Short-Tube-Reflektor

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herbert871

Mitglied
Hallo zusammen,
da nichts in irgendwelchen Foren oder Googleseiten zu lesen ist hier eine simple Frage: Ist bei einem Short-Tube-Newton mit 1000 mm Brennweite die Brennweite des Spiegels 1000 mm oder 500 mm?

Herbert
 
Hallo Herbert,

kann man nicht so genau sagen, aber normalerweise ist die Brennweite beim "meist abgeratensten Teleskop der Forengeschichte" grob die Hälfte der nominellen Brennweite. Das muss aber so nicht sein, weil man den eingesetzten Korrektor nicht genau auf den Verlängerungsfaktor 2x einstellen muss.
Ich hoffe aber, dass Dich nicht der Gedanke treibt, den Spiegel ohne Korrektor zu verwenden. Ist ein Kugelspiegel, da kommt ohne weitere Korrekturmaßnahmen nichts scharfes bei heraus.

Clear Skies
Sven
 
Moin Herbert!

> Ist bei einem Short-Tube-Newton mit 1000 mm Brennweite die Brennweite des Spiegels

Bei dem Beispielen, die mir untergekommen sind (CatNewton 150/1300 mm) lag die Brennweite des HS bei 600 mm, bei einem 250/1600er hatte der HS AFAIR 920 mm.

Wozu sollte diese Brennweite wichtig sein? Mit den Kugelspiegeln allein kann man so gut wie nix anfangen.
 
Hallo Sven, nein bestimmt nicht. Danke für die schnelle Antwort. Mir ging es mehr oder weniger darum, das System richtig zu optimieren. Um es einigermaßen hinzubekommen geht es wohl mit mit einem Sheshire für den Fangspiegel exakt einzustellen und dann mit einem Laser das übrige zu justieren. Schwierig wird es wohl den Offset zu berechnen wenn man die exakte Brennweite des Spiegels nicht kennt.
Ich habe mal durch ein wirklich sehr exakt justiertes gleiches Teleskop geschaut und war überrascht wie gut das Trennvermögen und die Schärfe war.

Herbert
 
Hallo Micha, mir geht es mehr um die Justage. Eigentlich bin ich zufrieden (visuell), aber um es wirklich richtig zu justieren bräuchte ich nun mal die exakte Brennweite wegen des Offset. Ich muss mir wie es scheint beide Justiersysteme zulegen um auch wenigstens beim Non-Offset das optimale heraus zu holen. Also Sheshire und Laserjustierer.

Herbert
 
Hallo Herbert,

Erstens, es heiß Cheshire. Ich würde aber eher ein Concenter empfehlen. Damit kannst Du die optimale FS Position am einfachsten einstellen und auch den HS wesentlich genauer als mit dem Laser justieren.

Zweitens, der Offset ist nur für die gleichmäßige Ausleuchtung des Bildfeldes von Bedeutung, also für die Fotografie. Visuell wirst Du einen falsch eingestellten Offset vermutlich gar nicht bemerken, insbesondere nicht wenn es um die Schärfe und das Trennungsvermögen geht.

Bis dann:
Marcus
 
Moin Herbert!

> um es wirklich richtig zu justieren bräuchte ich nun mal die exakte Brennweite wegen des Offset.

Tja, dann kann ich dir nur raten: Schraubenzieher zur Hand, HS ausbauen und Brennweite messen. Es kann wirlich so einfach sein.
Ob allerings ein ordentlich eingestellter Offset den Katadiopter weiter nach vorne bringt, wage ich zu bezweifeln. Ein gleichgroßer Newton mit voller Systembrennweite leistet immer mehr.
 
Hallo Micha, genau das habe ich gemacht. Habe dann auf Klarsichtfolie (haftet ja am Fangspiegel) den Spiegelmittelpunkt sowie den Offset (wäre bei mir 1,2 mm) aufgezeichnet und danach eingestellt. Leider spielt im Augenblick ja das Wetter bei uns nicht mit um zu testen was es gebracht hat. Aber ob ein ordentlich eingestellter Katadiopter mehr bringt kann ich nur sagen - eine ganze Menge. Hatte mal durch das gleiche Teleskop geschaut das Top eingestellt war und das war um Längen besser als meines.

Herbert
 
Hallo Herbert,

ich habe das Ding nur am Stern sauber justiert bekommen. Zwar mit dem Laser den Fangspiegel auf die HS-Mitte vorjustiert, dann aber mit den HS-Schrauben immer so gearbeitet, dass der Stern im Bild sich auf das Schweifchen zubewegte, dann weiter rangetastet über die Schärfe der Beugungsstrahlen und danach kann man je nach Bedingungen bei Höchstvergrößerung am Sternscheibchen tunen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven, ich hatte ja den Bericht auf deiner Homepage gelesen. Bei dir nannte er sich Pluto, bei mir Exclusiv-Line. Aber es ist das gleiche Gerät. Ich war selbst überrascht was es leisten kann. Jupiter und Saturn gehen wirklich gut obwohl es nicht exakt justiert ist. Mittlerweile habe ich das soweit im Griff das Jupiter z.B. kein Koma (Schwänzchen) bei kleiner Vergrößerung zeigt. Falls irgendwann der Himmel mal wieder klar ist werde ich die Justierung am Polarstern durchführen.

Herbert
 
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