Selbstbau-Kuppel 2.0, Frage zu Beschichtung

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Reinhard_Lauterbach

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Hallo Freunde der dunklen Nächte,

nach langer Phase des "nur mitlesens" melde ich mich mal wieder mit einer Frage zu meinem aktuellen Projekt:

Link zur Grafik: http://www.skyviewer.de/selbstbau/kuppel-2/verschluss.gif
Nähere Infos unter:
http://www.skyviewer.de/selbstbau/kuppel-2/kuppel-2.htm

Wie Ihr seht ist der Bau schon recht fortgeschritten und so stellt sich immer dringender die Frage nach der Außenbeschichtung. Bei meiner ersten Kuppel ( http://www.skyviewer.de/selbstbau/kuppel/kuppel.htm )
wurde die Holzkonstruktion mit Kunststoff-Dachbahn auf einem Zwischen-Vließ mittels Heißluftschweißen belegt. Leider steht der damalige Kumpel für diese Serviceleistung, für die ich Ihm sehr dankbar bin, nicht mehr zur Verfügung, ich muß mir also etwas anderes einfallen lassen.
So wie ich das sehe bieten sich mir zwei Möglichkeiten:
1. Wieder Kunststoff-Dachbahn, diesmal chemisch verschweißt.
2. Mit GFK laminieren (Poyester oder Epoxi).
(Andere Möglichkeiten wie mit Repanol oder Blech verkleiden habe ich aus diversen Gründen schon verworfen).
Ich habe mich natürlich im Netz schon etwas schlau gemacht und dort liest man, dass das Laminieren "nicht ganz ohne" ist. Andererseits haben einige ATMler das schon erfolgreich selber gemacht.
Vielleicht hat ja Jemand von Euch noch eine gute Idee dazu oder kann zum selber Laminieren etwas Aufmunterndes oder ggf. auch Warnendes beitragen. Jedenfalls ist jede Hilfe willkommen.

Viele Grüße und CS,
Reinhard
 
Moin, laminieren macht man halt mit Mundschutz, Schutzbrille etc. Muss auch gut belüftet sein.
Wieviel m² sind das? Muss man gucken wieviel schichten man lamienieren müsste, ist ja auch nicht ganz billig.
Und man muss ordentlich vorgehen, durch arbeiten, am besten hat man jemanden dabei der das schonmal gemacht hat.
In so einer größe hab ich das auch noch nicht gemacht.
Die Frage ist auch wie das Ergebnis nachher aussehen soll :D
 
Hi,

Aufmunterung:

Wenn man als roher Laie einen 5m-Segler laminieren kann, zusammen mit einem der weiss wie's geht und einem Handbuch, kann's so schwer nicht sein. Und die Kuppel muss nicht fliegen.
Wichtig ist nur s_a_u_b_e_r arbeiten, wenig Harz einrollern und niemals sauen, man kriegt es nicht mehr weg.

Warnung:

Das Zeug ist alles andere als gesundheitsfördernd. Gut durchlüftet arbeiten, nicht in der prallen Sonne und mit Mundschutz.

Hinweis:

Es gibt die Glasfasermatten in verschiedenen Webarten. Unbedingt angeben, dass die Matte in zwei Achsen einer Biegung folgen muss, ich glaube die benötigte Bindung heißt "Köperbindung". Die einfachen Bindungen kriegst Du nicht auf eine Freiformfläche ohen Falten, und die kannst Du nicht gebrauchen.

Zum Schluß schleifen von grob bis fein. Wenn Du gut geschafft hast kannst Du hochglanzpolieren! Ah - frag ob das Harz UV-beständig ist, sonst brauchst Du ein GelCoat!

Jörg
 
Hallo Andreas, hallo Jörg,

erst mal Vielen Dank für Eure Beiträge.

Die Kuppel hat einen Durchmesser von knapp 2 m, das ergibt also eine Oberfläche von gut 6 m^2. Ich habe in meinem Bekanntenkreis schon mal rund gefragt, aber leider hat dort Niemand Erfahrung im Laminieren. Das mit der Gesundheitsgefährdung und dem zügigen Arbeiten habe ich schon im Netz gelesen, aber das mit den verschiedenen Sorten von Glasgewebe war mir noch nicht bekannt, danke für die Info.

So wie die Dinge liegen tendiere ich im Moment zur Kunststoff-Dachfolie, die ist bei meiner ersten Kuppel bisher immer noch dicht und die Verarbeitung traue ich mir zu. Wie es weiter geht wird man dann auf meiner Web-Seite lesen können, falls es interessiert.
Jedenfalls nochmal Danke für die Hinweise.

Viele Grüße und CS,
Reinhard
 
Du kannst auch spachteln und dann mit Propeller-Lack beschichten, das sieht auch sehr edel aus und ist wetterfest!

