Sichtbarkeit in Dt. von Sternen unter dem Äquator

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Leander

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Guten Tag,

ich habe bitte mal folgende Frage:

Wie weit kann ich von uns in Deutschland aus (50° N) in der "Schräge" Sterne unterhalb des Äquators sehen, sagen wir mal: Mit mag +2 und heller, das heißt also: bis zu etwa welchem Breitengrad südl. des Äquators (natürlich gute Sichtbedingungen vorausgesetzt)?
Anders ausgedrückt: wo ist 'mathematisch' der 'Grenz-Breitengrad' einer Sichtbarkeit bei uns zu sehen?

Ich würde mich über eine Hilfe zu der Frage freuen.

Gruß
Leander
 
Ganz einfach: 90° minus deine geogr. Breite = Deklination der südlichsten sichtbaren Sterne (Vorzeichen mal ignoriert)

Für 50°N ergibt das also, dass du (theoretisch) Sterne bis zu einer Deklination von -40° sehen kannst. Die kulminieren dann genau am Südhorizont.
Wenn du auf 30°N bist, geht die Sichtbarkeit also schon bis -60°, usw.
 
Moin Leander!

OMG - Schwere Frage, was?! ;)
Ein bißchen Vorstellungsvermögen reicht: bei dem Standort 50° n.Br. kannst Du theoretisch (also geometrisch) Sterne bis zu 40° südl. Breite sehen.
"Theoretisch" bedeutet: Ohne Einfluß der Refraktion und ohne Berücksichtigung der Extinktion.

http://de.wikipedia.org/wiki/Astronomische_Refraktion
http://de.wikipedia.org/wiki/Extinktion_(Astronomie)
 
Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten.

Mea culpa, ich habe mich nicht so klar ausgedrückt: Soweit war mir das mathematisch schon klar.

Ich hätte besser fragen sollen:
Welche Erfahrungswerte oder auch theoretische Werte - hier gibt es sicher Experten, die alles berechnen können - gibt es, mit realistischer Erwartung, bei klarer Sicht am Horizont, bei geringer Extinktion, mit einer geringen 'Sehhilfe', sagen wir mal mit einem 10 x 50 Fernglas, in Breitengraden gerechnet, über den Äquator zu schauen?

Gruß
Leander
 
Das kommt auf die Sichtbedingungen an, du kannst vom theoretischen Wert ca. 2-4° abziehen für den Horizontdunst.
Mein Rekord von hier (53,21°N) ist der Stern aCol mit einer Deklination von -34°04’. Habe ich mit Fernglas und bloßem Auge mal sehen können. Er erreicht max. 3° Höhe über Süd...
 
Hallo Leander,

wir könnten ja mal eine Liste von Kandidaten-Sternen zusammenstellen die man je nach Jahreszeit ausprobieren kann.
Momentan bietet sich mit bloßem Auge gut zu ergkennen Fomalhaut (α PsA) als Ausgangspunkt an, der mit 1.2mag und einer Deklination von -29.62° eine leichte Beute sein sollte.

Weitere Kandidaten für das Fernglas wären dann:
δ PsA mit 4.2mag bei -32.54°
β PsA mit 4.3mag bei -32.35°
γ PsA mit 4.5mag bei -32.88°

Wenn man jedoch
ε PsA mit 4.2mag bei -27.04°
von Fomalhaut ausgehend schon nicht mehr findet, dann haben die anderen südlicheren erst gar keine Chance mehr.

(Alle Angaben aus dem Karkoschka)

Das Hauptproblem bei der Suche nach solchen maximal südlichen Sternen ist halt die Orientierung, weil man in horizontnähe nur noch ganz wenige Sterne als Bezugspunkte als Identifikation zur Verfügung hat.

Viele Grüße
Stephan
 
Die besten Chancen bietet das Gebiet Skorpion/Schütze, dort sind noch relativ helle Sterne zu finden, speziell von Süddeutschland aus kommt man da noch ran. Dort gehen wohl auch die nördlichsten Sterne im Centaur. Ansonsten ist im Bereich von -40° nur Kleinkram...
 
