cstein
Neues Mitglied
Hallo,
als völliger Astronomie-Einsteiger habe ich mir ein Skywatcher-Spiegelteleskop
mit 130mm Spiegel und 650 mm Länge gekauft. Es waren zwei Okulare,
Marke unbekannt (lt. Beschreibung aus dem Netz könnten es Plössl-Okulare
sein) mit 25 mm und 10 mm dabei. Das Teil hat 399 Euro gekostet. Außerdem
habe ich mir noch ein elektronisches Okular von Meade mit CCD-Chip für 90 Euro gekauft.
Außerdem noch einen Bogen Baader-Sonnenschutzfolie, aus dem ich mir
dann gleich einen Sonnenfilter gebaut habe.
Das Teleskop besitzt einen nichtvergrößernden Sucher mit LED.
Ich habe das Gerät bei mir auf dem Balkon im 5. Stock stehen. Das
Restlicht dort ist relativ stark, da Straßen- und sonstige Beleuchtung einfällt.
Nach nunmehr zwei Monaten Versuchen muß ich sagen, daß ich ehrlich
gesagt enttäuscht bin. Ich meine von dem, was ich bis jetzt gesehen habe.
Das Stativ ist recht stabil und die Montierung dank Stahlkonstruktion auch
recht robust. Ich habe mir gesagt, daß ich am besten ganz klein anfange.
Also erstmal den Mond angesehen. Das ging ja noch. Aber mit dem
elektronischen Okular am Fernseher angeschlossen rennt der ja so schnell
aus dem Bild, daß man ohnehin draußen stehen und nachregeln muß.
Dann habe ich gedacht, schaust Dir mal ein paar Planeten an. Jupiter ist
bei dem 25 mm Okular ein kleines Scheibchen, welches zwei ganz
feine Streifchen zeigt. Auch bei dem 10 mm-Okular (65 fache Vergrößerung ?)
ist nicht viel mehr sichtbar. Vier Monde sind sichtbar. Aber nix roter Fleck und keine
Farben sichtbar. Habe mir dann mal Saturn gesucht und angesehen. Der
Ring ist sichtbar. Ein Mond ist schwach sichtbar. Aber alles sehr, sehr klein.
Keine Cassiniteilung. Dann habe ich das Ding mal ins Auto geladen und
bin rausgefahren. Wegen Schnee und Mondschein immer noch Restlicht.
Dachte, ich schaue mal sonst auf dem Himmel "spazieren". Ich habe
natürlich ein Haufen Sterne gesehen, die ich so nicht sehen konnte. Aber
keine Nebel oder ähnliches.
Nach Literaturstudium fällt mir auf, daß wenn von Deep Sky berichtet wird,
immer nur die Rede von Instrumenten mit Spiegeldurchmesser ab 200 mm
die Rede ist. Überhaupt ist da nur von solchen größeren Geräten
die Rede. Das es Leute gibt, die sich so etwas kaum leisten können,
scheint dabei keinen zu interessieren.
Ich wollte Euch nun fragen, wie ich mein Instrument noch aufwerten kann.
Ich möchte mehr von den Einzelheiten auf den Planeten sehen und auch
vom Deep Sky möchte ich mehr sehen. Ich möchte nichts vom gesehenen
abzeichnen, auch möchte ich nicht einzelne Krater auf dem Mond zählen,
da ich das ehrlich gesagt langweilig finde.
Ich hatte mir überlegt, daß die max. sinnvolle Vergrößerung ja größer
sein dürfte als 65 fach. Ich denke vielleicht das doppelte. Ich also
nach einem Okular geschaut, was aber auch schon wieder 70 Euro
kostet. Dazu bin ich einfach zu geizig. Dachte ich mir, vielleicht bringt
eine Barlowlinse etwas. Würde ich mit dieser dasselbe erreichen
wie mit einem anderen Okular ? Wie sind da Eure Erfahrungen ?
Der Vorteil wäre ja noch, daß ich damit
meine zwei jetzigen Okulare in der Vergrößerung besser abstufen
könnte. Und hat so ein Fernrohr wie meines auf längere Sicht
überhaupt Sinn ? Ich möchte gleich vorausschicken, daß ich aber zu
größerem finanziellem Aufwand als dem bis jetzt getätigten eigentlich nicht
bereit bin. Für das Geld hätte ich einen Spitzen-Feldstecher bekommen,
den ich sonst in der freien Natur auch noch hätte einsetzen können.
Ja, danke im voraus für Eure Meinungen und Kommentare.
