Selbstbaumontierung

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DeltaElite

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Hallo, will Geld sparen und Montierung selberbauen.

Gibts irgendwo eine Bauanleitung im Net, damit ich grob sehen kann wo die Knackpunkte sind und auf was ich alles achten muß?

Ansonsten kanns ja nicht so schwer sein sowas hinzubekommen. Ist halt nur ne Materialschlacht.
 
Hi,

wenn du Anleitungen suchst wäre es gut wenn du uns mal sagst an welche Bauart von Montierung du gedacht hast. Was für ein Teleskop die Monti tragen soll etc.

will Geld sparen und Montierung selberbauen.

ich hab noch nie selber eine Monti gebaut, aber ein paar Freunde von mir schon und eines kann ich glaub ich behaupten ohne das mich die Monti Spezialisten hier gleich verhaun, du wirst sicher nicht billiger davon kommen als wenn du dir eine kaufst. Nachdem du scheinbar noch nie eine Monti gebaut hast glaub ich, dass du dich da etwas überschätzt. Ok, ich sag das jetzt mal ohne zu wissen welche Kenntnisse du in sachen Maschinenbau etc hast. Aber ich würde mal sagen selbst wenn du ein Profi darin bist wirst du viel Lehrgeld beim Bau zahlen. Soweit ich das hier immer mit bekommen hab, bauen die Meisten eine Montierung aus Ehrgeiz und nicht weil sie sich Geld sparen wollen.

Ansonsten kanns ja nicht so schwer sein so was hinzubekommen. Ist halt nur ne Materialschlacht.

Dein Wort in Gottes Ohr <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Aber ich halt dir auf jeden Fall die Daumen und würd mich freun wenn du uns über den Bau auf dem laufenden hälst.

CS,
Michi
 
Hallo ???
Ansonsten kanns ja nicht so schwer sein sowas hinzubekommen. Ist halt nur ne Materialschlacht.
Materialschlacht bedeutet auch immer... Geld <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Eine Montierung zu konstruieren ist nicht mal so ebend gemacht!!
Wenn Du keine Fräse und Drehbank hast... vergiss es ma ganz schnell <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

CS
Bernd
 
Hi,
Nehme an,du willst ne parallaktische Monti.
Sagst du uns,was drauf soll? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
ab 40 mm Achse(meine nicht solch Achsstümmel ala EQ6(bitte jetzt nicht hauen,lieber Händler und besitzer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />)kann man ordentlich sparen
ich habe letztlich ~1500 € investiert(sie ist noch nicht perfekt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/blush.gif" alt="" /> Schneckenräder ruckeln noch immer in eine richtung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/confused.gif" alt="" />)
hab die Dreher und fräsarbeiten von einem lieben Sternfreund machen lassen,montiert und gestaltet hab ich selbst.
Anton Stauss und Internet halfen(50:50)
der Prototyp hatte circa 500 € gekostet(Lehrgeld <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/blush.gif" alt="" />)
allerdings,so Sprüche wie "grob sehen kann,wo die Knackpunkte liegen"od"ist ja nur ne materialschlacht" sind locker daher gesagt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />,aber der tatsächliche Einstieg wird viele nerven kosten je nach deinem Sachverstand <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Kannst ja mal ne Repsold-Montierung nachbauen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />-dagegen sind die jungen industriellen Dinger garnichts

außerdem wird dich dein geldbeutel und deine Materialquellen zur Eigenkonstruktion zwingen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />
 
Hallo,

die Sache ist ganz einfach, nimm zwei durchbohrte Holzklöpse,
stecke jeweils einen Metallprügel als Achse rein, klemme/schraube an
das eine Achsende der Deklinationsachse eine Teleskopschnellwechsel-
Kupplung von Baader, setze es auf eine Stativ aus drei Rohren. Damit
die Achsen eine gewisse "Klemmung" haben und nicht durchrutschen
balsamiere sie mit einer Mischung aus Öl und Sägespänen ein,und schon
bist Du im Geschäft.

Allerdings nur für visuelle Beobachtung mit rel. kleinen, kurzen
Teleskopen. Andernfalls wird es schwieriger. Versuche mal das Buch
"Fernrohrmontierungen und ihre Schutzbauten" von Anton Stauss
aufzutreiben.


