Skywatcher Evostar 150 ED Apo guter Allrounder?

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Hallo Bojan,

hätte ich das Geld lockerer sitzen, würde ich es für visuelle Beobachtung trotzdem nicht in eine solche Kombi stecken, solange mein Standort nicht wirklich top ist. Und da reicht schon ein Nachbar mit Bewegungsmelder-Licht, und der heimische Garten ist gar nicht mehr so toll.

Man ist damit halt nicht besonders mobil bzw ich wäre für den mobilen Betrieb zu faul. Und wenn man deswegen auf 5 Zoll geht, dann ist schon wieder nicht mehr viel möglich beim Kugelsternhaufen auflösen und Galaxien betrachten.

Man sollte auch ungefähr wissen, was einen erwartet, bevor man so viel Geld in die Hand nimmt, finde ich. Es sind schon auch viele enttäuscht, wenn sie trotz professionellen Equipments dann zunächst doch nicht mehr sehen als blasse Fleckchen und leicht waberige, immer noch relativ kleine Planetenscheibchen. Ganz zu schweigen davon, dass die klaren Nächte rar und oftmals kalt sind.

VG Klaus
 
Man sollte auch ungefähr wissen, was einen erwartet,
oder eben genau nicht, dann erfreut man sich an dem, was man selber entdeckt
bevor man so viel Geld in die Hand nimmt, finde ich. Es sind schon auch viele enttäuscht, wenn sie trotz professionellen Equipments dann zunächst doch nicht mehr sehen als blasse Fleckchen und leicht waberige, immer noch relativ kleine Planetenscheibchen. Ganz zu schweigen davon, dass die klaren Nächte rar und oftmals kalt sind.
Wenn ich bedenke wie begeistert so ziemlich jeder Gastbeobachter nach einem Blick durch meinen 80mm ED war, obwohl ich nur Vogelequipment mithatte und auf 67x limitiert war, dieses waberige kleine Planetebscheibchen zeigt auch bei 67x und nur 80mm mehr als die Meisten erwartet hätten.
Wenn ich jedes mal nen Euro für den Satz "So kenn ich das nur von Bildern" bekommen hätte, hätte ich jetzt wohl auch einen Tak XD

Es ist noch gar nicht lang her da war 5" absoluter Luxus.
Ich kann mich gut daran erinnern, dass bei Neueinsteiger nur die Wahl stand, ob man mit 76mm Newton oder 60-70mm Linse angefangen hat. Die Besserverdiener hatten dann einen 114mm Newton oder nen 80er Refraktor. Und dann gab es da diese Legende aus diesem einen Verein ein paar Orte weiter, der hatte ein C8, so sagt man...

Warum erzählen hier dauernd alle dass man unter xx mm Öffnung nix mehr sieht? ist doch Blödsinn.
Ich hab auch einen 10 Zöller seit bald elf Jahren. Ich weiß also was der kann und was nicht. Trotzdem macht mir auch der 120er und ja, sogar der 80er immer wieder spaß, egal ob Deep Sky oder Sonnensystem. Und nicht nur mir.

Wenn ein völlig unerfahrender Beobachter knapp ein halbes Dutzend Details vom Mars aufzählen kann während er durchschaut, wie gesagt, nur 67x und 80mm, und ich dann hier von den Erfahrenen ständig lese unter 6 Zoll geht nix mehr, besser 8, dann passt da was nicht zusammen.

LG
Olli
 
Zuletzt bearbeitet:
Planeten sind halt eine völlig andere Sache. Da geht auch mit kleiner Öffnung schon viel. Mond natürlich auch.
Aber wenn es um Deep Sky geht ist halt eine große Öffnung (und ein dunkler Himmel) unverzichtbar.

Ciao, Udo
 
Ja, klar ist das was anderes.
Aber mit 120mm geht auch im Deep Sky was. Nicht so spektakulär wie mit 10", aber spaß macht das auch. Gerade Offene Sternhaufen und Gasnebel. Aber auch Leo Trio, Andromeda, M33. Sind halt bei gleicher Helligkeit einfach nur halb so groß. KSH kann man damit aber nicht auflösen, das ist klar.
Selbst der 80er. Mit dem Lacerta 40mm hab ich satte 4,5° Gesichtsfeld. Das hat so manches 10x Fernglas. Nordamerika oder Cirrus kommen da mega gut, nichtvwegen den Details, sondern wegen der Übersicht, das Objekt im Kontext, aber dafür brauchts dann wirklich geilen Himmel.

