Skywatcher Maksutov 127/1500 mit AZ-S GoTo ?

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Hallo zusammen,

ich wollte mir ein kleineres Teleskop für den Balkon oder mal zum mitnehmen an dunklere Plätze zulegen. Es gibt von Skywatcher ein Maksutov Teleskop 127/1500, dazu gibt es eine Montierung AZ SynScan GoTo, das zusammen bereits für 350,- EUR.
Was ist davon zu halten?
Ist Goto bei einem kleinen Gerät überhaupt sinnvoll?
Oder lieber was gebrauchtes, größeres (aus Platz- und Budget-Gründen ist nicht mehr als ein 150mm-Mak drin?
Unterscheiden sich eigentlich die verschiedenen Skywatcher 127-Versionen hinsichtlich der Optik oder ist es nur äußerlich?
Ach ja, habe ein MaxBright Bino. Macht das an einem kleinen Mak Sinn?

Würde mich über ein paar Tips / Meinungen freuen.

Vielen Dank und viele Grüße

Dirk
 
Moin,

ob GoTo Sinn macht oder nicht, ist ja generell eher eine Geschmacksfrage.

Aber ein solcher Mak ist sicherlich noch eines der Geräte, wo GoTo generell am ehesten Sinn macht: Sehr lange Brennweite von 1500 mm und nicht (oder nur sehr bedingt) tauglich für 2" Okulare wegen nur 28 mm Blendrohr-Durchmesser.

Das heißt, das höchste aller Gesichtsfeld-Gefühle ist ein 32mm Plössl (oder 24mm Panoptic) und das ergibt ca. 1 Grad wahres Gesichtsfeld. Also nicht besonders viel, somit hilft das GoTo beim Aufsuchen natürlich eher als bei einem Teleskop mit größerem Gesichtsfeld.....

Ansonsten findest Du hier noch ein paar Infos zum 127er Skywatcher:

http://photoinfos.com/astronomie/Skywatcher127mmMak.htm

Die verschiedenen Farbvarianten wurden in diesem Thread (allerdings zum kleineren 102mm Mak) besprochen:

http://forum.astronomie.de/phpapps/...gonew/1/Tipps_fur_Einsteiger_Kaufberat#UNREAD

Für Planeten und auch mal zum Zwischendurch-Schauen von Sternhaufen und ähnlichem sind die Maks gut, wenn man die kleinen Abmessungen und den günstigen Preis mit berücksichtigt. Für Deep Sky gibt es sicherlich besseres, was man bereits daran erkennt, daß die wirklich großen Austrittpupillen (beim Skywatcher hast Du mit dem 32er Plössl gerade mal knapp 3mm ....) fast überhaupt nicht erreicht werden können.

Andererseits funktionieren auch einfachere Okulare an den Maks sehr gut, das hält die Kosten angenehm im Rahmen (und auch die Größe der Okulare....). Ich habe ein Meade ETX125, was leistungsmäßig sicherlich sehr ähnlich zum Skywatcher 127 ist, und bin damit auch äußerst zufrieden; die Vorteile sind bei den kleinen Maks immer dieselben:

  • Scharfe Abbildung
  • wiegt nix, ist schnell aufgebaut und extrem transportabel
  • total angenehmes Handling, da das Okular immer fast in derselben Position bleibt
  • auch die Auskühlzeiten halten sich absolut im Rahmen (bei größeren Maks wird gerade das dagegen wieder problematischer).

Bino: Hab ich leider noch nicht probiert. Tippe darauf, daß es am Planeten und Mond durchaus Sinn macht, bei Deepsky vermutlich eher weniger, weil dem Mak einfach dann das Licht ausgeht. Wegen der Hauptspiegelfokussierung sollte die Verwendung ansich aber kein Problem darstellen.

LG
Thomas
 
hallo,

Es ist ein Mythos dass der 127er Mak nicht für 2" Okulare tauglich ist, nur weil sie nicht zu 100% ausgeleuchtet werden. Der funktioniert ganz prima mit einem 38mm Erfle mit 70° Gesichtsfeld. Die Randverdunklung ist so gut wie unsichtbar.

Der Mak ist auch für Bino sehr gut tauglich, sein grosser Backfokus erlaubt den Einsatz ohne GWK. Man muss nur genug am Fokusknopf kurbeln. Die Maks die in verschiedenen Paketen angeboten werden unterscheiden sich nicht voneinander.

Mit so einem supergünstigen Goto hat man zumindest schon mal die Nachführung mitgekauft, ich schätze das Goto selbst wird die Objekte nur so genau anfahren, dass sie im Übersichtsokular zu finden sind.

