Sinnvolles Okular für Mars?

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niemandanders

Mitglied
Hallo,

Ich würde gerne die Nähe zum Mars nutzen, allerdings fehlt mir das passende Okular.

Welche Vergrößerung ist am 16" Newton sinnvoll um möglichst viel zu erkennen, bzw könnt ihr passende Okulare empfehlen?

Vielen Dank!
 
Hallo ?,

Vornahmen wäre gut für die Anrede!

Also ich probiere das bei Interessenten immer mit vier 70° Okularen ( ohne eingebaute innere Barlow ) und einer 1,5 - 2 Fach Barlow aus,

das ergibt dann bei z.B. 1600 mm Brennweite am Planeten folgende Vergrößerungen:

mit 20 mm > 80x ; 120x ; 160x

mit 17 mm > 94x ; 141x ; 188x

mit 14 mm > 114x ; 171x ; 228x

mit 12 mm > 133x ; 200x ; 266x

so kann man sehr gut die beste Planetenvergrößerung für seine Augen und sein Einblickverhalten bei gleichem Gesichtsfeld herausfinden!

Das geht besser als mit einem Variookular, dass immer wechselnder Gesichtsfelder zeigt!

Höhere Vergrößerungen sind nur selten einsetzbar!

aber mit 10mm gäbe es > 160x ; 240x ; 320x Vergrößerung

und bei 25mm selber 70° Okulartyp > 64x ; 96x ; 128x Vergrößerung auch für Mond , Planetarische Nebel + Kugelsternhaufen

Viele haben sich dann dadurch so, mit 3 meiner Okulare und 9 Vergrößerungen,
lange Zeit beobachtet und dann erst die endgültigen Okulare mit der ermittelten Festbrennweite und Gesichtsfeldgröße eingekauft!

Da kann Einem auch Keiner helfen, denn man muss für seine Augen kaufen und nicht
nach der Meinung Anderer Augen!


Gruß Günter
 
Hi Zusammen,

angesichts der doch bescheidenen Höhe beim Meridiandurchgang wäre eher ein Flug mindestens 40 Breitengrade südlich zu empfehlen. Wenn ich so rausgucke, spricht das Wetter auch dafür...

Vermutlich ist es sinnvoll, mit eher moderater Vergrößerung und einem Graufilter und/oder Umgebungslicht gegen die Blendung an die Sache heran zu gehen. Wenn damit 200x gehen, kann man wohl ganz glücklich sein.

Clear Skies
Sven
 
Hi,

vergessen wurde Flugticket südlich des Äquators.

Gruß
 
Hallo Namenloser,

16" Newton ist ja schon mal eine Hausnummer, was hat er denn für eine BW?
Mit der Vergrößerung ist das so eine Sache, hohe Vergrößerungen sind schön, funktioniert aber nur bei optimaler Sicht (Seeing), (ganz selten). Speziell für Planeten benutze ich das Teleskop mit der längsten Brennweite (1800 mm), und mittlere Okularbrennweite 25 mm. Wenn das Seeing es zuläßt, kommt dann eine gute Barlow zum Einsatz, und habe dann Verdoppelung der Brennweite, sprich Vergrößerung. Damit habe ich meistens eine gute Abbildung. Für die Planetenbeobachtung ist die möglichst lange Brennweite ein entscheidender Faktor. Am Besten: Für jedes Einsatzgebiet das r i c h t i g e Teleskop.

Gruß

Wilfried

 
Moin zusammen!

