Dane Vetter
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
ich habe mich in letzter Zeit noch einmal intensiver mit meiner etwas älteren Aufnahme von Sh2-155 beschäftigt und bin mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem ich mich etwas im Kreis drehe. Vielleicht helfen mir ein paar andere Sichtweisen weiter.
Meine finale Aufnahme - RGB + SII + Hα
Für die Aufnahme habe ich neben 7,5 Stunden RGB auch 14 Stunden Hα und knapp 7 Stunden SII gesammelt. Die Schmalbanddaten habe ich in PixInsight zunächst einer Kontinuumssubtraktion unterzogen, wobei der Rotkanal der RGB-Aufnahme als Referenz diente. Hier Hα und SII mal in der ungefärbten Variante ohne RGB.
Was mich nun schon länger beschäftigt, ist die großflächige Hα-Emission. Nicht unbedingt im Bereich des eigentlichen Höhlennebels, sondern vor allem in den weitläufigen Staubregionen drumherum. Diese sind in meiner fertigen Aufnahme teilweise regelrecht von roten Emissionen durchzogen.
Ich habe mittlerweile verschiedene Bearbeitungen ausprobiert und mir zahlreiche Vergleichsaufnahmen angesehen. Dabei gibt es durchaus Bilder, die ebenfalls ausgedehnte Hα-Strukturen zeigen. Bei vielen anderen bleiben die Staubregionen dagegen deutlich dunkler und neutraler. Allerdings wurde bei einem Teil dieser Aufnahmen entweder gar kein separates Hα aufgenommen oder wesentlich weniger Belichtungszeit dafür aufgewendet. Ein direkter Vergleich ist deshalb nicht immer ganz einfach.
Interessanterweise sind die rötlichen Strukturen bereits in meinen RGB-Daten schwach erkennbar. Das stimmt mich eigentlich ziemlich positiv, dass das nicht ganz so falsch sein kann. Mit den zusätzlichen 14 Stunden Hα treten sie natürlich wesentlich deutlicher hervor. Auch in der monochromen Schmalbandaufnahme sind diese großflächigen Strukturen gut zu erkennen.
Hier auch zusätzlich meine RGB-Aufnahme, der ich noch etwas SII hinzugefügt habe, was sich optisch allerdings kaum bemerkbar macht. Ich kann mir gut vorstellen, dass einigen diese Variante besser gefällt, da sie insgesamt etwas zurückhaltender und natürlicher wirkt. Mir persönlich gefällt allerdings auch die deutlich ausgeprägtere Hα-Darstellung, gerade weil sie eine etwas andere Ansicht dieser Region zeigt.
RGB + SII
Ich finde diese etwas andere Darstellung durchaus reizvoll und möchte die schwachen Emissionen auch nicht einfach unterdrücken, nur damit das Bild den üblichen Darstellungen ähnlicher sieht. Andererseits frage ich mich mittlerweile, ob ich das Hα bei der Kombination vielleicht doch zu stark betone oder ob die großflächige Rotfärbung so durchaus plausibel ist.
Mich würde interessieren, wie ihr die beiden Versionen beurteilt. Findet ihr die großflächige Hα-Darstellung nachvollziehbar, oder würdet ihr den Anteil im Staubumfeld stärker zurücknehmen?
Vielleicht hat ja auch jemand Sh2-155 selbst schon einmal mit längeren Hα-Belichtungen aufgenommen und ähnliche Erfahrungen gemacht? Es würde mich freuen, wenn man hier einen realen Vergleich machen könnte.
Hier als sternenlose Version:
Hier noch Annotiert und das Finding Chart:
ich habe mich in letzter Zeit noch einmal intensiver mit meiner etwas älteren Aufnahme von Sh2-155 beschäftigt und bin mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem ich mich etwas im Kreis drehe. Vielleicht helfen mir ein paar andere Sichtweisen weiter.
Meine finale Aufnahme - RGB + SII + Hα
Für die Aufnahme habe ich neben 7,5 Stunden RGB auch 14 Stunden Hα und knapp 7 Stunden SII gesammelt. Die Schmalbanddaten habe ich in PixInsight zunächst einer Kontinuumssubtraktion unterzogen, wobei der Rotkanal der RGB-Aufnahme als Referenz diente. Hier Hα und SII mal in der ungefärbten Variante ohne RGB.
Was mich nun schon länger beschäftigt, ist die großflächige Hα-Emission. Nicht unbedingt im Bereich des eigentlichen Höhlennebels, sondern vor allem in den weitläufigen Staubregionen drumherum. Diese sind in meiner fertigen Aufnahme teilweise regelrecht von roten Emissionen durchzogen.
Ich habe mittlerweile verschiedene Bearbeitungen ausprobiert und mir zahlreiche Vergleichsaufnahmen angesehen. Dabei gibt es durchaus Bilder, die ebenfalls ausgedehnte Hα-Strukturen zeigen. Bei vielen anderen bleiben die Staubregionen dagegen deutlich dunkler und neutraler. Allerdings wurde bei einem Teil dieser Aufnahmen entweder gar kein separates Hα aufgenommen oder wesentlich weniger Belichtungszeit dafür aufgewendet. Ein direkter Vergleich ist deshalb nicht immer ganz einfach.
Interessanterweise sind die rötlichen Strukturen bereits in meinen RGB-Daten schwach erkennbar. Das stimmt mich eigentlich ziemlich positiv, dass das nicht ganz so falsch sein kann. Mit den zusätzlichen 14 Stunden Hα treten sie natürlich wesentlich deutlicher hervor. Auch in der monochromen Schmalbandaufnahme sind diese großflächigen Strukturen gut zu erkennen.
Hier auch zusätzlich meine RGB-Aufnahme, der ich noch etwas SII hinzugefügt habe, was sich optisch allerdings kaum bemerkbar macht. Ich kann mir gut vorstellen, dass einigen diese Variante besser gefällt, da sie insgesamt etwas zurückhaltender und natürlicher wirkt. Mir persönlich gefällt allerdings auch die deutlich ausgeprägtere Hα-Darstellung, gerade weil sie eine etwas andere Ansicht dieser Region zeigt.
RGB + SII
Ich finde diese etwas andere Darstellung durchaus reizvoll und möchte die schwachen Emissionen auch nicht einfach unterdrücken, nur damit das Bild den üblichen Darstellungen ähnlicher sieht. Andererseits frage ich mich mittlerweile, ob ich das Hα bei der Kombination vielleicht doch zu stark betone oder ob die großflächige Rotfärbung so durchaus plausibel ist.
Mich würde interessieren, wie ihr die beiden Versionen beurteilt. Findet ihr die großflächige Hα-Darstellung nachvollziehbar, oder würdet ihr den Anteil im Staubumfeld stärker zurücknehmen?
Vielleicht hat ja auch jemand Sh2-155 selbst schon einmal mit längeren Hα-Belichtungen aufgenommen und ähnliche Erfahrungen gemacht? Es würde mich freuen, wenn man hier einen realen Vergleich machen könnte.
Hier als sternenlose Version:
Hier noch Annotiert und das Finding Chart:
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