Jau, Skorpion und Schütze sind wohl für solche Suchen die aussichtsreichste Region, aber die sind jetzert auch erst mal wieder bis nächsten Sommer ausser Sicht.

Da kommt die von dir Oben genannte Taube (kulminiert um null Uhr Orszeit ca. mitte Dezember) schon früher in Betracht.

Viele Grüße
Stephan
 
Hallo,

vielen Dank für Eure Beiträge und Eure Mühe, meine Frage zu beantworten.
Das sind sehr schöne Hilfen, um mich gezielt auf die Suche am Horizont zu machen (wenn denn die Bedingungen es mal wieder zulassen - diese werden ja leider von Jahr zu Jahr schlechter!)

Viele Grüße
Leander
 
Hi Leander,

vor über 20 Jahren war ich mal in Neu-Mexiko / USA bei etwa 34 Grad nördl. Breite. Da konnte ich eines abnds tief am Horizont einen hellen roten Stern sehen. Nachsehen in einer Sternkarte ergab, dass es sich um den zweithellsten Stern am Himmel (Canopus mit -52 Grad 41´ 44") handelte, einen gelben Riesenstern, der durch die Luftmasse (und de Staub in der Luft)am Horizont rot verfärbt war, andererseits hat die Refraktion ihn zusätzlich um etwa ein Grad hoch gehoben. Linear wäre er nur etwa 2 Grad über dem Horizont gewesen.......

da Canopus sehr hell ist, war er gut zu sehen, obwohl so nahe am Horizont die Extinktion schon sehr ordentlich ist. Also denke daran, dass Farbe, Helligkeit und Ort der Sterne am Horizont nicht so ganz mit deiner Sternkarte übereinstimmen.....

Gruß
Heinrich
 
Re: Sichtbarkeit in Dt. von Sternen unter dem Äqua

Hallo Leander und ander',

heute früh war für die Jagd nach dem südlichsten Stern ein ganz brauchbarer Himmel, und da ich mich eh schon im Eridanus mit dem Fernglas (7x50) gen Süden habe treiben lassen ;) war es natürlich spannend wie weit die Reise geht.
Hinter 43 (υ³) Eri (-34.02°, 4.0mag) bzw. 41 (υ 4) Eri (-33.80°, 3.6mag) ist mein Ausflugsdamper im Horizontlichtsumpf versunken.
Nach g Eri (-36.2°, 4.2mag) habe ich zwar Ausschau gehalten, aber gefunden habe ich ihn leider nicht.

Für die Columba (Taube) war es noch etwas zu früh.
α Col (-34.07°, 2.6mag) ging im Fernglas zwar schon ganz gut, aber weiter südlich war nichts mehr zu sehen. β Col (-35.77°, 3.1mag) sollte zum optimalen Zeitpunkt (Culmination) da auch noch drinn sein.

Mein Beobachtungsort liegt bei 49.76° Breite.

Viele Grüße
Stephan

PS. Vielleicht sollte man diesen Thread nach "Beobachtungsaufrufe, was habe ich gesehen" verschieben. Da würde er meiner Meinung nach gut hin passen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Horizontkratzer: Taube, Ofen, Sdl. Fisch!

So, weiter geht's mit dem praktischen Teil zu dem Thema ;)
Als ich gestern Formalhaut im Süden stehen sah und die Nacht versprach frostig kalt zu werden, kam mir die Idee, mal auf den Südhorizont zu halten. Mal schauen, was mit einer alten Digi-Cam da unten nachweisbar wird. Dank der Kälte wurde es eine selten tiefklare Nacht, die Milchstraße leuchtete sehr schön und der Blick bis an den Horizont war sehr gut. Obwohl ich genau im Süden das Licht der Stadt habe!
Zunächst etwas Theorie: Mein Standort liegt auf 53,209° N. Demnach ist der mathematische Horizont bei Deklination -36,791°. Davon ziehe ich mal 2° Toleranz für Horizontdunst und am Horizont befindliche Bäume ab, was die Sichtbarkeit verhindert und komme so auf -34°47' Deklination für gerade noch sichtbare Sterne. Leider gibt es in dem Bereich keine hellen Objekte.
Aber mal schauen...

