SKYWATCHER 150/1200mm EQ-3-2 oder TAL-1 ???

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timguske

Neues Mitglied
Hallo Zusammen,
ich möchte auch in den Bereich der Himmelsbetrachtung einsteigen. Kenn mich in dem Bereich auch schon ein wenig aus. Nun möchte ich mir auch ein "gutes" Teleskop zulegen, dass im Rahmen von Rund 300 Euro liegen draf.
Nun hab ich mich da mal schlau gemacht und viele schwören ja geradezu auf die russischen Produkte von TAL. Gerade die TAL-1 sei ein sehr gutes Instrument.
Allerdings habe ich auch die Skywatcher 150/1200mm gefunden und muss sagen, dass dieses Teleskop von der Ausstattung her mehr hermacht. Da ich auch in den Bereich Deep Sky Betrachtungen einsteigen will, sollte das Teleskop auch hierfür tauglich sein, was ich mir bei der TAL-1 rein von den Daten her nicht ganz vorstellen kann.
Hat jemand einen Tip für mich, welches der beiden Produkte besser geeignet ist? Preislich liegen sie ja im gleichen Rahmen.
Oder hat jemand Erfahrung mit den SKYWATCHER Produkten??
Würde mich sehr über ein Feedback freuen!

Grüße Tim
 
Hallo Tim,
beide Geräte tun sich ansich nichts, ich würde sie als gleichwertig bezeichnen. Das Tal ist russisch und massiver.

Mein Tip ginge aber etwas weiter:
Sehen am Himmel beginnt ansich erst so richtig bei 8" Öffnung. Empfohlen wird hier allgemein ein Dobson Teleskop, 8" Öffnung, 1200mm Brennweite, f:6. Dieses Gerät ist das Universalgerät, sowohl am Planet als auch in Deep Sky.
Skywatcher stammt aus (Rot-) China. TS und Galaxy aus Taiwan vom Hersteller GSO. Die Geräte von Teleskopservice und von Intercon-Spacetec stamman also aus der gleichen Schmiede, sind vom Vertreiber aber unterschiedlich ausgestattet. So ist die Kollimation beim Galaxy besser, da der Facngspiegel besser justierbar ist, da er nicht auf Plastik, sondern auf Metall drückt. Auch die Okulare sind mit 32mm (Übersicht) und 9mm (144 fache Vergrößerung) sehr gut abgestimmt. Weiterhin liegt ein Justierokular bei.
Im Preis liegen beide etwa gleich. Der Galaxy kostet in der Grundausstattung 399 Euro, allerdings bereits mit Teflon Pads für ein leichteres Bewegen der Optik.

Gut, die mögen einen hunderter über Deinem derzeitigen Limit liegen, aber dafür bekämst Du ein Gerät, an dem Du lange Freude haben wirst. Es ist wie beim Auto: Hubraum ist durch nichts zu ersetzen als durch noch mehr Hubraum. Und so ist es bei Telekopen mit der Öffnung.
Ich habe das Galaxy selbst in 8" und in 12" und bin absolut zufrieden, auch und speziell was die Beratung anbelangt.
Schau mal unter www.intercon-spacetec.de und laß Dich dort mal beraten. Danach weißt Du eine Menge mehr, denn die kümmern sich um Einsteiger. Und sage ihnen einen schönen Gruß von Winfried Berberich, dann wird Dir geholfen...

Gruß und CS
Winfried

...und Willkommen im Club!
 
Hallo Winfried,

>
beide Geräte tun sich ansich nichts, ich würde sie als gleichwertig bezeichnen. Das Tal ist russisch und massiver.
>

der Skywatcher hat aber schon mehr Öffnung - das sollte man schon erwähnen.

@Tim: beachte, dass ein Teleskop sozusagen wackliger wird je länger das Teleskop wird. Wenn Du an Deep-Sky Interesse hast, kannst Du mal nen Blick auf den Sky-Watcher 150/750 werfen. Der ist kürzer als der 150/1200 und auf der gleichen Montierung (eq3) sicher besser aufgehoben, wobei die eq3 für den 6" f/5 vermutlich schon überfordert ist.

CS

Klaus
CS

Klaus
 
Hallo Winfried,

dein Beitrag in Ehren aber Deine Äußerungen sind nicht korrekt.

Auch beim GSO drücken die Kolli Schrauben auf Metall und die Kollimation ist ident.

Die Teflon Pads ( bei GSO immer alternativ erhältlich ) sorgen für keine leichtere Bewegung, das Gegenteil ist der Fall.

Die Grundausstattung des TS kostet Euro 338,- und damit besteht ein Preisunterschied.

Und last but not least, kann man immer die Ausstattung verändern und den eigenen Wünschen anpassen.

