Skywatcher N150/1200 oder 150/750?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Tanja177

Neues Mitglied
Hallo!

Möchte mir ein Teleskop zulegen. Ich hatte an einen Allrounder gedacht, also Planeten beobachten, erste Deep Sky Objekte...Ausserdem haben wir eine DSLR, also evtl. steht auch der Versuch mal zu fotografieren im Raum. Wobei Beobachtung definitiv erstmal im Vordergrund steht.

Zur Wahl stehen:

Skywatcher Teleskop N 150/1200 BlackDiamond NEQ-3
oder
Skywatcher Teleskop N 150/750 BlackDiamond NEQ-3

Welches würdet Ihr empfehlen? Achso am besten gleich ein Stahlstativ statt dem Alu dazu?

Danke im Voraus
viele Grüße
Tanja
 
Hallo Tanja,

also, so richtig Allround sind sie beide nicht. Das 150/750 ist ein Gerät mit f5 (750:150) und relativ kurzer Brennweite, schön um große Felder am Himmel zu beobachten aber die Okulare werden schon etwas teurer wenn sie gut abbilden sollen.

Das 150/1200 ist das genaue Gegenteil, durch die lange Brennweite sind große Felder nicht machber, allerdings kommt es mit einem Öffnungsverhältnis von f8 (1200:150)mit deutlich preiswerteren Okularen aus.

Relativ allround wäre der recht neue 150/900 Newton von GSO, mit einem Öffnungsverhältnis von 6 (900:150, wer hätte das gedacht :/ ) sind die Ansprüche an die Okulare geringer als beim f5 Newton, die Felder größer als beim f8 Newton.

Ansonsten einige Fragen damit Dir etwas besser geholfen werden kann: was darf der ganze Spaß komplett kosten? Soll es transportabel sein oder im Garten aufgebaut werden? Wie ist der Himmel bei Dir, Großstadt, dunkler Landhimmel? Zum Thema fotografisch besser später...

Viele Grüße Felix

 
Gelesen habe in letzter Zeit viel, es ist an der Zeit für was Praktisches...
Ich wohne auf dem Land. 1. Stock, beste Sicht. Das Teleskop muss auf jeden Fall transportabel sein, bin ruck zuck im freien Feld bzw auf einem Berg. Garten eher selten.
Ich dachte erstmal an ein Teleskop von ca 200 - 400 Euro.
 
Hallo Tanja,

mir persönlich wäre ein Newton 150/1200 etwas zu sperrig beim Transport im Treppenhaus... aber das ist subjektiv.
Bleiben wir doch beim Transport. Wenn du auf's Feld möchtest, seien es auch nur wenige Meter, dann läufst mehr als einmal, wenn du die genannten Geräte und deren Zubehör betrachtest.

Es wäre der Tubus, die Montierung mit Stativ als die größten Teile, sowie die Lektüren, die Okulare als die kleineren Teile zu nennen.

Wenn es eine NEQ3 werden soll, so halte ich den 150/750 für geeigneter, denn dieser wiegt weniger und hat vor allem einen geringeren Hebel. Soll heißen durch die geringer Länge des Tubus ist dein Heben beim Scharfstellen am Okularauszug geringer und es zittert weniger. Aus eigener weiß ich, dass dieser Umstand bei hohen Vergrößerungen sehr nervig ist und einem das Gucken schon verleiden kann. Bei der Montierung ist mehr immer besser.
Betrachte diese wie eine Basis, welche auch mal etwas mehr aushalten muss.

Zum Beispiel eine DSLR am OAZ, womit wir beim nächsten Thema wären. Es ist schon ein ziemlich stabiler, sprich teurer, Okularauszug notwenig, um eine DSLR zu halten.
Einen solchen OAZ bieten beide Geräte nicht, sondern erst Geräte in einer teureren Klasse. Dazu zählt auch ein GSO 150/900.
Diese kostet aber um die 250€ ohne Montierung. Als Montierung steht eine EQ5 im Raum, womit dein Budget 500€ sein müsste.
Es fehlen aber noch Okulare.

Das ist ein weiteres Thema und aus der Sicht eines Einsteigers solltest du diesem Thema mehr Aufmerksamkeit widmen, als der Fotografie.

Hier wäre der f/6-Newton (also 150mm Öffnung bei 900mm Brennweite) das Mittelding aller Tugenden. Er wiegt aber 6.2kg ist mechanisch besser, sprengt aber dein genanntes Budget.
Dieses Gerät wäre aber mein erster Tipp.
Die beiden anderen Geräte gehen in unterschiedliche Richtungen. Der f/5, denn er ist noch universeller und vor allem handlicher. Er sollte aber gut justiert bleiben und verlangt bei langbrennweitigen Weitwinkelokularen, je nach Anspruch, teurere Objekte. Er passt aber auf jeden Fall auf eine NEQ3.
Beim f/8 ist die NEQ3 der Schwachpunkt und die Handlichkeit beim Transport nicht mehr so prickelnd. Er hat aber nette optische Eigenschaften, wie in der theorie das bessere Bild durch weniger Fangspiegel-Abschattung, die einfachere Justage und die geringeren anforderungen an die Okulare im langbrennweitigen Weitwinkelbereich (z.B. 20mm bei 70° GF).

Mein zweiter Tipp, wenn du das Gerät transportierst, wäre dann der f/5.

Nochmals möchte ich auf dem Transport herumreiten, denn er entscheidet, ob du das Gerät überhaupt aufstellen möchtest oder lieber nicht.

CS,
Stefan.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben