Tubus in Frage, außerdem könnte man mit der HS-Zelle noch etwas sparen...um das Ding aber so leicht zu bekommen, das es auf eine GM-8 paßt, da muß man sich ranhalten. Meine Empfehlung wäre daher evtl. ein 8 Zoll f/5-er anstatt eines 10-ers.
 
Hallöle,
danke schon mal für eure Meinungen.
@Thomas: Uih daran hab ich noch gar nicht gedacht, klar ich müsste das Teil ja drehbar machen.
Wenn ich den Tubus in drei Teile unterteilen würde,sprich den Teil mit dem Fangspiegel, die Hauptspiegelzelle und in der Mitte auch zur aufnahme auf der Montierung eine art SingleRohrschelle mit etwa 30cm Breite.

Diese könnte ich evt. drehbar ausarbeiten.
Muss mir mal noch genau überlegen wie aber gehen sollte das.
Die Frage ist natürlich ob ein Volltubus nicht doch die bessere Wahl wäre.
Stabilitätsmässig denke ich schon dass der Volltubus fast besser wäre. Auch vom Streulicht her düfte der Volltubus auch die Nase vorn haben.

Also der HS wiegt 4,2 kg. Dazu kommt dann der Volltubus aus Carbon, den ich mit etwa 6-7kg rechen.
Also dürfte ich etwa auf 10-12kg kommen.
Rein vom Gewicht her dürfte das die Montierung schon tragen aber der Hebel ist schon heftig.

Hm......was tun ist hier die Frage:-)

Ein Fangspiegel mit kleiner Achse von 63mm reicht mir fürs KB bzw für den Chip der 300D voll aus oder??

Gruß Christoph
 
Servus Christoph!

Vergiß bitte bei Deiner Kalkulation nicht, daß Du vermutlich(!) auch ein Leitrohr benötigst, welches samt massiver Schellen und einer Kamera auch auf gut 3-5 kg kommt.
Der Gedanke kam mir, als Du die Canon300D erwähntest, die ja keinen internen Guidechip hat.

Ich meine auch, daß eine GM8 mit einem 8Zoll F4/F5 mit gutem Leitrohr recht gut belastet ist - einen 10 Zöller samt Zubehör trägt sie allenfalls unter einem Schutzbau (Kuppel oder Hütte) oder bei absoluter Windstille.

Wie Du schon gesagt hast - der Hebel machts und die schon beachtliche Tubusgröße, die dem Wind trotzen muß.


Liebe Grüße und clear skies!
Arthur.

 
4Vier- oder sechseckiger Hut

Hi!

Mir ist das auch lange nicht aufgefallen, tja, und dann wurde mir das bewusst.

Ich hatte noch eine bekloppte Idee (ich habe NUR bekloppte Ideen).

Und zwar habe ich vorgestellt, dass man einen 4- oder 6eckigen Hut baut.

Da bohrt man in jede Seite ein Loch etwas größer als 2", für einen OAZ.

Anstatt den Tubus zu drehen, versetzt Du den Okularauszug mit einer Art Klickvorrichtung, oder irgendeiner Art Bajonett an die günstige Stelle.
Und Du drehst den Fangspiegel eine Station weiter.
Das müsste alles ziemlich genau gefertigt sein, aber ich bin davon überzeugt, dass das geht..

Ist nur Brainstorming, aber fertig bin ich mit der Idee noch nicht.


Rotierende Grüße
Thomas
 
Re: 4Vier- oder sechseckiger Hut

Hallo Thomas,
deine Idee ist wirklich gut und sowas ähnliches mit nem beweglichen Fangspiegel hab ich mir auch schon überlegt.
Das ganze dürfte aber wirklich nicht so leicht zu bauen sein.