Ansonsten bin ich aber Deiner Meinung.

Viele Grüße

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
Entschuldige, Wolfi, mein Bekannter hat da wohl ein etwas älteres Gerät aus der GSO Schmiede. Schön, daß sie nun alle auf Blech drücken und nicht mehr auf Kunststoff. Gibt es ein "Ersatzteil" dafür? Bin kein Bastler vor dem Herrn, aber so könnte man sein Gerät auf Vordermann bringen. Das mit "leicht oder schwer" war nicht richtig, ich meinte mehr ruckelig und mit Pads eben nicht ruckelig...

Gruß
Winfried
 
Hab ich dir doch schon geschrieben: man nimmt eine Beilagscheibe (nehme mal an du weißt was das ist) und klebt sie hinten an den Fangspiegelhalter.

Wenn deinen Freund das bastlerisch überfordert sollte er von der Astronomie lieber die Finger lassen, sonst bricht er sich dieselben noch beim Okularwechseln.
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Bino-Tom
 
Ganz so ist es nicht, aber schließlich ist es nich mein Teleskop. Er wird`s aber schon packen.
Danke für den Tip. Unterlegscheiben in der Größe dürfte ich noch im Bastelkorb haben

Winfried
 
Moin Tim!

...falls Du Bedenken hast, daß man mit dem TAL-1 kein "Deep-Sky" machen kann, dann schau Dir mal die Beobachtungslisten auf http://www.himmel-und-er.de/ an. Also, da kann mir niemand erzählen, daß DS-Beobachtung nicht auch mit 110 mm ginge... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Frage ist nur, wie viel will man sehen? Für DS zählt neben einem möglichst dunklem Himmel vor allem Teleskop-Öffnung - und da ist der TAL-1 einem 150 mm-Newton logischerweise in allen Belangen unterlegen.

Ich hab' vier Jahre lang viel mit meinem (ex-) TAL-1 beobachtet: Ein hervorragendes Gerät für seine Größe! Bei der Standard-Montierung muß man aber vorher im Klaren sein, daß sie nicht erweiterbar ist (oder nur mit großem bastlerischen Aufwand). Und Schleppen muß auch geübt werden: Das komplette TAL-1-Teleskop wiegt knapp 20 Kilo.

Seit nunmehr 9 Jahren besitze ich u.a. einen 150/1200 mm Dobson: Eigen-Umbau, HS von ICS, 33 mm-FS von G.A.T. - der dürfte im wesentlichen mit dem Skywatcher vergleichbar sein. Das ist ein gutes Allround-Gerät mit einem sehr guten Planetenbild. Früher war der Tubus parallaktisch montiert, und ich kann nur raten, für so einen langen Tubus eine überdimensionierte Montierung zu wählen, sonst hat man nur Wackelei im Bild. Mein 6" mit 4 kg Tubusgewicht saß auf einer TAL-2M-Montierung, die für mind. 11 kg-Tubusgewicht ausgelegt ist! Eine EQ-3 wäre dafür auf alle Fälle viel zu schwach, da gehört mindestens eine HEQ-5 oder GP-DX unter.

Als Dob macht der 6" f/8 keine Probleme mehr. Das SW-Modell besitzt einen erfreulich kleinen FS (30 mm) und ist damit mehr der Planeten-Spezialist. Leider hängt an dem Teil ein 1,25"-OAZ, was den Einsatz von 2"-Okus für die reine RF-Beobachtung mit großem Gesichtsfeld ausschließt.
Aber da gibt es mittlerweile Konkurrenz: Der neue TAL-150-8P besitzt neben einem nun parabolisierten HS einen kleineren FS als das alte Modell und zusätzlich einen 2"-OAZ. Ginge es heute darum, mir einen 6" f/8 anzuschaffen, dann würde ich besagten TAL nehmen (OTA mit Rohrschellen) und mir den als Dobson zurechtmachen.

Die 6" f/5 sind natürlich auch gut zu gebrauchen, vor allem auf parallaktischer Montierung, weil der Hebel nicht so groß ist wie bei f/8. Bei den heutigen Preisen würde ich dann aber gleich den Sprung auf den oft empfohlenen 8" f/6-Dobson machen, wenn's ums Visuelle geht. Es lohnt sich dann nicht, sich mit 6" aufzuhalten. (Einen 6" f/5 Skywatcher-Newton hatte ich auch kurz in Besitz, daneben stand ein 8" f/5 aus gleicher Produktion - ich weiß also, wovon ich schreibe. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> )

BTW: Einen SW 6" f/8 (bzw. f/5) gibt es auch als Refraktor - beim ersten Lesen Deines Posts mußte ich erst herausklabüstern, was nun gemeint ist: Newton oder Refri... - für's nächste Mal... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
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