Es ist wie so oft auch eine Sache der Schlepplust.
Der ED120 geht auch locker auf ne EQ5, der kleine 80er sitzt auf nem Fotostativ. Der 10er hat seine fette eq6 drunter und braucht 3 statt 2 Gegengewichte.
Nicht zuletzt deswegen siend die Refraktoren ständig im Einsatz, der Newton jetzt nicht so _affeaugen:


Um auf die eigentliche Frage dieses Threads zurück zu kommen.

Ist ein 150mm ED ein guter Allrounder?

Verdammt JA!

Deep Sky
geht klasse, man hat halt nicht den Tiefenblick wie mit 10 Zoll, aber spaß haben kann man dennoch sehr viel, 6" ohne Reflexions und Obstruktionsverluste zeigen eine Menge.

Planeten
6" Apo ist doch die perfekte Planetenkanone, da bleiben kaum Wünsche offen.

Sonne
Weißlicht nicht nur Folie sondern auch mit Keil, H-alpha auch kein Thema, 2,5x Powermate für F/30 und Quark Combo dran, ERF vorn drauf, läuft.

Bino
Keine Sorge mit Fokuslage, läuft

Nachteil?
Braucht eine EQ6->Schwer
Fotografie: durch den großen Hebelarm schwer beherrschbar, und der Restfarbfehler könnte hier stören.

LG
Olli
 
Was Gewicht angeht, find ich bei der EQ6 oder EQ6R garnicht so schlecht, vor allem wenn man sie gut belädt steht mit Sicherheit einiges stabiler und schwingungsfreier da.

Gruß Vincent
 
Ist halt auch immer eine Frage was für Ansprüche man hat. Und wie schnell oder langsam die persönliche Lernkurve verläuft. Der Threadersteller hat von Astrofotografie ja auch noch nichts erwähnt - und visuell sollte so ein 150/1200 durchaus "gut genug" sein. Zumindest so lange bis man anfängt sich Okulare zu kaufen die mehr als das Teleskop kosten....

Wenn es mehr um Astrofotografie geht, würde ich mit so einem "Riesen" nicht einsteigen wollen. Fotografisch kann man mit kleineren Öffnungen besser korrigierte Teleskope finden in ähnlicher Preisklasse. Aber dann fällt halt der visuelle Deep-Sky-Bereich etwas hinten 'rüber. Aber im Ursprungspost ging es ja um visuelle Beobachtung - da macht sich so ein 150/1200 schon ganz gut. Je nach Körperstatur, Alter und Geschicklichkeit finde ich ein Gerät dieser Größe auf einer EQ6 auch durchaus noch ganz gut handhabbar. Aber das ist halt sehr vom Nutzer abhängig. Eine Frau mit 40 kg wird da mehr Schwierigkeiten haben als ich mit 110lg und 198 cm Körpergröße.

Ciao, Udo
 
Warum erzählen hier dauernd alle dass man unter xx mm Öffnung nix mehr sieht? ist doch Blödsinn.
Ich hab auch einen 10 Zöller seit bald elf Jahren. Ich weiß also was der kann und was nicht. Trotzdem macht mir auch der 120er und ja, sogar der 80er immer wieder spaß, egal ob Deep Sky oder Sonnensystem. Und nicht nur mir.
Sowas habe ich nicht erzählt. Kugelsternhaufen und die meisten Galaxien aber haben eine gewisse Öffnung ganz gerne, wie ich schon schrieb. Ob man das dann noch als den gewünschten Allrounder ansieht ist dann halt Geschmackssache.

VG
Klaus
 
Und jetzt noch das Preisschild dazu....


Wenn du meinst
Den Anhang 296594 betrachten
Unter theoretisch perfekten Bedingungen, ja, man kann es sehen, grad so. Aber unter realen Bedingungen, never



Sei dir und deinem Portemonnaie gegönnt, der Glaube guckt immer mit, kenne das aber selbst XD

LG
Olli

Hallo Olli,

ich will mal auf deine Grafik mit den Doppelsternen zusprechen kommen.
Das trennen von Doppelsternen nach Rayleigh macht leider keinerlei Aussage über die Abbildungsqualität und es bringt daher nichts sich damit zu beschäftigen wenn man den Einfluss des Strehl auf die Abbildung untersuchen möchte.
Du könntest die Sache auch noch weiter als Strehl 0,6 treiben und würdest feststellendes selbst eine absolute Vollgurke mit Strehl 0,1 mit Leichtigkeit einen Doppelstern nach Rayleigh trennen kann.

