Astro Newbie
Neues Mitglied
Hallo zusammen,
meine Frau und ich sind Anfang des Jahres vom Astro-Virus gepackt worden. Da unsere betagte Katze uns vom Reisen abhält, haben wir das gesparte Urlaubsgeld in Equipment investiert: Ein Skywatcher Esprit 100 ED, eine EQ-6 Pro, die Canon 700Da und für die Lichtverschmutzung den L-Pro sowie den L-eXtreme.
Leider hat uns das Wetter bisher kaum Chancen gelassen. Unser erster echter Test war eine 3-stündige Aufnahme von Bodes Galaxie (M81/82) unter harten Bedingungen: Bortle 6-7 und 65% Mond.
Ich habe mir intensiv Gedanken über meine Workflows in Siril gemacht (inspiriert von YouTube und diversen Foren-Beiträgen) und nutze dabei moderne Tools wie die VeraLux-Suite, Starless Axiom und Cosmic Clarity.
Mein Problem: Sobald ich in die Entrauschung oder die Stern-Trennung gehe, verwandelt sich das Bild oft in unschönen „Pixelmatsch“. Zumindest, wenn ich die Regler mehr als nur minimal „aufdrehe“. Ich frage mich nun: Ist mein Workflow-Design grundsätzlich solide und es mangelt schlicht an Belichtungszeit/SNR bei diesen Bedingungen, oder habe ich einen logischen Fehler in der Kette? Hier sind meine beiden aktuellen Siril Workflows – einmal für Schmalband (L-eXtreme) und einmal für Breitband (L-Pro). Ich freue mich über jedes ehrliche und kritische Feedback!
Basis
1 Stacking via OSC_Preprocessing (WithoutDarks=Dithern),
2 Cropping,
3 PlateSolving und
4 GraXpert Gradientenentfernung.
Farbe & Vorbereitung
5 SPCC (Filterprofil L-Pro & Canon 600D ->700 gibt es nicht).
6 Minimales GraXpert Pre-Denoise (Stärke 0.2-0.3).
7 Trennung via SyQon Starless Axiom v2.
Masken-Bearbeitung
Starless
8 Gezieltes Denoise (GraXpert) und
9 Schärfung Cosmic Clarity (AI4).
10 Stretching via VeraLux Hypermetric.
11 Grünrauschen entfernen und
12 Farbtuning mit HDR multiscale.py
13 Sättigung via VeraLux Vectra.
Starmask
Keine Bearbeitung
Rekombination (Sterne/Nebel bzw. Galaxie)
14 Zusammenführung mit den linearen Sternen via VeraLux StarComposer.
15 Finaler Check und ggf. dezentes Abschluss-Denoise.
Basis
1 Stacking via OSC_Extract_HaOIII (WithoutDarks=Dithern),
2 gefolgt von identischem Cropping beider Kanäle und
3 PlateSolving.
Ha-Kanal (Struktur)
4 Gradientenentfernung (GraXpert) und
5 minimales Pre-Denoise (GraXpert).
6 Trennung via SyQon Starless Axiom v2 (Starless/Starmask).
7 Schärfung der starless Maske via Cosmic Clarity (AI4) im Non-Stellar Modus.
OIII-Kanal (Farbe)
8 Gradientenentfernung (GraXpert) und
9 stärkeres Denoise(GraXper), (da OIII bei der 700Da oft stärker rauscht).
10 Trennung SyQon Starless Axiom v2 (bei OIII wird nur starless behalten).
11 Angleichung: Lineare Anpassung der Helligkeitsstatistik des starless_OIII Kanals an den Ha Kanal
Rekombination (Ha & OIII)
12 RGB-Zusammensetzung HOO (rot Starless HA, Blau/Grün Starless OIII).
13 Stretching via VeraLux Hypermetric (HOO).
14 Farbtuning via HDR Multiscale & VeraLux Alchemy
Rekombination (Sterne/Nebel bzw. Galaxie)
15 Re-Kombination der Sterne via VeraLux StarComposer.
16 Finaler Schliff: Ggf. mit VeraLux Vectra die Gesamtsättigung noch etwas anheben.
Konkrete Fragen & Bitten:
1 Ist die Reihenfolge, vor allem linear vs nonlinear sinnvoll?
2 Sind die Schritte gut und vernünftig oder blähe ich irgendwo den Workflow künstlich auf?
3 Oder fehlt sogar etwas wichtiges?
4 Gibt es ggf. (auch kostenpflichtige) Tools, die besser wären und wirklich sinnvoll für Siril, so dass ich eins austauschen sollte? (Beispiel Syqon Prism Deep)
Anmerkung zu meinen Anhängen:
Vielen Dank und Sorry für den vielen Text ;-)
Euer Astro Newbie Marc
meine Frau und ich sind Anfang des Jahres vom Astro-Virus gepackt worden. Da unsere betagte Katze uns vom Reisen abhält, haben wir das gesparte Urlaubsgeld in Equipment investiert: Ein Skywatcher Esprit 100 ED, eine EQ-6 Pro, die Canon 700Da und für die Lichtverschmutzung den L-Pro sowie den L-eXtreme.
