Skywatcher HM6/PFGP-Polsucher für NEQ5 optimieren

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Eingehirner

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Hallo,

der genannte Polsucher scheint unter EQ5-Besitzern relativ beliebt zu sein. Bekannt ist, dass er bei der NEQ5 aufsitzt und einen Spalt von etwa 2-3mm zwischen Skala und Montierung frei lässt, was nervt und stört. Ausserdem gibt es ein paar andere Sachen, die man optimieren kann.

Spalt weg:
Ein Ring aus 3mm "Bastelplastik" (Baumarkt) lässt sich mit dem Cutter problemlos passend zuschneiden. Muss nachträglich etwas angepasst (=abgetragen) werden, weil es sonst klemmt, und darf aussen nicht über die Skala überstehen.

Für Auseinanderbauer angehängt mal ein erklärtes Bild (so hab ich das im Netz noch nicht gefunden). Erklärungen dazu:
A = Gewinde zum Scharfstellen des Sternenhimmels
B = Konterring dafür (mit Rändelung)
C = Gewindering für Skalenmarkierung (weisser Strich) - Schlitzschraube
D = unbekannt (Kontermutter für Skalenmarkierung?) - Schlitzschraube
E = drei Inbusmadenschrauben für Zentrierung des Polsuchers nach Einbau
F = Fokussierung der Strichplatte im Okular

Die drei Madenschrauben zentrieren nicht eigentlich das Fernrohr, sondern die geätzte Strichplatte, die in einem konischen Metallring steckt (ähnlich einer konischen Okularhülse) und sonst nicht befestigt ist. Das kann dazu führen, dass, wen man die Okularfokussierung F ganz reindreht und die Madenschrauben E löst, die Strichplatte anschliessend durch die Unmengen Fett am Okular klebt und mitwandert. Ich hab das (s.u.) ausgenutzt, alternativ kann das Objektiv A abgeschraubt und von hinten z.B. mit einem spitzen Radiergummi die Strichplatte am Metallring gedreht werden.

Drehen der Strichplatte:
Ich wollte gern die Markierungen für Polaris parallel zur Gegengewichtsstange ausrichten. Der Grund: Ich hab kein Prisma am Polsucher, habe das Stativ oft sehr niedrig eingestellt und muss fast drunterliegen, um etwas sehen zu können. Als gar nicht so schlampige Voreinstellung richte ich den Polsucher visuell an Kochab aus (statt mühsam die Skala zu benutzen), dafür ist die Gegengewichtsstange hervorragend als Peilinstrument geeignet.

Also: Den Polsucher ganz in die Montierung einschrauben (er hat einen schön definierten Anschlag). Dort, wo die Gegengewichtsstange ist, am Polsucher (Ringe C, D) eine Bleistiftmarkierung anbringen. Den Polsucher wieder ausbauen. F fast ganz reindrehen (das Okular klebt an der Strichplattenhalterung), Schrauben E ganz leicht lösen (die Strichplatte darf beim Rausdrehen von F nicht weit mitkommen, muss sich aber drehen), die Polaris-Markierung per Blick durchs Okular und Kontrolle am Bleistiftstrich richtig einstellen. Klemmschrauben E ganz leicht anziehen, so dass die Strichplatte fixiert ist. Okular F rausdrehen, so dass sie sich löst. Polsucher senkrecht (Okular nach oben) auf den Tisch stellen und die Klemmschrauben E wieder lösen, so dass die Strichplatte innen "runterfällt". Wieder fixieren. Schärfe im Okular einstellen, Polsucher einbauen, Lage der Strichplatte zur Gegengewichtsstange kontrollieren und den normalen Zentriervorgang für die Strichplatte durchführen. Fertig!

Polsucherbeleuchtung:
Klemme plus Lampe von schräg oben an der Montierung befestigen oder mit Schlüssellampe von oben reinleuchten ;) Eine Alternative will ich demnächst mal ausprobieren: Das Optikrohr A von innen mit nachtleuchtender Window Color oder Revell-Lack bemalen und vor dem Einnorden mit einer UV-Lampe reinleuchten (in aller Regel ist die Nachtsicht beim Einnorden noch nicht so verlustgefährdet...), das würde den Bedarf an zusätzlichen kleinen Batteriepacks nochmal um 1 reduzieren.

Viel Spass an alle Ausprobierer!

Gruss,
Simon
 

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