MfG Coyote
 
Korrekt, ich habe so gut wie keine Ahnung von Maschinenbau. Ich hatte aber auch keine Ahnung vom Zylinderkopfwechseln beim W124 E320T, vom Waschmaschinenreparaturen, von der Inbetriebnahme einer 20 Jahre alten Röhrenkamera ohne Schaltpläne oder von der Reaktivierung eines alten Schwenk/Neigekopfes von Molynx. Will sagen: wenn man will und genügend Zeit hat kann man sich vieles anlesen. Und man muß halt vorher nachdenken bevor die Fräse rangeht.

Mit den Maschinen ist nicht das Problem. Die haben wir bei uns in der Entwicklungsbateilung incl. CNC-Fräser.

Mir gehts erstmal um konkrete Baupläne um abschätzen zu können wie schwierig es wirklich wird und was der Selbstbau diejenigen gekostet hat die es versucht haben. Für mich steht im Vordergrund das es deutlich billiger wird.

Ansonsten würde ich nämlich doch lieber noch 2-3 Jahre sparen und dann was ordentlich ausbaufähiges kaufen.

Was ich brauche? Nun, für eine Optik (Newton) werde ich wohl nie mehr Geld haben als 3-4000€. Wird also nie mehr als ein 10 oder 12" werden. Aber die dazu passende (phototaugliche) Montierung kostet eben auch schonmal easy 3-5000€.

Das mit der EQ6 ist mir zu viel gefrickel. So wie ich das überblicke scheint eine komplett überarbeitete EQ6 mit allem PiPaPo auch ihre 1800€ zu kosten, meine Arbeit mal nicht mitgerechnet. Und da hab ich dann schon so meine Bedenken ob auch mal ein 14" oder so drauf passen würde...
 
Hallo,
die Grundlagen des Montierungsbaus werden sehr gut im ersten Band des "Handbuch für Sternfreunde" erläutert. Ich empfehle, die dort dargelegten Grundlagen gründlich zu studieren und zu durchdenken. Ich würde allerdings - im Gegensatz zu der Empfehlung im Handbuch - immer Rollenlager nehmen. Die bekommt man unter Umständen billig bei eBay - obwohl man da auch Ausschußlager erwischen kann.
Wenn Du Zugriff auf gute Werkzeugmaschinen in einer Entwicklungsabteilung hast, ist eine Grundvoraussetzung für den Selbstbau erfüllt. Falls Du eine Montierung für einen 14" bauen willst (ich würde dazu mindestens 60mm Achsen vorsehen - besser 80mm) kannst Du mit Selbstbau sehr viel Geld sparen.

Viele Grüße
Frank

www.stern-freund.de
 
Hallo,

ich hab das schon hinter mir und kann mich meinen Vorrednern
nur anschließen.
Geld spart man meiner Meinung nach nur:

-bei sehr großen Montierungen, größer EQ6,
-wenn mann für "umme" ans Material kommt,
-weil man die Zeit nicht rechnet.

Gerade beim Faktor Zeit sollte mann sich nicht vertun, denn auch die Dreher die man zur Hand hat können nicht immer gleich, oder eine Fräsmaschine ist mal länger belegt usw.

Trotzdem, wenn man gerne mal was machen will was man noch nicht versucht hat, die Zeit keine zu große Rolle spielt
und man planvoll an die Sache herageht,- nur Mut und schon
jetzt gutes Gelingen.

Gruß
Hans
 
Hallo

Bin vor einigen Jahren auch vor dieser "Mauer" gestanden.
Als gute Grudlage für den Montierungsbau ist das schon genannte Buch "Fernrohrmontierungen und Ihre Schutzbauten" sehr hilfreich.
Bevor du überhaupt anfängst zu planen, erkundige dich mal
was heute Schneckenräder mit ca. 20cm Durchmesser und passender Schnecke (Flankenschliff) kosten.
Bei mir wären es damals 1000 DM pro Stück geworden, heute ist es sichlich einiges mehr.

