Skymax 127 - für USB oder RPi HQ Camera gesonderte Verlängerungsadapter nötig?

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Skm127

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Moin,
mal wieder ein Newcomer, der sich aus diversen Gründen ein Skymax 127 auf Az-Gti zugelegt hat (Preis, Leistung, Portabilität, Steuerbarkeit).
Nach schlechten Tagen hatte ich gestern erstmals ein Wow-Effekt am Mond mit dem mitgelieferten Super 25mm und 10mm Okular. An den trüben Tagen habe ich versucht, eine Raspberry Pi HQ Camera mit einem C auf 1,25“ Adapter (3cm lang) direkt in den großen Tubus (also bei angenommenen Zenitspiegel/Okular) einzusetzen. Über die Raspbian Camera Systembefehle (unter Astroberry) hab ich immer wieder für ein paar Sekunden Video aktiviert und dabei vergeblich versucht, einen Fokus (am Tag mit Grünpflanzen in ~20-50m Entfernung) zu finden.
1.) Wo liegt bei dem MC 127/1500 der Fokuspunkt? Wieviel cm liegt er ungefähr von der Teleskoprückwand aus gemessen?
2.) Liegt er aufgrund der Bauweise eines MC immer an der gleichen Stelle (wenn man nix extra im Strahlengang hat)?
Sorry für meine Anfängerfragen. Ich weiß, daß eine Cam und noch dazu eine Pi HQ nicht gerade einfach bei der Brennweite und für Anfänger sind. Mein Ziel ist zunächst, einfach erstmal ein Bild(Preview-Video) auf dem Rechner so zu sehen, wie im Okular (mit dem kleinerem FoV).
3.) Wenn ich das mit der Pi HQ (viele kleine Pixel bei rel. großer Sensorfläche) nicht hinbekomme, wäre das doch sicher auch mit einer teureren Einsteiger-Cam schwierig?
4.) Kann man Einsteiger USB CCD auch am Tage (quasi als Spektiv-Kamera) verwenden?
5.) Setzt man diese käuflichen Einsteiger-Cams auch direkt wie den 1,25" Zenitspiegel in den M42/SC-Haupttubusanschluss (Bezeichnung so korrekt?) ? Oder braucht man auch bei Kauf USB Cams Verlängerungsstücke (1,25“ ?) ?
6.) Oder sollte ich es besser am 1,25“-Ausgang des Zenitspiegels testen, da der vielleicht den Fokuspunkt schon weiter raus bringt?
7.) Ist das Fokussieren am Tag im Nahbereich für Cams zu schwer und besser am Mond zu probieren? Mit 25mm Okular an Zenitspiegel ging es.
8.) Welche Einsteiger-USB-Cam wäre alternativ in Preisklasse ~<300…350 an dem Skymax 127 verwendbar? Wie wird die dann angebracht?
Viele Fragen…
Ich danke Euch schon mal!
Lutz
 
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PS: Prinzipiell bin ich bei diesem Setup gelandet, nachdem ich Werbung für Vespera u.a. gesehen habe. Also Fernziel ist erste einfache automatisierte EAA (soweit mit dem MC und Az Gti möglich) und Planetenfotografie.
 
Hallo Lutz,

erst einmal zur Beruhigung, der MAK ist nicht der schlechteste. Bei guter Handhabung kann man einiges erreichen.

1.) Wo liegt bei dem MC 127/1500 der Fokuspunkt?
Je nachdem wie weit dein Objekt ist! Aber das Problem für dich wird sein, dass du noch zu schnell beim Fokussieren über diesen Punkt hinwegdrehst. Wichtig ist ganz langsam den Fokussierknopf zu drehen.

Du hast richtig erkannt, dass es am Mond am besten geht. Der Nahbereich ist nicht sinnvoll, da du ja dann einen ganz anderen Fokusspunkt hast.

Wenn du eine Pi HQ erst einmal nehmen willst (habe ich nicht getestet), dann denke daran ein eventuell vorhandenes Objektiv abzuschrauben! Die Kamera kommt anstelle des Okular hinein.

7.) Oder braucht man auch bei Kauf USB Cams Verlängerungsstücke (1,25“ ?) ?
Verlängerungen brauchst du keine. Was später bei diesem MAK eine sinnvolle Ergänzung ist, wenn vor der Kamera ein 1,25 Zoll Helical Microfocuser gesetzt wird. Dann kann die grobe Fokussierung mit dem "MAK" gemacht werden und die feine Einstellung mit dem Helical Microfocuser. Dies erleichtert die Scharfstellung.

Auf meinem Bild MAK1.jpg bitte die Verlängerung zur Cam wegdenken, dies verlängert unnötig den Backfokus der Kamera. Geht, muss aber nicht sein.
 

