Setup für Astrofotografie

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Baaws

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Hallo zusammen und ein frohes neues Jahr!

Mein Name ist Niko und ich bin gerade dabei, mir ein Setup für die Astrofotografie zusammenzustellen.

Da ich weder im Bereich Astronomie noch in der Fotografie Erfahrung habe, wollte ich mich an euch wenden.

Primär möchte ich mit dem Equipment Deep-Sky-Objekte fotografieren. Idealerweise sollten aber auch visuelle Beobachtungen unserer Planeten und des Mondes möglich sein, falls man sich einfach mal in den Garten setzen und den Himmel beobachten möchte.

Das Teleskop wird wahrscheinlich nie auf Reisen gehen, da wir einen Garten haben und sich die Lichtverschmutzung in Grenzen hält (Bortle-Skala sagt 4,5 für meine PLZ).

Ich habe die letzten Wochen ein wenig recherchiert und bis jetzt sieht mein Equipment wie folgt aus:

Teleskop:
https://www.astroshop.de/teleskope/skywatcher-teleskop-n-150-750-pds-explorer-bd-ota/p,19163

Montierung:
https://www.astroshop.de/parallaktisch-mit-goto/skywatcher-montierung-heq-5-pro-synscan-goto/p,4071

Coma Corrector:
https://www.astroshop.de/flattener-...i-multi-purpose-newton-coma-correktor/p,33547

Astrofotografie-Computer:
https://www.astroshop.de/steuerungen/zwo-asiair-mini-astrofotografie-computer/p,77072

Astrokamera:
https://www.astroshop.de/astro-kameras/zwo-kamera-asi-294-mc-pro-color/p,56499

Netzteil für Astrokamera:
https://www.amazon.de/Netzteil-110V-220V-Konverter-Beleuchtung-Flexible-Schwarz/dp/B0F88M734B

Guidescope:
https://www.astroshop.de/guidescopes/william-optics-guidescope-uniguide-32mm-red/p,69213

Kamera für Guidescope:
https://www.astroshop.de/astro-kameras/zwo-kamera-asi-120mm-mini-mono/p,59338

Justierlaser:
https://www.astroshop.de/justier-la...er-newton-1-25-mit-sichtfenster-rev-b/p,85674


Ich stand bei der Zusammenstellung in Kontakt mit einem Berater von Astroshop, aber ich möchte mir natürlich auch eine Zweitmeinung einholen.

Was denkt ihr über das Setup und was fehlt noch? Sind die Teile alle kompatibel miteinander?

Vor allem für die visuelle Beobachtung unserer Planeten und Monde und bin ich mir nicht sicher ob es noch Okulare, Filter oder ähnliches braucht.

Vielen Dank für eure Mithilfe und einen guten Start ins neue Jahr!

Niko
 
Hallo Niko,

zu dem angesprochenen Setup können Dir die Profis bestimmt besser antworten, das Guidescope erscheint allerdings etwas teuer... PDS150 auf HEQ5 sollte durchaus funktionieren...

Etwas bessere Einstiegsokulare fürs Visuelle, da kannst Du Dich gern per PM melden, die können meine Frau und ich Dir fast verschenken...

Viele Grüsse, viel Erfolg, allen Mitlesenden Bestes für 2026!

Markus
 
Hi Niko,

willkommen und frohes Neues! Deine Planungen sind schon recht präzise haben aber die typischen Fallstricke der Einsteiger. Hauptproblem: Du willst im Grunde die eierlegende Wollmilchsau, die "idealerweise" alles kann. Das geht schon irgendwie, aber Du ahnst was kommt, es muss dabei Kompromisse geben. Ich wohne ebenfalls Bortle 4,5 und dahingehend geht schon einiges. Die aller wichtigste Frage für mich: Was ist denn nun eigentlich Dein Fokus? Astrofotografie oder visuelles Beobachten - oder wie im Anfängersetup so häufig - irgendwie beides? Weiterhin wäre eben die nächste Frage, ob es denn mit welcher Priorität auf Mond und Planeten des Sonnensystems gehen soll, oder weit hinaus in die Deep Space Objekte... wenn auch hier wieder beides kommt, muss Dir bewusst sein, dass Du zwar mit einer Montierung und dem Teleskop sinnvoll arbeiten kannst, der gesamte Rest des Equipments jedoch auf die unterschiedlichen Spezifikationen der Beobachtungsobjekte ausgelegt ist. Es gibt zwar auch Hybriden - sagen wir mal Wollmilchschafe (bspw. bei den Astrocams) - aber auch dort muss man dann zwangsläufig Kompromisse eingehen. Dies sollte Dir klar und bewusst sein, bevor Du viel Geld ausgibst.

Grundlegend sei Dir auch gesagt, dass Astrofotografie im Sinne von elektronisch assistierter Astronomie (EAA) und visuelle Astronomie zwei Paar Schuhe sind, die bisweilen völlig unterschiedliche Lernkurven einfordern.

Ansonsten auch hier long story short... Dein Setup kann man so machen, jedoch spart der m.E. jegliches Equipment für visuelles Beobachten aus. Da bräuchtest Du noch einen guten Satz Einsteiger-Okulare (beim Thema "visuell" kennen sich andere besser aus, ich betreibe ausschließlich EAA). Zudem sammeln sich grundsätzlich noch jede Menge Zubehörteile an. Von Adaptern, Tauschutz bis hin zu erwähnten Filtern. Das kostet alles keine Unsummen, summiert sich aber.