Gruss Daniel
 
Hi,
wer wird denn da gleich den Schwanz einziehen? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" /> aber die Hühner wecken kannste .. knurr..grins..
Bin auch nur Tischler <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />.
wenn du unbedingt kaufen willst <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />dann Spar halt lange und kauft dir was Gescheites .
wenn du richtig gelesen hast,hab ich garnicht die EQ6 vorgeschlagen!
 
Hi,

da bin ich nicht deiner Meinung. Das Buch Fernrohre und ihre Schutzbauten ist heute wohl keine gute Grundlage mehr, zumindest nicht für größere deutsche Montierungen.
Die Baupläne sind uralt und entsprechen nicht dem Stand der Technik. Die Achsverbindungen bestehen aus viel zu dünnen Flanschen, die Achsen selbst viel zu lange und zu dünn.
Eine miserable Konstruktion die auf den Materialen aufbaut die in der Nachkriegszeit vorhanden waren.
Ich habe 3 Projekte aus dem Staus verwirklicht.
Die kleine Flory-montierung mit 25mm Stahlachsen funktionierte zwar mit einem 8cm Newton einwandfrei, heute würde sich dieses Projekt aber überhaupt nicht auszahlen da es viele bessere und günstige fertige Montierungen am Markt gibt.
Das zweite Projekt war die Stakumontierung mit 35mm Stahlachsen die einen 8"f/9 Newton tragen sollte. Der Newton wurde optisch wunderbar(Lamda/16) aber die Montierung war absoluter Mist. Beim Scharfstellen Wackeln ohne Ende.
Das dritte Projekt war dann die Staus-Kuppel mit ca. 5m Durchmesser.Dieses Projekt wurde ein Erfolg, allerdings mußte ich die Baupläne ändern.
Aber gerade wer eine große parallaktische Montierung bauen will sollte sich gerade nicht am Buch von Staus orientieren sonder eher als abschreckendes Beispiel betrachten.
CS Mike
 
Hallo Mike,

zu Deinen Erfahrungen mit Staus kann ich Dir nur voll und ganz zustimmen. Ich sage immer allen die meinen Rat in Punkto Montierungsbau wollen, lies den Staus und vergiß dann das darin geschriebene. Schönes Buch für die damaligen Verhältnise, aber Heute indiskutabel!
Ansonsten hat bei mir die ursprüngliche Frage dieses Threads mehr als einmal Kopfschütteln erzeugt. Heutzutage will wohl jeder den schwarzen Gürtel in 3 Wochen erlangen. Das geht halt nicht. Es gibt genug gute Literatur darüber. Die muß man halt zuerst lesen. Dann ist sicher jeder Profi bereit, entsprechende Fragen zu beantworten.

Viele Grüße
Richard
www.gierlinger.cc
 
Hi Mike

Man darf die darin vorgestellten Projekte natürlich nicht einfach abkupfern, sondern muss diverse Anpassungen im Hinblick auf das verwendete Material vornehmen. Bei den Montierungen wurden ja teilweise noch Holz verwendet.
Einen guten Anhaltspunkt liefert auch der dazugehörige Text.
Damals galt das Gleiche wie heute. Dicke Achsen, gute Lager,
stabieler Polblock u.v.m., gewisse Grundregeln haben sich einfach nicht verändert. Wenn natürlich das verwendete Material aus der Steinzeit stammt und die Verarbeitung möglicherweise nicht stimmt, dazu noch lange Achsen kommen, wird die Sache schwingen wie ein Kuhschwanz.
Schau dir mal eine Alt 5 ADN an, die hat auch für heutige Verhältnisse relativ lange Achsen, ist aber steif und sehr
tragfähig. Wie kommts? Die Verarbeitung stimmt. In meinem Keller liegt eine modifizierte Siegfriedmontierung herum.
Ich möchte sie diesen Winter umbauen. Sie hat 50mm Achsen aus Stahl und einen super Polblock man kann sich wirklich daranhängen. Der Deklinationstrieb ist ans andere Ende der Achse verlegt, und dient als Gegengewicht zum Instrument. Würde man die Montierung auf einen Betonklotz stellen, könnte man sie von der Tragfähigkeit mit einer Alt 5 vergleichen. Nur vom Eigengewicht her könnte man dies nicht, denn die Alt wiegt ca.30Kg meine Siegfried hat 65Kg und das ist oft der springende Punkt. Man hat irgendwie keine Lust das Teil herumzutragen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />.Sie bekommt demnächst ein Säulenstativ mit Rollen spendiert und wird dann unter das Beobachtungsfenster gefahren.Meine Andeutung bezüglich der Preise von guten Schneckenrädern sollte übrigens ebenfalls zum Schluss verhelfen sich eine Serienmontierung zuzulegen mit einem
vertretbaren Preis-Leistungs-Gewichts-Zeitgegenrechnungsverhältnis <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Gruss Daniel
 
