So hohe Preise aktuell

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Lots

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So hohe Preise aktuell.

Also die Preistreiberei scheint kein Ende zu nehmen. Mag ja der Dollar schlecht sein, aber müssen da wirklich die Preise über 60% steigen?

Beispiel:

2008 erwarb ich ein 72mm Megrez (gibt es scheinbar neu nicht mehr) für 360€, dasselbe Gerät kostet heute über 529€ +61%
2008 erwarb ich das 12mm Nagler T4 für 255€, kostet nun 413€. +62%

Gruß
Lothar
 
Hallo Lothar,

ich komme dabei auf eine jährliche Preissteigerung beim Megrez auf 5,6% und beim Nagler auf 7,1%. Schon heftig aber entspricht - zumindest beim Megrez - der gefühlten Inflation. Die hat natürlich nichts mit der offiziell behaupteten Inflationsrate zu tun. Sich darüber auftzuregen schadet nur dem Blutdruck. Da wird eben der Preis angesetzt, der am Markt maximal möglich erzielt werden kann. Wenn ich an die Preise von vor 20-30 Jahren denke, können wir mit dem jetzigen Niveau noch ganz zufrieden sein.

CS
Dirk
 
Hallo Lothar,

60% in 7 Jahren, das geht doch noch. Ich hatte vor, mir diesen Sommer ein Daystar Quark zu kaufen. Kostete vor Jahresfrist 995,- Euro, seit diesem Mai 1345,-. Das sind +35% in einem halben Jahr.

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe,

wobei APM diesen Preis als Einführungspreis geschaltet hat. Irgendwann pendelt der Dollar auch wieder in die andere Richtung. Abwarten und Tee trinken.

Grüße,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
> Preissteigerung in etwas über 3 Jahren: 114 %

...damals stand der Euro übrigens bei 1,235 US$ (heute knapp 11 ct weniger). Soviel zum Thema "übliche Ausrede".

Gerade SW hat in den letzten Jahren extrem zugelegt - warum eigentlich?!
Hab' ich den Qualitätsschub um 100% verpaßt, oder was? :biggrin:
 
> ... - warum eigentlich?!
Hab' ich den Qualitätsschub um 100% verpaßt, oder was? :biggrin:
Moin *,

na, daß Sommerloch kommt wohl ziemlich spät. War der Sommer so warm, dass die typisch deutsche Mentatiltät des Meckerns im Rahmen der sommerlichen Dehydrierung ausgebremst wurde? Da betreiben wir wohl eines der teuersten Hobbies, was man nebenher so machen kann. Und plötzlich gewinnt man hier den Eindruck, man müßte ein Spendenkonto eröffnen.

...verpasst, oder was?

Nee, aber die Devisenkurse scheinbar und die Option, von denen Zinsen zu kassieren, die hier am meisten über Preise meckern. Wo sonst bekommt noch noch ordentlich Zinsen, wenn nicht von uns?
Wenn Du vor 3 Jahren 100 Euro zu 5% Zinsen p.a. angelegt hättest. Wären es heute knappe 116,- Euro. Dagegen fällt doch die Preissteigerung moderat aus.
Ich weiß ja nicht, woher unsere Händler die Kohle nehmen, um solche größeren Importe zu finanzieren. Wenn das aber über Bankenkredite läuft, zahlt der Endkunde nicht nur den Devisenkurs. Er zahlt auch die Zinsen zur Finanzierung größerer Chargen. Und er zahlt auch die Gehälter der lieben Mitbürger, die nun mal zufällig nicht gerade für eine nette Umarmung in seiner Zunft hier in Deutschland den Service machen. Und trotzdem sind die Preise im gewissen Rahmen immer noch verhandelbar für den Endkunden.

Ich möchte wirklich mal an die 80er Jahre erinnern, da hätte sich kaum einer hier im Forum überhaupt ein C8 leisten können. Geschweige denn irgendetwas im unteren Öffnungsbereich.