Ohne Dich grundlegend zu verunsichern, halte ich Newton-Teleskope nicht unbedingt für die einsteigerfreundlichsten. Das liegt aber immer im Auge und der Lernbereitschaft des Betrachters. Zumal Deine "Alleskönner"-Vorstellungen dann meist zwangsläufig auf ein allen voran günstiges Teleskop fallen, und das sind dann zu 99% Newton Teleskope.

Zusammenfassend: Dein Setup ist gängig. Ich empfehle aber nochmals zu überdenken, wie Du den Einstieg vielleicht etwas segmentierst. Visuelle und astrofotografische Setups differieren. Ebenso die Möglichkeiten und nötigen Investments für spezifische - und vor allem gute - Ergebnisse. Es ist nicht verkehr visuell zu starten, oder eben astrofotografisch, und das entsprechende Pendant dann fortführend weiter zu entwickeln. Klar kann man auch beides machen, das stellt aber massive Anforderungen an Dich und auch an das Budget. Und unter Umständen differieren die Ergebnisse von der Erwartungshaltung. Visuelles Seeing ist was völlig anderes als astrofotografische Bildoptimierung. Dieses Grundsatz solltest Du Dir unbedingt bewusst machen und in seinem Ausmaß begreifen.

Bei weiterführenden Fragen, immer gern!

CS Thomas
 
Hallo Niko,
meine Empfehlung, kauf nichts davon.
Du sagst das du weder in der Astronomie noch in der Fotografie
Erfahrung hast.
Nimm dir ein Fernglas, setz dich in deinen Garten und lerne
den Nachthimmel kennen.
Nimm dein Smartphone, stell das auf ein Stativ, mache ein paar
Bilder und bearbeite die am PC.
Finde heraus was dir liegt und Spaß macht.
Dein gewähltes Setup ist deutlich auf Fotografie ausgelegt. Über die
Einzelkomponenten lässt sich Tagelang diskutieren.
Mein Tip: Hinterfrage Alles

Oder kauf das einfach so wie Angeboten und melde dich bei mir wenn
du keinen Spaß mehr daran hast. Ich übernehme das dann gerne zum
Dumpingpreis. ;)

LG Jens
 
Hi,

Besuche doch mal eine Sternwarte in deiner Nähe. Da wirst du beraten und kannst selbst mal real die Gerätschaft anschauen. Deine Fragen werden bestimmt auch gut beantwortet.
 
Hallo Nico
Die Zusammenstellung des möglichen Setups sieht für mich soweit schlüssig aus. Lediglich bei der ASI 294 mc bin ich mir etwas unsicher , da können Andere dich besser beraten.
Beim Guidescope kannst du eventuell etwas sparen : das empfohlene von WO ist super, ich verwende es auch aber von Svbony soll es ein seeehr ähnliches für weniger Euros geben .
Bin gespannt was es wird , poste gerne mal !
PS : Bei einer paralaktischen Montierung kann es mit dem Einblickwinkel mit einem Okular akrobatisch werden . Von ZWO giebts eine Mount die beides kann , ich glaube die nennt sich ZWO AM 5 N !

CS Knut
 
Hallo Nico,

falls es tatsächlich in Richtung Astrofotografie gehen soll, hört sich Deine Zusammenstellung - wie bereits von anderen Kollegen kommentiert - soweit sinnvoll an.

Anstelle der ZWO ASI294MC Pro würde ich Dir eher die 2600MC Pro mit nochmals größerem Sensor (APS-C) ohne Amp Glow empfehlen. Der verbaute Chip ist auf jeden Fall einfacher in der Handhabung, weil schlicht moderner.

CS
Johannes
 
Hallo, bin seit ca. 1Jahr mit fast dem gleichem Setup angefangen. Kamera 585mc und vom 120mm auf einen OAG gewechselt. Planeten geht mit dem Set fast nicht, für mich. Ich glaube das ich damit erst einmal ein paar Jahre beschäftigt bin bis ich soweit ;) ALLES durchgeknipst habe was geht. Sonstiger Unterschied ist fast 50 Jahre Fotografie Erfahrung.
Gruß Gerd
 
Hallo,

ich stimme hier auch zu. Das Setup passt, die 294MC würde ich auch nicht nehmen. Wenn das Geld da ist, würde ich auch die 2600MC nehmen. Das Guidescope habe ich auch, das ist wesentlich komfortabler und auch leichter als das ähnliche von SVBony. Das kaufst du einmal, da würde ich nicht sparen, um dann später zweimal zu kaufen. Nur wenn das Geld knapp ist, würde ich ein anderes kaufen.

Du könntest auch die 2600MC Air nehmen, dann sparst du dir die ASIAIR Mini und das Guidescope und Guidekamera.

CS Olaf
 
Kleinkram! Ist dann auch einiges Fliter, Filterhalter/Rad,Adapter, Schraube hier Schraube da. Schiene oben drauf zur Montage von Asiair. Kabelsalat USB, Strom, Kabel in den passenden längen. usw da kommt schon was zusammen.
 
ASIAir kann nur nicht mit Kameras anderer Hersteller als ZWO. Meine iOptron HAE29 funktioniert prima mit dem ASIAIR.