Von der Optik her sind sie durchaus gut, wenn auch die grosse Abschattung durch den Fangspiegel (30% oder 33% glaub ich) sie bei Maximalvergrösserung zum Weichzeichner macht.

Nicht zu unterschätzen ist das thermische Verhalten des geschlossenen Systems - im Winter braucht das Ding schon mal 2 Stunden zum Temperieren. Also draussen vorkühlen lassen. Und die Frontplatte taut zu, eine Taukappe ist in unseren Breiten Pflicht.

lg Tommy
lg Tommy
 
Servus Sternfreunde,

ich häng mich hier mal mit rein mit der Frage nach eurer Einschätzung der sehr günstigen Skywatcher Schmidt-Cassegrains. Ein C8-Klon für 790 Euro oder gar ein 9.25" für 1080 Euro würde mich schon reizen.

Der C6 Klon ist ja preislich mit dem 5" MAK vergleichbar, vielleicht wäre das eine Alternative?

Franz
 
Hallo Franz,

das sind keine Clones, sondern die heutigen Originale: Skywatcher hat Celestron vor einigen Jahren gekauft! Seitdem kommt alles von Skywatcher, auch die Schmidt-Cassegrains. Und "Celestron" ist letztlich nur noch ein Markenname.

Das C6 wird etwas leistungsstärker bei Deepsky sein, einfach aufgrund der größeren Öffnung.

Wie es bei höherer Vergrößerung (Planeten) ausschaut, ist die andere Frage. Tendentiell sehe ich da die Maks eher etwas vorne. Maksutov-Cassegrains sind gerade bis von 5-6 Zoll recht leicht in sehr guter optischer Qualität anzufertigen.

LG
Thomas
 
Hallo Thomas,

offenbar sind in den Skywatcher SCs sogar 'Celestron' gelabelte Sekundärspiegeleinheiten verbaut, wenn man die Abdeckung entfernt. Also sind die angebotenen SCs wohl ein Schnäppchen?

Als Besitzer eines SW MAK127 fehlt mir für die Planetenfotographie noch ein wenig Öffnung, deshalb würde ich mich gerne ein wenig vergrössern auf 8" oder 9.25". Bei den entsprechenden Celestrons waren die Planetenaufnahmen des C9.25, die ich bisher gesehen habe, um einiges besser als die des 8ers, aber ich befürchte, meine Montierung (low cost EM-10) würde darunter zusammenbrechen. Das SC8 würde sie wohl noch stemmen können, und die 790 Euro wären wohl die einzige Investition, die fällig wäre. Das SC 9.25 bräuchte wohl noch ne CAM darunter.

Edit: Die Preise für Celestron Optiken sind offenbar auch im Sinkflug.

LG Franz
 
Moin,

das mit den Preisen für aktuelle SC-Optiken, gerade bei Skywatcher/Celestron, kann man wirklich nur noch mit Erstaunen beobachten.

Ansich hast Du schon ganz recht, bei solchen kleineren Montierungen spielen die 8" SC einfach ihre Vorteile aus, mehr Öffnung kriegt man da nicht draufgepackt, und da bei PlanetenFOTOGRAFIE ja auch die Bildhelligkeit (und somit Öffnung) wieder eine größere Rolle spielt, ist der Gedanke nicht ganz falsch.

Wenn's nur um visuelles Planetengucken ginge, ebenfalls kompakt und balkontauglich, und auch Deep Sky nicht ganz so gefragt sein sollte, dann würde ich aber mittlerweile eher einen guten 5" oder 6" Mak (z.B. Orion, Intes Micro usw.) einem 8" SC vorziehen ... problemlosere Handhabung (Auskühlen) und die Optiken sind i.d.R. qualitativ wohl auch etwas besser.

LG
Thomas
 
Lt. diversen Berichten von Besitzern, ist ein 127ér Mak ein ganz passables Gerät für die Beobachtung von Planeten.

Da ich als Einsteiger und eher "Gelegenheitsspechtler" derzeit erstmal kein größeres Instrument anstrebe, habe ich mir den (offenbar baugleichen ) Celestron Mak 127/1500 gestern mal bei Teleskopservice bestellt.
( Derzeit ist das Gerät dort wohl im Angebot für 419,- )

Ich werde mal berichten - sofern ich ihn hab und der Himmel mal aufklart ......

mfg
Roland
 
So, habe mir auch eins bestellt :
Celestron NexStar 127SLT - ist lt. TS wohl ein Auslaufmodel - wie auch immer, irgendetwas muß ich ja zu Weihnachten bekommen;-)
Werde dann auch berichten.
Schöne Adventszeit und viele Grüße
Dirk
 
Weniger perfekt ist es allerdings, das es bei TS erst hieß, ja das Celestron ist vorrätig, danach aber, derzeit leider nicht lieferbar.