Entscheidend ist nicht Rayleigh sondern die Helligkeit der Beugungsringe die bei flächigen Objekten die benachbarten PSF überlagern und so ganz massiv Kontrast kosten.
Ein Doppelstern ist mit nur 2 benachbarten PSF eine extreme Vereinfachung und ein Sonderfall der für den Normalfall mit einer Vielzahl benachbarter PSF keine Aussage bringt.

Entscheidend ist also nicht Rayleigh sondern der Kontrast insbesondere da wo auch schon der Objektkontrast schwach ist.
Da trennt sich dann die Spreu vom Weizen und da erkennt man welche Optik gut und welche weniger gut ist.
Also nicht die harten Kontraste wo auch eine mäßige Optik noch etwas Bildkontrast vom harten Objektkontrast übrig lässt sondern die schwachen Objektkontraste wo nur eine gute Optik noch genügend Bildkontrast übrig lässt damit man sie erkennen kann sind der Gradmesser um eine schlechte von einer guten Optik zu unterscheiden.
Und da merkt man einen Unterschied im Strehl von 10 Punkten durchaus.
Ob man auch 4 Punkte also wie im Beispiel Strehl 0,94 versus 0,98 schon sieht da will ich mich nicht festlegen, ausgeschlossen ist es jedenfalls nicht wenn gleich ich es nicht für wahrscheinlich halte.

Grüße Gerd
 
Ein guter 5"-6" Apo kann nicht-kompakte Kugelsternhaufen (KST; z. B. M13) bei einer Austrittspupille (AP) von 1mm und kleiner sehr schön und scharf auflösen (eigene Erfahrungen).
Wählt man bei einem +6" SCT oder Mak eine AP von 1mm und kleiner bei KST, wird die Abbildung oft unscharf und "matschig" (eigene Erfahrungen).
Dennoch ist viel Öffnung bei deep sky nicht verkehrt...;).
 
Das trennen von Doppelsternen nach Rayleigh macht leider keinerlei Aussage über die Abbildungsqualität und es bringt daher nichts sich damit zu beschäftigen wenn man den Einfluss des Strehl auf die Abbildung untersuchen möchte.
Du könntest die Sache auch noch weiter als Strehl 0,6 treiben und würdest feststellendes selbst eine absolute Vollgurke mit Strehl 0,1 mit Leichtigkeit einen Doppelstern nach Rayleigh trennen kann.

Entscheidend ist nicht Rayleigh sondern die Helligkeit der Beugungsringe die bei flächigen Objekten die benachbarten PSF überlagern und so ganz massiv Kontrast kosten.
Ein Doppelstern ist mit nur 2 benachbarten PSF eine extreme Vereinfachung und ein Sonderfall der für den Normalfall mit einer Vielzahl benachbarter PSF keine Aussage bringt.

Entscheidend ist also nicht Rayleigh sondern der Kontrast insbesondere da wo auch schon der Objektkontrast schwach ist.
Da trennt sich dann die Spreu vom Weizen und da erkennt man welche Optik gut und welche weniger gut ist.
Also nicht die harten Kontraste wo auch eine mäßige Optik noch etwas Bildkontrast vom harten Objektkontrast übrig lässt sondern die schwachen Objektkontraste wo nur eine gute Optik noch genügend Bildkontrast übrig lässt damit man sie erkennen kann sind der Gradmesser um eine schlechte von einer guten Optik zu unterscheiden.
Und da merkt man einen Unterschied im Strehl von 10 Punkten durchaus.
Ob man auch 4 Punkte also wie im Beispiel Strehl 0,94 versus 0,98 schon sieht da will ich mich nicht festlegen, ausgeschlossen ist es jedenfalls nicht wenn gleich ich es nicht für wahrscheinlich halte.

