Skywatcher Mak 127/1540

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andreasmackensen

Neues Mitglied
Hallo allerseits,

Frage eine Neulings sowohl in diesem Forum wie auch in der Sternenwelt:

Ich möchte meinen reisetauglichen Mini-Refraktor Sykwatcher 70/500 um ein weiteres (flug-) reisetaugliches Teleskop ergänzen, das etwas mehr Leistung und eine andere Bauart bieten, aber auch preiswert sein soll, weil Beobachtung weitgehend im Urlaub stattfinden muss (mitten in Frankfurt und ohne Auto geht irgendwie nicht viel). Mir ist da das Skywatcher Maksutov-Cassegrain 127/1540 ins Auge gefallen. Hat jemand da draußen Erfahrung mit dem Gerät? Ist es womöglich empfehlenswert, oder gibt aus eurer Sicht Alternativen?

(Ein verwandtes Problem werde ich ans Montierungs-Brett hängen, weil es hier ja nur um Telekope geht.)

Über eure Tipps würde ich mich sehr freuen :)

Viele Grüße
Andreas.



 
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Re: Skaywatcher Mak 127/1540

Hi Andreas!
Das Teleskop kenne ich selbst zwar nicht, aber gemeinhin ist Skywatcher bekannt für brauchbare Qualität - von daher eine gute Wahl - aber: Du solltest beachten, daß das Öffnungsverhältnis bei dem Skywatcher gegenüber Deinem Refraktor nur halb so groß ist. Damit hast Du praktisch ein nur halb so großes Sehfeld. Das kann für Dich als Anfänger sehr unbequem werden bei der Objektsuche. Schließlich wirst Du Dir ja nicht gleich eine motorisierte Montierung zulegen wollen mit sogenanntem "Go-To-System"...Ich hatte lange einen Quelle-Refraktor 60/900, den ich nur für Mond und Planeten genommen habe, weil alles andere damit nicht auffindbar war für mich - hier ist das Öffnungsverhältnis ähnlich wie bei dem von Dir benannten Skywatcher. Ein wahrer Sprung war dagegen die Anschaffung eines 10*50 Fernglases für mich.
Summa Summarum würde ich erst als erfahrenerer Beobachter ein solches Öffnungsverhältnis wählen - oder aber eben mit GOTO. Ich würde Dir eher empfehlen, bei einem kurzbrennweitigen Rafraktor von 120mm Öffnung zu schaun. Das ist von der Fläche her mindestens genausoviel Öffnung wie beim Spiegelteleskop, da ja die Aussparung in der Mitte nicht als Lichtsammelfläche zählt. Habs jetzt aber nicht ausgerechnet...jedenfalls in etwa genausoviel Öffnung.
Nachteil bei kurzbrennweitigen Refraktoren ist aber, daß sie nicht so farbrein sind wie Spiegel, das wirkt sich negativ bei Mond und Planeten aus. Hier stellt sich dann eben die Frage, was Du vorrangig beobachten willst! Wobei man natürlich benannte Objekte trotzdem beobachten kann, nur eben mit Farbsaum und Schärfeeinbußen...
Ach so, FLUGreisetauglich solls ja sein...Na dann ist der klassische Vierzöller wohl das beste, der 120mm kann evt. zu groß werden, mußte mal die Maße recherchieren. Der Vierzöller ist auch ein Riesenschritt zum 70mm Refraktor!
Beste Grüße,
Norman
 
Re: Skaywatcher Mak 127/1540

Hallo Andreas,

ich hab ein Skywatcher Mak 127/1500 und bin damit zufrieden. Das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut.

Er zeigt gute Leistung bei Mond und Planeten und hat für Deep Sky immerhin 127mm Öffnung. Also ein kleiner transportabler Allrounder. So ist z.B. die Cassini-Teilung für dieses Teleskop kein Problem.
Als Sucher verwende ich einen herkömmlichen 10fach Sucher der mir gute Dienste leistet. Das kleinste Okular hat 30mm, was ein doch recht brauchbares Gesichtsfeld liefert und das Aufsuchen von Objekten erleichtert.

Auf meiner HP ist meine Ausrüstung vorgestellt und du siehst auch Bilder, die ich mit dem Mak gemacht hab.

lg

werner
 
Re: Skaywatcher Mak 127/1540

Hallo Andreas,

wenn es passt, das dann beide Geräte mitkönnen und günstigstenfalls auch noch gemeinsam montiert sind, kann ich mir vorstellen, dass man viel Beobachtungsspass mit der immer noch sehr transportabeln Kombi hat.
Im Rahmen der Öffnungsvorgaben liefert der Eine was der Andere nicht kann.

CS
*entfernt*

PS: Wenn das so angedacht werden kann, sollte die Montierungsfrag eventuell doch besser gleich mitbehandelt werden.
Eine Giro Minni z.B. sollte Beide tragen können, aber das ist nicht mein "Fach".
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Andreas,

ich war mit dem 127er Travelmax bereits einige Mal in Urlaub, auch auf Flugreisen. Vom Handling her absolut machbar. Mein Problem war eher immer die Monti und die Stativbeine unterzubringen. Musst halt die 3.5Kg ins Handgepäck drücken und tragen, was nicht soo angenehm ist.