Ach ja, das Nagler Okular entwickelt sich ja dann noch zu einer guten Geldanlage ;-)

Viele Grüße,
Gerrit
 
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Moin *.*!

> Dagegen fällt doch die Preissteigerung moderat aus.

Hallo?! Taschenrechner kaputt?

Wir reden hier nicht von 14 oder 16% Preissteigerung in 3 Jahren, sondern von einer (in absoluten Zahlen) Erhöhung eines Teleskoppreises für ein und dasselbe Modell von 339 EUR (2012) auf 683 EUR (2015). Die prozentuale Steigerung kannste ja gern nochmal ausrechnen. ;)
(Tip: Die Zahl wurde oben schon genannt.)

Ich habe mir vorhin bei einem großen süddt. Händler einige Teleskope angeschaut, deren Preise mir vor 1-2 Jahren noch gut bekannt waren. Mittlerweile sind diese um 25-30% hochgegangen.

Da kann man doch mal ganz diskret mosern, warum nicht?
 
Ich weiß nicht wessen Taschenrechner besser funktioniert.
Deiner? Oder der des z.B. süddt. Händlers.

Scheinbar hats nicht mal gereicht, daß Zahlenbeispiel in Erinnerung zu rufen, daß Du selbst kommentiert hast:

"> Preissteigerung in etwas über 3 Jahren: 114 %

...damals stand der Euro übrigens bei 1,235 US$ (heute knapp 11 ct weniger). Soviel zum Thema "übliche Ausrede"."

Hier nochmal ;)

Das Gemoser geht nun seit Jahren. Immer mal wieder.
Langweilig! Unsere lieben Händler werden schon feststellen, wann wir nichts mehr kaufen.

Winnie, dann erzähl uns mal wo in dem Beispiel die Kosten hängen bleiben:
"Modell von 339 EUR (2012) auf 683 EUR (2015). "

Grüße,
Gerrit
 
Guten Morgen

nun kann ich als Händler sicherlich aus eigener Erfahrung sagen, sind wir nicht in der Lage sind höhere Profite zu verlangen als vor Jahren, der Wettbewerb unter den Händler allein schon regelt dies.
In Russland habe ich 2 Erkenntnisse, zum einen legt LZOS wirklich jedes Jahr um 10% zu.....und nimmt US $ als Einkaufswährung, sprich für's Jahr 2015 haben somit insgesamt ca. 25 bis 30% Preissteigerung ( 10% durch LZOS , 20% durch Wechselkurs), eine solche krasse Preissteigerung ist nicht umsetzbar, also nehmen wir noch ein wenig von unserer Spanne weg und dennoch sind diese Optiken mittlerweile Sündhaft teuer geworden.
INTES MICRO nimmt Euro....legt über Jahre hinweg nichts zu, dann dafür auf einemal 30 bis 40% als Ausgleich....

Die Begründung : steigende Inflation und Preise in Russland auch bei den Löhnen.

Nun in China verhält sich das nicht ansders, die Leute ziehen vom Land in die Stadt , dort verdienen Sie mehr , kostet aber auch alles mehr. So bekommen wir in den letzten 2 Jahren stetig höhere Preise durch die Großimporteure vorgelegt.

In diesen beiden großen Länder sprechen wir nicht wie in Deutschland von 2 bis 4 % Preissteigerung, sondern von ganz anderen Dimensionen.

 
Moin Markus,

das kannst Du dieses Jahr genauso erklären. Ob es ankommt?
Wie oft gabs das schon?

Ich denke man sollte also Käufer ein bißchen mehr im Visier haben, also die Optik und den entsprechenden Dollarkurs.

Viele Grüße,
Gerrit
 
Hallo Freunde,

Ihr habt durchaus recht, heuer war eine extreme Preisanhebung, die nur zum Teil durch den schwächeren Euro zu begründen ist.

Die Lieferanten haben ihre Preise zum Großteil in der Größenordnung zwischen 15% und 25% angezogen. Das macht den hauptsächlichen Anteil aus.

