MikeWölle
Aktives Mitglied
Hallo Beobachter,
die nebeligen Vollmondnächte eignen sich nun wirklich nicht um auf Kometenjagd zu gehen, also nutzte ich die abendliche Freizeit um ein paar Sachen am Teleskop umzubauen und im Hof hinter dem Haus auszuprobieren. Leider wollte sich der Nebel gar nicht mehr verziehen, da es aber sicher nicht regnen würde,ließ ich das Rohr einfach ein paar Tage im Freien stehen. Der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht war minimal und als es dann pünktlich am Samstagnachmittag schön wurde, war des Gerät perfekt austemperiert und es ging überhaupt kein Wind.
Das Seeing war so gut, wie noch nie. Gerade bei so großen Lichteimern kann man hohe Vergrößerungen an Planeten nur selten mit Gewinn einsetzen, doch diesmal ging doch wesentlich mehr als üblich.
Eigentlich wollte nur ich ein paar Sterntests machen, doch war das Seeing so gut, dass ich kurzerhand beschloß Jupiter zu beobachten. Der zeigte 8 bis 10 dunkle Zonen, was aber viel faszinierender für mich war: Der ganz rechte Mond Ganymed zeigte auf seinem winzigen Scheibchen im Norden eindeutig eine Aufhellung! Also experimentierte ich ein wenig mit allen mögliche Filtern und Okularen herum, bis ich die optimale Kombination fand um den Jupitermond möglichst detailreich zu beobachten. Mit dem 13mm Ethos plus 3xBarlow plus zeitweise verwendetem leichten Graufilter ging bei ca. 600 facher Vergrößerung noch mehr: Insgesamt konnte ich 5 Albedostrukturen ausmachen wovon (siehe Skizze) Nummer 1,2 und 4 sicher und immer, die anderen beiden 3 und 5 nur fallweise und unsicher zu sehen waren. Alles aber nur in verschiedenen Graustufen, unterschiedliche Farben konnte ich keine sehen.
Leicht war das Ganze nicht, da auf der Leiter stehend und von Hand nachgeführt. Gerne hätte ich auch die später stattfindenden Vorübergänge von Io und seinem Schatten gesehen doch da stand leider schon das Haus im Weg.
Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/8apm-5s-e2c0.jpg
Auch am Mond gab es ein unglaublich ruhiges Bild. Im Krater Endymion konnte ich den Schatten von ca. 18 Bergspitzen des Kraterrandes sehen, Petavius zeigte sein Rillensystem sehr deutlich, auch die bei fast voller Phase sonst eher langweilige ganze Mondscheibe zeigt überall ungeheuer viel Detail ( Teil der Rille im Alpental, 5 Krater im Plato, hell leuchtende verschieden Rillen etc). Mann so sollte es immer sein.
CS Mike
die nebeligen Vollmondnächte eignen sich nun wirklich nicht um auf Kometenjagd zu gehen, also nutzte ich die abendliche Freizeit um ein paar Sachen am Teleskop umzubauen und im Hof hinter dem Haus auszuprobieren. Leider wollte sich der Nebel gar nicht mehr verziehen, da es aber sicher nicht regnen würde,ließ ich das Rohr einfach ein paar Tage im Freien stehen. Der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht war minimal und als es dann pünktlich am Samstagnachmittag schön wurde, war des Gerät perfekt austemperiert und es ging überhaupt kein Wind.
Das Seeing war so gut, wie noch nie. Gerade bei so großen Lichteimern kann man hohe Vergrößerungen an Planeten nur selten mit Gewinn einsetzen, doch diesmal ging doch wesentlich mehr als üblich.
Eigentlich wollte nur ich ein paar Sterntests machen, doch war das Seeing so gut, dass ich kurzerhand beschloß Jupiter zu beobachten. Der zeigte 8 bis 10 dunkle Zonen, was aber viel faszinierender für mich war: Der ganz rechte Mond Ganymed zeigte auf seinem winzigen Scheibchen im Norden eindeutig eine Aufhellung! Also experimentierte ich ein wenig mit allen mögliche Filtern und Okularen herum, bis ich die optimale Kombination fand um den Jupitermond möglichst detailreich zu beobachten. Mit dem 13mm Ethos plus 3xBarlow plus zeitweise verwendetem leichten Graufilter ging bei ca. 600 facher Vergrößerung noch mehr: Insgesamt konnte ich 5 Albedostrukturen ausmachen wovon (siehe Skizze) Nummer 1,2 und 4 sicher und immer, die anderen beiden 3 und 5 nur fallweise und unsicher zu sehen waren. Alles aber nur in verschiedenen Graustufen, unterschiedliche Farben konnte ich keine sehen.
Leicht war das Ganze nicht, da auf der Leiter stehend und von Hand nachgeführt. Gerne hätte ich auch die später stattfindenden Vorübergänge von Io und seinem Schatten gesehen doch da stand leider schon das Haus im Weg.
Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/8apm-5s-e2c0.jpg
Auch am Mond gab es ein unglaublich ruhiges Bild. Im Krater Endymion konnte ich den Schatten von ca. 18 Bergspitzen des Kraterrandes sehen, Petavius zeigte sein Rillensystem sehr deutlich, auch die bei fast voller Phase sonst eher langweilige ganze Mondscheibe zeigt überall ungeheuer viel Detail ( Teil der Rille im Alpental, 5 Krater im Plato, hell leuchtende verschieden Rillen etc). Mann so sollte es immer sein.
CS Mike