Jörg
 
Hallo Reinhard,

ich habe mir vor einigen Jahren eine 3 m Kuppel selbst laminiert aus Epoxidharz mit insgesamt 6 Lagen Glasgewebe. Ich habe aber einzelne Segmente (13 Stück) in einer Negativwerkzeugform hergestellt, Vorteil ist unter anderem gewesen, dass die Oberfläche sehr glatt herausgekommen ist. Bei deiner Variante auf die Kuppeloberfläche zu laminieren wäre das leider nicht der Fall. Du müßtest ohne Ende schleifen, damit es einigermaßen glatt wird. Die letzte Schicht muß ein Gelcoat aus Polyester sein, da Epoxidharz nicht UV beständig ist. Ist deine Kuppel denn jetzt schon mechanisch stabil genug ? Wenn Ja, dann genügt es ja nur nur eine Schicht Epoxidharz aufzurollen und anschließend versiegeln mit dem Gelcoat.

Gruß

Jürgen
 
Hallo Reinhard,
eine sehr schöne Kuppel hast du da gemacht. :super:
Cel-oder Top-Coat ist für Polyester besser geeignet, Holz überzieht man mit Epoxidharzen, da Polyester nicht hält. Spachtel doch die gröbsten Übergänge mit Microballoon etwas fester aus, also besonders auch innen bei den Übergängen und Klebestellen vor oder nach dem Überziehen mit Epoxyd und lackierst dann ein- oder zweifach mit einem farbigen PU. Da Epoxidharz nicht UV beständig ist, musst die Kuppel nur mit einem 2-K PU Lack lackiert werden, das ergibt eine homogene, sehr schlagzähe und glänzende Oberfläche, bleibt Leichtbau und hält eine Ewigkeit.
LG
Eberhard
 
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Hallo Jörg, Jürgen und Eberhard,

ja die Kuppel ist stabil nachdem ich innen die Fugen noch mit drüber geleimten Streifen bzw. Leisten verstärkt habe, die Beschichtung soll nur gegen die Witterungseinflüsse schützen.
Eine Einzellage Epoxy könnte ich mir mittlerweile vorstellen, evtl. auch mit einer Lage Glasfaser drin. Bei Epoxy scheint die exakte Einhaltung des Mischungsverhältnisses kritisch zu sein. Und wenn man es nicht in einem Rutsch schafft, dann muss man die Ansätze anscheinend anschleifen, das stelle ich mir dann noch machbar vor.
Ansonsten strebe ich nicht unbedingt eine makellose Oberfläche an, man darf ruhig sehen, dass es ein Selbstbau ist (schäbig soll sie natürlich auch nicht aussehen ;-). Wenn ich mit Dachfolie arbeite, dann sieht man die Ansätze auch.
Naja, ich habe noch ein paar Tage Zeit zum überlegen, die Kuppel hängt jetzt an der Decke, da ich noch was an der Schürze verändern möchte (hätte ich mir vorher überlegen sollen, als der Laufring noch kopfüber lag, da wäre das einfacher gewesen, aber so ist das halt bei solchen Projekten).

Viele Grüße und CS,
Reinhard

Nachtrag:
Innen möchte ich die Kuppel nur offenporig lasieren. Ich möchte in der Sternwarte möglichst viel offenporiges Holz haben wegen des Feuchtepuffers. Bei meiner ersten Sternwarte hat sich das sehr bewährt.
 
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Hallo Reinhard,

dann würde ich zu Wachs oder Öl greifen ...

Da musst Du aber mal zu nem Fachmann, da gibt's so viel Zeugs, das sollte dann schon das richtige sein. Sieht fein aus Deine Kuppel! Und das sollte m.E. so bleiben.

Jörg
 
Hallo Reinhard,
ich würde dir empfehlen die Kuppel dann außen nur einmal mit Epoxidharz zu streichen bzw Rollen. Das mit dem Mischungsverhältnis ist nicht so schlimm du brauchst nur eine gute Waage dann klappt das schon. Du setzt auch immer nur maximal ein Kilo Harz an, verarbeitet das und machst dann die nächste Charge fertig, du musst dann auch die Rolle wechseln weil die ist dann kaputt. Du kannst dann immer da weitermachen wo du aufgehört hast also nass in nass. Das Harz sollte mit einem entsprechenden Verdickungsmittel versehen sein. wenn alles getrocknet ist vielleicht schleifen und anschließend mit einem 2K PU Lack streichen oder spritzen. ich hatte einen 3 K PU Lack aus dem Flugzeugbau verwendet das klappte sehr gut. innen würde ich dir empfehlen eine Isolierung vorzusehen ich habe bei mir 2 cm Styropor angeklebt um weitestgehend die Taubildung zu verhindern,

viel Erfolg,
Jürgen
 
Hallo Reinhard,

eine schöne Kuppel hast Du da gebastelt. Ich hätte zwei Fragen. Zum Einen, warum muss man die Kuppel außen mit Epoxidharz bestreichen und nicht einfach nur mit einem "normalen" weißen Holzlack?
Zum Anderen, habe ich gesehen, Du hast schon mal eine Kuppel gebastelt, nun änderst Du den Öffnungsmechanismus, hat das einen Grund?

