Selbstbau Sternwarte in starker Hanglage

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MGE-84

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Hallo Hobbyastronomen,
habe ein Grundstück mit toller Südaussicht auf über 1000m Seehöhe und würde dort auch meine Teleskope unterbringen, das Fleckchen Erde ist noch nicht bebaut, liegt aber im Bauland und hat leider eine starke Hanglage siehe Anhang. Hat jemand einen Vorschlag wie ich da kostengünstig was machen kann, ohne gleich riesige Stützmauern und Erdarbeiten in Angriff zu nehmen. Teleskope sind Meade 12" LX200, 8" LX50; 12" Dobson, 8" Newton f/4, und 2 Refraktoren mit f/5 und f/11 sowie das gesamte Zubehör 3 Montierungen EQ5, 5 Okularkoffer, etc.
Der Grund ist ca. 900 m2 groß.
Danke für eure tollen Ideen.
 

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Hallo Mario,

vermute Felsgrund.

Ich bin kein Baumeister - ich würde aber zuerst über Einsatz Bohrlöcher in ausreichende Tiefe gefüllt mit Beton und verlängert mit Stützen für die Bodenplatte der Sternwarte nachdenken. Für die Montierung wirst Du sowieso bohren müssen. Dann Zugang/Zufahrt oberhalb.

Muss ja nicht gleich die Villa von Ironman werden ;-)

Gruß,
Peter
 
Hallo Mario,

definiere bitte:


Willst Du
  • die Teleskope dort nur lagern?
  • von dort mobil beobachten?
  • von dort stationär beobachten?
  • dort eine feste Sternwarte bauen?
Wenn ich Deine Skizze richtig interpretiere steigt der Hang auf 30m um nicht ganz 10m an, oder?

Bei dieser Steigung/Gefälle könntest Du bei der mobilen Beobachtung vom Stativ aus natürlich das Stativbein auf der Hangseite nur entsprechend weiter ausfahren. ;) Sofern Du Dich bei der Beobachtung nicht auf einen Stuhl setzen oder Zubehör auf einem Tisch neben dem Teleskop abstellen willst, sehe ich da prinzipiell keine Probleme - ansosnsten: Erdabreiten incl. entsprechender Abstützungen um eine plane Fläche zu erzeugen.

Um solche Erdarbeiten wirst Du wahrscheinlich auch bei der reinen Lagerung der Geräte in z.B. einem Gartenschuppen nicht herum kommen, da alle mir bekannten Fertigkonstruktionen (egal ob preiswert vom Baumarkt Deines Vertrauenso oder von einem Premiumhersteller wie z.B. Biohort) ein planes Fundament benötigen. Es sei denn Du baust Dir so etwas wie im Folgenden für die Sternwarte beschrieben als Unterbau...

Willst Du eine "richtige" Sternwarte (also Schiebedachhütte oder Kuppel) bauen, musst Du in jedem Fall eine Säule für das Teleskop und mehr oder weniger viele (Punkt-)Fundamente für das darumstehende Gebäude setzen. Die Hangneigung könntest Du dann dadurch ausgleichen, dass der Boden des Gebäudes auf der Talseite einfach entsprechend längere "Standbeine" bekommt.

Mal angenommen auf der "Bergseite" soll der Boden der Sternwarte 10cm über Grund liegen, dann muss er bei 3m Größe auf der "Talseite" eben knapp 1m über Grund liegen. Entweder Du konstruierst Deine Sternwarte komplett selbst und planst diese Tatsache direkt mit ein oder Du baust "nur" eine entsprechende Plattform, auf die Du dann eine fertige "kommerzielle" Sternwarte oder ein astro-modifiziertes Gartenhaus draufsetzt. (...oder den weiter oben genannten Geräteschuppen für die reine Lagerung der Teleskope)

Was für einen Untergrund hast Du an der Stelle überhaupt? Wiese, Schotter, Fels,...? Davon und vom Gewicht, das die Plattform später tragen muss, hängt natürlich auch ab, wie aufwändig die Fundamentarbeiten ausgeführt werden müssen. Mein 3m ScopeDome aus 8mm GFK wiegt z.B. leer bereits ca. 200kg - eine selbst konstruierte Schiebedachhütte aus Holz wird wahrscheinlich etwas schwerer werden. Dazu noch der Beobachter, ein Tisch für das Zubehör und ggf. einen PC, etc... Abgesehen vom Dobson wird das Gewicht von Teleskop und Montierung ja von der Säule getragen.

