Skywatcher contra Vixen

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Vixen hat ganz andere Produktionsmaßstäbe als Skywatcher. Vixen hat sich darauf spezialisiert, Astronomieinstrumente allerhöchster Gütequalität zu entwickeln, dass gilt sowohl für deren Newtons als auch deren Refraktoren (Neoachromaten und ED-Apochromaten etc...).

Skywatcher hingegen ist chinesische Massenproduktion, sehr hohe Serienstreuung in der Qualität. Die optische Qualität ist ohnehin nur im mittleren Bereich anzusetzen und kann mit Vixen keinem Vergleich standhalten. Es ist halt China-Ware, ungeschlagen preiswert und durchaus doch brauchbar, aber halt kein Top-Qualität.

Außerdem werden entsprechend auch Montierungen solider und besser verarbeitet. Ob man die Skywatcher Geräte bedenkenlos jedem empfehlen kann, darum streiten sich hier die Geister, da es gute Geräte aber auch Gurken gibt. Vergleichbar mit Vixen ist es aber nicht, Du kannst genauso wenig einen VW Phaeton mit einem VW Passat vergleichen, obwohl beide von außen ähnlich aussehen. Der Vergleich hinkt zwar, macht aber in etwa deutlich was ich meine.

Grüße

Florian
 
Kurz gesagt:
weils besser ist.
Visuell spielt der Unterschied nicht so die Rolle, photographisch ist Vixen eine andere Liga. Das kostet halt was.
Klaus
 
Würde ich so nicht behaupten. Vixens Neoachromaten sind aufgrund der Konstruktion zwar besser, daher schwer vergleichbar, aber auch die normalen Newtons haben eine wesentlich bessere Spiegelqualität, gerade was sphärische Aberration etc... betrifft. Denke schon, dass man da unterschiede visuell ausmachen kann.

Allerdings sollte der Unterschied nicht so groß ausfallen, dass eines der Vergleichsgeräte Astigmatismus aufweist, dann würde ich es aber eh sofort umtauschen.
 
Klar! Ein Astigmatismus beendet eine Fernrohrkarriere ruckartig und mein Vergleich betrifft nur den 150mm Vixen mit dem 200mm Chinaböller.
Visuell sind die beiden Reflektoren deswegen vergleichbar, daß der Chinaknaller seine optischen Mängel durch höhere Öffnung und die Montierung ihre Ungenauigkeit durch größere Tragkraft (Vorsicht, die Wirbelsäule!) wettmacht. Die Spiegelqualität ist beim Vixen sicher wesentlich besser.
Die Fluorite, Neoachromaten oder auch VMC... sind überhaupt nicht mit den Syntas zu vergleichen.
Klaus
 
Hallo zusammen,

tjo, wie schon gesagt wurde ist die Verarbeitung eine ganz andere Welt, bei Vixen, mit Automobilen kann man das nicht wirklich verlgeichen, den hier gibts weltweit so hohe Anforderungen und Kämpfe um Marktanteile, da kann sich kein Hersteller mehr sehr große Schwächen erlauben, außer vielleicht die Deutschen Hersteller, da reicht der Name schon zum Absatz, auch wenn in anderen Ländern mit strengerer Qualitätssicherung gearbeitet wird. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Aber zurück zu den Teleskopen, wie schon gesagt wurde handelt es sich bei den China Sachen also Synta/Antares/Skywatcher u.a. um absolute Massenware, da wird einfach tonnenweise drauf losproduziert, ohne das jemals echte Entwicklungsarbeit geleistet wurde, oder sich die produzierenden Unternehmen mal ihre eigenen Produkte genau auf brauchbarkeit hin angesehen hätten, von Endkontrollen ganz zu schweigen.

Es zählt allein die Menge des Absatzes. Bei einer Firma wie Vixen zum Beispiel scheint man mehr Schweiss in die Arbeit zu stecken, da hält eine Schraube auch schon mal etliche Jahre und es scheint eine Endkontrolle zu geben.
Noch wichtiger aber ist, dass die Firma Vixen intesiveres Marketing betreibt und im Rahmen dessen auch bestimmte Leistungswerte bzw. Eigenschaften der Geräte zusichert, auf die man sich als Kunde auch verlassen kann. Bestes Beispiel ist die Nachführgenauigkeit bei Montierungen, oder auch überhaupt erstmal die Brauchbarkeit der Montierungen. Die Montierungen von Vixen oder jedem anderen Qualitätshersteller kann man in der Regel sofort aus der Versandbox heraus aufbauen und sofort damit arbeiten.
Wenn du bei kalter Wetterlage eine EQ-6 geliefert bekommst und damit sofort nach draussen rennst, wird die Montierung unbrauchbar weil unbeweglich sein.
Dazu kommt, auch eine fotografische Insuffizienz. An der EQ-6 kann man also erstmal richtig lange rumbasteln, bis es eine brauchbare Montierung wird.