Grüße Gerd
Da hast du völlig recht, mein eigenes Augenmerk bei dieser Gtafik lag auch eher in der Intensität des ersten Beugungsringes als in der Trennung des Doppelsterns. Die Helligkeit des ersten Beugungsringes ist mE ein guter Anhaltspunkt für die Kontrastleistung und subjektiv empfundene Schärfe beim durchschauen.
Klar, 10 Strehlpunkte wird man sehen, aber 4 Strehlpunkte am oberen Ende, wahrscheinlich nur unter Laborbedingungen.

So explizit kam es von dir nicht, nein, das will ich dir hier auch nicht unterstellen.
Es schlug nur grob in eine Richtung, die ich hier leider auch schon oft sehr viel krasser gelesen habe, deshalb wollte ich das loswerden bevor die große Öffnungsdiskussion wieder losgeht,
also nix gegen dich im speziellen.

Die beste Öffnung ist die, die man nutzt, deshalb sollte es auch nicht zu schwer werden, insofern man sich des eigenen Enthusiasmusses nicht dauerhaft absolut sicher ist.
Eine EQ6 ist da oft schon Grenzwertig mit knapp 18kg Achskreuz, weshalb ich selbst auch grad sehr mit der AzEq5 liebäugle, im AZ Betrieb spar ich mir die Gegengewichte, da ich sowieso idR zwei Refraktoren parallel nutze. Würde mich um insgesamt 20kg Transportgewicht erleichtern.
Die 6 kann dann getrost fix auf dem Balkon verweilen.

Ob man das dann noch als den gewünschten Allrounder ansieht ist dann halt Geschmackssache.
Wie so oft.
Es bleibt ein Hobby das von Menschen betrieben wird, und Menschen sind halt unterschiedlich.

LG
Olli
 
Hallo Olli,

Warum erzählen hier dauernd alle dass man unter xx mm Öffnung nix mehr sieht? ist doch Blödsinn.

na da gibt es doch nur eine Erklärung.
Ausgeprägte Sehschwäche von Leuten die das behaupten.
Mangelnde Erfahrung und ein ungeübtes Auge sind natürlich auch möglich.
Ideologische Scheuklappen ebenso.

Ich habe mir kürzlich erst eine neues Fernglas gekauft.
Das hat nur 42mm Öffnung aber eine sehr hohe interne Transmission und ich hab damit viel Spaß bei DS
Die Andromedagalaxie ist in ihrer kompletten Ausdehnung erkennbar, nicht nur der helle Kern, das ist schon beeindruckend.

Grüße Gerd
 
Wobei Öffnung ein ganz wesentlicher Faktor bei
lichtschwachen Objekten ist. Und so sehr ich meinen ED-Apo liebe (die Sternabbildung ist ein Traum!) , er macht meinen 16" Newton nicht obsolet, er ergänzt ihn prima.

Dürfte ich nur ein Teleskop betreiben, wäre es immer das mit größtmöglicher Öffnung, das ich noch gut und gerne händeln kann.

Gruß Horst
 
na da gibt es doch nur eine Erklärung.
Ausgeprägte Sehschwäche von Leuten die das behaupten.
Mangelnde Erfahrung und ein ungeübtes Auge sind natürlich auch möglich.
Ideologische Scheuklappen ebenso.
Ich denke, was viele Leute nicht kapieren, ist der Umstand, dass es physikalisch unmöglich ist ein helleres Bild im Teleskop zu erzeugen als mit dem bloßen Auge. In der Praxis ist es sogar immer dunkler, da man Transmissions-/Reflexionsverluste hat und praktisch nie die ideale Austrittspupille am Okular zur Eintrittspupille am Auge hat.

Man sieht nur mehr, da man die höhere Lichtsammelleistung des Teleskops nutzen kann, um ein ähnlich helles Bild wie mit dem bloßen Auge bei höherer Vergrößerung zu erreichen.