Gruß
Christian
als völliger Astronomie-Einsteiger habe ich mir ein Skywatcher-Spiegelteleskop
mit 130mm Spiegel und 650 mm Länge gekauft. Es waren zwei Okulare,
Marke unbekannt (lt. Beschreibung aus dem Netz könnten es Plössl-Okulare
sein) mit 25 mm und 10 mm dabei. Das Teil hat 399 Euro gekostet. Außerdem
habe ich mir noch ein elektronisches Okular von Meade mit CCD-Chip für 90 Euro gekauft.
Außerdem noch einen Bogen Baader-Sonnenschutzfolie, aus dem ich mir
dann gleich einen Sonnenfilter gebaut habe.
Das Teleskop besitzt einen nichtvergrößernden Sucher mit LED.
Ich habe das Gerät bei mir auf dem Balkon im 5. Stock stehen. Das
Restlicht dort ist relativ stark, da Straßen- und sonstige Beleuchtung einfällt.
Nach nunmehr zwei Monaten Versuchen muß ich sagen, daß ich ehrlich
gesagt enttäuscht bin. Ich meine von dem, was ich bis jetzt gesehen habe.
Das Stativ ist recht stabil und die Montierung dank Stahlkonstruktion auch
recht robust. Ich habe mir gesagt, daß ich am besten ganz klein anfange.
Also erstmal den Mond angesehen. Das ging ja noch. Aber mit dem
elektronischen Okular am Fernseher angeschlossen rennt der ja so schnell
aus dem Bild, daß man ohnehin draußen stehen und nachregeln muß.
Dann habe ich gedacht, schaust Dir mal ein paar Planeten an. Jupiter ist
bei dem 25 mm Okular ein kleines Scheibchen, welches zwei ganz
feine Streifchen zeigt. Auch bei dem 10 mm-Okular (65 fache Vergrößerung ?)
ist nicht viel mehr sichtbar. Vier Monde sind sichtbar. Aber nix roter Fleck und keine
Farben sichtbar. Habe mir dann mal Saturn gesucht und angesehen. Der
Ring ist sichtbar. Ein Mond ist schwach sichtbar. Aber alles sehr, sehr klein.
Keine Cassiniteilung. Dann habe ich das Ding mal ins Auto geladen und
bin rausgefahren. Wegen Schnee und Mondschein immer noch Restlicht.
Dachte, ich schaue mal sonst auf dem Himmel "spazieren". Ich habe
natürlich ein Haufen Sterne gesehen, die ich so nicht sehen konnte. Aber
keine Nebel oder ähnliches.
Nach Literaturstudium fällt mir auf, daß wenn von Deep Sky berichtet wird,
immer nur die Rede von Instrumenten mit Spiegeldurchmesser ab 200 mm
die Rede ist. Überhaupt ist da nur von solchen größeren Geräten
die Rede. Das es Leute gibt, die sich so etwas kaum leisten können,
scheint dabei keinen zu interessieren.
Ich wollte Euch nun fragen, wie ich mein Instrument noch aufwerten kann.
Ich möchte mehr von den Einzelheiten auf den Planeten sehen und auch
vom Deep Sky möchte ich mehr sehen. Ich möchte nichts vom gesehenen
abzeichnen, auch möchte ich nicht einzelne Krater auf dem Mond zählen,
da ich das ehrlich gesagt langweilig finde.
Ich hatte mir überlegt, daß die max. sinnvolle Vergrößerung ja größer
sein dürfte als 65 fach. Ich denke vielleicht das doppelte. Ich also
nach einem Okular geschaut, was aber auch schon wieder 70 Euro
kostet. Dazu bin ich einfach zu geizig. Dachte ich mir, vielleicht bringt
eine Barlowlinse etwas. Würde ich mit dieser dasselbe erreichen
wie mit einem anderen Okular ? Wie sind da Eure Erfahrungen ?
Der Vorteil wäre ja noch, daß ich damit
meine zwei jetzigen Okulare in der Vergrößerung besser abstufen
könnte. Und hat so ein Fernrohr wie meines auf längere Sicht
überhaupt Sinn ? Ich möchte gleich vorausschicken, daß ich aber zu
größerem finanziellem Aufwand als dem bis jetzt getätigten eigentlich nicht
bereit bin. Für das Geld hätte ich einen Spitzen-Feldstecher bekommen,
den ich sonst in der freien Natur auch noch hätte einsetzen können.
Ja, danke im voraus für Eure Meinungen und Kommentare.
Gruß
Christian