Südlicher Fisch, Kulmination ca. 22.30-23.00 Uhr
beobachtet: ca. 22.48 Uhr MESZ (13.10.)
visuell: da um diese Zeit noch die Straßenlampen an sind und Reflexionen im Fernglas verursachten, waren von Fomalhaut ausgehend nur die Sterne gamma und delta in etwa 4° Höhe zu erkennen. Sie haben um die 4,5mag und bereits fast -33° Deklination.
Foto: ebenso, zusätzlich ist noch VZ PsA nachweisbar, ein Stern von 5,7mag und -33°04' Dekl.

Link zur Grafik: http://s5.directupload.net/images/user/091014/9pffjqcn.jpg


Hm, aber die Nacht bietet noch mehr...

Sternbild Chemischer Ofen (Fornax), Kulmination ca. 2.30-3.00 Uhr
beobachtet: 2.48 Uhr (14.10.)
visuell: Oh je, da sind zwar paar unscheinbare Sterne, aber mangels Kenntnis des Sternbilds lässt sich da nicht viel zuordnen. Die -2°C tun ihr übriges...
Foto: Da siehts schon besser aus, erstmals habe ich das Sternbild Ofen fotografiert. Mehr als die Hauptsterne sind aber nicht zu sehen, immerhin beta wirkt ganz gut, trotz nur 4,5mag und -32,4°.

Link zur Grafik: http://s12.directupload.net/images/user/091014/k2oy6nq4.jpg


Sternbild Taube, Kulmination ca. 5.30-6.00 Uhr
beobachtet: 5.35-5.45 Uhr (14.10.)
visuell: Da ist alpha sogar mit bloßem Auge zu sehen. Gerade 3° kriecht sie über den Horizont, mit -34°02' das südlichste halbwegs helle Objekt was hier zu beobachten ist. Auch lambda Col ist erkennbar, steht aber minimal nördlicher. Auch ein weiterer Stern.
Foto: auch hier lassen sich Sterne bis unter 6mag bei 10s Belichtung auf ISO400 nachweisen!

Link zur Grafik: http://s1.directupload.net/images/user/091014/oric5evh.jpg


Link zur Grafik: http://s4.directupload.net/images/user/091014/gzhl5bdr.jpg


Und schließlich findet sich, leider nur auf einem Bild, eine kleine Sternspur, die evtl. WZ Col sein könnte. Der Stern hat 5,3m und liegt 48' sö von alpha. Auch die Position passt. Das wären dann -34°40' - in 2,5° Höhe. Visuell war er nicht erkennbar. Ob es nun wirklich dieser Stern war, oder ein Bildfehler bleibt die Frage...

Link zur Grafik: http://s6.directupload.net/images/user/091014/g3djdg75.jpg


Fazit: Es bestätigt sich, dass alpha Col hier das südlichste gut erreichbare Objekt bleibt, mit gewisser Unsicherheit evtl. aber fotografisch ein neuer Rekord in südlicher Deklination.

To be continued...

PS: Vielleicht könnte ein Admin den ganzen Thread mal ins "Beobachtungsaufruf"-Forum schieben...
 
Hi Leander,

das kommt auf die Durchsichtsqualität am Südhorizont an. In La Palma 2002 ist es mir gelungen mit dem bloßen Auge 3 Sterne des Kreuz des Südens zu erkennen. Der unterste stand rechnerisch nur knapp 1° über Horizont. Und mi FG war sogar das Schmuckkästchen zu sehen (0,5°). Hier in D wirst du dich mit hellen Sternen, die mindestens 2-3° über dem Horizont stehen zufrieden geben müssen.

