riff-raff
Aktives Mitglied
Die Skywatcher EQ8-Serie und im Besonderen die EQ8-R erfreuen sich höchster Beliebtheit, sind sie doch noch halbwegs erschwinglich für ihre Tragkraftklasse und mit etwas Glück erwischt man ein Modell, was mit ein paar Kompromissen auch das tut was sie soll.
Ich wollte eigentlich eine EQ6-R haben, aber stolperte über meine gebrauchte EQ8-RH zu einem Preis wo der Verstand mal kurz Pause gemacht hat und der Budget-Plan kurzerhand über Board geworfen wurde.
Nun stand sie da, war groß, schwarz, mächtig, GoTo+Tracking läuft hervorragend, auch Tracking ohne Guiding geht (Dank Encoder, gebraucht hätt es den nicht).
Aber so nach und nach entdeckt man die kleinen Macken. Mich störte vor allen die Stromversorgung sowie der leidige, interne, PASSIVE
USB3.0 Hub. Die unnötigen AUX-Ports die keiner braucht und das übliche Kabel-Wirr-Warr um das Setup drum rum. Mit moderatem CAD-Geschick, mehreren 3D-Druckern und viel Blauäugigkeit nahm ich mir vor den Spaß zu modifizieren und an meine Wünsche anzupassen bzw. die "Käfer" auszumerzen. Da ich ein großer Freund von Open Source Software aber auch Hardware bin war das Ziel alles soweit auch frei zugänglich zu machen, sodass sich ggf. nicht noch ein anderer nochmal die Mühe machen muss oder vielleicht sogar ein weiterführendes Teamprojekt draus wird. Man weiß ja nie ...
Mein Setup:
EQ8-RH
12" F4 Newton
ASI2600MC
OAG mit ASI290MM
Arduino Fokuser (Eigenkonstruktion)
PBC-Tauschutzheizung Fangspiegel (Entwicklung mit 4tronix, tausend Dank an Gareth!)
Tubusbelüftung
Stromversorgung via Sadelta SPS 2530D, 13,8V
Raspberry Pi 4 8 GB, Astroberry/Stellarmate
ab und an evtl. mal meine EOS 6D statt der ASI wenn es mehr Feld braucht, Akkumod für 5,5x2,1 mm Klinke, 13,8V
Lacerta Flatfield-Box 360 mm
Daraus ergeb sich folgende Anforderung:
- Ein Versorgungseingang, fest bis >12A, vorzugsweise 13,8V um der EQ8-R etwas Performance-Boost zu verschaffen
- Aktiver USB3.0 Hub, gespeist von der Versorgung, mind. 1 Port mit 2A Lade- Powerfunktion (man weiß ja nie)
- Raspberry, gekühlt und gespeist von der Versorgung
- 5,5x2,1mm Power-Buchsen, da vom meisten Equipment verwendet bei kompaktem Abmaß
- Design so nah am Original wie möglich
- Montierung ebenfalls direkt am Pi und der Versorgung
Optional: PWM für Tauschutz, Kühlung und Flatfield
Optional: RJ45 durchgehend um den Pi "wired" betreiben zu können
Die suche nache einem kompakten, aktiven Hub mit 12V Versorgung und 4 Ports war ein Krampf und am Ende kam nur der Transcent HUB3 (Achtung beim Kauf und Lieferung, einige Händler verschicken was anderes als sie verkaufen! Genaue Typbezeichnung beachten!)
Das Netzteil ist 12V 2A spezifiziert, auf Nachfrage beim Hersteller, welcher Spannungsbereich zulässig ist wollte man mir keine Auskunft geben ... Verständlicher Weise.
Da ich den Hub eh zerlegt hatte und ausschließlich die Verwendung der Platine plante schaute ich mir den verbauten Spannungsregler von TI an ... Eingang 9-18V ... Perfekt!
Leider hat der Hub USB 3.1 Typ Micro B als Stecker.
Als Versorgungsplattform für den Pi entdeckte ich das DockerPi Board, welches bis 5-16V Eingang verträgt und den Pi via Knopfdruck oder IR-Fernbedienung (beiliegend) rauf und runterfahren kann! Das ist natürlich super, wenn man den Pi nicht immer im Betrieb den Saft abdrehen möchte. Aktive Kühlung hat es auch und die GPIOs sind auf die Unterseite (am Pi dann Oberseite) durchgereicht für weitere Verwendung.
