Selbstbau geplant

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Gunnar

Aktives Mitglied
Hi zusammen,
nachdem meine Frau und ich uns den Schleifbazillus aus den Astroforen eingefangen haben, sind 2 Pillen bestellt und zwar 6" und 10".
Der 10"er soll ein Gitterrohrdobson werden, 2" OAZ und Brennweite f5 oder f6, er soll für Planeten und Deep SKy eingesetzt werden.
Den 6"er würde ich gerne in einen Tubus reinsetzen, ich habe auf einer Seite einen schönen quadratischen Ausziehtubus gesehen. Damit wäre er auch schön kompakt. Angestrebt ist eine Brennweite, mit der ein möglichst großes Blickfeld erreicht werden kann,ein "Richfield".
Ist für 6" ein 2" OAZ überdimensioniert? Gedacht habe ich mir die beiden OAZ als Schlittenfokussierer.
Bei normalen Fokussieren ist mir die Ermittlung der Fangspiegel einigermaßen klar, gilt das auch bei den Schlittenfokussierern?
Viele Fragen, ich weiß, aber mit Büchern komme ich momentan nicht weiter.

Vielen Dank

Gunnar
 
Hallo Gunnar,

der Okularschlitten hat den Vorteil - wenn er genug Fokussierweg hat - dass man so ziemlich jedes Zubehör am Newton anbringen kann. Falls allerdings alles optimal genutzt werden soll, sind auch verschieden große Fangspiegel nötig.
Du kannst dir ja mal meine Seite "Tipps fürs Newton-Teleskop" http://zellix.bei.t-online.de/newto.htm ansehen. Einen Okularschlitten habe ich auch gebaut, siehe http://zellix.bei.t-online.de/binoans.htm - eine feine Sache!

Freundliche Grüße, Herbert Zellhuber
VdS-Fachgruppe Amateurteleskope/Selbstbau
http://www.vds-astro.de/fg-selbstbau
http://www.vds-astro.de (Vereinigung der Sternfreunde)
 
Hallo Herbert,
danke für die Links, werde ich mir merken. Ein Bino ist nicht geplant. Dann müßte sich der Fokussierweg ja in Grenzen halten oder? Was mir auch noch unklar ist, ist die Ausleuchtung beim Fangspiegel.
Bei einem feststehenden OAZ sitzt der Fangspiegel ja immer an der gleichen Stelle im "Lichtkegel". Wie sieht das beim beweglichen Fangspiegel aus? Muß der dann entsprechend der jeweiligen Stellung im Lichtkegel etwas größer sein? Ich meine, wenn der Fangspiegel näher zum Hauptspiegel verschoben wird, weitet sich die Fläche ja auf.

Gunnar
 
Hi Gunnar,

in der Hinsicht ist ein Schlitten ein bisschen ein Kompromiss. Wenn du z.B. in der "Mittelstellung" gerade die gewünschte Ausleuchtung hast, dann ist diese Ausleuchtung nicht mehr gewährleistet, wenn du näher an den Hauptspiegel ranrückst.

Ich würd an deiner Stelle erstmal durchrechnen, wie stark sich das auswirkt: Einfach mal bei gegebenem Fangspiegel mit Newt die Ausleuchtung in den beiden Extremstellungen des Fokussierers berechnen und schauen, wie groß der Unterschied ist.

Wenn du willst können wir das gerne mal zusammen in der Sternwarte durchgehen...

Orange-blaue Grüße,

Patrick of M.O.R.D.O.R.
Member of ALBiREO
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"...progress *is* lovely, isn't it?" - "Five hundred repetitions once a week from thirteen to seventeen." - "What did you say?" - "I said that progress was lovely." - Brave New World
 
Hallo Patrick,

uiiiii, das ist ein gigantischer Vorschlag. Den würd ich auch gerne annehmen. Normal wäre ich ja ca. in 4 Wochen wieder da, wenn die Spiegel kommen. Wenn Du vorher Zeit und Lust hast, jederzeit wann immer Du willst

Vieeeelen Dank

Gunnar
 
Hallo,
Super Idee, ein 2 Zoll Auszug ist immer gut, gerade wenn man ein großes Feld haben will. Natürlich macht das mit dem großen Feld mehr Bildfehler am Rand des Bildes, das stört allerdings nicht im Bildzentrum. Man kann ja mit einem Adapter auch 1 1/4 Zoll Okulare verwenden. Oder man kann einen Comakorrektor einsetzen.
Mit 900 mm Brennweite hat man ein öffnungsverhältnis von 1/6, das ist noch nicht mal extrem.
Dafür hat man aber etwa 2 Grad Gesichtsfeld am Himmel. Und man hat die tollen 2 Zoll Okulare zur Verfügung. Ich muß mal den Weihnachtsman fragen ob so ein 31er Nagler drin ist...
Grüße Martin
 
Hallo Thomas,

so blöde finde ich die Frage gar nicht.
habe mir was ähnliches im Zusammenhang beim Bau meines (noch immer nicht ganz fertigen) 8" Newton Binos überlegt.
Da die Einblickrichtung genau gegen die Öffnungsrichtung ist (über Tertiärspiegel) habe ich ursprünglich überlegt, den Augenabstand über die originalen allerdings gekürzten Okularauszüge einzustellen und die Scharfstellung über das Verschieben der gesamten Teleskopoberteile in der Hauptachse zu bewerkstelligen.
Der Vorteil: unbegrenzte Einstellwege ohne Vergrößerung der Obstruktion.
Ich habe mich allerdings dann anders entschlossen, da ich an diesem Gerät ohnehin nur visuell beobachte (brauche keinen Platz für Einbauteile), und verstelle die Scharfeinstellung nach dem Tertiärspiegel,durch ein uns ausschieben des Okulares. Ich habe dabei die Okularsteckhülsen entfernt, die Verschiebemechanik außerhalb der Okulare und Tertiärspiegel verlegt um möglichst nahe an die Spiegel zu kommen. Somit habe ich die originalen Sekundärspiegel belassen können und die Obstruktion nicht vergrößern müssen, um am 8" F/5 mit den TSWA 32mm 67° beobachten zu können.

C.S.

Johann
 
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