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Als Kameras setze ich die ASI224MC und die ASI294MC ein. Die 224 ist für die Planeten Jupiter, Saturn und Mars sowie für den Mond. Die 294 für Aufnahmen wo mehr Fläche der Objekte vorhanden ist.
 
Danke Harald, das mit dem Microfocuser muss ich mir mal ansehen. Prinzipiell will ich mir aber einen Steppermotor DIY Focuser bauen, der dann auch feines Verstellen (ohne Wackeln) ermöglicht:unsure:
Das mit der Lage des Fokuspunktes in Abhängigkeit von der Entfernung - stimmt, hab ich so nicht bedacht bzw. habe das anders gemeint: liegt bei dem MC bauartbedingt der Brennpunkt relativ fix (weil drin die Linse zum fokussieren verschoben wird) und das Bild dann entsprechend je nach Größe, Entfernung, Fokussierung im Abstand zum Brennpunkt? Die Pi HQ hab ich direkt dran. Sehr schöne Fotos von Dir. Die 224 hatte ich auch schon im Blick. Geht die zum Schauen out of the Box ? Sie hat ja USB 3… geht aber sicher temporär (langsamere Übertragung) auch an USB 2 (Astroberry Pi3)? Auf einem Kauffoto sieht es so aus, als wäre der schwarze Teil der Cam zum direkt in 1,25“ zu schieben und der beiliegende Adapter für Fotoobjektive?
Anbei wie ich die Pi HQ dran habe…
Lutz
 

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Danke für den Link, habe vorher einiges durchforstet, aber den hatte ich nicht. Das ermutigt. Also wohl sicher ein Fokuseinstellproblem meinerseits oder grundsätzliches in der Software. Da muss ich mir mal ein normales direkt anschraubbares Objektiv zum Vergleichen ohne Teleskop beschaffen…
 
Hallo Lutz,
dein Fernrohr hat die Innenfokussierung, der Hauptspiegel wird beim Fokussieren nach vorne oder hinten verschoben. Dabei kannst du den Fokuspunkt in einem großen Bereich verschieben, so dass eigentlich jede Kamera einen Fokus finden sollte. Bei wenigen 10 Metern Entfernung ist das Teleskop allerdings im Makromodus, das wird nicht gehen. Ich fokussiere an einem Fernsehturm, der etwa drei Kilometer entfernt ist und das muss ich noch nachstellen, wenn ich ins All schaue.
Bei TS ist gerade eine Touptec mit Full HD Auflösung im Angebot, es gibt in deiner Preisklasse auch Kameras mit mehr Pixeln. Die werden alle wie ein Okular eingesteckt, brauchen aber einen Computer.
CS Harald
 
Prinzipiell will ich mir aber einen Steppermotor DIY Focuser bauen, der dann auch feines Verstellen (ohne Wackeln) ermöglicht:unsure:
Wenn du das hinbekommen hast, dann bin ich Kunde bei dir. An meinem APO habe ich einen von ZWO und das ist so klasse.

Bei den ASI Kameras von ZWO sind immer Adapter und Software für einige Plattformen dabei. Am meisten ist natürlich die Windows Plattform unterstützt. Ich selbst mach allerdings alles mit MacOS. Aber auch mit Linux kann man vieles realisieren.
 
Ich danke Euch! Ja mit dem Fokussieren für Cam muss ich üben: leider hab ich zu Haus kein Fernblick sondern nur schräg und nach oben, ein Fernsehturm o.ä. in der Ferne ist leider nicht verfügbar und mein Setup ist strommässig noch nicht mobil. Bei den Cam‘s vergleiche ich mal im Astronomie Tool, was da optisch passt und schau mal, was die kosten. Das mit der Pi HQ IMX477 wär zu schön (und preiswert - ich hatte ja noch einen Pi3), aber direkter USB-Anschluss ist auch universeller nutzbar. Die Cam bei TS muss ich mal vergleichen und Svbony scheint ja auch günstige Cams in brauchbarer Qualität zu bieten. Meiner Pi HQ geb ich aber mal noch paar Versuche so direkt am Tubus.
Für den elektron. steuerbaren Focuser am MAK gibt es diverse Lösungen zum 3D-Druck und die Arduino Focuser Firmware für die Ansteuerung. Am Besten finde ich momentan die Lösung zum Anstecken/Aufstecken wie
https://www.thingiverse.com/thing:5032644
Aber erstmal muss ich von Hand einen guten Fokus und überhaupt ein Cam-Bild hinkriegen - ich hoffe auf klare Nächte!
Viele Grüße,
Lutz
 
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