Als "Haupteingang" wollte ich beim Stil der EQ8-R bleiben und entschied mich für einen Aviation 2 Pol GX20-Stecker mit Staubschutz. Die Stromfeste wird hier teils mit 10A, aber auch mit 15A angegeben. 2,5mm² Kabel ließ sich gut einlöten. Ich denke das sollte reichen.
Anfangs hatte ich 3 kleine PWM-Regler Tpy 1803BK in der Sockelkonstruktion vorgesehen um die regelbedürftigen Stromausgänge manuell zu regeln, da ich mich an PWM und Software am Pi nicht rangetraut habe (zu aufwendiges Thema, was den Rahmen sprengt). Das wäre aber wieder ein händischer Eingriff, den man eigentlich remote machen könnte. Also sind es dann doch PWM-Module Typ LR784 geworden; leider mit einigen Baustellen für die nächste Iteration, dazu aber später.
RJ45 war Anfangs nicht geplant. Auf dem Schirm hatte ich es erst, als ich bei @Chris 6R sah, dass er durch die EQ8-R das Nertzwerk zur ASIAIR zieht und dann mit der ASIAIR via Hotspot die Montierung anbindet. Danke für die Inspiration!
RJ45 ist auch für die zukünftige Verwendung in meiner Sternwarte (Immer noch auf dem Reißbrett) sinnvoll. Für Speicherung kann ich so direkt meinen Server als Netzwerklaufwerk einbinden; sinnvoller als via WLAN. Als passender RJ45-Port durch die Montierung zum Pi erwies sich der Schlegel RQJ_RJ45 mit 60 cm für welchen auch eine Staubschutzkappe verfügbar ist.
Umsetzung
Komplett durch die Montierung wurde 2x2,5mm² sowie der RJ45 gezogen. Die Versorgungsspannung wird unterhalb der Prismenklemme mit zwei Klemmen verteilt: zwei mal 1,5mm² zurück durch die Montierung in den Mittelteil zur Versorgung der Montierung und jeweils zwei mal 2,5mm² in den vorderen und hinteren Teil, wo abermals Klemmen sitzen und mit 1,5mm² dann die Unterkomponenten und Ports versorgen. Es sollte also alles hinreichend stromfest sein.
Zusätzlich muss ein USB2.0 von oben zurück nach unten zum Anschluss der Montierung. Der Motor der DEC-Achse muss demontiert werden, sonst wird es schlichtweg zu eng zum Legen der Kabel.
Im Unteren Teil der Montierung steckt nun nur der RJ45-Port sowie der GX20 zur Stromversorgung. Der Sockel baut höher auf als der Originale und schränkt ALT >60° ein.
EQ8-RH_Head_Base
Download
TBC
Ich wollte eigentlich eine EQ6-R haben, aber stolperte über meine gebrauchte EQ8-RH zu einem Preis wo der Verstand mal kurz Pause gemacht hat und der Budget-Plan kurzerhand über Board geworfen wurde.
Nun stand sie da, war groß, schwarz, mächtig, GoTo+Tracking läuft hervorragend, auch Tracking ohne Guiding geht (Dank Encoder, gebraucht hätt es den nicht).
Aber so nach und nach entdeckt man die kleinen Macken. Mich störte vor allen die Stromversorgung sowie der leidige, interne, PASSIVE
Mein Setup:
EQ8-RH
12" F4 Newton
ASI2600MC
OAG mit ASI290MM
Arduino Fokuser (Eigenkonstruktion)
PBC-Tauschutzheizung Fangspiegel (Entwicklung mit 4tronix, tausend Dank an Gareth!)
Tubusbelüftung
Stromversorgung via Sadelta SPS 2530D, 13,8V
Raspberry Pi 4 8 GB, Astroberry/Stellarmate
ab und an evtl. mal meine EOS 6D statt der ASI wenn es mehr Feld braucht, Akkumod für 5,5x2,1 mm Klinke, 13,8V
Lacerta Flatfield-Box 360 mm
Daraus ergeb sich folgende Anforderung:
- Ein Versorgungseingang, fest bis >12A, vorzugsweise 13,8V um der EQ8-R etwas Performance-Boost zu verschaffen
- Aktiver USB3.0 Hub, gespeist von der Versorgung, mind. 1 Port mit 2A Lade- Powerfunktion (man weiß ja nie)
- Raspberry, gekühlt und gespeist von der Versorgung
- 5,5x2,1mm Power-Buchsen, da vom meisten Equipment verwendet bei kompaktem Abmaß
- Design so nah am Original wie möglich
- Montierung ebenfalls direkt am Pi und der Versorgung
Optional: PWM für Tauschutz, Kühlung und Flatfield
Optional: RJ45 durchgehend um den Pi "wired" betreiben zu können
Die suche nache einem kompakten, aktiven Hub mit 12V Versorgung und 4 Ports war ein Krampf und am Ende kam nur der Transcent HUB3 (Achtung beim Kauf und Lieferung, einige Händler verschicken was anderes als sie verkaufen! Genaue Typbezeichnung beachten!)