CS.Oli
 
Hey Niko,
ich würde nie auf die Idee kommen dir den Kauf dieser schönen Geräte schlecht zu reden oder so, aber vorab muss die bewusst sein, dass du dich auf eine steile Lernkurve gefasst machen musst, auf viel Scheitern, auf viel Frust, kalte Füße usw. usf.. Der Lohn werden am Anfang in Relation zu dem was du im Internet zu sehen bekommst mäßige Bilder sein - aber es sind Bilder, die du generiert hast, mit deinem Equipment, aus deinem Garten! Mich hat das von den Socken gehauen und letztlich bin ich ca. 8 Jahre nach meinem Einstieg in das Hobby noch genauso druff wie nach dem ersten sehr verwackelten Foto von Orion.
Ich bin in etwas mit dem gleichen Equipment eingestiegen wie du, mit beinahe genauso wenig Vorwissen wie du - vor ca. 9 Jahren. Ich hatte allerdings den 200 pds auf der Heq5 Sitzen und am Anfang nur eine DSLM (Sony A6000 und dann Sony A7riii) erst mit Intervallometer und dann via PC und recht schnell via NINA gesteuert.
Der Newton ist tatsächlich in der 6" Variante so etwas wie der beste Kompromiss aus allen Welten. Man kann damit schon was sehen an Mond und Planeten und auch sehr ordentliche DeepSky Fotografie machen. Aber er ist definitiv nicht das einsteigerfreundlichste Gerät (er will kollimiert werden und wenn du richtig schöne Fotos raus holen willst, musst du Ihn tunen - dazu auf Nachfrage mehr). Wenn du es einfacher haben willst und die Anfangs nur auf die Fotografie fokussieren möchtest, dann würde ich dir eher zu einem APO im niedrigen bis mittleren Brennweitenbereich raten (300-500 mm Brennweite). Kosten deutlich mehr, haben weniger Öffnung und damit Auflösungsvermögen sind aber deutlich einfacher in der Benutzung (Ich habe meinen Newton nach den ersten 5-6 Photos zu Seite gelegt und mir einen 3" Apo gekauft und damit erstmal zwei Jahre weiter gemacht, bis ich den 200 pds wieder raus geholt habe und so durch getuned habe, dass ich Ihn jetzt auf keinen Fall mehr missen möchte.
Nochmal zusammengefasst: Newton bringt die größte Flexibilität, ermöglicht dir auch Visuelle Nutzung und hat das beste Auflösungsvermögen und Lichtsammelvermögen zu Preis Verhältnis aller Teleskope, macht dir aber den Einstieg in die Fotografie schwerer als es mit einem Apo wäre.
Zur Montierung:
Die HEQ5 würde ich nicht mehr kaufen! Für ein bisschen mehr Geld bekommst du eine Eq6r, die bereits Riemenantrieb hat (sehr wichtig für genaue Nachführung), mehr trägt und alles in allem deutlich mehr Potential hat. Für das gleiche Geld bekommst du auch eine gebrauchte Eq6r. Oder aber und dazu würde ich dir raten: Kaufe eine HD Montierung (wie oben schon von Knut erwähnt). Entweder eine recht teure AM5N oder aber eine UMI 17s von Proxisky. Die Montierungen haben ein deutlich besseres Tragkraft/Gewichts Verhältnis und können sowohl im EQ-Modus betrieben werden, als auch im ALT/AZ Modus. Ich selber habe eine UMI 17r (wird so nichtmehr gebaut), welche ich mobil und für den visuellen Einsatz nutze und die Montierung funktioniert hervorragend. Ich habe auch eine Eq6r im Garten fest installiert auf einer Säule stehen. Auch die funktioniert hervorragend, ist aber viel schwerer und müsste ich immer wieder auf- und abbauen, würde ich definitiv zu einer HD Montierung greifen! (Auch hierzu auf Nachfrage gerne mehr Infos).
Zur Kamera:
Wie schon viele Vorredner gesagt haben: Nimm nicht die 294mc. Der Chip ist recht alt und hat sehr starken Amp-Glow. Den bekommt man zwar mit Darks gut in den Griff, aber das würde ich mir sparen. Wie meine Vorredner schon würde ich zu eine Cam mit IMX571 oder aber IMX533 (der gleiche Sensor wie der 571 nur kleiner) Sensor raten. Diese sind letztlich aktuell im Bereich Preis/Leistung das beste was du bekommen kannst).
Bezüglich Guidescope:
Das WO Uniguide ist ein sehr gutes Guidescope, aber auch aus meiner Sicht unnötig teuer! Ich habe zwei SV-Bony Guidescopes (50 und 60 mm) im Einsatz und beide liefern hervorragende Ergebnisse. Ich würde einzig darauf achten, dass das Scope einen Helical Fokuser hat! Kauf keines mit Fokussierung über einen Stopring am Objektiv - das ist unnötig fummelig.
Und nun noch das wohl größte Streitthema. ASIAir. Das Teil ist praktisch und macht den Einstieg tatsächlich wahrscheinlich um einiges leichter!! Von daher, wenn du schnell und leicht zu brauchbaren Ergebnissen kommen willst und das Geld dafür lockerer sitzt, kauf es.
Wenn du aufs Geld schauen musst, du einen gewisse Affinität für IT und Technik hast und dich mit einer Windows Oberfläche gut zurecht findest - vergiss das Teil. Kauf die einen brauchbaren Mini PC (MeleQuiter) und einen kleinen USB Wlan Router und steuere dein Setup über NINA. Wenn du es unbedingt am Handy haben willst via TouchNStars Plugin. Ansonsten via RemoteDesktop vom Laptop im Wohnzimmer aus. Warum? Du sparst dir beim Equipment wie Kamera, Guidecam, später Fokusmotor, Filterrad usw. mehrere Hundert Euro, hast ein offenes System und setzt deiner eigenen Entwicklung keine Grenzen später.
Zuletzt: Das was du oben zusammen gestellt hast ist ein guter Einstieg (befolgst du die Empfehlungen der Kollegen hier ein noch besserer), aber du musst damit rechnen, dass sehr schnell nochmal ca. 20 % des Anfangsinvests dazu kommen! Du wirst innerhalb kürzester Zeit folgendes nachrüsten:
- Heizbänder zum Tauschutz
- Einen Fokusmotor für sauberen Autofokus
- Einen oder zwei Schmalbandfilter für die Aufnahme von speziellen Emissionslinien (Wasserstoff, Sauerstoff und gegebenenfalls Schwefel)
- ggf. einen Strom und USB Verteiler
- Tuning für den Newton
- Okulare
- etc - diese Liste ließe sich endlos fortsetzen ;) denn der Kaninchenbau in welchen du dabei bist dich zu stürzen hat sehr viele und sehr tiefe Gänge.