Daneben, wie gesagt, der schwächere Euro und leider, steigende Unkosten.

So kostet uns die sogenannte Elektroschrottverordnung insgesamt gut 8000,- - jährlich - und kostet und jede Menge Arbeit. Und das ist nur einer von vielen Posten, die auf den Händler einströmen.

Es ist halt nicht einfach - nur den Einkauf zu sehen und dann zu sagen .. naja, schlag ich halt 10,- drauf und davon lebe ich. Dann wird der Betrieb bald pleite gehen und gute Leute sind auf der Straße.

Aber die Preisanhebungen sind durchaus mit Bedacht gemacht worden und ... keine Sorge - es geht so nicht weiter. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es nun eine Konsolidierung gibt, die einige Jahre dauert.

Allerdings, das große Unbekannte ist China. Wenn man die Nachrichten verfolgt, dann leidet China unter einer Conjunkturschwäche, bedingt durch rapide fallende Margen (hauptsächlich). Dieser Margenverlust kommt durch zunehmend bessere Bezahlung der Arbeitnehmer.

Wir in Deutschland legen ja recht viel Wert auf Menschenrechte und faire Behandlung. Ein fairer Lohn ist uns wichtig und auch ein Anliegen. Die Kehrseite der Medaille ist aber, daß die Einkaufspreise steigen, denn irgendwoher muß das Ganze ja finanziert werden.

Trauriger Fakt ist natürlich auch, daß trotz steigender Preise, wir Händler mit sinkenden Margen leben müssen. Fast alle Hersteller ziehen die Händlermargen runter, um halbwegs die Verkaufspreise zu halten oder diese weniger zu erhöhen.

Wir Händler müssen damit leben.

Es ist eine schwierige Zeit aber, um es positiv zu sehen, es ist eine Zeit voller Herausforderungen, aus denen man auch gestärkt hervorgehen kann.

Viele Grüße

Wolfi
 
Moin Gerrit!

> Winnie, dann erzähl uns mal wo in dem Beispiel die Kosten hängen bleiben:

Was machst du mich an? Ich mach' die Preise nicht. Jetzt sind wir bei diesem Modell (wohlgemerkt: extrem krasser Einzelfall) schon bei 125% Preissteigerung (= mehr als eine Preisverdoppelung) in zwei Jahren. Was die Händler hier als Erklärung liefern, ist bisher wenig nachvollziehbar, um es freundlich auszudrücken.

BTW: Ich bin durchaus fähig, deinen Auführungen zu folgen. Also halt mich nicht für bescheuert.

BTW-2: Kunden-Feedback in einem Marktpreis-Forum ist kein Meckern! Nicht die Händler müssen mit den Preisen leben, sondern der in letzter Instanz alles finanzierende Endkunde. - und wenn der meckert, sollte das die gesamte Verkaufskette interessieren. Wenn nicht, dann stimmt irgendwas nicht.

So, dann lauschet weiter... - ich bin raus.

Edit:
> Der Preis für den ED80 war nur € 319,- (steht oben in der verlinkten Anzeige).

Unten in derselben Anzeige steht 339 EUR, das hatte ich gesehen. Nur um das klarzustellen.
 
Hi Micha,

:-) Nimms nicht zu persönlich.

Also die Händler und deren Mitarbeiter müssen mit und von den Preisen leben. Ich denke sie merken sehr wohl in der Bilanz, was noch geht und was nicht. Letztendlich haben sie ja das Risiko in die Hand genommen, Zeugs in die Lager zu packen, dass die Amateurastronomen evtl. kaufen würden.... und viele andere Dinge werden erledigt.

Und da es größtenteils Amateurastronomen sind, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben, steht es jedem frei den gleichen Weg zu gehen. Mit all seinen Hürden. Zeigen, wie man es richtig macht. Vorteil: Vieles an Equipment ist dann steuerlich absetzbar bzw. kann abgeschrieben werden.

