Seltener Lichtenknecker SCT f12 Scheunenfund

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Godzilla

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Hallo,
vielleicht kann mir jemand näheres zu der Optik und Montierung sagen. Im Netz findet sich nichts bzw. wenig.
Von einem Bekannten habe ich das folgende Gerät erworben:
Lichtenknecker Hasselt-B Schmidt-Cassegrain 200/2400 mit roter Gravur SCL am Frontring. Der originale Auszug fehlt. Ich habe mittels Okular festgestellt daß der Focus etwa 320mm hinter dem Tubus liegt. Das erscheint mir viel. War da mal vielleicht noch ein Korrektor zwischen Tubus und OAZ?
Die Montierung wirkt sehr solide und wiegt etwa 25kg ohne Gewichte. Das Teleskop muß Jahrelang in einem Keller gestanden haben nachdem sein Besitzer verstorben ist.Unter Umständen bin ich auch bereit das Scope an einen Sammler zu verkaufen will aber erst mal die Optik testen.

Link zur Grafik: http://www.boatteam.de/Webphotos/LK1.JPG
Link zur Grafik: http://www.boatteam.de/Webphotos/LK2.JPG
Link zur Grafik: http://www.boatteam.de/Webphotos/LK3.JPG

Gruß Andreas
 
hallo Andreas!

Kann dir momentan zwar nicht viel dazu sagen, aber kenne das Fernrohr von den bestimmt schon zwanzig Jahre alten Lichtenknecker-Prospekten die inzwischen bei meinem Vater im Keller lagern. Falls es Dich interessiert kann ich gerne bei Gelegenheit mal nachgucken was da so steht. Kann mich auf jeden Fall erinnern daß Lichtenknecker damals ziemlich geniale Teleskopkonstruktionen wie z.B das MPT angeboten hat, eine Art SC-Teleskop das man mit Zubehörteilen in ne Schmidtkamera, ein Sonnenteleskop und nen Astrographen verwandeln konnte. Ob dies bei diesem Modell allerdings möglich ist, das müßt ich nachgucken.

Gruß, Alex
 
Hallo Andreas,

mein Glückwunsch zu diesem Fund :-)
Gut, wenn man alte Prospekte aufhebt... Ich habe noch einen Lichtenknecker Prospekt aus den späten 70ern, da sind u.a. die optischen Daten aufgeführt. Ausserdem auch eine Preisliste von Kosmos Astrogeräten aus dem Jahre 1980. Da wird der OTA mit 4687 DM angepreist. Die Lichtenkenecker Montierung wurde unter dem Namen "Orion 80" verkauft und kostete 5332 DM. War ganz schön "Asche" zur damaligen Zeit... Ich scanne mal die Sachen und schicke sie Dir per PM.

cs
Holger
 
Hallo Alex und Holger,
mit so schnellen Antworten hätte ich nicht gerechnet.
eine Art SC-Teleskop das man mit Zubehörteilen in ne Schmidtkamera, ein Sonnenteleskop und nen Astrographen verwandeln konnte. Ob dies bei diesem Modell allerdings möglich ist, das müßt ich nachgucken.
Das hört sich ja höchst Interressant an der riesige Backfocus würde dies erklären.
Ich scanne mal die Sachen und schicke sie Dir per PM.
Auch das wäre ja super super freu, hüpf ....

Danke Andreas
 
Hi,

der riesige Backfokus kommt daher, weil die Fokussiereinheit fehlt.
@Alex: Das was Du meinst, war das MPT. (Multi Purpose Telescope) von Lichtenknecker.

cs
Holger
 
Hallo Andreas,
ich habe noch folgendes gefunden:

"Erfahrungsbericht: Fernrohr SCL 200 - Günter D. Roth
das 8"-Schmidt-Cassegrain mit der Montierung "Orion 80" von Lichtenknecker
SuW 1/83 S.38-39"