Viel Spaß beim Entdecken und einen gelungenen Start wünsche ich dir!
Viele Grüße
Ben
 
Hallo auch von mir, ich habe mit genau dem Teleskop begonnen, allerdings extra Guidescope + Kamera hab ich bis heute nicht.

Dann hier mein Senf zu deinem "Fall"
Für visuell wird es langfristig auf jeden Fall gute Okulare brauchen, die zu deinen Augen passen, von wegen Brille, Sichtfeld, findest du es nevig zu nah/ zu weit hineinzusehen, Öffnung usw.
Ach ja, einen Mondfilter auf jeden Fall, sonst ist er viel zu hell, von wegen sonstiger Filter hab ich mir Zeit gelassen während ich mich Schritt für Schritt auf die Photographie vorbereitet habe. Da du allerdings gleich auf Deep-Sky gehen willst solltest du dir 100% sicher sein es durchziehen zu wollen, denn du kommst dann nicht an mehreren (kostspieligen) Filtern vorbei. Auch die Lernzeit zur Handhabung der notwendigen Programme zur Nachbearbeitung sollte nicht unterschätzt werden.
 
Hallo zusammen,

Ich danke euch allen recht herzlich für euer konstruktives Feedback!

Mit dem gesammelten Input werde ich das Setup noch mal überdenken. Vor allem die Kamera. Es sind auch viele Begriffe gefallen, die ich jetzt nachschlagen muss.

Meine größte Sorge ist (wie einige auch schon korrekterweise hervorgebracht haben), dass das Setup als Einstieg vielleicht ein bisschen überrissen ist und man sich erst mal in die Astrofotografie reinfuchsen muss. Dem kann ich nur zustimmen. Meine Faszination für den Kosmos habe ich schon seit Kindheitstagen - wahrscheinlich wie viele hier; aber sonst habe ich keinerlei Erfahrung mit Astronomie und Fotografie.

Aus diesem Grund habe ich auch noch einen Plan B..
Ich weiß nicht wie ihr zu solchen Geräte steht, aber was haltet ihr von Smart Teleskopen, wie dem Dwarf 3?
Ich finde es als Einstieg eigentlich ideal (in sofern ich das beurteilen kann). Das Gerät nimmt einem viel Arbeit ab, man lernt die ersten Schritte der Astrofotografie und der Himmelsbeobachtung, die Nachverfolgung ist umsetzbar mit einem günstigen Stativ (~200€) und das Gerät ist an sich preislich sehr attraktiv. Dazu kommt noch die Kombination aus Weitwinkel und Teleobjektiv.

Viele Grüße & nochmal herzlichen Dank,
Niko
 
Hallo Niko,
wenn dein Fokus klar Richtung Fotografie geht, dann
ist ein Smarty gut für den Einstieg. Ich hab auch einen Dwarf III.

Über den Himmel lernen tust du damit allerdings Nix bzw. nicht Viel.

Die Ergebnisse mit den Smart-Teleskopen kannst du dir ja hier im Forum ansehen.

Aber lass dich nicht täuschen. Auch da steckt in den guten Bildern viel Zeit,ein dunkler
Himmel und Erfahrung.

Aber perfekt ist der Tip von @Heliklaus . Besuch eine Sternwarte oder gleich gesinnte im Feld.

LG Jens
 
Hallo,

ich halte die Idee, mit einem Smartscope in die Astrofotografie einzusteigen, ebenfalls für gut. Hätte es vor 4 Jahren schon einen Dwarf 3 oder S50 gegeben, hätte ich fotografisch damit angefangen, wäre aber wohl nach wenigen Monaten doch auf ein richtiges Setup umgestiegen. Aber um es auszuprobieren, ist es sehr gut.

Dass man damit nichts vom und über den Himmel lernt, will ich allerdings nicht so stehen lassen. Es liegt an einem selbst, ob man daran Interesse hat, nicht am Werkzeug! Auch mit Dwarf 3 lernt man was über den Himmel, man bekommt sogar in der App Hintergrundinformationen über die Objekte, die man gerade ansteuert. Ob man lernen will, wo man diese am Himmel findet, kann man selbst entscheiden, aber das Smartscope behindert einen nicht dabei, das Gegenteil ist der Fall.

LG Olaf
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Niko,

dem kann ich nur beipflichten. Auch ich habe mit einem ZWO Seestar S50 "angefangen". Auch mich begleitet die Faszination für Sterne & Weltraum seit den Kindertagen. Neben dem Seestar S50 und S30, das S30 ganz aktuell auch als "pro" Variante sowie dem Dwarf3 und mini. Alle spielen in einer Preiskategorie zwischen 450-650€. Diese Geräte kommen nahezu als All-in-one Pakete. Beim S30 ist ein Stativ integriert, bei S50 liegt ein kleines bei. Bei den Dwarfs muss es dazu gekauft werden. Bis auf wenige kleine optionale Extras, kommen die Geräte voll ausgestattet (ich habe für das S50 lediglich eine aufsteckbare Taukappe dazugekauft).