Hm aber zu machen müsste es sein.
Ich hab mir mal überlegt, wenn ich den Hut mit einer Durchgehenden Öffnung von etwas mehr als 2". Ich stelle mir das wie ein Schienensystem vor.Da möchte ich dann praktisch innen eine Schiebevorrichtung reinbauen. Praktisch eine Platte mit 2"Öffnung an der auch der Fangspiegel befestigt ist.
Muss mal ne Zeichnung machen, die erklärung ist glaube ich nicht so prickelnd.

Gruß Christoph
 
Hallo Christoph,

warum soll der Tubus unbedingt drehbar sein, wenn es um die Fotographie geht?
Visuell ist es von Vorteil den Tubus drehen zu können, aber fotographisch ist das egal. Ich drehe den Tubus meiner Newtons nie! Der Okularauszug weist immer in die gleiche Richtung wie die Deklinationsachse.
Wenn man mehrere Aufnahmen eines Objektes über mehrere Nächte macht (das ist bei mir häufig der Fall) um diese dann zu mitteln, dann ist das Drehen des Tubus sogar ganz schlecht, weil dann die Spikes an hellen Sternen anfangen zu rotieren und das sieht bescheiden aus. Wenn man sich mal die Newton-Astrographen von P. Keller anschaut, dann sind die auch nicht drehbar.


Gruß
Andreas

 
Hallo Andreas!

warum soll der Tubus unbedingt drehbar sein, wenn es um die Fotographie geht?
Visuell ist es von Vorteil den Tubus drehen zu können, aber fotographisch ist das egal.

Naja, Christoph schrieb ja:

Primär soll der Newton fotografisch genutzt werden.


Er will ihn also nicht ausschließlich photografisch nutzen, und dann ist es nötig, dass man den Tubus drehen kann.
Sonst bekommt ja ´nen steifen Hals. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ansonsten hättest Du völlig Recht.

Viele Grüße
Thomas
 
Hallo Andreas,
also haupsächlich soll der Newton schon fotografisch eingesetzt werden.
Wenn ich damit auch beobachten könnte wäre nicht schlecht.

Wenn ich mir aber das Problem mit dem drehbarn Hut anschaue, komme ich langsam zu dem Schluss, dass der Newton ausschließlich fotografisch genutzt werden soll.
Dann kann ich das ja wirklich umgehen mit der Drehung.

Bleibt immer noch der große Hebel für die Montierung.

Gruß Christoph
 
Hallo,

Ein Fangspiegel mit kleiner Achse von 63mm reicht mir fürs KB bzw für den Chip der 300D voll aus oder??

Denke ich nicht....mein 10-Zöller mit f/5 hat 75mm FS, das reicht für einen 100%-Kreis von 24mm Durchmesser, was sich bei KB (chemisch, E200) als fast vignettierungsfrei herausgestellt hat.

Bei einem 66mm FS käme ich auf einen 100%-Kreis von ca. 12mm, das würde schon für die 300D IMHO nicht mehr reichen, gerade bei digitalen Aufnahmen stört eine Vignettierung schon ziemlich, fast mehr als bei chemischen Aufnahmen.

Bei 63mm FS sehe ich deutliche Probleme auf dich zu kommen, gerade mit der 300D.

Das Problem ist dabei zum Teil, das die KB-Kameras, egal ob chemisch oder digital, einen ziemlichen Backfokus brauchen (55mm), der OAZ hat dann auch noch 40-50mm, und so kommt man sehr schnell auf Werte von >100mm für den Abstand Tubus-Fokus, zusammen mit einem etwas großzügigeren Tubusdurchmesser (wg. Tubusseeing) braucht man da größere FSe, um KB sauber auszuleuchten.

Eines noch zum Gewicht, (m)ein Volltubus aus Hartpapier mit 4mm Wandstärke (reicht dicke, man könnte auch 3,5mm nehmen) wiegt ca, 5,5kg, wenn ein Carbontubus wirklich 6-7kg wiegt, dann ist er IMHO entweder überdimensioniert oder prinzipiell die falsche Wahl <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Hi Christoph,

also ich muss offen sagen, dass ich mir in den letzten 8 Jahren schon sehr oft Gedanken darüber gemacht habe einen Newton selbst zu bauen, wobei die Gewichtung natürlich auch immer mehr Richtung fotografisches Gerät ging.