Das einzige Manko dieses Rohrs ist, dass Du keine grossen APs hinkriegst, sonst ist es für den Urlaub wunderbar geeignet (ausser Du akzeptierst einen extremen Tunnelblick und schraubst vor ein 32-40mm Superplössl noch nen Reducer, stirbt man auch nicht davon).

Als Alternative würde mir noch das C5 (oder vielleicht sogar das C6) einfallen wenns wirklich kompakt sein muss, der Skywatcher Richfieldnewton, bei dem man übrigens auch keinen Augenkrebs bekommt, wenn man ein 32mm Superplössl reinsteckt oder der 102/500 Richfieldrefri von Synta.

Ein Reisedobson wäre natürlich auch ne Idee. Für Flugreisen, auf denen ja nur noch ein Gepäckstück im Handgepäck erlaubt ist, wäre mir mein sonstiges Handgepäck aber wichtiger.

Kommt natürlich drauf an was Du beobachten willst, ich würde aber weder weniger Öffnung haben wollen noch auf einen teuren Edelapo samt Edelzenitspiegel im Urlaub aufpassen wollen - das wäre auch ne Alternative (sagt man).

CS

Klaus
 
Re: Skaywatcher Mak 127/1540

Hallo Norman, Werner und Günther,

vielen Dank schonmal für eure schnellen und informativen Antworten!

Ich verstehe, dass der Mak ein akzeptables Instrument ist, aber auch neue Anforderugnen in Sachen Orientierung am Himmel mit sich bringt. Na, daran müsste ich dann wohl wachsen. (Ich schaue mir auch nochmal Refraktoren mit einer größeren Öffnung an.)

Eine Goto-Montierung kommt jedenfalls nicht für mich in Frage; ich möchte mich selbst zurechtfinden können, ehe ich das ganz bequem einer Elektronik überlasse -- das Finden gehört doch schon ein Stück weit dazu, denke ich (zumindest jetzt noch).

Und Werner, Deine Webseite macht in Sachen Foto-Einstieg Mut und Laune, ebenfalls damit anzufangen!

Viele Grüße
Andreas.
 
Ich habe den Skywatcher 127 Mak und es ist mein meistgenutztes Teleskop. Die 127mm Öffnung nebst farbreinen Bild sind für viele Objekte klasse. Die Temperaturanpassung ist bei der Öffnung kein Problem. Nach ein paar Minuten bis halbe Stunde (abhängig von den üblichen Temperaturunterschieden) kann man loslegen. Das Mak ist binotauglich. Das Preis-Leistungsverhältnis ist kaum zu übertreffen.

Hier mal ein Vergleich Meade LX200 8" SCT mit dem Skywatcher 127 auf einer Vixen NP Montierung, die ideal für den mittelgroßen Mak ist. Das LX200 stellt man aus Gewichtsgründen nicht mal eben in den Garten oder auf den Balkon, wenn sich eine Wolkenlücke auftut. Die viel leichtere Kombi aus dem 127mm Mak und einer korrekt dimensionierten Montierung wird viel häufiger eingesetzt.

Link zur Grafik: http://www.photoinfos.com/astronomie/diverse/Teleskope20060529-10.jpg

Im Urlaub oder für Naturbeobachtungen geht es auch leichter. Ein Alustativ mit einem großen Linhof-Kopf:

Link zur Grafik: http://www.photoinfos.com/astronomie/Sky-Watcher127mmMaksutov/skywatcher-mak127-01.jpg




Tom
 
hallo,

Mein Skywatcher 127 Mak liefert "textbook" Airy Disk und 1 Beugungsring. Epsilon Ari (1,4") und 36 And (dzt 1,1") sind ohne Probleme zu trennen (wenns die Luft zulässt). Das absolut farbreine und kontrastreiche Bild lässt jeden FH Refraktor an Planeten alt aussehen. Das maximale Gesichtsfeld beträgt allerdings nur ca 1,5° (40mm Oku + 0,7 Reducer), wobei der Fangspiegel dann schon eine leichte Verdunklung der Mitte verursacht.

Ich musste noch nie nachjustieren, das soll angeblich etwas haarig sein.

Als Reisegerät wärs mir persönlich zu schwer, aber das sieht jedr anders.

lg Tommy
 
Hallo nochmal,

eure zahlreichen und gründlichen Antworten haben mich mittlerweile überzeugt, dass ich mir das Instrument wohl kaufen werde -- allerdings, und das ist eine wichtige Erkenntnis für mich, gleich mit Reducer und einem Plössl 32 oder 40 mm. Herzlichen Dank also nochmals an alle von euch.

Freue mich schon auf das Teleskop!

Viele Grüße
Andreas.
 
Hallo Andreas,

dabei ist klar, dass der Reducer nichts am recht kleinen Feld ändert, nur größere AP wird durch die Verkürzung der Brennweite erreichbar.

CS
*entfernt*
 
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