Die Geräte haben eingebaute Filter und bringen allesamt gute Fotoergebnisse - und das einfach bedienbar auf der App mit dem Smartphone oder Tablet. Die grundlegende Orientierung am Himmel kann man damit schon gut üben, auch wenn Du das Gerät nicht selber ausrichtest. Die Apps beinhalten Sternenkarten, auf denen Du in gewünschte Zielregionen navigieren und ins Bild holen kann. Das geht übrigens mit dem Smartphone und der App "Stellarium" live am Nachthimmel auch ganz ohne Teleskop wunderbar.

Wenn Du später ein ambitionierteren EAA-Setup aufbauen möchtest, sind solche smarten Teleskope der perfekte Einstieg. Gleichzeitig kannst Du auch die Rohdaten aus den Smart Telescope schon am PC nachbearbeiten und somit Deine Ergebnisse optimieren.

Ich bin mit den Seestar gut vertraut und auch mit dem DWARF gibt es jede Menge Nutzer und Erfahrungsberichte. Da kannst Du gerne Fragen stellen, wenn Dich was beschäftigt. Auch bei YT wimmelt es von Videos zu Vergleichen der Geräte. Lass Dich generall aber von arg zu aufpolierten Ergebnissen nicht zu sehr blenden, die sind meist ziemlich aufwendig nachbearbeitet.

Und was ich noch explizit beifügen möchte: Schau unbedingt mal bei einer Sternwarte vorbei! Gerade als Einsteiger ist es unglaublich wichtig, die Geräte und auch die Ergebnisse mal live zu sehen. Der Unterschied zwischen visuellem sehen und elektronisch unterstützten Systemen sollte man in der Praxis erleben, nicht weil eines unbedingt besser ist, sondern weil es vom Erleben und Workflow grundlegend unterschiedlichen Formen der Astronomie sind.

Viel Freude auf Deiner Reise,
CS Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

Vielen Dank für die Rückmeldungen bezüglich des Einstiegs mit einem Smart-Teleskop.
Es freut mich zu lesen, dass auch ihr ein solches Setup für den Einstieg durchaus für sinnvoll erachtet. Ich glaube für das Geld kann man nicht so viel falsch machen.

Aktuell schwanke ich zwischen dem Dwarf 3 und dem Seestar S30 Pro. Ich stehe hier aber noch am Anfang meiner Recherche.

Viele Grüße,
Niko
 
Hallo Niko,

für den sanften Einstieg in die Astrofotografie halte ich Smart-Teleskope für geeignet. Ich habe selber neben meinem "großen Setup" ein Seestar S50, welches ich für seine Einfachheit schätze. Auch lassen sich - weil man alle Einzelbilder als FITS speichern lassen kann - auch erste Versuche in der Bildbearbeitung machen. Auf meinem wieder zum Leben erweckten Blog hatte ich da gerade einen kleinen Meinungsbeitrag zu verfasst (Smart-Teleskope: Klein, clever und unkompliziert – aber für wen? – Astrofotoblog.de).

Wenn du zusätzlich auch visuell beobachten möchtest, wäre ggf. die Kombi aus Smart-Teleskop und einem Einsteiger-Newton oder Dobson was für dich?
So kann man schauen, wohin die Reise gehen soll, ohne schon tausende Euro für Montierung, Teleskop, Leitrohr, Kamera und "Kleinigkeit" wie Komakorrektoren, Adapter, Kabel etc auszugeben.

Quasi mit dem Smart-Teleskop erste Astrofotografie-Erfahrung und mal in die Bildbearbeitung reinschauen.
Mit dem kleinen Teleskop erste visuelle Erfahrungen an Mond, Planeten und hellen Deep-Sky Objekten.
Wenn's dann zündet, wird's eh teuer :ROFLMAO:

VG
 
Hallo Thomas,
auch ich bin neu hier im Forum und seit 1,5 Jahren von der Astronomie begeistert.
Allerdings komme ich mit sehr intensiven fotografischen Kenntnissen zu diesem Hobby, was mir...im Nachhinein...einige Euros zusätzlich an Equipment 'gekostet hat'
Grundsätzlich habe ich das von dir beschriebene Equipment und benutze die Asiair pro. Wichtig ist ganz eminent zu entscheiden, ob du visuell oder fotografisch unterwegs sein willst. Dabei hilft dir, erst einmal durch die beigelegten Okulare des Newton zu sehen....
Ich war komplett lost, diese vielen weißen Punkte, kein Plan, ohne Vorkenntnisse und intensives Beschäftigen mit dem Sternhimmel anhand von Karten, Büchern, no way!
Also...die Asiar angeschaft und mehrere Okulare, an die ich meine Canon anschließen wollte....Auch astromodifiziert...nun ja, zufriedenstellend war das ganze nicht....mehrere steps weiter (die gekostet haben..) :

Zu deinem Equipment (wie meinem): wenn du den Sternhimmel differenziert kennenlernen willst und fotografieren ist m. E. die Asiair mit Tablet und einer ordentlichen gekühlten Farb-Astrocam (ZWO 533) das Einsteigerequipment. Bis du das Ganze mit kollimieren, einnorden, scharf stellen und der App ans Laufen bekommst, dauert es. Aber sobald das Teleskop seine ersten Bewegungen macht, wirst du das Hobby nicht mehr los.
Vorteil ist, du kannst den Sternhimmel Stück für Stück bequem ohne Kopfstarre (für mich orthopädisch echt ein Problem) erkunden (und dabei auch Bilder machen)

Ich hab mittlerweile noch einen Fokusmotor und Filter, aber dies ist zunächst nicht notwendig. Einen Korrektor brauchst zu nur bei einem größeren Sensor, später dann mal😉

Ich hoffe, das hilft etwas weiter

CS
Ute
 
Hallo Niko,
da gebe ich auch mal meinen Senf dazu...