Ein 10" Gerät, so wie du es planst ist unter Umständen auch noch recht leichtgewichtig hinzubekommen.

Wenn das ganze wirklich fotografisch genutzt werden soll, dann brauchst du gerade bei einem Rohr mit diesen Ausmaßen wirklich keinen Gedanken mehr an die Drehbarkeit des Tubus zu verschwenden. Plane das ganze so, dass der Auszug direkt zum Boden zeigt, wenn das Scope auf dem Ortsmeridian steht und gen Norden zeigt. Dann kommst du auch immer an die Kamera ran.

Ein Gitterrohr wäre außerdem neben dem leichten Gewicht und auch noch eine recht windsichere Sache, aber die Gefahr des Zutauens der Optik ist natürlich auch immer präsent. Dafür ist ein durchdachter Gitterrohrtubus aber auch verdammt stabil und macht so manchem Volltubus bei der Stabilität was vor.

Verbundwerkstoffe sind natürlich immer das beste, gerade wenn es um ein fotografisches Gerät geht, aber bei einem fotografisch genutzten Teleskop würde ich mich von Aluminiumteilen in der Tubus Struktur total verabschieden!

Bei langen Belichtungszeiten ist bei Aluminium die Gefahr zu groß, dass sich aufgrund des Temperaturverhaltens von Aluminium der Fokus zu heftig ändert, und da ist bei einem ca Einszwanzigtubus schon genügend Potential da.
Es klingt zwar etwas bescheuert, aber wenn man bei den Materialstärken realistisch bleibt, dann kann man sich sich wunderbar einen Gittertubus aus Stahlprofilen bauen, der auch nicht gewichtig sein muss. Bei Stahl können die Materialstärken immerhin ein drittel von dem Betragen, was für Aluminium nötig wäre, und Stahl hat ein wesentlich besseres Temperaturverhalten.
Keller konstruiert seine Tuben ja auch nur aus CFK und Stahl, was meiner Meinung nach auch eine geniale Kombination ist, wenn auch nicht immer sehr leichtgewichtig.

Bestimmte Teile kann man im übrigen auch hervorragend aus Multiplexholz herstellen, was man häufig noch selbst bearbeiten kann und welches von den thermischen Eigenschaften auch schon Richtung Carbonfaser geht, aber ganz so leicht ist auch das leider nicht.

Viel Erfolg bei dem Projekt! Ich baue mir auch noch irgendwann einen Newton, aber welche Größe der haben wird, weiß ich nicht, er muss aber fürs Mittelformat herhalten können!!

clear skies,
André


 
Hallo,

ich habe einen Fotografisch sehr gut nutzbaren Spiegel mit 10 Zoll F3,8 anzubieten, dieser wiegt nur 2,2kg dadurch wäre das Teleskop sowohl leichter als auch erheblich kützer zu bauen!

Tel.: 0171-642 5718
 
Schlimmer geht´s nimmer

Schlimmer geht´s nimmer,
so Stands in der Zeitschrift Magellan Ausgabe 1/2001. Ein Bericht von Frank Leiter zu Wetterkapriolen auf unserem Blauen Planeten.
Dort soll es in der Nacht vom 23 auf dem 24. Januar des Jahres 1916 in Browning Montana USA ein Temperatursturz von gut 55 C° gegeben haben!

Jaja...! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> nur gut das die damaligen Astronomen ihre Teleskope aus Stahlprofilen bastelten denn so verschob sich der Fokus ihrer Teleskope (bei Tubuslänge von 1200mm) nur um 0.792mm ein aus Aluminium Blech gefertigtes Rohr hätte da schon mit 1.57mm echte Probleme gehabt.