Das Netzteil ist 12V 2A spezifiziert, auf Nachfrage beim Hersteller, welcher Spannungsbereich zulässig ist wollte man mir keine Auskunft geben ... Verständlicher Weise.
Da ich den Hub eh zerlegt hatte und ausschließlich die Verwendung der Platine plante schaute ich mir den verbauten Spannungsregler von TI an ... Eingang 9-18V ... Perfekt!
Leider hat der Hub USB 3.1 Typ Micro B als Stecker.
Als Versorgungsplattform für den Pi entdeckte ich das DockerPi Board, welches bis 5-16V Eingang verträgt und den Pi via Knopfdruck oder IR-Fernbedienung (beiliegend) rauf und runterfahren kann! Das ist natürlich super, wenn man den Pi nicht immer im Betrieb den Saft abdrehen möchte. Aktive Kühlung hat es auch und die GPIOs sind auf die Unterseite (am Pi dann Oberseite) durchgereicht für weitere Verwendung.
Als "Haupteingang" wollte ich beim Stil der EQ8-R bleiben und entschied mich für einen Aviation 2 Pol GX20-Stecker mit Staubschutz. Die Stromfeste wird hier teils mit 10A, aber auch mit 15A angegeben. 2,5mm² Kabel ließ sich gut einlöten. Ich denke das sollte reichen.
Anfangs hatte ich 3 kleine PWM-Regler Tpy 1803BK in der Sockelkonstruktion vorgesehen um die regelbedürftigen Stromausgänge manuell zu regeln, da ich mich an PWM und Software am Pi nicht rangetraut habe (zu aufwendiges Thema, was den Rahmen sprengt). Das wäre aber wieder ein händischer Eingriff, den man eigentlich remote machen könnte. Also sind es dann doch PWM-Module Typ LR784 geworden; leider mit einigen Baustellen für die nächste Iteration, dazu aber später.
RJ45 war Anfangs nicht geplant. Auf dem Schirm hatte ich es erst, als ich bei @Chris 6R sah, dass er durch die EQ8-R das Nertzwerk zur ASIAIR zieht und dann mit der ASIAIR via Hotspot die Montierung anbindet. Danke für die Inspiration!
RJ45 ist auch für die zukünftige Verwendung in meiner Sternwarte (Immer noch auf dem Reißbrett) sinnvoll. Für Speicherung kann ich so direkt meinen Server als Netzwerklaufwerk einbinden; sinnvoller als via WLAN. Als passender RJ45-Port durch die Montierung zum Pi erwies sich der Schlegel RQJ_RJ45 mit 60 cm für welchen auch eine Staubschutzkappe verfügbar ist.
Umsetzung
Komplett durch die Montierung wurde 2x2,5mm² sowie der RJ45 gezogen. Die Versorgungsspannung wird unterhalb der Prismenklemme mit zwei Klemmen verteilt: zwei mal 1,5mm² zurück durch die Montierung in den Mittelteil zur Versorgung der Montierung und jeweils zwei mal 2,5mm² in den vorderen und hinteren Teil, wo abermals Klemmen sitzen und mit 1,5mm² dann die Unterkomponenten und Ports versorgen. Es sollte also alles hinreichend stromfest sein.
Zusätzlich muss ein USB2.0 von oben zurück nach unten zum Anschluss der Montierung. Der Motor der DEC-Achse muss demontiert werden, sonst wird es schlichtweg zu eng zum Legen der Kabel.
Im Unteren Teil der Montierung steckt nun nur der RJ45-Port sowie der GX20 zur Stromversorgung. Der Sockel baut höher auf als der Originale und schränkt ALT >60° ein.
EQ8-RH_Head_Base
Download
TBC