Zuerst würde ich gerne die AsiAir ansprechen... ja, ein tolles Gerät, aber man steckt mit ZWO fest: Schaut man sich diese Firma an, ist das nicht so eine tolle Sache. Ich würde deswegen eher einen guten Mini-PC mit NINA vorschlagen, oder wenn es der AsiAir ähneln soll, die ToupTek Stellavita. (Ja, ToupTek hat nachgebessert: von buggy zu super!!)

Zudem schlage ich anstatt einem alten IMX294 Chip eher eine IMX533 Mono vor, ToupTek hat auch ein paar super Kits in der nähe der Preisklasse, schau mal rein. Kostet 1329 USD, in EUR währe das ungefähr 1150 EUR. Dafür kriegst du einen neueren und dazu noch einen monochromen Chip mit Vollaustattung. (Ja, touptek übernimmt MWST. und Zoll.)

ATR533M Kit

Und nun die Montierung... Ja, das HEQ5 Pro ist super, aber da rate ich bei der Preisklasse zu einem Proxisky Ragdoll 17 -- Höhere Traglast und leichter.

Sonst habe ich nichts zu motzen, Guidecam und evt. einen Off-Axis Guider (OAG) kannst du dir auch bei ToupTek bestellen, wenn du die Kamera nimmst.

LG.
 
Zuerst würde ich gerne die AsiAir ansprechen... ja, ein tolles Gerät, aber man steckt mit ZWO fest: Schaut man sich diese Firma an, ist das nicht so eine tolle Sache. Ich würde deswegen eher einen guten Mini-PC mit NINA vorschlagen, oder wenn es der AsiAir ähneln soll, die ToupTek Stellavita. (Ja, ToupTek hat nachgebessert: von buggy zu super!!)

Ahoi H+.

Kannst Du solche Aussagen "..tolles Gerät, aber..." bis auf eine subjektiv-philosophische oder womöglich rein abdominelle Verstimmung auch konkretisieren? Ich bin weder ZWO-Fanboy, auch wenn ich als pragmatischer Einsteiger extrem zufrieden mit meinem - ebensolchen - Setup bin! ZWO bietet ein extrem stark integriertes Ökosystem. Die Entscheidung für oder gegen eine solche Lösungen sollte als das dargestellt werden was sie ist: eine philosophische und von eigenen, hochgradig subjektiven Motivatoren gekennzeichnete. Für EAA und 90% der klassischen Astrofotografie ist ASIAir völlig komfortabel und absolut ausreichend. Die Dinge, die man mit NINA oder Open-Source tun kann, sind für Anfänger entweder irrelevant oder bewusstes Spezialisten-Territorium, ergo für den Einsteiger mehr Überforderung oder nicht selten schlimmer, Dinge die man eigentlich besser noch nicht anfassen sollte. ZWO bzw. ASIAir schützt den Einsteiger vor sich selbst - das ist ein nicht zu verkennender Vorteil. Dafür "bezahlt" man, auch mit begrenzter Dritthersteller-Kompatibilität.

Sowohl der immer wieder kolportierte "Lock-in" Effekt als auch der Fokus auf proprietäre Software versus offene, Open-Source Systeme sind lediglich Befindlichkeiten persönlicher Überzeugungen. Mit allen für und wider. Weder sitzt man fest, noch wäre der Umstand eines gut und einfach bedienbaren Setups das tatsächliche Problem eines Einsteigers. Dafür steigen einige fortgeschrittene Amateure irgendwann um, und gehen von ASIAir auf NINA - wohlbemerkt dann aber meist sehr motiviert und mit einem ordentlichen Batzen Vorkenntnissen. Eine große, genießende Mehrheit wird wohl aber viele Jahre sehr zufrieden mit ASIAir im Hinterhof ihrem Hobby nachgehen, und darüber mehr schweigen, als einer objektiven Wahrnehmung für Einsteiger gerecht wäre.

Ergänzend: Betrachtet man die bisweilen anfallenden Gesamtinvestitionen für einen EAA-Setup belaufen sich die tatsächlichen Mehrkosten regelhaft auf unterhalb 10%, selten bis 15%. Mir verschlägt es regelmäßig die Sprache, wenn hier Einsteigern statt einfacher und zugänglicher Lösungen, die minimal Mehrkosten verursachen, maximal freiheitsorientierte Open-Source Lösungen empfohlen werden, die keinerlei signifikante Zugänglichkeit verbessern, sondern eher das Gegenteil.

Mit Sicherheit lässt sich ZWO seine Innovation gut bezahlen. Drittanbieter-Kompatibilität ist problematisch, aber kein No-Go-Argument. Nachgebaute Open-Source Modelle sind die wünschenswerte und logische Konsequenz. Mich beschleicht aber hier des Öfteren das Gefühl, manche Sternenfreunde sollten ihren persönlichen Entwicklungsweg und Leidenskurve, als auch womöglich persönliche Präferenzen dringendst objektivieren.