Bei den Teleskopen siehts manchmal ähnlich aus, es kann passieren, dass die optische Qualitöt unter aller [zensiert] ist -muss aber nicht. Auch die restliche Mechanik lässt oft zu wünschen übrig, die häufigsten Störstellen sind eben shiftende Okularauszüge, rostige Auszugsrohre, und Schrauben die den Kopf verlieren. Aber auch von nicht auspolierten Optiken war schonmal was zu hören.
Die Sachen aus China sind eben im Billigsegment anzusiedeln, das heißt nicht, dass sie immer schlecht sind, das heißt nur, dass man sich das Gerät welches man haben möchte vor dem Kauf genauestens ansehen sollte.

Der Kauf eines Vixen Gerätes ist unproblematisch, die Beratung und der Support sind ebenfalls in der Vergangenheit immer absolute Klasse gewesen. Im Falle des Falles sind sogar Ersatzteile kein Problem, was bei den Chinakrachern auch anders aussieht.

clear skies,
André


 
Allerdings sind die Vixen-OAZ auch nicht besser als die von Skywatcher ( zumindest bei den achrom. Refraktoren ).

CS Michi
 
Hi,

Allerdings sind die Vixen-OAZ auch nicht besser als die von Skywatcher ( zumindest bei den achrom. Refraktoren ).

Also da sind meine Erfahrungen aber definitiv anders!

So wie ich es bislang erlebt habe leiden die Chinaauszüge im Prinzip immer an üblem Shifting und auch häufig an Spiel im Trieb.

Optimierung ist zwar mit oftmals einfachen Mitteln möglich, aber ab Werk sind die Teile oftmals nervig, so jedenfalls meine Erfahrung.

Die Auszüge von Vixen, die ich bislang benutzen durfte waren allesamt keine hochpräzisen Highendauszüge, jedoch liefen die immer spielfrei und recht leichtgängig. Wo es auch um Achromaten geht: Ich habe einen Vixen 80M und auch mit gänzlich gelöster Klemmschraube läuft der Auszug butterweich und absolut shiftingfrei.
Meiner Meinung nach also sind die Vixen Auszüge meilenweit von den Chinaauszügen entfernt.

Erst die GSO Auszüge haben langsam aufgeschlossen, kommen aber auch noch nicht ganz dran, werden aber anscheinend ständig weiter entwickelt.

clear skies,
André
 
Hi,

ich habe das letzte Jahr über mit einem Celestron-114'ner-Newton auf einer EQ1 beobachtet.
Als nun gegen Weihnachten mein neues Teleskop eintraf, und ich seit nun einer Woche Stativ, Montierung und Teleskop beisammen habe, tut mir der Vergleich mit dem 114'ner wirklich leid. Den 114'ner habe ich neu gekauft und 218Euro bei OSDV bezahlt, sicherlich für ein Neugerät ein angemessener Preis. Den Vixen Refraktor (einen 80mm f/5) bekam ich für 150Euro, die Montierung bekam ich für 30Euro geschenkt, das Stativ kaufte ich mir für 50Euro.
Alles von Vixen, alles über 10 Jahre alt, von privaten Verkäufern aus ganz Deutschland (das Stativ aus .at).
Und trotz des 'hohen' Alters ist das Teleskop in einwandfreiem Zustand (lediglich die Montierung sollte mal wieder geschmeirt werden, sie läuft recht unregelmäßig).
Das Stativ ist bombenfest, die Klemmschrauben haben einen Durchmesser von 0.75cm und drücken gegen eine Metallplatte, welche daraufhin das Holz arretiert. Verschleißfrei.
Die Montierung dreht sich butterweich, die Klemmung erfolgt mit einem großen Hebel, jeder kleine Winkel der Montierung ist präzise durchdacht.
Das Teleskop hat eine ausziehbare Taukappe, einen butterweich laufenden OAZ, dessen Spiel über drei Schrauben geregelt werden kann, sowie eine wirklich gute Optik.

Vixen legt Wert auf Qualität in der Verarbeitung. Der Tubus ist von innen mit Blenden ausgesehen, das Gerät ist von Werk aus mit dunkelm Velours ausgekleidet. Soetas findet man nicht bei China-Teleskopen.

Mein Celestron-Newton hingegen hat einen Plastik-OAZ, bei welchem zwei Zähne aus dem Trieb herausgebrochen sind, der Tubus besteht aus Blech, welches innen mit einem nicht wirklich dunklem Schwarz bestrichen wurde. Die Löcher der den Hauptspiegel haltenden Schrauben reißen aus, man muss mit der Zeit immer größere Schrauben verwenden.

Für dne Einstieg gefiel mir das Teleskop, aber es kann mit keiner Japan-Markenware mithalten, leider.

VlG,

Raphael
 
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