Gruß

Martin
 
Hallo in die Runde,

@ Jürgen:
Danke für die weiteren Infos zum laminieren. Da ich aber damit überhaupt keine Erfahrungen habe, weiß ich nicht wie ich das mit dem Verdickungsmittel angehen solle. Außerdem kann ich den Zeitaufwand nicht einschätzen und somit stellt das "nass in nass" für mich ein Risiko dar. Wie ist das denn mit Ansätzen an schon ausgehärteten Stellen, ich habe gelesen das geht wenn man vorher anschleift? Ist es eigentlich soviel schwieriger eine Lage Glasgewebe mit einzuarbeiten als nur eine Lage puren Epoxids aufzubringen?
Bei meiner ersten Kuppel hatte ich auch ohne zusätzliche Isolation nie Probleme mit Taubildung, deshalb möchte die neue auch innen wieder offenporig halten und auf eine zusätzliche Isolation verzichten.

@ Martin:
Das Netz sagt, dass "nur lackierte Oberflächen" einer intensiven Pflege und Wartung bedürfen, sprich regelmäßig neu streichen. Bei dem von mir für die Flächen verwendeten Sperrholz darf nirgendwo Wasser eindringen. So eine Lackierung hat mal schnell einen kleinen Riss den man nicht sofort sieht, da ist eine Laminierung oder auch sorgfältig verarbeitete Kunststoff-Dachfolie deutlich zuverlässiger.
Das mit dem Kuppelspaltverschluss hat zum Einen Gewichtsgründe und zum Anderen sieht die neue Version besser aus, so finde ich.

@ Jörg:
Siehe Anmerkungen zur Taubildung weiter oben. Ölen oder Wachsen verschließt die Poren.

Allen nochmal Vielen Dank für Eure Beiträge!

Viele Grüße und CS,
Reinhard
 
Hallo Reinhard,
Epoxidharz ist schon eine gute Sache und relativ leicht in der Handhabun. Ich habe schon Echtholzfuniere damit versiegelt. Einfach die beiden Komponenten zusammenrühren und mit einem guten Pinsel auftragen, gut 24 Std. aushärten lassen; du kannst es danach sogar mit Autopolitur und Maschine auf Hochglanz polieren.
Empfehlen würde ich auch ein Harz, das gleichzeitig einen UV-Schutz mitbringt. Alternativ ansonsten die Oberfläche noch zusätzlich lackieren (2K Lack), was bei der Kuppel schon Sinn macht. Um das zu vermeiden, bieten sich heute z.B. aber auch Gießharzsysteme an, wie ich sie in der Elektronik einsetze; ein SR1670 oder gar SR5050 mit passendem Härter ist z.B. hervorragend dafür geeignet. Es gibt da inzwischen gute, UV sichere Systeme.
LG
Eberhard
 
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Hallo zusammen,

die letzten Tage habe ich, neben Kuppel- und Laufring-Bau, noch weiter recherchiert und bin auf hellgraue EPDM-Dachfolie gestoßen ( https://www.resitrix.com/de/abdichtungsbahnen/resitrix-sr/ ). Bisher war mir dieses Material nur in schwarz bekannt. Die Folie lässt sich flächig verkleben, die Nähte chemisch oder mit Heißluft schweißen, ist flexibel, leicht und hat eine lange Lebensdauer.
Wegen meiner Bedenken bezüglich Laminieren tendiere ich mittlerweile zu diesem Material. Ist nur die Frage ob ich das in der benötigten kleinen Menge irgendwo bekomme, da muss ich mich jetzt mal hinter klemmen.
Da meine Konstruktion eine Auflage von gut 10mm zulässt (wird begrenzt durch den Abstand des Kuppelschiebers zur Oberfläche der Kalotten-Segmente), denke ich über eine Zwischenlage (4/5mm) aus Kork nach, die ist leicht aufzubringen und wäre bestimmt hilfreich in Bezug auf Hagelfestigkeit.

Soweit meine bisherigen Überlegungen, die ich hier noch mitteilen wollte. Vielen Dank nochmal die vielen Tipps, Informationen und Anregungen.

Viele Grüße und CS,
Reinhard
 
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Hallo Reinhard,

bezüglich der Folie, wende dich an einen Dachdeckerbetrieb in
deiner Nähe. Du brauchst ja keine 100m Rolle. Lass dir passende
Bahnen zuschneiden. Den Kleber dafür bekommst du dort auch.
Nimm einen genügend großen Pott. Den Rest kannst du gewogen
zurückbringen. Das Zeug brauchen die immer wieder.

Gruß Anton, und viel Erfolg mit deinem Vorhaben.
 
Hallo Anton,

Vielen Dank für Deine Tipps.
Ich habe mittlerweile einen Web-Shop gefunden bei dem man das Zeugs ab 10m² kaufen kann, ist aber nicht ganz billig.

Viele Grüße und CS,
Reinhard
 
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