Moin,

Selbstbauten gibt es viele, ist natürlich immer die Frage, für welchen Zweck. Wenn ein 12" oder 14" Newton drauf soll, stellt sich natürlich gleich eine weitere Frage: Stationär oder mobil? Und was ist man in der Lage oder willens zu schleppen?

Meine Selbstbaumonti wiegt monströse 50 kg, was, vor allem auf die verwendeten Pendelrollenlager zurückzuführen ist.

Mit ihrem Gewicht ist sie für mich an der Grenze zur Mobiltät, aber ich möchte meinen 12" Selbstbaunewton eben gern an einem dunkeleren Ort als meinem Garten nutzen.

Da ich keinerlei Maschinen bis auf eine kleine Standbohrmaschine ausm Baumarkt habe, mußte ich mir ein Konzept ausdenken, wie ich mit viel Handarbeit und nur wenigen obligatorischen Drehteilen auskommen könnte.

Herausgekommen ist dies:

Link zur Grafik: http://files.photojerk.com/clavius/12erkomplett027.jpg

Link zur Grafik: http://files.photojerk.com/clavius/12erimGarten11.7.2005klein.jpg

Die Monti ist für die Astrofografie (ohne GoTo oder irgendeinen anderen "Schnickschnack") ausgelegt.

Langzeitbelichtungen (ca. 60') und punktförmige Sternabbildungen sind damit ohne weiteres möglich. Der Antrieb unter Verwendung eines Schneckenrades der Fa. Kremp ist nicht besonders genau, denke der Fehler liegt bei mondestens +/-15''. Da sich die Schnecke aber in 14,4' nur einmal dreht, kommt der Fehler nur langsam, so daß eine automatische Nachführung damit kein Problem haben dürfte. Außerdem ist der Antrieb insgesamt samtweich und ruckelfrei, auch visuell bei sehr hoher Vergrößerung.

Solltest du jemanden kennen, der ein paar Drehteile für dich günstig anfertigen könnte und ggf. auch noch einen Fräser, für die je nach Konstruktion anfallenden Teile, dann lohnt sich sicher auch finanziell der Selbstbau. Allerdings sollte man sich Zeit bei der Materialsuche nehmen, denn bspw. Alu ist teuer!

Beim Bau meiner fielen nur 8 Dreharbeiten an (Flansche, Gewinde auf 60mm Achsen, Durchbohrung der R.A.-Achse) und das Material (Wellenstahl, Alu) fand ich komplett in Schrottkübeln. Das hat sehr viel Geld gespart!

Wenn man sich mal hinsetzt und einige Zeit in die Materialbeschaffung investiert, kannst du dir durchaus eine Montierung bauen, die um ein vielfaches günstiger sein dürfte, als eine gekaufte.

Meine hat nur so etwa Euro 350.- gekostet... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
 
Hallo Daniel,
ich finde, dass Mike recht hat, der Staus ist keine Grundlage mehr für den Selbstbau - und schon gar nicht für den Anfänger. Wer selbst bauen möchte, sollte sich mit den Grundlagen beschäftigen (wie schon angemerkt - ich finde das "Handbuch für Sternfreunde" sehr empfehlenswert) und dann eine Montierung entwerfen, die seinen Anforderungen entspricht und die er auch mit seinen technologischen Möglichkeiten bauen kann. Da kann man auch zu so pfiffigen Lösungen kommen wie Clavius mit seiner Stehlagermontierung (allerdings muss man zu dieser Montierung sagen, dass die Dreh- und Frästeile sehr professionell aussehen und zur Herstellung schon entsprechende Kenntnisse und Maschinen erforderlich sind - Ralf, Du stapelst hier etwas tief). Man sollte auch nicht das Ziel haben die Qualität professioneller Montierungen zu erreichen oder gar zu übertreffen - das geht nur mit entsprechendem Wissen und präzisen Maschinen - ein Bastler wird das also nicht hinbekommen. Allerdings kann man, wenn man sorgfältig plant, durchaus sehr kostengünstige und brauchbare Montierungen hinbekommen.