Na, wenn das kein Lockvogel ist die Preispolitik unserer Astrohändler aufzumischen..... ;-)

Grüße,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo!

Ich wollte mir einen GSO-Spiegel für ein Selbstbau kaufen und sah auf die Webseite eines großen süddeutschen Händlers. Dort sollte er 999,00Euro kosten. Da ich es nicht sonderlich eilig hatte, schob ich den kauf eine Woche hinaus. Das war ein großer Fehler, denn der Spiegel(16" f4,5) kostete nun 1399,00Euro, eine Steigerung um 40%. Anfänglich ziemlich gefrustet sah ich mich per Internet in Europa um und wurde auch fündig. Logisch, das Risiko, die Versandkosten und die Lieferzeiten waren höher, letztlich hat mir der Spiegel aber nur ein wenig über 1000Eulen gekostet und das Projekt konnte weiter gehen.

Mein persönliches Fazit: Ich bin nicht gezwungen in Deutschland zu kaufen. Wenn es die deutschen Händler für nötig halten mit derartigen Preistreibereien ihre Kundschaft zu vergraulen sollen sie nur so weiter machen. Nur eines sollten sie nicht vergessen - es gibt Alternativen. Preisgarantie hin oder her.

Grüße,
Matthias

PS: Auf PN oder Mails betreffs Quellenangaben werde ich nicht reagieren.
 
Lieber Wolfi,

ich stimme in vielen Punkten mit dir überein.
Aber:
"Die Lieferanten haben ihre Preise zum Großteil in der Größenordnung zwischen 15% und 25% angezogen. Das macht den hauptsächlichen Anteil aus.
Daneben, wie gesagt, der schwächere Euro und leider, steigende Unkosten."

Was ist da mit der Ware die auf Lager liegt ??
Die sollte doch ihren alten Preis behalten ?

"Wir Händler müssen damit leben."
Wir Kunden aber auch !!

Ich habe selbst bei dir mal einen Refraktor für 250 € gekauft - eine Woche später hast du den Preis auf 150 € gesenkt ? Was ist denn das für ein Handelsspanne ?
Da fühle ich mich als Kunde echt beschissen !

"Wir in Deutschland legen ja recht viel Wert auf Menschenrechte und faire Behandlung. Ein fairer Lohn ist uns wichtig und auch ein Anliegen."

Diese Einstellung finde ich gut - hat nicht jeder Arbeitgeber !!

Meine Meinung: Jeder sollte natürlich seine eigene Preisgestaltung machen. Für mich als Kunde ist neben dem Preis aber auch der Service wichtig. Wie ist die Abwicklung im GW - Fall und bei einer Rücklieferung ?
Das funktioniert bei euch wirklich super - deshalb werde ich auch weiter Kunde bei euch bleiben.
Mit oder ohne Preissteigerung.

Gruß
Frank
 
Hi Frank,

vielen Dank für Deinen Kommentar.

Wir versuchen Preissteigerungen immer so moderat als möglich durchzuführen, aber auch Aktionen.

Wenn wir z.B. Preise anheben, dann haben wir durchaus unsere Lagerware vorher schon entsprechend reduziert.

Sicherlich kann bei einer Preisanhebung das eine oder andere Lagergerät, welches wir zu einem günstigeren Einkaufspreis eingekauft haben, noch am Lager sein. Genau das gleiche gilt auch für Preissenkungen, wo wir sicher auch noch zu teuer eingekaufte Ware am Lager haben.

Da kommt dann die Mischkalkulation zum Tragen. Sicher, mit wäre es am liebsten, wenn sich die Preise gar nicht verändern, da habe ich dann am wenigsten Ärger und Arbeit damit und kann mich aufs Wesentliche konzentrieren, auf den Service und Beratung. Hier versuchen wir laufend, noch besser zu werden.

Herzliche Grüße und nochmals danke für Deinen Kommentar.

Wolfi
 
Hallo Wolfi,

das kann ich so verstehen und habe auch keine Probleme damit.

Euch viel Erfolg auf der Messe !!

