Selbstbau mobile Stromversorgung

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Pumabert

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Hallo allerseits,

ich habe viel Zeit in dieses Projekt investiert, deswegen will ich es euch nicht vorenthalten, vielleicht will ja jemand nachbauen. ;-)

Features:
- 3x17Ah Panasonic Bleigel Akkumulatoren parallel geschaltet
- schaltbare Messeinrichtung für Strom und Spannung
- jeder Stromkreis einzeln abgesichert
- Hauptstromkreis zusätzlich abgesichert
- hochwertige NEUTRIK XLR-Buchsen für die Stromversorgung von
DSLR, Guider, Montierung, beheizte Taukappen
- Buchse für die beheizten Taukappen schaltbar
- Spannungswandler von 12V auf 19V für Notebook schaltbar
- Ladebuchse für CTEK Ladegerät
- kleiner Stauraum für diverses Kabelgedöns auch vorhanden

Das ganze verbaut in ein Hitachi Power Case Typ 1, das es z.B. bei Hornbach günstig zu kaufen gibt und das sich von den Maßen her perfekt für die 17Ah Akkus eignet.
Die Kiste trägt die ca. 20kg erstaunlich stabil.

Am meisten Kopfzerbrechen hat mir die Meßeinrichtung mit den digitalen Meßanzeigen bereitet.

Hier ein paar Bilder:
 

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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Pumabert,oder wie du auch heißt,

saubere Arbeit! Gefällt mir gut und damit wird der auch im Feld der Saft nicht ausgehen. Bei den Griffen hätte ich allerdings doch etwas Bauchschmerzen, das beim Anheben die Kist am Boden bleibt.
Wenn ich dir noch einen Tippgeben darf. Vielleicht gibt es der Platz in der Kiste noch her die Akkus in Styroporplatten einzupacken. Die gibt es im Baumarkt als Isolationsmaterial in Plattenform. Dadurch hält der Akku auch bei eißigen Temperaturen deutlich länger durch.

Gruß in Ländle
Thomas
 
Hallo "Pumabert",

Netter Akkusatz, allerdings würde ich mir bei diesen Hornbachkoffern auch Sorgen machen. Bestehen die meistens nicht nur aus so einer Art Pressspan?

CS
Felix
 
Hi Felix,

laut Hornbach sind die aus Kunststoff und Alu.
Presspan wäre ja grob fahrlässig. Bröselt in der Wandstärke doch weg wie nix.

Gruß,
Markus
 
Hi Markus,

Genau deshalb hab ich mir meine Stromversorgung auch in ein altes PC-Gehäuse gesetzt:D

Weshalb zeigt dein Ampermeter eigentlich einen kleinen Strom an? Ziehen die Messgeräte die 10mA?

CS
Felix
 
Hi,

die Kiste ist tatsächlich aus dünnem Pressspan, der innen mit einer Art Moosgummi beklebt und aussen mit Alu belegt ist. Ich habe jedoch keine Bedenken, was die Haltbarkeit angeht, das Ganze wirkt doch sehr stabil und lässt sich, da sehr kompakt super transportieren.

Die Messelektronik zieht wenn eingeschaltet sogar ca. 100mA, diese lasse ich aber nicht anzeigen. 10mA, die das Messgerät anzeigt kommen aus Schwankungen, es schwankt grob um 0,02A hin und her, das liess sich nicht vermeiden.

Gruß,
THomas
 
Hallo Thomas,

als professioneller Bedenkenträger weise ich darauf hin dass der TÜV (völlig zu recht) die fehlende Isolierabdeckung über die Pluspole bemängeln würde.

Ich selbst würde auch eine Schmelzsicherung unmittelbar am Kabelabgang von der Plusbrücke vorsehen. Mit fetten Akkus ist nicht zu spaßen.

cs
Martin
 
Hallo Martin,

vielen Dank für den Einwand, die Überlegung hatte ich auch, habe sie dann aber verworfen, da im Deckel eine 5mm dicke Moosgummischicht klebt, die nach Schließen des Deckels bündig auf die Akkus und damit auch auf die Pole drückt.

CS,
Thomas
 
Hallo Thomas,

ich denke auch, Kurzschlußgefahr besteht da nicht. Du solltest aber trotzdem mal beobachten was passiert, wenn Du die Kiste versehentlich umwirfst - der Einwand von Martin ist vollkommen berechtigt.

Die Stecker Typ XLR hätte ich im Übrigen auch favorisiert.

Ausführung sieht gut aus, nur das Gewusel vorn mit dem Spannungswandler und Ladegerät behagt mir noch nicht vollkommen, aber das sei mir nachgesehen.