Ich habe dann das günstigere und hier zur Diskussion stehende Skywatcher genommen und auch schon erhalten.

Das Teleskop als solches ist offenbar identisch, die Steuerung und das einrichten ist allerdings beim Celestron defninitiv einfacher.

Für Anfänger reicht beim Celestron das anfahren und bestätigen von drei unbekannten Objekten am Himmel !

Mangels freier Sicht auf irgendwas am Himmel, kann ich noch keinen ersten (Anfänger) Eindruck vom Skywatcher zum besten geben.....

Nur so viel.
Das Teleskop ist fix aufgebaut.

mfg
Roland
 
Hallo Roland,


Ich habe dann das günstigere und hier zur Diskussion stehende Skywatcher genommen und auch schon erhalten.

Für Anfänger reicht beim Celestron das anfahren und bestätigen von drei unbekannten Objekten am Himmel !

Roland [/quote]

wie kannst Du denn 3 unbekannte Objekte überhaupt anfahren? Ein Aligment setzt doch immer bekannte Himmelspunkte voraus?
Versteh ich jetzt irgendwie nicht richtig..oder bin zu blöd?
 
Berichtigung: Skywatcher Maksutov

Zitat von oldman48:
Hallo Roland,


Ich habe dann das günstigere und hier zur Diskussion stehende Skywatcher genommen und auch schon erhalten.

Für Anfänger reicht beim Celestron das anfahren und bestätigen von drei unbekannten Objekten am Himmel !

Roland

wie kannst Du denn 3 unbekannte Objekte überhaupt anfahren? Ein Aligment setzt doch immer bekannte Himmelspunkte voraus?
Versteh ich jetzt irgendwie nicht richtig..oder bin zu blöd?
 
Re: Berichtigung: Skywatcher Maksutov

Das Celestron Alingnment setzt keine bekannten Himmelspunkte vorraus.

(Ähnlich dem Skywatcher 1 Sterne alingnment - hellster Stern in einem Abschnitt. )

Zitat:
Schritt 1 ... Geben Sie einfach Datum, Uhrzeit und den Ort in die Handkontrollbox ein.
Schritt 2 ... Fahren Sie mit dem Teleskop zu drei hellen Sternen (Auch Mond/Planeten sind möglich)

Sie brauchen die drei Eichobjekte gar nicht mal zu kennen, einfach in die Mitte stellen genügt.
Zitat Ende

Die Software vergleich die Datenbank mit den drei angefahrenen Objekten und weiß anschließend die Position.

Das leistet die Software von Skywatcher leider nicht !

Da darf der Anfänger Sterne anfahren die er nicht kennt....

mfg
Roland
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Berichtigung: Skywatcher Maksutov

Hallo:

So, mein NexStar 127SLT ist eingeroffen. Lieferprobleme gab es bei TS anscheinend nicht. Am Preis ließ sich auch noch etwas drehen (hatte er auch letztens mit geworben, hier waren 10% drin, von damals 419,-). Jetzt scheint es wieder etwas teurer geworden zu sein, warum auch immer ;-)

Mehr als auspacken und zusammenbauen war bislang aber nicht drin (Wetter), noch nicht mal anschalten, mangels Batterien. Ein Netzteil war leider nicht dabei.
Die Montierung und die Stativ-Beschläge sehen zum größten Teil nach wackeligem Plastik aus (hatte ich aber auch so erwartet). Gerade die Verbindungen der Basis zu den Stativbeinen scheinen echte Schwachstellen zu sein. Da läßt sich bestimmt noch optimieren.
Der Leuchtpunktsucher zeigt etwas Betrachtungswinkelabhängigkeit, geht aber.
Im ganzen ist die rein äußerliche Qualität für den Preis aber ok, denke ich.
Zusammenbau ist schnell, Initialisierung (nachdem was die Anleitung erzählt) scheint recht einfach zu gehen.

Hoffe auf besseres Wetter für optischen und Funktionstest - werden berichten.

MfG

Dirk
 
Re: Berichtigung: Skywatcher Maksutov

Mein Sywatcher ist seit einigen Tagen im Hause und wurde auch sofort zusammengebaut.

Der Aufbau ist recht simpel und erfordert kein Hochschulstudium - scharfes hinsehen reicht aus.

Ja, einige Teile sind aus Kuststoff ( um das Wort Plastik mal zu vermeiden :) ), machen dennoch einen recht guten Eindruck. Auch ich hatte hier keine edlen Materialien erwartet.