Die Krone setzt dem ganzen dann noch die Empfehlung der Ragdoll-Montierung auf, ja sie hat höhere Traglast und ist leichter, das wars dann aber auch. Die HEQ5 ist der „VW Golf“ der Astromontierungen: nicht sexy, aber millionenfach erprobt, extrem viel Know-how im Netz, viele Tutorials, viele Gebrauchtteile, viele Menschen, die exakt dieses Problem schon hatten. Als Anfänger ist das Gold wert. Warum das zählt: Anfänger scheitern selten an der Theorie – sie scheitern an Fehlerdiagnose um 02:30 Uhr. Abseits davon wäre eine AM5/AM3, je nach Teleskopgröße hier nicht nur im Rennen sondern mittlerweile fast Standard. Und das soll die Proxysky Radoll nicht schlechter machen, auch nicht weil sie schlecht sein muss, sondern weil „Investment“ auch heißt: Servicewege, Ersatzteile, Firmware/Ökosystem-Reife, Community-Dichte, Wiederverkauf. Da haben HEQ5 und AM5 aktuell den viel dickeren Sicherheitsgurt.

Das musste jetzt mal raus.

CS
Thomas
 
ZWO bietet ein extrem stark integriertes Ökosystem
Da stimme ich dir zu, ABER. ZWO hat stark überteuerte Produkte, schlechte Ethik und kann dazu nicht mal richtigen Kundenservice auf die Reihe bringen. Man steckt bei ZWO fest, und dann wenn man PC wechselt hat man schon alles ZWO… das bringt ja nichts: Persönlich hätte ich gerne etwas komplizierteres aber dafür etwas weniger zwingendes. (Ich kenne min. einen Dutzend Leute, die es bereuten, eine AsiAir sich anzuschaffen, nachdem sie sich die anderen Firmen anschauten. Wie gesagt, die AsiAir ist sehr nützlich und ein tolles Gerät, aber diese Einschränkung ist ein dealbreaker.

Es gibt bessere Firmen mit besseren Produkten. Das Ragdoll wurde auch stets getestet, zudem kann man sich sehr schnell im discord von Proxisky zurecht finden, um Hilfe zu kriegen: ist kein Hexenwerk. Der Preis der Ragdoll 17 ist ähnlich zu dem HEQ5 Preis, jedoch kriegt man 7kg Traglast und die Vorteile einer Harmonischen Montierung dazu: ZWO kommt da auch nicht mit bei den Preisen.
 
Danke, Thomas, ich habe mir gestern verkniffen, was ähnliches zu schreiben. Ich hab eigentlich auch keinen Bock mehr, als ZWO-Anwalt aufzutreten, das bezahlt mir keiner, ich habe da auch kein Mandat. Ich denke mir meinen Teil, es kann auch jeder handhaben wie er will. Ich finde NINA auch toll, aber mir persönlich zu überladen und zu kompliziert, ich hab keinen Bock, die Software zu erlernen, solange es anders geht. Die Stellavita ist ein netter Versuch, kann der Asiair bisher aber nicht das Wasser reichen, selbst wenn die Software inzwischen fehlerlos funktionieren sollte. Der Funktionsumfang der Software reicht mir nicht, da ist die Asiair besser, bzw. sie bietet mir das, was ich brauche, insbesondere den Livestack, und zwar seit drei Jahren zuverlässig.

Wer Bock auf Technik und Softwarefreak ist, ist mit NINA sicher bestens bedient, ich will es so unkompliziert wie möglich, und so wird es den meisten Anfängern gehen. Für die ist die Asiair Gold wert. Wer schon 10 Jahre anderweitige Workflows eingeübt hat, der braucht die kleine rote Kiste nicht.

Was die "Ethik" der Firma angeht, glaube ich nicht, dass das hier jemand wirklich beurteilen kann. Wenn auf die vermeintliche Kopie des Raspberry angespielt wird: Die Touptek nutzt die gleiche Technik, ZWO hat wie Touptek eine eigene Software dazu entwickelt und nur die erste Generation war hardwaretechnisch ein Raspberry PI.
Ich finde die Produkte super und der Hardwaresupport ist 1A, wie erst kürzlich hier im Forum gelesen werden konnte, als eine neue Platine für die AM5 innerhalb von 6 Tagen aus China geliefert wurde. Die Preispolitik kann man bedauern, das regelt aber der Markt. Wären sie überteuert, wären sie längst verschwunden. Offenbar sind die Kunden mit den Preisen einverstanden, trotz Konkurrenz.

Was Montierungen angeht: Ich habe auch eine Juwei, aber es war schon ein wenig Lotterie, als ich die in China bestellt habe. Es gab keine Erfahrungsberichte, es hätte grandios schief gehen können. Bisher bin ich positiv überrascht, die AM3 ist trotzdem besser. Sie führt besser nach und ist stabiler gebaut. Die AM3/5 ist ordentlich gebaut, da ist kein Elektroschrott drin, die Juwei habe ich noch nicht aufgemacht, gehe aber hier auch von ähnlicher Qualität aus. Was die klassischen Montierungen, zu der ja auch die HEQ5 gehört, angeht, so habe ich damit keine Erfahrung, aber der Hinweis ist völlig richtig, dass diese Montierungen sehr erprobt sind und man davon ausgehen kann, dass sie funktionieren. Damit macht man nicht nur als Anfänger sicher nichts falsch, auch wenn ich persönlich auch eine HD-Montierung bevorzugen würde. Leichter, unkomplizierter, leiser.

CS Olaf
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Olaf,

danke für Deine Ergänzungen. Wir haben da Konsens. Und H+ ist mir dahingehend auch in einer viel zu subjektiv eingenommenen Haltung, die sich auch nicht objektivieren lässt. Alleine schon die Anmaßung Firmenethik und Produkte derart verallgemeinernd zu deklassieren ist schlicht unprofessionell und lässt sich nur mit sehr viel Nerd-Zugeständnis aushalten.