Frank

www.stern-freund.de
 
Hallo Frank,


Danke für die Blumen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />, aber es sind wirklich nur 8 Drehteile verbaut, die ich fremdvergeben mußte. Z.B. die Kreissegmente am Polblock für die Höhenverstellung fand ich ebenso im Schrott wie alle anderen Teile. Genau wie die Gegenstücke zu den Segmenten ist alles mit Handsäge und Feile bearbeitet, Frästeile gibt es keine... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Will sagen, wenn ich bspw. solche schönen Stücke wie die Segmente nicht gefunden hätte, wäre wohl eine etwas andere Konstruktion herausgekommen. Aber irgendwas geht immer... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Allerdings: Wenn man so archaisch vorgeht wie ich, braucht es natürlich etwas länger, bis man fertig ist (bei mir 1,5 a) und es ist schlicht und einfach oft auch nervig, ewig in den Schuppen zu rennen, um wieder irgendein Werkstück passend zu feilen oder schon wieder Gewinde zu schneiden usw. usw...

Meine Lösung ist ein Kompromiß aus verfügbarem Material und limitierenden maschinellen Möglichkeiten. Ganz nach dem Motto. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Wäre ich stolzer Besitzer einer Dreh- und Fräsbank, hätte ich eine ganz andere Konstruktion gewählt. Aber die Anschaffungskosten stehen sicherlich in keinem Verhältnis zum fertigen Produkt und da ich eigentlich Astrofotografie betreibe, wäre eine Drehbank etc. nur Mittel zum Zweck. Und dafür ist es mir einfach zu teuer (Trotzdem hätte ich gern sowas... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />)
 
Hallo Clavius

Gratuliere für deine Montierung. Du hast eine tolle Idee
umgesetzt, gefällt mir sehr gut.
Der Polblock sieht fast genauso aus wie bei meiner Siegfried.

Grüsse und CS wünscht Daniel
 
Hallo Daniel,

Dankeschön! Aber genauso wie bei dir ist das Gewicht eben etwas unbequem. Mit einem schlankeren Alugehäuse, das die Wellen und Lager aufnimmt, verliert man nicht unbedingt an Stabilität, aber glücklicherweise an Gewicht...

Leider kann ich diese Ideen eben mnagels Maschinenpark nicht umsetzen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />
 
Hallo Clavius,

die Montierung ist, vor allem in anbetracht des "Maschinenparks" den Du zur Verfügung hattest sehr beeindruckend. Etwas in dieser Art (Kosten und Zeitaufwand) schwebte mir auch vor. Allerdings bin ich Perfektionist. Für mich ist es wichtig, daß am Ende etwas herauskommt, daß mindestens genauso gut ist wie die COTS-Montierungen.

Habe ich das richtig verstanden, daß dies wohl eher nicht der Fall sein wird? Ich möchte nämlich später auch mal in die Astrofotographie einsteigen und da muß es schon genau sein.

Ansonsten hole ich mir nämlich lieber eine CG11 direkt aus USA. Selbst komplett verzollt kommt das Teil auf nicht mehr als 3600€ (incl. Gemini+Transport). Unter allen mir bekannten kommerziellen Montierungen scheint dies die günstigste Variante zu sein, oder?
 
Hallo DeltaElite,

die Montierung wurde von mir hauptsächlich wegen Astrofotografie gebaut. Nun bin ich einer der letzten Dinosaurier, die noch analog fotografieren. Wenn man das macht, kommt man i.d.R. bei Deepsky auf recht lange Belichtungszeiten von 60' am Stück.