Und die Kollegen dort haben so ein Gerät:
http://www.vsda.de/index.php?id=18
 
Hallo Holger, ist mir schon klar daß der Fokussierer fehlt. Selbst mit einem Fokussierer dran würde eine Kamera ziemlich weit hinten dran hängen. Der Alan Gee vom Baader für Celestron verkürzt ja auch die Brennweite und gleichzeitig wird der Backfocus verkürzt. Deshalb dachte ich Lichtenknecker hätte gleich einen Reducer dafür vorgesehen.
Multi Purpose Teleskop hört sich ja sagenhaft an gibt es darüber Infos?
Gruß Andreas
 
Hallo Andreas,

aus der Kombinationstabelle geht hervor, dass das SCT f12 mit der Brennpunktlage von 256 mm hinter dem 89 mm Flansch bemessen ist, alle jemals von Lk. gebauten Zubehörteile sind mit der Fokussiereinheit FM1 verwendbar sind, außer vier Kombinationen mit 2 Zenitspigeln, 2 Okularevolvern oder 60° Prisma + kl. Okularrevolver.
Die FM1 nimmt von den 256 mm zu hälfte ausgefahren 109 mm in Anspruch.
Wenn keine FM1 vorhanden ist oder nicht mehr zu bekommen ist, sollte der 3.5" Starlight Auszug mit Mikrountersetzung und eingebauter Rotation am besten mit einem Lk. 89 mm Adapter anbaubar sein. Will man Lk. Teile vom System 64, wegen dem großen Durchlass verwenden, müsste ein 2,5" Starlight Newton - Auszug mit Zwischenstücken beidseitig adaptiert werden.

Gruß Günter
 
Hallo Holger,
vielen vielen Dank für das Einscannen...
Einfach so bin echt sprachlos.
Lass mir was einfallen.
Gruß Andreas
 
Hallo Günter,
bin erstaunt wie viele hier doch noch Ahnung von dem Gerät haben.
Meine Messung mit 320mm Backfocus erfolgte am Tag an einer Hauswand die etwa 200m weg war also noch nicht unendlich dabei habe ich ein Okular an einer Zollstockskala Freihand verschoben. Werd es morgen genauer testen. Ich habe noch ein kleines 60er Novalux da werd ich die Frontlinse ausbauen und das ganze Teleskop als Auszug nehmen so kann ich mir mit 1 1/4" Okularen einen Eindruck verschaffen.
sollte der 3.5" Starlight Auszug mit Mikrountersetzung
Das habe ich mir auch schon ausgedacht eventuell geht auch der baader Hyperion leider ist mir der vor zwei Wochen durch die Lappen gegangen. Ein Bekannter hat einen Notverkauf gemacht für 250€ weg. Der Starlight kostet fast 1000€ und dazu müsste erst die Optik spitze sein ich habe gelesen daß LK große Qualitätsuntersachiede hatte mal sehen.
Kann aber jetzt schon sagen daß das gerät wesentlich besser Aufgebaut ist wie ein C8 ich hatte mal eins und das war dagegen Müll vom Aufbau her ( Optik war gut )
Gruß Andreas
 
Hallo Andreas, ich habe dir gerade eine Mail geschickt mit Infos zu solch einem SC und ein paar Bilder. Viele Grüsse Wolfgang
 
Hallo Günter,
hab noch einmal am Gerät gemessen. Der freie Durchlass am Blendenrohr ist etwa nur 42mm und von daher wird eher der kleine Feathetouch mit Zwischenrohr Sinn machen. Das 100% ausgeleuchtete Bildfeld dürfte wohl "nur" für KB gerechnet sein.
Gruß Andreas
 
Hallo Wolfgang,
danke für die Bilder.
Hast Du das Gerät in Ebay gekauft oder verkauft? 361€ war ja nicht viel wenn man bedenkt wie ein C8 gehandelt wird.
Gruß Andreas
 
Hallo Andreas, weder noch, mich hat es nur interessiert weil es mal nicht ein SC von Celestron oder Meade war. Gruss Wolfgang
 
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