Oben irgendwo steht dann noch, dass ein Refraktor bei der Auflösung von Sternhaufen schwächelt. Eigentlich ist das gerade die Stärke von Refraktoren. Denn hier profitiert man von der selben Eigenschaft wie bei der Planetenbeobachtung: der größtmögliche Anteil des Sternlichts landet im zentralen Beugungsscheibchen, was zu einem maximalen Kontrast führt. Man schwärmt ja nicht umsonst von nadelfeinen und wie ausgestanzten Sternen. Mein 5" Refraktor zeigt an Kugelsternhaufen deutlich mehr Einzelsterne als mein 6" Maksutov. Wenn es um die Auflösung von Kugelsternhaufen geht, dann ist ähnlich wie bei der Planetenbeobachtung der Kontrastdurchmesser ein besserer Anhaltspunkt als die reine Öffnung. Irgendwo ist da natürlich schluss. Ein 6" Apo mag noch mit einem 8" SC mithalten, gegen einen 12" Newton verliert er allerdings in allen Belangen. Nur bei Mond und Planeten wird man den Vorteil des 12"ers nur extrem selten nutzen können, wenn man keinen sehr guten Standort hat.

Die Stärke von Spiegeln sind ausgedehnte Nebel ohne starke Kontraste. Da kann der Apo mit seinen Stärken nicht punkten. Aber...
Die Andromedagalaxie ist in ihrer kompletten Ausdehnung erkennbar, nicht nur der helle Kern, das ist schon beeindruckend.
...bei Galaxien sieht man bei mir mittlerweile nur noch die Kerne. Und zwar egal mit was ich schaue. Da ist der Hintergrund einfach zu hell und es sind zu viele blendende Lichter außenrum. Klar kann ich mir das im 12"er größer anschauen, aber viel mehr Details sehe ich damit auch nicht. Das ist schon krass heller geworden ringsrum die letzten Jahrzehnte. Das war für mich auch einer der Gründe auf einen Apo umzusteigen. Wozu die große Trum rumschleifen, wenn ich so gut nie wirklich was davon habe?
 
Oben irgendwo steht dann noch, dass ein Refraktor bei der Auflösung von Sternhaufen schwächelt. Eigentlich ist das gerade die Stärke von Refraktoren. Denn hier profitiert man von der selben Eigenschaft wie bei der Planetenbeobachtung: der größtmögliche Anteil des Sternlichts landet im zentralen Beugungsscheibchen, was zu einem maximalen Kontrast führt. Man schwärmt ja nicht umsonst von nadelfeinen und wie ausgestanzten Sternen.
Ja schon, aber 10 Zoll lösen so einen KHS auch mal bis ins Zentrum hinein auf, das vermag ein 120mm Gerät nicht, das war damit gemeint. Geil aussehen tuts halt trotzdem, da hast du recht.
Mein 5" Refraktor zeigt an Kugelsternhaufen deutlich mehr Einzelsterne als mein 6" Maksutov.
Das sind unobstruierte 127mm gegen hochobstruierte 139mm (Wenns ein Skymax ist).
Das wundert mich gar nicht. Nicht nur ist die Airy Disc im Refraktor bei gleicher Lichtsammelleistung heller, sondern die Lichtsammelleistung des Maks ist durchvReflexion und Obstruktion tatsächlich geringer. Da kann der minimale Auflösungsvorteil auch nicht mehr helfen.

...bei Galaxien sieht man bei mir mittlerweile nur noch die Kerne. Und zwar egal mit was ich schaue. Da ist der Hintergrund einfach zu hell und es sind zu viele blendende Lichter außenrum.
Ja, leider, deshalb ist visuelles Deep Sky für mich so gut wie tot. Entsprechend selten kommt der Newton zum Zug bei mir.
Klar kann ich mir das im 12"er größer anschauen, aber viel mehr Details sehe ich damit auch nicht. Das ist schon krass heller geworden ringsrum die letzten Jahrzehnte. Das war für mich auch einer der Gründe auf einen Apo umzusteigen. Wozu die große Trum rumschleifen, wenn ich so gut nie wirklich was davon habe?
Raus aus meinem Kopf! :LOL:

LG
Olli
 
Das sind unobstruierte 127mm gegen hochobstruierte 139mm (Wenns ein Skymax ist).
125mm gegen 152. Ist ein TS 125mm SD und ein Intes Mk66 mit 33% Obstruktion.

Das kannst du dir einfach über den Daumen herleiten. Je mehr Licht im zentralen Scheibchen landen, desto höher ist dessen Flächenhelligkeit und desto eher hat es genug Kontrast um sich für das Auge gegen den Hintergrund abzuheben. Je größer die Obstruktion und je niedriger der Strehl bzw. die optische Qualität desto weniger Licht landet anteilig im zentralen Beugungsscheibchen. Entsprechend niedriger ist der Kontrast.
 
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