Jörg
 
Hallo Thomas,

möchte jetzt deine "künstlerische Arbeit" welche sicherlich einige Wochenenden gedauert hat, nicht herabsetzen, hätte aber dazu schon noch ein paar kritische Fragen:

1. Warum 3 x 17Ah-Akkus parallel und nicht 1x Akku mit 65 Ah?

Was machst du wenn mal 1 Akku defekt ist und ein Akku mit den gleichen Werten (Innenwiderstand!) nicht verfügbar ist? Dann fließt u. U. ja ständig ein Ausgleichsstrom.

2. Warum eine Anzeige von Strom und Spannung, welche ja selbst schon 100mA Strom frisst?

Hier wäre doch eine elektronische Unterspannungsabschaltung (ohne Relais) wesentlich sinnvoller um nicht den Akku wegen Tiefentladung zu schädigen.
Dass der Akku sofort nach jeder Beobachtungsnacht wieder geladen wird, setze ich mal voraus.
 
Hallo Werner,

zu Frage 1, weil ich erst mit einem Akku angefangen habe, aber nach und nach gemerkt habe, dass das ganze Geraffel, das mit der Zeit auch nicht gerade weniger wird immer mehr Stromhunger hat. Also wurde erst ein 2. und dann noch ein 3. Akku angeschafft - und die Dinger sind nicht gerade billig.

zu Frage 2, die Anzeige ist für mich mehr ein Gag, damit ich sehen kann, was die ganze Elektronik so an Strom zieht. Und da die Anzeige natürlich Strom frisst, lässt sich die ganze Mimik, die dahinter steckt abschalten.

Ich bin davon überzeugt dass der ein oder andere es vielleicht besser hinkriegt, aber bisher hat mir das Akkupack hervoragende Dienste geleistet - und ja, natürlich hängt es ständig an einem ebenfalls sehr teuren CTEK-Automatiklader.

CS, Thomas
 
Hallo Thomas,
werden die Akkus einzeln Geladen oder im Verbund?
So richtig billig sind die Teile ja nicht,und wenn die alle 3 unterschiedliche Werte haben (was die Regel sein dürfte)dann wird z.B ein Akku Überladen...

Das Ladegeraet weiß ja nicht,daß da 3 verschiedene Akkus dran haengen.Bei Notebookakkus werden nicht ohne Grund sogenannte Balancer eingelötet.Viele Zellen,die alle etwas unterschiedlich sind.

Grüße Rainer
 
Hallo,

so eine Schutzabdeckung ist vor allem wichtig für die kurzen Momente, wo man "nur mal schnell" was machen will. D.h. bei offenem Deckel... ;)

Die 3 parallelen Akkus sehe ich nicht so kritisch, sofern von gleichem Typ und mit gleicher Vorgeschichte. Man muss nur aufpassen dass im Moment der Verbindung die Ladezustände nicht zu unterschiedlich sind. Ein eventueller Ausgleichsstrom baut sich im Laufe der Zeit ab, dann muss jedoch wieder ein wenig nachgeladen werden.

Über eine Unterspannungsabschaltung hatte ich für meinen Stromkoffer auch mal nachgedacht. Aber wenn ich mir vorstelle, dass mitten in einer super Beobachtungs/Fotonacht, die Kiste den Betrieb einstellt... dann entscheide ich lieber selbst ob es die Nacht wert ist ein paar % Akkulebensdauer zu opfern und noch ein wenig weiter zu machen :biggrin:

Mit dem Voltmeter hat man ja maximale Kontrolle. Sind die Panelmeter im Dauerbetrieb, oder werden sie mit dem roten Taster aktiviert?

cs
Martin
 
Hallo Rainer,

Bleiakkus werden einfach strombegrenzt bis zur Ladeschluss-Spannung geladen. Egal wie viele Zellen oder Zellenpakete parallel hängen.

Bei den alten Akkutypen hat man zum Glück nicht mit den modernen Problemen zu kämpfen ;)

cs
Martin
 
Hallo Thomas,

Zitat von Pumabert:
Hallo Werner,

zu Frage 1, weil ich erst mit einem Akku angefangen habe - und die Dinger sind nicht gerade billig.

das kann ich verstehen, also ein Akku-Mengen-Update..

zu Frage 2, die Anzeige ist für mich mehr ein Gag,

Ah, so wie farbige LEDs an PC-Lüftern, verstehe.

damit ich sehen kann, was die ganze Elektronik so an Strom zieht.

Und welche Schlüsse (z.B.:manuelles Abschalten des Akkus und bei welcher Spannung u.s.w.) ziehst Du daraus?

Und da die Anzeige natürlich Strom frisst, lässt sich die ganze Mimik, die dahinter steckt abschalten.

das verstehe ich jetzt nicht? Für was soll dir eine abgeschaltete Spannungs-/Strom-Anzeige dann überhaupt von Nutzen sein?