Gruß
Frank
 
Hi Wolfi ,
gut erklaert , bleibe ehhh Kunde bei Dir !
Finde die Beratung toll auch der Service gut !

Lg und CS
Claude
 
Hi Freunde,

nochmals danke für alles, vor allem fürs Verständnis .. und Ihr wisst ja, wenns preislich mal richtig hakt, dann gibt es Telefon oder Mail ...

herzliche Grüße

Wolfi
 
Ein Faktor wurde vergessen.
Die Lieferanten hier lassen sich in USD bezahlen, und hier ist der starke USD auch zu spüren.
D.h. ca. 5-10% sind hier auch Mehrkosten.

CS
Tom
 
Natürlich werden Rabatte in die Kalkulation gerechnet. Die Händler sind Händler weil sie von dem Verkauf der Ware leben wollen. Ich verstehe nicht was hier immer so gemeckert wird. Die Preise sind bei den größeren Händlern alle sehr ähnlich, also kann man doch froh sein wenn man noch einen Rabatt erfragen kann und nicht erst großartig handeln muss. Ich habe selbst schon öfters bei einem großen süddeutschen und einem Händler im Nachbarland gekauft und war immer angenehm überrascht das auch ohne großes Feilschen ein Rabatt gewährt wurde.

Die hier bekannten Händler sind alle uneingeschränkt zu empfehlen und ich bin immer wieder erstaunt wie schnell und unkompliziert Probleme gelöst werden. Ich hatte vor kurzem ein Problem mit meiner ALCCD5, auf Anfrage beim Händler konnte diese sofort eingeschickt und geprüft werden. Der Fehler lag wohl doch auf meiner Seite, die Kamera wurde aber vorsichtshalber trotzdem auf Kulanz gegen eine neue getauscht. Was will man denn mehr?
 
Zitat von Matariki:
Die Händler sind Händler weil sie von dem Verkauf der Ware leben wollen.

Und genau das ist anscheinend so manchen Kunden nicht klar und verwechseln Händler mit dem Sozialamt.
Mir geht diese bei uns so weit verbreitete "Geiz ist geil"-Mentalität und Schnäppchenjägerei so was von auf den Senkel. Manchmal wünschte ich mir, dass der Chef eines Solchigen auch mal zu Ihm sagt: "Du bist mir zu teuer, ich lass deine Arbeit jetzt billiger von einem Inder machen!"
Ich war übrigens selbst Jahrelang an "vorderster Front" im Handel tätig und bin heilfroh, dass ich in meinem jetzigen Job mit solchen Typen nichts mehr zu tun habe.
Man bekommt oft den Eindruck, Kunden wollen kein Produkt sondern einen Preis kaufen um dann im Bekanntenkreis zu prahlen "ha, schaut her, was ich toller Hecht dem Händler für einen Riesenrabatt aus dem Kreuz geleiert habe!"
Ausbaden müssen es dann die Kunden, die bereit sind, den aufgerufenen Preis zu bezahlen, weil der Händler in diesen irgendwie die notorischen Rabatttreiber einrechnen muss.

CS
Günter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Günter_Woehner:
Ausbaden müssen es dann die Kunden, die bereit sind, den aufgerufenen Preis zu bezahlen, weil der Händler in diesen irgendwie die notorischen Rabatttreiber einrechnen muss.

Wahrscheinlich ist das genau der Grund für die hohen aufgerufenen Preise und die realen Preise, zu denen die Artikel dann tatsächlich verkauft werden, liegen deutlich darunter, weil inzwischen eh jeder bis zur Schmerzgrenze verhandelt.

Letzten Endes sind die gedruckten Preise also unverbindliche Preisempfehlungen.

Grüsse Jochen


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von portaball:
Zitat von Günter_Woehner:
Ausbaden müssen es dann die Kunden, die bereit sind, den aufgerufenen Preis zu bezahlen, weil der Händler in diesen irgendwie die notorischen Rabatttreiber einrechnen muss.
[...] weil inzwischen eh jeder bis zur Schmerzgrenze verhandelt.