Leider hat uns das Wetter bisher kaum Chancen gelassen. Unser erster echter Test war eine 3-stündige Aufnahme von Bodes Galaxie (M81/82) unter harten Bedingungen: Bortle 6-7 und 65% Mond.
Ich habe mir intensiv Gedanken über meine Workflows in Siril gemacht (inspiriert von YouTube und diversen Foren-Beiträgen) und nutze dabei moderne Tools wie die VeraLux-Suite, Starless Axiom und Cosmic Clarity.
Mein Problem: Sobald ich in die Entrauschung oder die Stern-Trennung gehe, verwandelt sich das Bild oft in unschönen „Pixelmatsch“. Zumindest, wenn ich die Regler mehr als nur minimal „aufdrehe“. Ich frage mich nun: Ist mein Workflow-Design grundsätzlich solide und es mangelt schlicht an Belichtungszeit/SNR bei diesen Bedingungen, oder habe ich einen logischen Fehler in der Kette? Hier sind meine beiden aktuellen Siril Workflows – einmal für Schmalband (L-eXtreme) und einmal für Breitband (L-Pro). Ich freue mich über jedes ehrliche und kritische Feedback!
Workflow A: Galaxien / L-Pro
Basis
1 Stacking via OSC_Preprocessing (WithoutDarks=Dithern),
2 Cropping,
3 PlateSolving und
4 GraXpert Gradientenentfernung.
Farbe & Vorbereitung
5 SPCC (Filterprofil L-Pro & Canon 600D ->700 gibt es nicht).
6 Minimales GraXpert Pre-Denoise (Stärke 0.2-0.3).
7 Trennung via SyQon Starless Axiom v2.
Masken-Bearbeitung
Starless
8 Gezieltes Denoise (GraXpert) und
9 Schärfung Cosmic Clarity (AI4).
10 Stretching via VeraLux Hypermetric.
11 Grünrauschen entfernen und
12 Farbtuning mit HDR multiscale.py
13 Sättigung via VeraLux Vectra.
Starmask
Keine Bearbeitung
Rekombination (Sterne/Nebel bzw. Galaxie)
14 Zusammenführung mit den linearen Sternen via VeraLux StarComposer.
15 Finaler Check und ggf. dezentes Abschluss-Denoise.
Workflow B: L-eXtreme
Basis
1 Stacking via OSC_Extract_HaOIII (WithoutDarks=Dithern),
2 gefolgt von identischem Cropping beider Kanäle und
3 PlateSolving.
Ha-Kanal (Struktur)
4 Gradientenentfernung (GraXpert) und
5 minimales Pre-Denoise (GraXpert).
6 Trennung via SyQon Starless Axiom v2 (Starless/Starmask).
7 Schärfung der starless Maske via Cosmic Clarity (AI4) im Non-Stellar Modus.
OIII-Kanal (Farbe)
8 Gradientenentfernung (GraXpert) und
9 stärkeres Denoise(GraXper), (da OIII bei der 700Da oft stärker rauscht).
10 Trennung SyQon Starless Axiom v2 (bei OIII wird nur starless behalten).
11 Angleichung: Lineare Anpassung der Helligkeitsstatistik des starless_OIII Kanals an den Ha Kanal
Rekombination (Ha & OIII)
12 RGB-Zusammensetzung HOO (rot Starless HA, Blau/Grün Starless OIII).
13 Stretching via VeraLux Hypermetric (HOO).
14 Farbtuning via HDR Multiscale & VeraLux Alchemy
Rekombination (Sterne/Nebel bzw. Galaxie)
15 Re-Kombination der Sterne via VeraLux StarComposer.
16 Finaler Schliff: Ggf. mit VeraLux Vectra die Gesamtsättigung noch etwas anheben.
Konkrete Fragen & Bitten:
1 Ist die Reihenfolge, vor allem linear vs nonlinear sinnvoll?
2 Sind die Schritte gut und vernünftig oder blähe ich irgendwo den Workflow künstlich auf?
3 Oder fehlt sogar etwas wichtiges?
4 Gibt es ggf. (auch kostenpflichtige) Tools, die besser wären und wirklich sinnvoll für Siril, so dass ich eins austauschen sollte? (Beispiel Syqon Prism Deep)
Anmerkung zu meinen Anhängen:
- Ich habe euch meine Workflows mal mit Kommentaren beigefügt, damit ihr die Gedanken dahinter ggf. versteht.
- Ein starless Bild mit und ohne Denoise (Graxpert), hier sieht man das „matschige“ Problem .
- Und dies verstärkt sich ggf. noch bei weiteren Arbeitsschritten. (Bearbeitung des Bildanhanges: stacken, croppen, Gradientenentfernung, SPCC, Sternentrennung, einmal dann mit und ohne Denoise (0.6) und fürs Bild dann Abschluss mit Veralux Stratch auf Standardwerten.
Vielen Dank und Sorry für den vielen Text ;-)
Euer Astro Newbie Marc