Jooo... Nur gut das ich nicht dort in Montana leben sondern in hier Norddeutschland. Wenn sich hier bei eine etwa 1 Stündigen Belichtung die Temperatur um 5 °C ändern sollte,(selten) hat sich der Fokus des Aluminiumtubus um 0.142mm verschoben.(nur Tubus wie sich der HS verhält weiß ich nicht)

Ich wäre Froh! wenn ich so genau den Fokus meines Teleskops einstellen könnte.

(Zur Berechnung.: Längenausdehnungskoeffizient > Alu 0.0000238 / Eisen 0.000012
Formel.: Längenänderung = Längenausdehnungskoeffizient * Anfangslänge * Temperaturänderung)


mit ausgedehnten Grüßen .... Martin.

 
Hallo Christoph! Einen solchen Newton baue ich auch gerade. Montiere die Kamera direkt in der Spinne. Wahlweise allerdings auch einen Sekundärspiegel zur visuellen Beobachtung. Kannst Du Dir ansehen unter "Newton Projekt" auf meiner HP: http://www.astro-wildberg.com .
Rolf
 
Re: Schlimmer geht´s nimmer

Hallo,

Jooo... Nur gut das ich nicht dort in Montana leben sondern in hier Norddeutschland. Wenn sich hier bei eine etwa 1 Stündigen Belichtung die Temperatur um 5 °C ändern sollte,(selten) hat sich der Fokus des Aluminiumtubus um 0.142mm verschoben.(nur Tubus wie sich der HS verhält weiß ich nicht)

Ich wäre Froh! wenn ich so genau den Fokus meines Teleskops einstellen könnte.

Tja, nur gehts nicht darum, wie genau du einstellen kannst, sondern wie genau du einstellen mußt.

Formel:

delta f = 16 * (lambda/4) * (Brennweite / Durchmesser)²

Eingesetzt (Wellenlänge = 550nm, grün):

f/10: ca. 0,22mm
f/6: ca. 0,08mm
f/5: ca. 0,055mm
f/4: ca. 0,035mm

Oder anderst ausgedrückt, wenn der Tubus eines 10-Zoll-f/5-Newtons aus Alu ist, dann genügt eine Temperaturänderung von ca. 2°K, um die Optik aus dem Fokus zu bekommen. (Da hab ich deine 0,142mm auf 5°K verarbeitet, gehe mal davon aus, das die stimmen).

Bei einem f/4-Gerät (z.B. die beliebten 200/800mm) ist bereits nach ca. 1,2°K der Fokus weg.

Nicht umsonst werden sehr schnelle Geräte wie die Deltagraphen von P. Keller (f/3,3) mit Temperaturausgleichsschienen und/oder CFK-Tuben gefertigt und nicht umsonst gibt es auch Edel-OAZs, die automatisch mit der Temperatur die Auszugslänge korrigieren.

 
Re: Schlimmer geht´s nimmer

Hallo Rolf,

Die Idee mit der Kamera statt des Fangspiegels kam mir gleich zu Anfang.
Hab bislang noch nicht nachgerechnet aber ein 250mm HS und die 300D, das ergibt doch bestimmt eine wahnsinns Abschattung.

Deine "echte" AstroCCD hat da halt etwas filigranere Abmessungen als die 300D.

Gruß Christoph
 
Re: Schlimmer geht´s nimmer

Hallo Martin

Wenn sich hier bei eine etwa 1 Stündigen Belichtung die Temperatur um 5 °C ändern sollte,(selten) hat sich der Fokus des Aluminiumtubus um 0.142mm verschoben.(nur Tubus wie sich der HS verhält weiß ich nicht)

Ich wäre Froh! wenn ich so genau den Fokus meines Teleskops einstellen könnte.

Naja, ich meinte das mehr auf einen typischen Gitterrohrtubus bezogen!
Wird dieser im typischen Design, also mit dieser Dreiecksstrucktur gebaut, dann sind die tragenden Teile ja noch länger, somit auch die durch die Temperatur verursachten "Dimensionsänderungen".

