Heljerer
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
ich weiß nicht, ob allen klar ist, welche Empfindlichkeit notwendig ist, damit ein Sensor wirklich zur Messung des dunklen Nachthimmels geeignet ist. Die verkorksten astronomischen Einheiten (mag/arcsec²) machen einem das Leben zusätzlich unnötig schwer.
Gehen wir mal von 21,6 mag/arcsec² als dunklestem Himmel aus, den das Gerät gerade noch erfassen soll. Das ist in SI-Einheiten:
Leuchtdichte: L = 0,00025 cd/m² = 0,25 mcd/m²
Jetzt muss man bei der Konstruktion des Messgerätes die Größe des Himmelausschnittes festlegen, den das Gerät messen soll. Mein Leuchtedichteaufsatz für den Taghimmel misst über einen Winkel von 8,4°. Das Ganze ohne Linse. Jeder Punkt dieses 8,4°-Kreises wird daher mit gleicher Gewichtung erfasst. Das SQM-L erfasst ca. 20°, dies aber bei weitem nicht mit gleicher Gewichtung. Der große Himmelsausschnitt wurde beim SQM-L wahrscheinlich als Kompromiss gewählt, damit der Sensor noch genug Licht abbekommt.
Zur Umrechnung der Leuchtdichte L [cd/m²] in die Beleuchtungsstärke E [lx] muss mit dem Raumwinkel Omega [sr] multipliziert werden.
20° entsprechen 0,096 sr.
E = L x Omega = 0,00025 x 0,096 = 2,4e-5 lx = 24 µlx
Der Sensor muss also diese 24 µlx noch erfassen können.
Unter idealen Bedingung entspricht dies 3,5e-8 W/m² bzw. 3,5e-6 µW/cm².
Die Diagramme in den Datenblättern des TSL237 und TSL235R beginnen bei 1e-3 µW/cm². Der TSL235R hat bereits eine Dunkelfrequenz, die deutlich oberhalb des Messwertes liegt. Wie sich der TSL237 im uns interessierenden Messbereich verhält, kann ich nicht beurteilen. Sonderlich linear dürfte er aber nicht mehr reagieren.
Gruß
Wolfgang
ich weiß nicht, ob allen klar ist, welche Empfindlichkeit notwendig ist, damit ein Sensor wirklich zur Messung des dunklen Nachthimmels geeignet ist. Die verkorksten astronomischen Einheiten (mag/arcsec²) machen einem das Leben zusätzlich unnötig schwer.
Gehen wir mal von 21,6 mag/arcsec² als dunklestem Himmel aus, den das Gerät gerade noch erfassen soll. Das ist in SI-Einheiten:
Leuchtdichte: L = 0,00025 cd/m² = 0,25 mcd/m²
Jetzt muss man bei der Konstruktion des Messgerätes die Größe des Himmelausschnittes festlegen, den das Gerät messen soll. Mein Leuchtedichteaufsatz für den Taghimmel misst über einen Winkel von 8,4°. Das Ganze ohne Linse. Jeder Punkt dieses 8,4°-Kreises wird daher mit gleicher Gewichtung erfasst. Das SQM-L erfasst ca. 20°, dies aber bei weitem nicht mit gleicher Gewichtung. Der große Himmelsausschnitt wurde beim SQM-L wahrscheinlich als Kompromiss gewählt, damit der Sensor noch genug Licht abbekommt.
Zur Umrechnung der Leuchtdichte L [cd/m²] in die Beleuchtungsstärke E [lx] muss mit dem Raumwinkel Omega [sr] multipliziert werden.
20° entsprechen 0,096 sr.
E = L x Omega = 0,00025 x 0,096 = 2,4e-5 lx = 24 µlx
Der Sensor muss also diese 24 µlx noch erfassen können.
Unter idealen Bedingung entspricht dies 3,5e-8 W/m² bzw. 3,5e-6 µW/cm².
Die Diagramme in den Datenblättern des TSL237 und TSL235R beginnen bei 1e-3 µW/cm². Der TSL235R hat bereits eine Dunkelfrequenz, die deutlich oberhalb des Messwertes liegt. Wie sich der TSL237 im uns interessierenden Messbereich verhält, kann ich nicht beurteilen. Sonderlich linear dürfte er aber nicht mehr reagieren.
Gruß
Wolfgang
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