Sollen alle Teleskope gleichzeitig in der Sternwarte untergebracht sein? Dann würde ich wahrscheinlich eher zu mehreren kleinen Plattformen, als zu einer Großen tendieren. In eine 3m x 3m Hütte/Kuppel passt nämlich IMO nur ein Teleskop, wenn man sich noch vernünftig aufhalten und bewegen können will. Außerdem benötigen zumindest die beiden SCTs und wahrscheinlich auch die Refraktoren eine Montierung mit Säule, während der Dobson einfach nur eine plane Aufstellfläche benötigt.

Für den Dobson ist eine solche "hochbauende" Plattform aber wahrscheinlich nicht so gut, weil das Teleskop dann mit Dir zusammen auf dem gleichen Boden steht - also Schwingungen übertragen werden. Eine Montierungssäule kann dagegen durch einen entsprechenden Ausschnitt im Boden der Plattform einfach vom Rest der Konstruktion entkoppelt werden.

Viele Grüße,
Axel
 
...Ergänzung:

Für den Dobson könnte man die "Montierungssäule" auch mit entsprechendem Durchmesser der Stellfläche ausführen und auf Höhe der Plattform enden lassen.

Axel
 
Hallo Mario,
schau mal im amerikanischen Astroforum cloudynights vorbei, unter Observatory ist oben "Poste ein Bild deines Observatoriums" angepinnt. Interessante Ideen gibt es dort zu sehen, für dich auf S. 14 ist ein Bild einer Sternwarte an einem Hang.
Gruß Olaf.
 
...in dem Thread auf Cloudynights sind einige Sternwarten in Hanglage, die ohne große Erdbewegungen auskommen. Wenn da mal nicht genug Ideen dabei sind:

#77
#100
#164
#224
#304
#354
#710
#918
#1122
#1159
#1181
#1201
#1256
#1443
#1496
#1511
Pine Mountain Observatory

Ansonsten ist es natürlich auch bei Sternwarten "auf Stelzen" egal, wie der Untergrund aussieht:

#245
#422
#958
#1129
#1379
Rooisand Observatory

...ist schließlich nur eine Extremvariante mit extra langen Beinen. :)

Viele Grüße,
Axel
 
Hallo Alex, Olaf, Peter,

danke für euren Input, da sind wirklich tolle Ideen dabei. Jetzt muss ich nur noch die Baubehörde überzeugen.

Gruß Mario
 
Hallo MGE,

Ich habe am Hang eine Gartenhütte errichtet und wollte auch nicht viel Erde bewegen.
Weil es recht zügig ist sollte es kein Quadrat sein, daher wurde es ein Achteck, dss ist annähernd rund.
Somit wurden es Acht kleine Einzelfundamente und eins in der Mitte, rund, und nach oben hin mit Regrnrohren 15cm Durchmesser gestützt( zum Beton einfüllen).
Die Streben die lang sind, ca 1 Meter werden mit 8x Baustahl versehen, kurze mit weniger.
Die Grösse und tiefe von so einem Punktfundament richtete sich bei mir nach der Festigkeit im Boden. Da wo viel Lehm und Steine waren sind es nur 50cm Tiefe geworden. Der Teil mit losem Mutterboden wurde tiefer. Da nur ein Holzhäuschen drauf kam hat mir da so gelangt.
Richtigen Beton anmischen (1:4) und verschraubte Übergänge vom Fundament zu den aufgelegten Balken machen.
So schafft man ca 2 Fundamente pro Tag und hat einen schnellen Baufortschritt.
Für die längeren Streben sind das dann schon ca 4 Sack Zement + Sand.
Viel Spass mit Bauamt....
 
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