Sensorausleuchtung am Okkularauszug (OAZ)

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Constantin

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Hallo liebes Astronomie Forum,

ich habe ein Verständnisproblem was die Possition einer DSLR am OAZ betrifft.
Kann ich davon ausgehen dass, so lange ich ein scharfes Bild auf meiner DSLR sehe, der Sensor auch voll ausgeleuchtet ist? Ich glaube eigentlich nicht oder!? Könnte es nicht sein dass der Sensor durch eine falsche Possition am OAZ nur einen Bildauschnitt sieht?

Ich meine wenn das Bild, was durch den OAZ geht zu klein für den Sensor ist, habe ich Abschattungen auch auf dem Bild. Wie kann ich aber feststellen ob mir nicht Bildinformationen verloren gehen, weil das Bild zwar scharf ist, aber (so stelle ich mir das vor) über den Sensor der Kamera "hinaus reicht"?

(150/750 Newton, Canon D6)

Vielleicht kann mich jemand erhellen :)
 
Hallo,
genau so ist es. Man schneidet sich mit dem Kamerasrnsor nur ein Stück aus dem Bildfeld.
Dieses ist am Rand auch nicht scharf begrenzt, sondern verliert langsam an Helligkeit. Auch die Korrektur lässt je nach Optik zum Rand hin häufig nach. Wie viel von diesem Bild man nutzen möchte ist von vielen Dingen abhängig. Als verschwendung würde ich das aber nicht betrachten, außer man legt das ganze Setup auf Vollformat aus und benutzt dann einen Minisensor.
Die Ausleuchtung kann man für einen Newton
mit einigen Tools gut berechnen. z. B. "Newt for the Web". Einfach die Eckdaten eingeben undan bekommt den Durchmesser des zu 100% und 75% ausgeleuchteten Bildfeldes.
Für große Felder ist man oft mit einer kleineren Optik besser bedient, als mit einem großen Sensor. Nicht zuletzt wegen der Kosten.

Zum Beispiel hat Sony vor kurzem eine Serie von Sensoren rausgebracht, die bis auf die Größe fast identisch sind. Die werden unter anderem bei ZWO unf QHY verbaut.
Die Preise reichen für die fertige Kamera von 1000€ für den 1" Sensor (Asi 533) bis 50000€ für den mit Mittelformat (QHY 411)
Da verschenkt man doch plötzlich gerne etwas Bildfeld.

Gruß
Thomas
 
Kann ich davon ausgehen dass, so lange ich ein scharfes Bild auf meiner DSLR sehe, der Sensor auch voll ausgeleuchtet ist?
Hallo Constantin,
nein das kannst Du nicht. Scharf ist scharf, und voll ausgeleuchtet ist voll ausgeleuchtet.
Bei einem APS-C-Sensor würde ich dem Thomas noch zustimmen, da geht noch eine Menge Licht am Sensor vorbei.
Aber wir sprechen hier von einer 6D, Vollformat. Sensordiagonale knapp 44 mm. Da sieht das etwas anders aus.
Ob Dein Sensor voll ausgeleuchtet wird, kannst Du mit einer Flat-Aufnahme schnell herausfinden.
Nimmt die Helligkeit in den Bildecken ab, dann verschattet irgendetwas im Strahlengang.
Das ist dann keine volle Ausleuchtung mehr. Das ist dann Vignettierung.
Diese Vignettierung lässt sich jedoch bei der Bildbearbeitung (in begrenztem Rahmen) kompensieren.

Doch nicht nur der Okularauszug ist bei der Ausleuchtung entscheident. Alles, was vor der Kamera sitzt, z.B. Korrektor oder Anschlußadapter, muss einen entsprechenden Durchlass haben.
Und mit größer werdendem Abstand zum Sensor muss dieser Durchlass auch immer größer werden.

Probiers doch einfach aus.

CS

Dietmar
 
Danke für die Antworten!


Das dachte ich mir :)
Mir kam die Frage in den Kopf als ich mal einen 3 oder 4 cm Distanzring zwischen OAZ und Kamera gemacht habe. Mit diesem Ring dachte ich mir muss das Bild aus dem OAZ das auf den Sensor trifft ja irgendwie -anders- sein. Klar merk man es am OAZ da man dann anders Fokusiert. Nun wusste ich nicht, nimmt man diese Distanzringe wenn der OAZ Fokus nicht reicht um das Bild scharf zu stellen oder gennerell um die Sensore besser auszuleuchten. Bei meinem Setup geht es mit und ohne Distanzring scharf zu stellen.
 
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