Selbstbaumontierung verkaufen?

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Der_Michael

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Hallo Freunde!

Ich habe heute meinen Laptop rausgekramt und an meine Selbstbaumontierung angeschlossen und bin sowas von enttäuscht. Ich weiß einfach nicht, wieviele Stunden ich noch in deses Teil stecken muss, bis es so läuft dass zum beispiel eine saubere Kalibrierung via Guidemaster möglich ist. Kurzum: Ich habe die Nase voll.

Einige von euch erinnern sich bestimmt noch an meine Anfänge hier vor Jahren (2003). Jetzt meine Frage an euch: Kann ich da was erwarten Richtung Gebrauchtmarkt?

Ein paar Eckdaten: 30mm Edelstahlachsen (Vollachsen) In Rek. Kegelrollenlager und ind Dekl. Kugellager. 80X80 Aluminium Lagergehäuse, kurze Hebelarme, Edelstahlpolbock, Kremp Wetzlar Getriebe Aluminium Schneckenlagerung. Materialpreis insg. 400-500 Euro (sicher mehr aber das ist das was ich noch zusammenbekomme). Der größte Schwachpunkt der Montierung ist sicherlich die Motorisierung. Es sind die Motoren der EQ-6 verbaut und die Schnecken kriegen die Antriebskraft mittels Zahnriemen übertragen. Dadurch ergeben sich enorme Umkehrspiele, die das Kalibrieren via Guidemaster einfach unmöglich machen. GIbt es hier jemanden (deswegen habe ich es nicht ins BIete Board geschrieben) der sowas als solide BAsis für ein eigenes Projekt brauchen kann? Tragen tut die Maschine einiges. Über meinen 8" Newton mit Leitrohr und Kamera hat sie nur müde gelächelt! Also wenn ihr ne Ahnung habt, was ich mit dem Teil anfangen kann (oder wenn ihr jemanden kennt, der genau sowas sucht, meldet euch bitte bei mir danke!

MIt freundlichen grüßen
Michael
 
Hallo Michael,


Der größte Schwachpunkt der Montierung ist sicherlich die Motorisierung. Es sind die Motoren der EQ-6 verbaut und die Schnecken kriegen die Antriebskraft mittels Zahnriemen übertragen. Dadurch ergeben sich enorme Umkehrspiele, die das Kalibrieren via Guidemaster einfach unmöglich machen.


hmm... ich kanns grad nicht nachvollziehen warum das Projekt verkaufen willst. Du willst es verkaufen obwohl du eigentlich die Schwachstelle kennst und sie beseitigen könntest. Vielleicht solltest du das ganze einfach mal in eine Ecke packen und warten bis du wieder Lust hast was weiter zu machen und dann gleich mal als erstes die Schwachstelle beseitigen. Ich kann es gut nachvollziehen wie frustrierend das sowas sein kann. Bei unserem Sternwarten Projekt hatte wir einen Rückschlag nach dem anderen. Was mir immer geholfen hat das ganze nicht einfach sterben zu lassen war Humor. Ich weis sagt sich so leicht, aber nimms einfach locker. Wenn heute was nicht funktioniert hast du noch bis zu deinem Begräbnis Zeit es zu verbessern ;) Wäre doch schade wenn du es heute verkaufst und in einem Jahr es dann bereust und vielleicht erst wieder von vorne anfangen musst.

Grüße,
Michi
 
Hallo Michael,

aktualisiere doch mal den Link in Deiner Signatur. Dann kann man sich die Monti mal anschauen.

Ich habe auch meine Monti mit den Motoren der EQ6 mit originalen Getriebe in RA und Conrad-Getriebe in DEC in Betrieb. Da gibt es jetzt keine Probleme. Ich suche jetzt nur noch nach einer Lösung für GOTO (die Motoren sind dafür zu schwach). Aber PHD usw funktionieren gut.

Ich kann mir jetzt leider kein Bild machen, wie Du die Motoren dran hast. Vielleicht könnte man da noch mal ran um das Spiel in den Griff zu bekommen?

Viele Grüße
Matthias
 
Hallo Michael,
aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur raten, verkaufe die Monti nicht, Du wirst es mit Sicherheit bereuen!
Ich hatte mir auch eine Monti nach Hans Oberndorfer gebaut mit Bronzelagerschalen, Massiver Polblock, 40mm Achsen usw. Gewicht bestimmt 30-40Kg.
Das Teil habe ich verkauft, ich könnte mir heute noch in den Allerwertesten beißen, also tue es NICHT sonder bastel weiter, es wird sich lohnen.

Gruß
Ralf
 
Verkaufen wird sich nicht lohnen, speziell auch deshalb nicht, weil die Nachführung nicht sauber funktionert. Ich rate Dir dazu, den Ansatz zu überdenken: Mit Encodern wäre das problematische Umkehrspiel beherschbarer.

Grüße,
Thomas
 
Hallo Michael,

von Monti-Bauer zu Monti-Bauer würde ich dir ja gerne ein paar Tips geben, aber leider funktioniert kein einziger deiner Links (zur Monti, zur Homepage, aus deinen früheren Beiträgen...)

Stell doch mal ein paar aussagekräftige Fotos rein, damit wir auch wissen wovon wir reden.

Ein Zahnriemen-Getriebe hat übrigens so gut wie kein Spiel. Mit Sicherheit ist das Flankenspiel des Schneckengetriebes größer. Es sei denn du hast falsche Synchronscheiben verwendet, die nicht zum Riemenprofil passen.

cs
Martin
 
Hallo Michael,

ich würde es auch mit Optimirung/Umbau versuchen!
Erstens genau ermitteln ob das Umkehrspiel wirklich nur von dem Zahnriemenantrieb kommt, was ich auch kaum glauben kann, wenn ja! dann auf passenden Messing/Bronze Zahnradsatz umrüsten wenn verfügbar schrägverzahnt.

