Selbstbau: Guideraufhängung - Parallel - Axenvers

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Skolgi

Aktives Mitglied
Moin.

Zu meinem Problem - der Hintergedanke

Ich bin ja recht neu in der Astronomie unterwegs und habe dementsprechend nicht immer die Profilösung zur Hand (weil auch teilweise unverhältnismäßig teuer) aber ich weiß was ich will - und versuche mir dann und wann selber zu helfen.

Das Problem. Mein Guiderohr hat 70/900 - also recht kleines Blickfeld - und meine Webcam als Guidecam ist nicht grade die Lichtstärkste. An den ganz hellen sternen bis sagen wir mag3 ist das kein thema - aber alles was dunkler wird - keine Chance. Und Lichtschwache Cam mit kleinem Gesichtsfeld ist nicht grade die beste Lösung. Also musste eine Idee her die mir ermöglicht Das Leitrohr auf der Achse zu verschieben um so hellere Sterne anfahren zu können.

Hier eine Übersicht über das fertige Projekt

Link zur Grafik: http://nomadt.de/Astro/Guiderselbstbau/3.jpg

Ok - die Aluschiene die die Leitrohrschellen aufnimmt habe ich mir auf der Arbeit besorgt und dort mit gesenkten Löchern passend für M6 Schrauben vorbereitet. Dies War Version 1.0 - Mit fast paralleler Montage von Guid und Hauptrohr. Da die Schellen doch sehr Eng am Rohr anliegen hatte ich sehr wenig Platz um den Guidstern einzustellen. - Gestern an M101 gesehen, das ich nicht an Alkaid ran gekommen bin, der der nächste Stern in der Region war... - es haben nur ein paar cm gefehlt. Also war die Überlegung - ich muss die Achsen weiter verschieben können - ohne das die Stabilität darunter leidet und das ganze sollte auch einigermaßen praktikabel im Dunkeln und alleine durchführbar sein, aber auch eine ganze Nacht ohne toleranz hallten.

Also hab ich mir gedacht - an den Bohrungen von den leitrohrschellen einfach ein Blech anfertigen und die dann drehbar und fixierbar machen. - aber es muss flach sein um nicht an das Guiderohr anzustoßen.....
Also bin ich in dne Baumarkt geflitzt, und habe mir FLACHVERBINDER besorg, ein paar Sechskantschrauben M6, Muttern und U-Scheiben.

Dann war eigentlich alles ganz einfach: Leitrohrschelle runter - Flachverbinder drauf - mit U Scheiben bestücken und M6 Mutter oben drauf. Anziehen - und fertig. Das auf beiden Seiten gemacht. Am anderen Ende der Flachverbinder war es ein klitze-kleines Stückchen schwieriger, da mein Material nicht 100%ig passte - bzw die Lösung dann nicht praktikabel gewesen wäre: Also hab ich eine Senkkopfschraube von der Innenseite der Leitrohrschelle eingedreht, und das sehr fest. Die Schelle mit Schraube dann durch den Flachvverbinder und von unten mit U-Scheibe und Mutter gekontert. Fertig.

Hier mal eine Detailansicht

Link zur Grafik: http://nomadt.de/Astro/Guiderselbstbau/2.jpg

jetzt kann ich ohne kraftaufwand die Achse drehen, und muss nur kurz mit einem Maulschlüssel kurz nachziehen wenn ich fertig bin. Ob und wie es funktioniert werde ich heute Abend wissen, aber ich bin sehr zuversichtlich das alles so klappen wird wie ich mir das vorstelle. Ist zwar immernoch etwas Fummelarbeit, aber wer macht schon mehr wie 2 Fotos am Abend.... (ich gehe jetzt mal von mehreren Stunden Belichten aus)

Zum Ende noch mal ein Bild wie man schön erkennen kann das die Achsen verschoben sind - und da geht noch einiges mehr wenn es sein muss :)

Link zur Grafik: http://nomadt.de/Astro/Guiderselbstbau/1.jpg

Liebe Grüße und CS

Kai
 
Hallo Kai,

ich will mal ein paar Worte dazu schreiben.

Also zunächst einmal scheint Deine Sache, die Du da kreiert hast, sehr gut. Dann kommt aber das ABER ;)

Ich weiß ja nicht, ob Du die Konstruktion schon getestet hast, jedoch kann ich mir gut vorstellen, dass Du keine punktförmigen Sterne hast, sondern Striche, oder Bögen.

Es ist einfach so, dass man versucht den Leitstern so nah wie irgend möglich am Aufnahmeobjekt zu finden (ist ein Krampf manchmal, ich weiß). Der Grund ist, dass kleinste Abweichungen bei der Einrichtung der Monti Fehler verursachen. Und je weiter dann der Leitstern vom Aufnahmeobjekt entfernt ist, desto größer der Fehler bei der Aufnahme.

Deswegen würde ich Diene Variante als "gewagt" einstufen. Sie funktioniert leider nur an einem sehr korrekt eingeordnetem System.

Des Weiteren erscheinen mir persönlich die Befestigungen zu labil. Eine Relativbewegung zwischen Leitrohr und Aufnahmeoptik scheint mir programmiert.

Ich hoffe, dass Du mit gut gemeinter Kritik leben kannst - ich bin selber an einer Lösung dran ;)

Viele Grüße
Matthias
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben