Als Dobson? - Ja.
Ich hatte früher auch diesen 8" f/5 (Skywatcher) auf selbstgebauter Rockerbox und viel Spaß damit. Dann brach das Öffnungsfieber durch - es wurde auf Meade Lightbridge 12" f/5 aufgerüstet. Das ist natürlich der richtige "Sprung", was das Beobachten anging. Aber ich habe mich schweren Herzens von diesem Gerät getrennt. Grund: zu viel Streulicht, rücksichtslose Nachbarn und schließlich auch das Gewicht des Instruments. Nachdem ich einmal beinahe auf vereister Kellertreppe einen Abgang mit dem 22 kg schweren Tubus gemacht hätte, habe ich das Ding verkauft.
Es ergab sich dann noch der Kauf eines wirklich von der Optik her unschlagbaren Orion-UK 250/1600 mm (10" f/6,4). Der hatte schlußendlich selbst bei einwandfreier Verarbeitung und einer ultra-stabilen Rockerbox aus Schichtholz den Nachteil, daß mit trotz meiner >190 cm Körpergröße von der Brennweite her zu lang war. (Ich beobachte ausschließlich im Sitzen.)
Nach diesen Erfahrungen würde - wenn ich mir überhaupt noch mal einen Dobson anschaffen würde - nur ein 10" f/5 in Frage kommen - wenn es geht mit forcierter Beschichtung der Spiegel, also GSO oder Orion-UK. Das ist für mich der beste Kompromiß zwischen Preis, Gewicht und Leistung unter meinen hiesigen Bedingungen (Stadthimmel mit gelegentlichen Ausflügen).
Man muß sich allein schon überlegen, daß ein 10-Zöller die über anderthalbfache Spiegeloberfläche eines 8-Zöllers besitzt. Das ist schon ein sehr merkbarer Sprung, vor allem, wenn man dann auch noch an der Qualität schraubt (Verspiegelung und Genauigkeit wie geschrieben).
Viele sagen allerdings auch, daß der richtige Schub erst kommt, wenn man zwei Stufen aufrüstet, also von 8" auf 12". Aber ich meine, das ist Geschmackssache, ich hatte ja nun alle diese Optiken vor der Nase. Vor allem der Schleppfaktor ist zu beachten - und wir werden alle nicht jünger.