Bei einem schnellen Gerät kann im übrigen auch die Justage der Optik leiden, weil sich unter Umständen die ganze Konstruktion verzieht, so ist die IR Abstrahlung des Alus, die auch dafür sorgt, dass sich der ganze Tubus rasend schnell abkühlen kann an der Oberseite, also zum Himmel größer als zum IR reflektierenden Boden, ich habe diesbezüglich nie wirklich nachgrechnet, vielleicht überbewerte ich es ja wirklich, aber dadurch kann sich eben die gante Struktur verziehen und auf bestimmte andere Teile mit einem anderen Koeffizienten kann das vielleicht schädlich wirken, oder bestimmte Teile können auf einmal unter Spannung stehen und beschädigt werden. Außerdem sollte es der Bildschärfe auch nicht dienlich sein, wenn der Tubus sich während der Belichtung im Zehntelmillimeterbereich verzieht.

Was die Genauigkeit des Fokus angeht, experimentiere mal mit einer Rasierklinge (focoultsche Messerschneide) im Brennpunkt herum, du wirst dich wundern, wie genau man da werden kann, und berechne außerdem mal die Tiefenschärfe für schnelle Astrokameras. Da kommt es manchmal wirklich auf einen Viertelmillimter an, oder mehr. Da liegen ja auch die Tücken der guten alten Schmidtkameras, bei der Tiefenschärfe, bzw, dem Unschärfekreis.

gruß,
André

 
Re: Schlimmer geht´s nimmer

Hallo

wenn ich die 300d in den Strahlengang des Nwton bringen würde hätte ich doch einen Lichtverlust von etwa 56%. Stimmt das?
Die Abmessungen der 300D sind ca.14x10cm.
Das wird dann schon heftig oder?
Bei einem f/3,8Newton habe ich doch sicher massive Prbleme mit der Coma. Wie könnte ich das umgehen? Die meisten Korrektoren die ich kenne und die preislich vernünftig sind, sind doch auf f/4 -f/5 gerechnet.

Zur Bauweise:
Bin mir immer noch nicht sicher was ich machen soll.
Carbon solls schon werden aber ob Voll oder Gitterrohr.
Beim Gitterrohr ist halt wesentlich mehr Präzession erforderlich. Weiß nicht ob ich das gleich hinbekomme. Ist auch das erste Mal dass ich dann sowas baue.
Vielleicht ist es echt besser wenn ich mal klein anfange und einen schicken Volltubus baue.

Die Idee mit der 300D direkt im Fokus ist halt schon verlockend.
Wie sollte ich dann eine fokussierung realisieren?
Eine Hauptspiegelfokussierung?

Gruß Christoph
 
Re: Schlimmer geht´s nimmer

Hallo André,

also der Tubus kommt bei mir in Carbonbauweise auf maximal 2kg-3kg.
Ich brauche etwa 1,5m².
Da aber noch das Harz dazu kommt wird der Tubus etwas schwerer als die ca.400g pro m².
Somit dürfte sich Carbon oder GFK auf jeden Fall lohnen.

Alu kommt mir dann auch nicht an den Tubus und somit umgehe ich auch das was ihr hier schön beschrieben habt mit der Ausdehnung bei Temperaturschwankungen.Weitgehend eben....

Gruß Christoph

Gruß Christoph
 
Re: Schlimmer geht´s nimmer

Christoph, daß mit dem Fokus ist sicher ein Problem. Ich kenne zwar eine Konstruktion, bei der der Haupspiegel verstellt wird. Das ist mechanisch sehr schwierig, wenn Du nicht jedesmal wieder kollomieren willst. Ich selber habe direkt in der Spinne einen Helical Fokus, bei dem sich die Kamera nicht mitdreht. Der drehbare (äußere) Ring wird bei mir mit einem umschlungenen Stahlseil, das genau über den Spinnenarmen läuft verstellt.
Rolf
 
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