Gruß
Lots
 
Ich habe mich mehrmals gemüht, M7 zu finden von meinen 51 1/2 Grad nBr. Nix zu machen, selbst mit großen Instrumenten nicht. In südlichen Gefilden ist dies ein ins Auge springendes Objekt - ohne Instrument!
Ich beobachte oft Kometen: Unter 10° ist dies kaum möglich bzw. nur bei extrem hellen Dingern. Sterne sieht man freilich noch.
Ab 15° wird besser und ab 20° leidlich. Aber auch da muss ich bei meinem recht guten ländlichen Standort etwa 2 mag draufrechnen im Vergleich zum Zenit. Ein 11m Komet in 15° Höhe kann im 12er Dob unsichtbar bleiben.
 
Re: Sichtbarkeit in Dt. von Sternen unter dem Äqua

Zitat von Stephan_T:
Für die Columba (Taube) war es noch etwas zu früh.
α Col (-34.07°, 2.6mag) ging im Fernglas zwar schon ganz gut, aber weiter südlich war nichts mehr zu sehen. β Col (-35.77°, 3.1mag) sollte zum optimalen Zeitpunkt (Culmination) da auch noch drinn sein.

Mein Beobachtungsort liegt bei 49.76° Breite.


Hallo Südsternjäger,

heute Früh war es mal wieder auch in Horizontnähe überraschenderweise sehr klar. Obwohl ich noch nicht mal weit aus der Stadt (Darmstadt, Oberfeld, ca. 49.87°) draussen war, konnte ich α Col (-34.07°, 2.6mag) mit bloßem Auge und β Col (-35.77°, 3.1mag) sowie ε Col (-35.47, 3.9mag) mit dem Fernglas (7x50) sehen.

Viele Grüße
Stephan
 
Re: Sichtbarkeit in Dt. von Sternen unter dem Äqua

Hallo Stefan,

auf 50,8° Breite, Landhimmel auf einer Kuppe kann ich in guten Nächten durchaus M 6 und M 7 als helle offene Sternhaufen sehen, im 8-Zöller auch ein wenig durchvergrößern. Immerhin etwa -35° für M 7 und der KH M 55 bei -31° ist auch auflösbar.
Das sind meine südlichsten Beobachtungen von Objekten, sehr selten, nur bei extrem guter Horizontsicht möglich. Oft genug sieht man da unten am gleichen Standort nicht Mal die helleren Sterne, dafür einen zwar schmalen, aber im Dunst gut reflektierten Lichtstreifen vom Rhein/Mein-Gebiet.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Re: Sichtbarkeit in Dt. von Sternen unter dem Äqua

Hallo Günder, ;)

Zitat von *entfernt*GMS:
auf 50,8° Breite, Landhimmel auf einer Kuppe kann ich in guten Nächten durchaus M 6 und M 7 als helle offene Sternhaufen sehen, im 8-Zöller auch ein wenig durchvergrößern. Immerhin etwa -35° für M 7 und der KH M 55 bei -31° ist auch auflösbar.
wenn ich nicht zu faul wäre, um Beobachtungsberichte zu schreiben, dann könnte ich es ja genauer sagen, aber an die beiden kann mich auch vage erinnern, sie mal gesehen zu haben. Die Identifikation war dabei allerdings eher mühsam, da so wenig prägnante Sterne aussen herum zu sehen waren. Alleine die Tatsache, dass man so weit südlich noch etwas nebeliges erkennt, lässt einen dann vermuten, es müsse sich wohl um die beiden (M6 und M7) handeln. Um da unten aber sternenhaufenmäßig noch etwas aufzulösen, macht einem gerade im Sommer aber auch die Luftunruhe leicht einen matschigen Strich durch die Rechnung.


Zitat von *entfernt*GMS:
[...] dafür einen zwar schmalen, aber im Dunst gut reflektierten Lichtstreifen vom Rhein/Mein-Gebiet.

:huhu: ich sitze am Südrand dieses Lichtstreifens.

Viele Grüße
Stephan
 
Re: Sichtbarkeit in Dt. von Sternen unter dem Äqua

Vor Jahren habe ich mich auch mal daran versucht,
siehe diesen Uraltthread:
Ein besonderer Horizontschleicher
(die vielen roten Kreuzchen waren mal
Smileys die bei einem Software Update
leider abhanden gekommen sind... :( )

Es ging um Canopus, geometrisch gerade mal
ein halbes Grad über dem Horizont,
mit Refraktion wars dann etwa ein Grad.