In diesem Breich gab es mit der Montierung noch keine Probleme.

Mit den kurzen Belichtungszeiten der DSLR dürfte es demzufolge noch weniger Probleme geben.

Der Schneckenfehler ist durch die Verwendung eines günstigen Produktes sicherlich nicht der Reißer; aber da wie gesagt in meinem Fall der Fehler nur sehr langsam und vor allem regelmäßig (periodisch) kommt, ist er unproblematisch. Ich führe mit dem Auge am OAG nach, automatische Nachführung (Guide Dog, ST-4 oder was auch immer) würde auch funktionieren. Wenn ich nicht am Okular einschlafe, gelingen mir punktförmige Sternabbildungen ohne weiteres.

Wo ich meine Bedenken hätte, wäre GoTo. Bedingt durch die relative Ungenauigkeit des Schneckenrades kann man bei dieser Montierungskonstruktion nicht von einem Positions- oder Stellantrieb sprechen.
 
Hallo Torsten,

COTS ist keine Marke, sondern damit meint er wohl konventionlle Serienmontierungen, also Massenprodukte.

COTS: Cmmercials off the shelf
 
Hi Delta!

Sorr, daß ich so spät drann bin, aber ich bin nicht mehr so oft im Forum.

Auf Zellix wurde schon verwiesen. Ich fand diese Seite noch recht lesenswert:

http://www.bph.ruhr-uni-bochum.de/~axelm/spica/text_156.htm

Der Erbauer ist Maschinenbauer und die Montierung ist mMn ein gutes Beuspiel für eine saubere Konstruktion. Allerdings ist das Teil halt ausschließlich für den stationären Betrieb gedacht.

Ciao
 
Hallo,

wie schon erwähnt, veröffentliche ich auf http://www.zellix.de/bauplan1.htm eine Bauanleitung für die Nirosta-Montierung. Das System ist erprobt und es ist durchaus möglich, sich die Montierung nachzubauen.

Ich stelle die Bauanleitung aber auch als „Abschreckung" ins Netz. Wer nicht die nötige Erfahrung und das entsprechende Werkzeug hat, sollte von einem solchen Projekt eher Abstand nehmen!

Es liegt also an jedem selbst sich einzuschätzen, ob nun der Bau einer Montierung näher liegt oder es erfolgreicher wäre, auf eine zu sparen...

Gruß, Herbert
www.zellix.de/selbstbau/index.htm (Fachgruppe Amateurteleskope/Selbstbau)
 
Hallo Herbert,

kann Dir nur zustimmen, das mit der Erfahrung und dem Werkzeug.

Ich habe vor einigen Jahren auch davor gestanden eine Montierung selbst zu bauen und bin damals auf die Bauanleitung Deiner Nirosta-Montierung gestossen.

Die Montierung trägt heute mein 10 Zoll Newton mit einem 80/1200mm Refraktor und Astrofotos kann ich auch damit machen.

Gruß
Peter
 
Hallo Herbert,

schöne Beschreibung, allerdings ist auf der Seite "Tips zur Herstellung eines Montierungsgehäuses" was nicht in Ordnung, es fehlen die Bilder : Gehs2.gif, Gehs3.gif und Gehs4.gif!?

Ich meine diese Seite: http://www.zellix.de/gehs2.htm
 
Hallo Peter,
freut mich sehr, dass du die Nirosta-Montierung erfolgreich nachgebaut hast. Schick mir doch bitte Bilder davon. Mit deinem Einverständnis stelle ich diese gerne auf meine Webseite.

Hallo Ekkehard,
ich schaute mal auf diese Seite, bei mir werden die Bilder aufgezeigt. Mir sagte schon einmal jemand, dass er die gif-Bilder nicht laden kann. Kannst du die anderen gif-Bilder z.B. auf
http://www.zellix.de/bauplan1.htm auch nicht aufrufen?

Übrigens, falls zufällig hier noch jemand mitliest, der die Nirosta-Montierung nachgebaut hat: Bitte bei mir melden! Bilder würden mich sehr interessieren und würde diese gern auf meiner Webseite zeigen.

Viele Grüße, Herbert
 
Status
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