Ehemaliger Benutzer (6068)
Hallo Sternenfreunde
Die Schwächen aller „Billigdobsons“ sind bekannt und Lösungen bezüglich Tubus und OAZ hinlänglich beschrieben, ebenso die Ausstattung der Drehteller mit einem Rollenlager oder die von mir bevorzugte Variante mit Arbeitsplattenbeschichtung und Teflon. Für mich erbrachte hier der Versatz der drei Teflonlager um zwei Zentimeter nach innen und eine zusätzliche, sehr dünne Unterlegscheibe unter dem Teflonring an der Zentrierhülse die optimale Lösung, auch musste ich, was seltener beschrieben wird, der Zentrierhülse an jeder Tellerbohrung eine Lage Klebeband spendieren, um ihr das Wackeln und den resultierenden seitlichen Versatz zu Beginn jeder Nachführarbeit abzugewöhnen.
Nun zum Kern der Sache, Höhenachse und Friktionssystem mit einseitig kugelgelagerter Feststellschraube an den Tragegriffen. Schon im Originalzustand, bei richtiger Handhabung, mit leichten Vorteilen gegenüber den unterdimensionierten Höhenrädern einiger anderer Systeme, da der regelbare Widerstand unterschiedliche Zubehörgewichte ausgleicht und unbeabsichtigte Tubusbewegungen zuverlässig verhindert.
Andere Missstände, die unterdimensionierte Höhenlager verursachen, sind die leicht ruckelige Nachführung und das Nachschwingen des Tubus bei Bewegung, gerade im horizontnahen Bereich und sogar beim Fokussieren am Okularauszug. Diese sind auch beim Skywatcher festzustellen und wurden mir, besonders bei hohen Vergrößerungen, etwas lästig.
Die Höhenlagerscheiben mit 13 cm Durchmesser liegen auf zwei Kunststoffbuchsen deren Funktion lediglich darin besteht, den eingesetzten Tubus in die richtige Position zum Einschrauben der Griffe zu bringen, welche dann zentrieren. Die erforderliche Reibung wird durch Druck der Seitenteile der Rockerbox auf zwei auf die Scheiben geklebte Ringe von 6,5 cm Durchmesser erzeugt.
Hier liegt das Problem und es wurde durch Einkleben von je vier Teflonscheiben gleicher Stärke auf die Innenseite der Seitenwände an der Rockerbox, in Höhe des Außenrandes der Räder angegangen. Die größere Reibfläche und volle Ausnutzung des Raddurchmessers im Zusammenspiel mit der kugelgelagerten Zentrier- und Anpressschraube lassen das Handling fühlbar und sichtbar besser werden. Die Nachführung in der Höhe läuft nun sehr weich und gleichmäßig. Da die Teflonscheiben gegen die etwas strukturierte Fläche der Räder arbeiten ist der Einbau einer Arbeitsplattenbeschichtung nicht zwingend erforderlich. Sinnvoll wäre dies ohnehin nur, wenn durch den zusätzlichen Materialauftrag kein unerwünschter Klemmeffekt eintritt.
Das Nachschwingverhalten hat sich ebenfalls deutlich gebessert. Der Aufsatz eines größeren Rings auf die vorhandenen Räder dürfte eine weitere, deutliche Verbesserung bringen. Die Seitenteile decken bis zu 19 cm Durchmesser ab. Im Zusammenspiel mit der dosierbaren Klemmung könnte dies ausreichen, die unerwünschten Schwingungen völlig abzustellen. Ein entsprechender Versuch meinerseits steht noch aus, wer das schneller realisieren kann, sollte es versuchen und entsprechend berichten.
Auch im Selbstbau lässt sich ein solches Höhenlager mit einfachsten Mitteln verwirklichen und sollte Varianten mit größeren Höhenrädern und/oder Federn im Nachführ- und Schwingungsverhalten ebenbürtig sein. Weitere Vorteile liegen im unproblematischen Umgang mit unterschiedlich schwerem Zubehör, in der Stabilität und in der Möglichkeit, das Teleskop als Einheit zu transportieren. Optionen wie etwas größere Höhenräder, Bekleidung der Reibfläche mit Arbeitsplattenbeschichtung usw. können auch bei dieser Variante gezogen werden.
Das Potenzial dieser Höhenlagervariante fiel schon den Testern im häufig zitierten Vergleich aus Inter Stellarum 23/2002 auf. Der entsprechende Hinweis fand aber offensichtlich wenig Beachtung.
Die aufgezeigte zusätzliche Verbesserung ist mit geradezu lächerlichem finanziellen und arbeitstechnischem Aufwand zu realisieren. Bei fehlender Bezugsquelle für Teflon wird man im Baumarkt Fix-o-Moll Easy-Glider finden. Die dünne, selbstklebende Variante eignet sich vorzüglich und der Erfolg lässt den Wucherpreis von
ca. 5 Euro für die Packung ( 8 Stück enthalten) zum Schnäppchen werden.
