Udo_S
Aktives Mitglied
Hallo zusammen
Das Wetter am Sonntag den 12.9.04 war hier eher durchwachsen, bewölkt und windig. Also kein Spechtelwetter, umso überraschter war ich, als sich gegen 20:15 Uhr der Himmel wolkenlos zeigte. Was also tun? Um 4:45 Uhr würde morgen der Wecker klingeln und ich bin noch von den letzten Spechtelabenden etwas müde. Wen, muss es schnell gehen, mein Limit 22:45 Uhr. Da sich der Aufbau des 10" wegen der Zeitnot und der Möglichkeit das es sich wieder zuzieht nicht lohnt, will ich meinen Einsteigernewton den Vorzug geben.
Bericht 12.9. 04
Aufbau: 20:30- 20:45 Uhr
Ausrüstung: 4,5" Newton, parallaktische Monti; 40mm SP; 20mm Sp; 12,5mm SP; UHC Filter; Fernglas Dekarem 10*50 (SP = Super Plössl)
Wetter: Aufgeklart, noch vereinzelte Wolken, windig, Temp. tschuldigung hab nicht auf das Thermometer geschaut.
Beginn Beobachtung: 20:50 Uhr
Ende: 22:40 Uhr
M17 Sgr GN. Der Omeganebel im 40mm Oku nur die hellsten Teile sichtbar, mit UHC zeigt sich auch der "Schwanenkopf"
M16 Ser OC+ GN. Der Adlernebel im 40mm Oku und UHC zeigt sich der offene Sternhaufen in einem nebligen Schimmer eingehüllt.
M11 Sct OC. Der Wildentenhaufen, der 8mag Stern in der Mitte und eine helle Scheibe aussen herum, bei ruhiger Luft wirkt die Scheibe etwas körnig.
NGC 6934 Del GC. Im 40mm Oku schon auszumachen, wie ein verwaschener Stern. Im 20mm Oku sieht man ein kleines Lichtbällchen.
Als ich meinen Blick gen SW richte, kommt da nicht was auf mich zu? Ich tippe auf die ISS und weil der "Kleine" recht handlich ist beschliesse ich die Verfolgung auf zunehmen.
Kann die Raumstation recht gut im 40mm Oku halten, es zeigt sich etwas länglich quer zur Flugrichtung und erscheint als wäre die Mitte quer zur Längsachse etwas dunkler. Die Flugbahn Skorpion über Schlangenträger bis zum Wassermann.
IC 4665 Oph OC 10- 15 recht helle Sterne im 40mm Oku lose verteilt.
M10 Oph GC Ein Lichtbällchen mit diffusen Rand im 40 mm Oku. Im 12,5mm Oku leicht körnig, im Vergleich zu NGC 6934 ziemlich groß.
M12 Oph GC musste ich ganz schön suchen. Im 12,5mm Oku körniger wie M10 auch nicht so kugelig.
NGC 7000 Cyg GN Was ich den Nordamerikanebel schon gesucht hab. Im Teleskop wieder das gleiche Spiel, irgentwo in der Sternwolke beim Stern Deneb muss er sein, ein hellerer Schimmer aber Grenzen oder Strukturen Fehlanzeige. Hol ich halt das Fernglas. Es folgt der Aha und Schuppen von den Augen Effekt. Tatsächlich der helle Schimmer sieht aus wie Nordamerika und da im "Golf von Mexico" ist ja auch der "kleine Orion" so nach und nach erkenne ich immer mehr Details. "Objekt des Abends"
Bei Absetzen des Fernglases bemerke ich einen extrem langsam fliegenden Meteoriten. Flugbahn südl. Adler, nördl. Schlangenträger, südl. Herkules. Er leuchtet kurz auf -2mag auf, fliegt aber dunklerwerdend weiter. Flugdauer 3- 4 sec.
NGC 6992 Cyg GN östl Teil. Derart beflügelt von NGC 7000 versuche ich mich mit dem Fernglas am Cirrusnebel, tatsächlich kann ich ein äußerst schwaches Band ausmachen, ich bin einigermaßen entzückt. Aber ehrlich ich hätte es nie für den Cirrusnebel angesehen wenn nicht 1. ich ihn kürzlich dort mit 10" beobachtet hätte. 2. Auf einer Piggybackaufnahme mit 50 mm Objektiv an gleicher Stelle nicht auch ein äußerst schwaches Band gestanden hätte.
M27 Vul PN Hantelnebel ist auch im 4,5" immer ein aufsuchen wert, ein schimmerndes Gummibärchen.
Zu Schluss ziehe ich mit dem Fernglas noch ein bisschen durch den Schwan, wow kann ich da nur sagen Sterne satt, noch einige offene Sternhaufen bestaunt zum Schluss nur noch Genuss. Heute auch mal ohne Schokolade.
Um 22:50 Uhr lieg ich schon im Bett und kann nicht einschlafen na toll.
Eine kleine Überraschung hatte der folgende Morgen bereit. Schon auf der Fahrt zur Arbeit sehe ich die extrem schmale Sichel des Mondes rechts daneben Merkur.
Auf dem Parkplatz zeigt sich dann Merkur, Venus und Saturn in einer Sichtlinie und der schmale Mond etwas östl. von Merkur. Gutgelaunt gehe ich also auf Arbeit, was meint ihr wie meine Kollegen geguckt haben.