CS
Thomas
 
Man steckt bei ZWO fest, und dann wenn man PC wechselt hat man schon alles ZWO… das bringt ja nichts: Persönlich hätte ich gerne etwas komplizierteres aber dafür etwas weniger zwingendes.

Nochmal, niemand steckt fest. Ich habe mich vor der Anschaffung meines Setups intensiv mit allen Möglichkeiten befasst. Auch NINA und Stellavita waren da durchaus im Rennen, aber eben auch sehr schnell wieder raus. Ich habe sogar einen leistungsfähigen Gaming-Laptop, der sich über die Nutzung sehr gefreut hätte - und habe mich bewusst für ein ZWO-Setup entschieden. Und da bringt Dein o.a. zweiter Satz eben den Kern der Erkenntnis: Ich möchte etwas weniger kompliziertes, dafür etwas mehr zwingendes. Damit werde ich nicht einsam oder traurig sein - im Gegenteil. Und ob es Dir gefällt oder nicht, der Erfolg von ZWO zeigt, dass die Verhältnismäßigkeiten dahingehend recht klar verteilt sind.

CS
Thomas
 
Und ob es Dir gefällt oder nicht, der Erfolg von ZWO zeigt, dass die Verhältnismäßigkeiten dahingehend recht klar verteilt sind.
Das bestreite ich auch nicht. Wie gesagt, the AsiAir ist ein tolles Gerät, und ich hätte es mir auch gekauft währe es nicht für ZWO's Tätigkeiten und dem zwingenden Ökosystem. Aber naja, ich stehe schon im Kontakt mit jemanden, der die AsiAir dazu gezwungen hat, mit ToupTek Kameras zu funktionieren. Vielleicht dann. ;)
Wenn auf die vermeintliche Kopie des Raspberry angespielt wird
Oh nein, das meine ich nicht. Es geht um die Open-Source Violations von denen bezüglich Open-Source Software auf der AsiAir, GPL2/3.

Dann habe ich ja wohl einfach nur den kürzeren gezogen.
Wären sie überteuert, wären sie längst verschwunden
ZWO wird langsam aber sicher dazu gezwungen, mal vernünftigere Preise anzugeben: ToupTek, QHY und Player-One werden immer "berühmter" und werden richtige Konkurrenz. ZWO hat den Markt schon lange dominiert, aber jetzt wo andere Firmen ein teilweise besseres Produkt für einen besseren Preis angeben, ist ZWO gezwungen zu handeln: Sonst verschwinden sie. Die Konkurenz ist aber leider immernoch nicht berühmt genug, um in die großen Händler reinzukommen. Viele ZWO benutzen wissen nichtmal von den Konkurrenten!!

ich will es so unkompliziert wie möglich, und so wird es den meisten Anfängern gehen. Für die ist die Asiair Gold wert.
Das kann ich mir auch gut vorstellen, aber NINA ist sehr simpel zu lernen. Ich habe auch mit Astrofotographie erst leztes Jahr angefangen, der erste Test und daher auch die erste Benutzung von NINA ging problemlos: Alles ziemlich selbstverständlich. Kaum Aufwand, kein Aufpreis und dafür mehr Kompatibilität - Da ist NINA nunmal besser.


Was Montierungen angeht: Ich habe auch eine Juwei, aber es war schon ein wenig Lotterie
Juwei Montierungen sind auch ganz vernünftig, aber da ist Proxisky immernoch besser: da gibt es direkten Kontakt, sowie ein richtiges Rückgaberecht und vernünftiger Kundenservice: Juwei hat das nicht, der Lotterieteil von den neuen HD Montierungen liegt hier also nicht vor. Proxisky ist jetzt auch nicht nur noch eine zufällige Chinamarke, es hat sich in den letzen Monaten echt berühmt gemacht. Die Ragdoll 17 ist daher auch ein gut getestetes Produkt.


Am Ende stehen meine Punkte immernoch. Persönlich will ich nicht ZWO unterstützen, aber da kommt eigene Erfahrung und Präferenz ins Spiel -- Irrelevant zu diesem Thread.

CS
 
Die Marktdynamik ist gut und wünschenswert! Da bin ich völlig bei Dir. Das sind jedoch völlig normale Prozesse im Rahmen innovativer Neuerungen hinsichtlich Zugänglichkeit, wie es eben ZWO mit ASIAir gelungen ist. Ebenso dem Protektionismus und Profitorientierung. So ist nun mal das Spiel. Genauso normal ist die Etablierung solcher Systeme mit Entstehung von Konkurrenzprodukten, die mittel- und langfristig zu günstigeren Preisen führen. Mir gefällt schlichtweg Deine extreme Positionierung nicht. ZWO ist hier nicht der "Feind" oder eine zu vermeidende böse Kraft im Universum. Das ist mir alles zu extrem, auch wenn ZWO das sicher clever macht, sind mir trotzdem alle Kritikpunkte klar und bewusst.

Aber um zum Kern zurückzukommen: Es geht hier um Empfehlungen an ein Einsteiger-Setup, welches mit den üblichen Orientierungs- und Zugänglichkeitsproblemen daherkommt. Im Verlauf des Thread kristallisiert sich auch für den TE sichtlich die Vielfältigkeit und Differenzierung der initialen Möglichkeiten und Entscheidungsfindung in seiner Komplexität heraus. So dass die Gedanken von der basalen Bedienung eines Setups mit einem Newton in Richtung Smart Teleskop gehen... So und wenn man jetzt mal durchatmet und das durchrutschen lässt, ist es schon reichlich abwegig, hier einen Mono-Remote-Setup mit NINA zu empfehlen... da muss ich ehrlich gesagt gerade echt feixen.

CS Thomas
 
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