Ich wusste, das dem Set kein Netzteil beiliegen würde, habe also das Batteriefach mal bestückt und angeschlossen.
Nach anstöpseln der Fernbedienung ( die bei mir leider einen Kratzer auf dem Display hat - Schönheitsfehler ) lässt sich das Teleskop mit den Richtungstasten bewegen.

Der Druck auf die Tasten muss aber schon eher beherzt erfolgen - dann reagieren die Motoren.

Gestern hatte ich dann mal die Gelegenheit durch das Teleskop zu blicken.

Ich habe den optischen Sucher durch einen Leuchtpunkt-Sucher tauschen lassen.
Hmmmm, die Sterne müssen schon sehr hell sein um den Sucher easy nutzen zu können.
(Ein ordentlicher Sucher wird wohl meine nächste Anschaffung sein.)

Da ich mich noch nicht mit dem Allingnment befassen wollte, also die manuelle Suche am Himmel.
Angenehm für mich, die verschiedenen Geschwindigkeiten und der recht leise Betrieb des Teleskopes.

Nett, das ein einfacher Mondfilter meinem Set bei lag.
( Da hätte ich dann eigentlich erst mal auf den Kauf eines Graufilters verzichten können - sofern ich vom beigelgten gewusst hätte ...... evt. hab ich das übersehen ....)

Kurz auf den Mond gehalten, der ist trotz Filter auf der beleuchteten Seite seeehr hell.
Aber, mann sollte ja an der Grenze von Hell und Dunkel beobachten, das sieht immer am besten aus ! Stimmt !

Dann auf den Orion-Nebel gehalten - hat halt ein wenig gebraucht ihn manuell anzufahren.
Da ist der Leuchtpunkt-Sucher keine große Hilfe.

Der Nebel war mit bloßem Auge schon zu sehen, im Fernglas sehr gut zu sehen und offenbahrte im Teleskop problemlos die vier Trapez-Sterne.
Das 25mm Okular bietet hier ein schönes helles Bild.
Das 10mm Okular gefiel mir hier weniger.

Ein von mir eingesetztes 7-24mm Zoom-Okular (Seben) empfand ich als Anfänger, durchaus als gut brauchbar und natürlich bequem zum aufsuchen von Objekten.

Um meine Aussagen besser einordnen zu können.
Ich bin Anfänger, der bislang nur wenige Male durch ein 900/114 mit nur einem brauchbaren Okular (20mm 0,96") geschaut hat. Was eine Wackelmontierung ist, das weiß auch, die steht unter dem 900/114.

Das Skywatcher 127 Mak steht deutlich stabiler und braucht natürlich dank Steuerung auch nicht angefasst werden.
Selbst das bislang von mir probierte manuelle motorische nachstellen eines Objektes ist für mich eine deutliche Verbesserung !

Das Maksutov ist deutlich kleiner als ein 900/114 und für mich leichter auf beengtem Raum zu händeln - ein Vorteil für mich.

Da ich für mich ein Planeten-Teleskop haben wollte, werde ich das Skywatcher wohl für meine derzeitigen Anspruch eine Weile gut einsetzen können - so mein derzeitiger Eindruck.
( Leider stand Jupiter gestern für mich recht ungünstig, der wäre sicher ein besonders lohnendes Objekt gewesen. Im Fernglas waren die Monde wunderbar zu sehen ! )

mfg
Roland
 
Re: Berichtigung: Skywatcher Maksutov

möchte nur mal kurz anmerken, dass das Celestron Alignment mit drei beliebigen Sternen nur nach seeeehr penibler Austarierung des Stativs funktioniert, wenn überhaupt! Ein 2-Sterne Ausrichten ist meist schneller und effektiver.
 
Re: Berichtigung: Skywatcher Maksutov

Du hast eine Liste mit rund 100-150 (Schätzung!!) Sternen und kannst dir zwei dir bekannte raus suchen. Idealerweise stehen die dann auch noch weit auseinander. Ich habe die Celestron SE Montierung und muss sagen, dass selbst zwei relativ Nahe Sterne eine gute Ausrichtung ermöglichen. Benutzt man dann das "Precise GoTo" hat man das Objekt immer im Okular, dabei fährt die Montierung einen hellen Stern nahe des gesuchten Objektes an und du zentrierst ihn nochmal genau, nach einer Bestätigung wird dann das Ziel angefahren.

Der Vorteil ist, das man wenigstens noch etwas die Sternbilder und Sterne lernt ;)
Mit den verfügbaren Hilfsmitteln, wie Google Sky, Stellarium, Büchern, etc. ist das auffinden der Sterne auch überhaupt kein Problem.
 
Re: Berichtigung: Skywatcher Maksutov

@ mceskadi
Danke für die Info.

Somit wäre das allingment - praktisch gesehen - identisch.

mfg
Roland
 
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