Ich bin davon überzeugt dass der ein oder andere es vielleicht besser hinkriegt,

Da magst Du recht haben...

aber bisher hat mir das Akkupack hervoragende Dienste geleistet

Da freue ich mich für Dich :) ähh, wie lange hast du das Equipment denn schon in Betrieb?


und ja, natürlich hängt es ständig an einem ebenfalls sehr teuren CTEK-Automatiklader.
CS, Thomas
Thomas, jetzt gebe ich mich geschlagen, meine Akku-Stromversorgung lade ich mit einem ganz billigen Automatiklader auf.
Mein Akku (Blei-Gel) funktioniert schon seit 7 Jahren ohne Probleme.


 
Erst einmal vielen Dank an Martin für die ausführlichere Erklärung zum Thema parallel geschalteter Bleigel Akkus. Ich habe viel zu dem Thema gelesen und bin zum Schluß gekommen dass der Betrieb in dieser Kombination unkritisch ist, zumal die Akkus nie getrennt voneinander verwendet werden.

Die Panelmeter schalte ich nur zu, wenn ich mal kurz die Spannung oder spasseshalber den tatsächlich fliessenden Strom checken will, oder wer steht schon eine ganze Nacht neben dem Zeug und glotzt bunte Zahlen an - daher macht es durchaus Sinn es abschalten zu können.

Ich verwende an dem Pack eine CGEM, mit MGEN, EOS 1000, und 2 Taukappenheizungen (die Taukappenheizungen sind nicht ständig an). Länger als ca. 8 Stunden hatte ich das Teil noch nicht im Dauerbetrieb und auch nach 8 Stunden habe ich noch immer 11,7V. Laut Datenblatt der Panasonic Bleigel Akkus liegt die Entladeschlussspannung bei einer für mich typischen Stromentnahme von ca. 1,5-4A bei ca. 10,5V.

CS,
Thomas

 
Fragen zu Bleigelakkus

Hallo,

ich habe ein paar Fragen zu Bleigelakkus:

Welche Folgen hat eine totale Entladung, zB. wenn vergessen wurde, einen Verbraucher auszuschalten? Kann man etwa sagen, wieviel Prozent der Kapazität dabei verloren geht? Welche Zellenspannung sollte nicht unterschritten werden?

Kann man diese Akkus auch durch zu langes Laden schädigen?

Verhalten sich Bleigelakkus ähnlich wie normale Bleiakkus bei tiefen Temperaturen? Eine Starterbatterie hat bei 0°C etwa noch 70% und bei -10°C nur noch 50% der Kapazität.

Viele Grüße!
Bocian
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Fragen zu Bleigelakkus

Hi,

Zitat von Bocian:
Welche Folgen hat eine totale Entladung, zB. wenn vergessen wurde, einen Verbraucher auszuschalten?
http://de.wikipedia.org/wiki/Tiefentladung

Kann man diese Akkus auch durch zu langes Laden schädigen?
Mit einem geeigneten Ladegerät kann man einen Akku nicht überladen. Kostet halt ein bischen mehr als ein drei Euro fuffzig Teil.

Verhalten sich Bleigelakkus ähnlich wie normale Bleiakkus bei tiefen Temperaturen? Eine Starterbatterie hat bei 0°C etwa noch 70% und bei -10°C nur noch 50% der Kapazität.
Handbuch von Panasonic: http://www2.renovaar.ee/userfiles/VRLA_Handbook_total_14_05_07.pdf

Gruß,
Markus
 
Re: Fragen zu Bleigelakkus

Hallo Bocian,

Zitat von Bocian:
Hallo,

ich habe ein paar Fragen zu Bleigelakkus:

Welche Folgen hat eine totale Entladung

kann den Tod des Akkus bedeuten (Umpolung einzelner Zellen), zumindest aber eine reduzierte Kapazität.

Zitat von Bocian:
Kann man etwa sagen, wieviel Prozent der Kapazität dabei verloren geht? Welche Zellenspannung sollte nicht unterschritten werden?

Wieviel Prozent Kapazität in die hlg. Akkujagdgründe eingehen, kann man natürlich nicht sagen, da man den Grad der Schädigung ja nicht kennt.
Deswegen kann ich nur Jedem zu einer elektronischen Unterspannungsabschaltung raten. Nebenbei bemerkt sind die Akkus ja auch nicht billig!

Welche Entladeschlussspannung die Richtige ist, hängt vom Akku-/Hersteller-Typ ab(Datasheet des Herstellers einsehen).
Bei einen Blei- bzw. Blei-Gel-Akku liegt diese unterste Zellenspannung i. d. Regel zwischen 1,75 - 1,8 Volt


Zitat von Bocian:
Kann man diese Akkus auch durch zu langes Laden schädigen?

Mit den, für diese Akkus(Blei, Blei-Gel) bestimmten Ladegeräte, nicht.

Zitat von Bocian:
Verhalten sich Bleigelakkus ähnlich wie normale Bleiakkus bei tiefen Temperaturen?

Ja!
 
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