Klare Nächte wünscht
Udo S
Das Wetter am Sonntag den 12.9.04 war hier eher durchwachsen, bewölkt und windig. Also kein Spechtelwetter, umso überraschter war ich, als sich gegen 20:15 Uhr der Himmel wolkenlos zeigte. Was also tun? Um 4:45 Uhr würde morgen der Wecker klingeln und ich bin noch von den letzten Spechtelabenden etwas müde. Wen, muss es schnell gehen, mein Limit 22:45 Uhr. Da sich der Aufbau des 10" wegen der Zeitnot und der Möglichkeit das es sich wieder zuzieht nicht lohnt, will ich meinen Einsteigernewton den Vorzug geben.
Bericht 12.9. 04
Aufbau: 20:30- 20:45 Uhr
Ausrüstung: 4,5" Newton, parallaktische Monti; 40mm SP; 20mm Sp; 12,5mm SP; UHC Filter; Fernglas Dekarem 10*50 (SP = Super Plössl)
Wetter: Aufgeklart, noch vereinzelte Wolken, windig, Temp. tschuldigung hab nicht auf das Thermometer geschaut.
Beginn Beobachtung: 20:50 Uhr
Ende: 22:40 Uhr
M17 Sgr GN. Der Omeganebel im 40mm Oku nur die hellsten Teile sichtbar, mit UHC zeigt sich auch der "Schwanenkopf"
M16 Ser OC+ GN. Der Adlernebel im 40mm Oku und UHC zeigt sich der offene Sternhaufen in einem nebligen Schimmer eingehüllt.
M11 Sct OC. Der Wildentenhaufen, der 8mag Stern in der Mitte und eine helle Scheibe aussen herum, bei ruhiger Luft wirkt die Scheibe etwas körnig.
NGC 6934 Del GC. Im 40mm Oku schon auszumachen, wie ein verwaschener Stern. Im 20mm Oku sieht man ein kleines Lichtbällchen.
Als ich meinen Blick gen SW richte, kommt da nicht was auf mich zu? Ich tippe auf die ISS und weil der "Kleine" recht handlich ist beschliesse ich die Verfolgung auf zunehmen.
Kann die Raumstation recht gut im 40mm Oku halten, es zeigt sich etwas länglich quer zur Flugrichtung und erscheint als wäre die Mitte quer zur Längsachse etwas dunkler. Die Flugbahn Skorpion über Schlangenträger bis zum Wassermann.
IC 4665 Oph OC 10- 15 recht helle Sterne im 40mm Oku lose verteilt.
M10 Oph GC Ein Lichtbällchen mit diffusen Rand im 40 mm Oku. Im 12,5mm Oku leicht körnig, im Vergleich zu NGC 6934 ziemlich groß.
M12 Oph GC musste ich ganz schön suchen. Im 12,5mm Oku körniger wie M10 auch nicht so kugelig.
NGC 7000 Cyg GN Was ich den Nordamerikanebel schon gesucht hab. Im Teleskop wieder das gleiche Spiel, irgentwo in der Sternwolke beim Stern Deneb muss er sein, ein hellerer Schimmer aber Grenzen oder Strukturen Fehlanzeige. Hol ich halt das Fernglas. Es folgt der Aha und Schuppen von den Augen Effekt. Tatsächlich der helle Schimmer sieht aus wie Nordamerika und da im "Golf von Mexico" ist ja auch der "kleine Orion" so nach und nach erkenne ich immer mehr Details. "Objekt des Abends"
Bei Absetzen des Fernglases bemerke ich einen extrem langsam fliegenden Meteoriten. Flugbahn südl. Adler, nördl. Schlangenträger, südl. Herkules. Er leuchtet kurz auf -2mag auf, fliegt aber dunklerwerdend weiter. Flugdauer 3- 4 sec.
NGC 6992 Cyg GN östl Teil. Derart beflügelt von NGC 7000 versuche ich mich mit dem Fernglas am Cirrusnebel, tatsächlich kann ich ein äußerst schwaches Band ausmachen, ich bin einigermaßen entzückt. Aber ehrlich ich hätte es nie für den Cirrusnebel angesehen wenn nicht 1. ich ihn kürzlich dort mit 10" beobachtet hätte. 2. Auf einer Piggybackaufnahme mit 50 mm Objektiv an gleicher Stelle nicht auch ein äußerst schwaches Band gestanden hätte.
M27 Vul PN Hantelnebel ist auch im 4,5" immer ein aufsuchen wert, ein schimmerndes Gummibärchen.
Zu Schluss ziehe ich mit dem Fernglas noch ein bisschen durch den Schwan, wow kann ich da nur sagen Sterne satt, noch einige offene Sternhaufen bestaunt zum Schluss nur noch Genuss. Heute auch mal ohne Schokolade.
Um 22:50 Uhr lieg ich schon im Bett und kann nicht einschlafen na toll.
Eine kleine Überraschung hatte der folgende Morgen bereit. Schon auf der Fahrt zur Arbeit sehe ich die extrem schmale Sichel des Mondes rechts daneben Merkur.
Auf dem Parkplatz zeigt sich dann Merkur, Venus und Saturn in einer Sichtlinie und der schmale Mond etwas östl. von Merkur. Gutgelaunt gehe ich also auf Arbeit, was meint ihr wie meine Kollegen geguckt haben.
Klare Nächte wünscht
Udo S