In jedem Fall würde ich aber die Schnecken federnd gegen das Schneckenrad drücken also Schneckengehäuse einstellbar federnd lagern.
Die Schneckenwelle selbst, so mit 1/10mm Beilagscheiben abstellen das von dort keine Seitwärtsbewegung kommen kann.
Bleibt bei allen Maßnahmen ein Restfehler, könnte das mit einer geeigneten Steuerung ausgeglichen werden, die einen feinfühlig einstellbaren kurzen schnellen Vorlauf ermöglicht.
Einige Steuerungen können das, ist aber oft nicht so bekannt.

Oder frag bei der Großfuss Steruerung nach.

Von der Tragkraft, muss man ja schon einige Tausende in die Hand nehmen, um das zu erwerben was Du jetzt schon hast, da sollte ein weiterer Optimierungsversuch noch drin sein.


Nur Mut! Du kennst als Erbauer ja sicher die Stellen wo Du Kompromisse eingegangen bist um endlich fertig zu werden.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung nur zu gut.

Also ran an den Speck! :Trost: ?)

Gruß Günter

 
Hallo Martin,

ihr macht mir ja schon mächtig Mut! Danke dafür Freunde! Ich werde versuchen, dass Projekt doch noch auf ne gute Bahn zu bringen.

Hier mal ein Bild von der Montierung. Das Spiel kommt definitiv von den Riemenantrieben, weil ich die nicht justierbar gemacht habe und deswegen etwas "durchhängen" das sieht man richtig! Ich muss also die motorenhalter ncohmal neu machen. Vllt justierbar. Und dann ncoh die Feineinstellung für die Polhöhenjustierung.Ich werde berichten! Aber schonmal danke fürs Mut machen!

Viele Grüße
 

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Hallo Michael,

auch ich schließe mich den Vorrednern an und sage nicht verkaufen.
Soweit ich das ohne weitere Info von Dir, (Bilder) erahne liegt
das Umkehrspiel wohl eher an den EQ 6 Motoren und Getrieben.
Deshalb würde ich mir vernünftige Schrittmotore besorgen, ebenso Getriebe. Dazu eine auf einen grossen Übersetzungsbereich frei konfigurierbare Steuerung wie z.b. eine Kleinfuss.

Auch ich habe eine grosse Monti gebaut und mehrfach umgebaut.
Erst der Einsatz guter Schrittmotoren mit selbst gebauten Getrieben brachte den großen Sprung nach vorne. Die Schnecken bzw. das Harmonic Drive in RA werden auch von Zahnriemen getrieben, da ist kein Spiel drin.

Also, wo Du schon so weit bist unbedingt weitermachen!

Gruß
Hans
 
Hallo Michael,

sehe erst jetzt das Bild, ein super Teil.
Klar, die Motorenhalter sollten natürlich so sein dass man damit die Zahnriemen spannen kann. Dann geht es vieleicht auch mit den vorhandenen Motoren.

Gruß
Hans
 
Hallo Michael,

auf den ersten Blick macht deine Montierung einen wirklich guten Eindruck, es loht sich auf jeden Fall dranzubleiben!!

Klar, die Zahnriemen müssen schon stramm sitzen. Normalerweise werden sie sogar regelrecht gespannt, aber das brauchst du nicht bei den kleinen Drehmomenten, und es erhöht die Reibung.

Alternativ zu einem verstellbaren Motorhalter könnte man auch ein kleines Kugellager seitlich gegen den Riemen drücken lassen (etwa in der Mitte zwischen den beiden Riemenscheiben), also eine Spannrolle bauen. Je nachdem was einfacher nachträglich zu realisieren ist.

Zur Genauigkeit der Kremp-Getriebe: ich hatte mal mit einem 100:1 Modul 1 zu tun. Man kann das Flankenspiel recht klein einstellen, und wenn man das Getriebe (ganz am Ende, wenn sonst alles fertig ist!!) einschleift, wird es nochmal deutlich geschmeidiger (merkt man beim Drehen der Schnecke von Hand).

Vielleicht schaust du mal auf meine HP. Auf der Seite zum Schneckengetriebe-Selbermachen habe ich unten die ganzen Problemchen beschrieben, die gerade im Bereich der Schneckenlagerung liegen. Vielleicht kannst du was damit anfangen, wenn das aktuelle Problem mit dem Zahnrienem behoben ist.

Achte unbedingt darauf, dass die Schnecke in der Höhe richtig zum Rad justiert ist (das sogenannte Tragbild muss stimmen). Sonst vergrößert sich der PE deutlich.

Das wird schon.... ich habe an meiner Monti auch jahrelang gebastelt, und die Tücken stecken wirklich im Detail! Da muss man sich einfach durchbeißen, wobei manchmal ein paar Monate Auszeit Wunder wirken!

cs
Martin
 
Hallo Martin,

das sieht doch gut aus! :super:

Also da sind ja nun schon ein Haufen Tipps gekommen. Kann ich meine ja weglassen weil ähnlich.

Aber diesen Beitrag hier als Mutmacher muss ich nun doch noch ablassen. Das Problem ist ja nicht unlösbar. :Trost:

Viele Grüße
Matthias
 
Hallo Martin,

der einfachste Weg das Spiel aus den Riemenantrieben zu bekommen wäre eine Spannrolle, z.B. normales Kugellager, das von außen auf den Riemen drückt, idealerweise einstellbar. Funktioniert an Motoren wunderbar bei mehreren tausend U/min, sollte also für die Monti reichen - ist übrigens hübsch :super:, mach weiter!!!

Viele Grüße Felix

 
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