> angesichts der doch bescheidenen Höhe beim Meridiandurchgang

Tja, das ist gerade bei der Marsbeobachtung das besondere Problem. Bei nahen Oppositionen ist das Marsscheibchen zwar am größten (alle 15 Jahre im späten Frühling und Sommer), dafür steht Mars aber auch bei uns tief in der Ekliptik. Erqält sich bspw. heute NAcht bei 18" Scheibengröße nur ca. 20° über den Südhorizont. Da hat man natürlich stark mit Seeing zu kämpfen, was die Vergrößerung am Mars herabsetzt.
Vor vier Jahren konnte man Mars locker mit 12" und jenseits der 200fachen Vergrößerung beobachten, jetzt bei der Wärme und bodennahen Thermik wird man das bis auf seltene Ausnahmen vergessen können. Leider ist auch das Beobachtungsfenster bei Mars-Oppositionen nicht groß: ca. 6 Wochen vor und nach dem opposiotoionsdaatum (diesmal: 22.5.). Da macht es keinen Unterschied, wie groß die Optik ist: das Seiing vergrößert man eben mit, die Vergrößerung muß man eben den Sichtbedingungen anpassen - da reicht ein einzelndes "Okular für Mars" garantiert nicht.

BTW: Es gibt weiter unten das schöne Board "Okulare, opt. Hilfsmittel": da gibts haufenweise Okulartips, sicher auch für 16". ;)
 
Hallo Wilfried,

ich meine vor allem: Für das am besten geeignete Teleskop was man einsetzen will/kann das richtige Okular wählen. Für Mars jetzt losrennen und ein neues Teleskop kaufen, wo ein leistungsfähiges Gerät da ist? Ja, das kann man sofort machen und viel Geld ausgeben, oder man befasst sich erstmal mit den Möglichkeiten des Vorhandenen Geräts und dessen idealer Nutzung.
Große Öffnung wird viel zu oft als Nachteil gesehen - dabei ist das auch eine Chance! Man darf sich nur nicht blenden lassen, und das meine ich absolut zweideutig und verweise auf Graufilter und variable Polfilter.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

es ist natürlich vollkommen richtig, erst einmal die vorhandenen Möglichkeiten voll auszuschöpfen, denn ich schrieb ja, dass der 16 Zöller schon mal eine Hausnummer ist. So ein Pferd hat noch lange nicht jeder im Stall. Ich auch nicht. Mit so einer Kanone lohnt es sich, alles auszureizen, und sehr richtig ist Dein Hinweis auf variable Filter. Ich habe mir vor Kurzem einen variablen 2" Graufilter und einen 2" O/III gekauft, wirklich empfehlenswerte Teile. Nun war die Frage nach dem richtigen Okular für Marsbeobachtung. Ich meine: 25mm, 17mm, 12mm, 6mm oder Barlow, eigentlich die klassische Ausrüstung, nur wann kann man schon so hoch vergrößern? Dazu noch Micha`s Anmerkung: Mars steht nur ca. 20° über dem Südhorizont! Da geht (nichts) kaum was mit hoher Vergrößerung. Empfehlen kann ich unserem Namenlosen, in diesem Fall, nur ein Okular mit mittlerer Brennweite.

Gruß

Wilfried
 
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Hallo zusammen,

funktioniert ein ADC am Newton? Falls ja, wäre es zwar knifflig, den ordentlich einzurichten - aber ohne die bisherige Okularpalette zu kennen das einzige Teil, das man pauschal empfehlen könnte, wenn es um horizontnahe Beobachtung geht.
Wenn es weniger pauschal sein soll, wären so einzwei Infos noch interessant, z.B. welche Okulare und Barlows schon vorhanden sind, wie hoch man seeingbedingt in dem Bereich an dem Beobachtungsort praktisch immer/in guten Nächten/in Ausnahmenächten vergrößern kann. Und ob der Dob ne EQ-Platform hat ("Orthoverträglichkeit") oder ob Okulare mit größerem SGF vielleicht sinnvoller wären.
Und das Budget wäre auch interessant. Zwischen chinesischen Huygens (Kanten muss man selbst schwärzen) und Kasai + ADC + EQ-Plattform gibt es dann doch einige Unterschiede was Kosten, Qualität und Gesehenes angesht.

cs
Jürgen
 
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