CS, *entfernt*
Die Schwächen aller „Billigdobsons“ sind bekannt und Lösungen bezüglich Tubus und OAZ hinlänglich beschrieben, ebenso die Ausstattung der Drehteller mit einem Rollenlager oder die von mir bevorzugte Variante mit Arbeitsplattenbeschichtung und Teflon. Für mich erbrachte hier der Versatz der drei Teflonlager um zwei Zentimeter nach innen und eine zusätzliche, sehr dünne Unterlegscheibe unter dem Teflonring an der Zentrierhülse die optimale Lösung, auch musste ich, was seltener beschrieben wird, der Zentrierhülse an jeder Tellerbohrung eine Lage Klebeband spendieren, um ihr das Wackeln und den resultierenden seitlichen Versatz zu Beginn jeder Nachführarbeit abzugewöhnen.
Nun zum Kern der Sache, Höhenachse und Friktionssystem mit einseitig kugelgelagerter Feststellschraube an den Tragegriffen. Schon im Originalzustand, bei richtiger Handhabung, mit leichten Vorteilen gegenüber den unterdimensionierten Höhenrädern einiger anderer Systeme, da der regelbare Widerstand unterschiedliche Zubehörgewichte ausgleicht und unbeabsichtigte Tubusbewegungen zuverlässig verhindert.
Andere Missstände, die unterdimensionierte Höhenlager verursachen, sind die leicht ruckelige Nachführung und das Nachschwingen des Tubus bei Bewegung, gerade im horizontnahen Bereich und sogar beim Fokussieren am Okularauszug. Diese sind auch beim Skywatcher festzustellen und wurden mir, besonders bei hohen Vergrößerungen, etwas lästig.
Die Höhenlagerscheiben mit 13 cm Durchmesser liegen auf zwei Kunststoffbuchsen deren Funktion lediglich darin besteht, den eingesetzten Tubus in die richtige Position zum Einschrauben der Griffe zu bringen, welche dann zentrieren. Die erforderliche Reibung wird durch Druck der Seitenteile der Rockerbox auf zwei auf die Scheiben geklebte Ringe von 6,5 cm Durchmesser erzeugt.
Hier liegt das Problem und es wurde durch Einkleben von je vier Teflonscheiben gleicher Stärke auf die Innenseite der Seitenwände an der Rockerbox, in Höhe des Außenrandes der Räder angegangen. Die größere Reibfläche und volle Ausnutzung des Raddurchmessers im Zusammenspiel mit der kugelgelagerten Zentrier- und Anpressschraube lassen das Handling fühlbar und sichtbar besser werden. Die Nachführung in der Höhe läuft nun sehr weich und gleichmäßig. Da die Teflonscheiben gegen die etwas strukturierte Fläche der Räder arbeiten ist der Einbau einer Arbeitsplattenbeschichtung nicht zwingend erforderlich. Sinnvoll wäre dies ohnehin nur, wenn durch den zusätzlichen Materialauftrag kein unerwünschter Klemmeffekt eintritt.
Das Nachschwingverhalten hat sich ebenfalls deutlich gebessert. Der Aufsatz eines größeren Rings auf die vorhandenen Räder dürfte eine weitere, deutliche Verbesserung bringen. Die Seitenteile decken bis zu 19 cm Durchmesser ab. Im Zusammenspiel mit der dosierbaren Klemmung könnte dies ausreichen, die unerwünschten Schwingungen völlig abzustellen. Ein entsprechender Versuch meinerseits steht noch aus, wer das schneller realisieren kann, sollte es versuchen und entsprechend berichten.
Auch im Selbstbau lässt sich ein solches Höhenlager mit einfachsten Mitteln verwirklichen und sollte Varianten mit größeren Höhenrädern und/oder Federn im Nachführ- und Schwingungsverhalten ebenbürtig sein. Weitere Vorteile liegen im unproblematischen Umgang mit unterschiedlich schwerem Zubehör, in der Stabilität und in der Möglichkeit, das Teleskop als Einheit zu transportieren. Optionen wie etwas größere Höhenräder, Bekleidung der Reibfläche mit Arbeitsplattenbeschichtung usw. können auch bei dieser Variante gezogen werden.
Das Potenzial dieser Höhenlagervariante fiel schon den Testern im häufig zitierten Vergleich aus Inter Stellarum 23/2002 auf. Der entsprechende Hinweis fand aber offensichtlich wenig Beachtung.
Die aufgezeigte zusätzliche Verbesserung ist mit geradezu lächerlichem finanziellen und arbeitstechnischem Aufwand zu realisieren. Bei fehlender Bezugsquelle für Teflon wird man im Baumarkt Fix-o-Moll Easy-Glider finden. Die dünne, selbstklebende Variante eignet sich vorzüglich und der Erfolg lässt den Wucherpreis von
ca. 5 Euro für die Packung ( 8 Stück enthalten) zum Schnäppchen werden.
CS, *entfernt*
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