Gruss
Thorsten
 
Horizontschleicher II

Moin,
ich wollte mich mal wieder am Thema Horizontstreifer versuchen, nachdem es gestern spätabends doch noch aufklarte. Leider war der Horizont im Süden unterhalb von 5° Höhe dann doch nicht so klar wie erhofft. Es ließ sich im Fernglas nur mühsam alpha Col in der Taube in gut 3° Höhe erkennen. Auch fotografisch war nicht mehr nachweisbar. Naja, da muss es eben noch klarer werden.

Aber beim Blick nach Norden fiel mir ein tief stehender heller Stern auf, das war die Wega.
Warum also das ganze nicht mal umdrehen, was kann man im Norden gerade noch bei der unteren Kulmination sehen?
Mein Standort liegt bei 53,2°N. In Norddeutschland bleibt Wega zirkumpolar. Sie hat eine Deklination von +38,78° und ist damit bis zur geograf. Breite von 51,22° zirkumpolar. Das ist etwa südlich des Harzes.
Weitere Kandidaten sind Capella (+46°), die hier im Norden deutlich über dem Nordhorizont bleibt, aber ganz im Süden schon recht dicht rankommt. Ebenso Deneb (+45°). Knapper ist es bei Albireo (+40°), der weiter südlich also untergeht und es gibt noch einige mittelhelle Sterne im Gebiet Fuhrmann, Perseus, Andromeda, an denen man sich ausprobieren kann.
Übrigens ist auch M31, der Andromedanebel, mit einer Deklination von +41,3° in weiten Teilen Deutschlands zirkumpolar! Das wäre dann aber eine echte Herausforderung!

Das Foto ist von heute Nacht 1.00 Uhr, Wega stand 3° hoch und erreichte den Nordpunkt um 2 Uhr bei einer maximalen Höhe von noch 2,5°.
 

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Re: Horizontschleicher II

Moin!

Ich glaub, in Deinem Elan verwechselst Du was:

> Knapper ist es bei Albireo (+40°)

Albireo (β Cyg) hat die Koordinaten
RA (J2000.0): 19h 30m 43.3s
Dec (J2000.0): +27° 57' 35"

Du meinst wohl γ Cyg...?!

BTW - Ich hab's gerade durch Zufall in SkyMap gesehen: Über Kiel ist sogar M13 zirkumpolar. ;)
 
Re: Horizontschleicher II

Dass ich dieses Thema noch nicht entdeckt habe... tsss...

Ich bin auch ein Freund horizontnaher Beobachtungen, sehr nett sieht es aus, wenn zwischen zwei Alpengipfeln am Horizont Sterne erkennbar sind. :)

Hier habe ich mal am Südwesthorizont im Februar das Achterdeck mit dem offenen Sternhaufen NGC 2546 fotografiert. Dec liegt bei etwas über -36° :cool:
Link zur Grafik: http://homepage.mac.com/acquadro/astro/eospix/horizontnah.jpg


CS,

Paolo
 
Re: Horizontschleicher II

Ich habe wieder was zu dem Thema.
Heute endlich hat es geklappt, morgens klarer Blick bis zum Südhorizont, das trotz der Vulkanasche in der Luft! ?)
Um 4.30 Uhr konnte ich den 2,3mag hellen Stern epsilon Scorpii tief im Süden im Fernglas aufspüren und auch fotografieren. Der Skorpion stand im Süden, von a und tau Sco ausgehend war eps rasch erkennbar. Der Stern stand 2,5° hoch. Das südlichste Objekt, was ich von hier (53,20833°N) bisher sehen konnte. Und wohl auch das hellste, was in diesem Deklinationsbereich machbar ist. Die Deklination beträgt -34°17'38", was meinem mathematischen Horizont von -36°47'30" recht nahe kommt.

 

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