Ich hoffe, dass genau das nicht passiert. Ich denke ein guter Mittelweg ist nicht einem Rabatt zu fragen und den dann genannten Preis zu akzeptieren. Aus Erfahrung liegt das meist 10% unter den gedruckten Preisen. Weiteres verhandeln und hartnäckiges Feilschen ist (meiner Meinung nach) total überflüssig.
 
Leider ist es bereits soweit gekommen. Aber bevor die Händler alles wieder auf die Bösen Kunden schieben; Ich denke es war eher anders herum. Viele Händler gehen gerne mit erhöhten Preisen an den Start (z.B. in Möbelhäusern,) um dem Kunden das Gefühl zu geben, dass dieser durch sein Verhandlungsgeschick ein Riesenschnäppchen gemacht hat. Am Ende kommt dann ein Preis heraus, für den man das Produkt aber auch gleich hätte verkaufen können, ohne die arabische Basarmentalität zu fördern. Der Kunde merkt sich das natürlich, weil er glaubt, dass das bei allen Händlern so ist und verhandelt auch hier bis an die Schmerzgrenze. Besuche in arabischen Ländern fördern dieses Denken außerdem. Am Ende müssen selbst die "ehrlichen Händler" mitziehen. Dann regen die Kunden sich wieder drüber auf usw. Am Ende haben Händler und Kunden beide nichts gewonnen aber keiner kann mehr zur Vergangenheit zurück kehren. Das ist gemeinsames Wettrüsten bis zum Status Quo. Ein ganz normaler natürlicher, wenn auch etwas dummer :smiley63:, Vorgang

CS
Carsten
 
Hi Carsten,

sowas funktioniert aber auch nur bedingt. Dein Vergleich mit den Möbeln funktioniert, da viele Möbelhäuser Eigenmarken oder besondern angefertigte Ware haben die sich nicht so einfach vergleichen lassen. Nehmen wir aber nun Elektronik als Vergleich (TV, HIFI, etc.) dann sieht das schon ganz anders aus:

Szenario I - Händler A will die Preise hoch ansetzen damit er durch das von dir genannte Handeln dem Kunden ein gutes Gefühl beim Kauf gibt. Das funktioniert auch solange bis der erste Kunde auf die Idee kommt zu schauen was Händler B für das gleiche Produkt verlangt. Dann kann sich Händler A überlegen ob er den Verlust von Kunden die Vergleichen hinnimmt oder seine Preise wieder dem normalen Niveau anpasst.

Szenario II - Alle Händler haben ihre Preise auf ein zu hohes Niveau angehoben. Händler A will mehr Kunden gewinnen und senkt die viel zu hohen Preise und ist somit 5-10% günstiger als die Konkurrenz. Er bekommt viel Zuwachs und die anderen Händler ziehen nach, bis der Preis wieder auf einem normalen Niveau angekommen ist.

Ich würde Teleskope und anderes Astronomie-Zubehör eher in die Kategorie "gut vergleichbar" einordnen und glaube deshalb nicht dass es a) geheime Preisabsrpachen zwischen den Händlern gibt die das Niveau künstlich hoch halten oder b) es sich ein Händler erlauben könnte deutlich teurer zu kalkulieren da ihn die Konkurrenz darüber sofort aushebeln könnte.

Die Preisunterschiede die man bei der Hand voll bekannten Händlern sieht kommen denke ich fast alle aus den unterschiedlich großen Einkaufsvolumen und somit höheren / niedrigeren Einkaufspreise.

PS: Ich bin kein Händler und arbeite auch für keinen bzw. will es auch nicht schöner reden als es ist, aber ich glaube man muss auch fair den Händler gegenüber bleiben. Eventuell bin ich aber auch einfach nur naiv weil ich an die regulieren des Markts durch sich selbst glaube. ;-)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Denis,

ich gebe dir teilweise recht. Bei dem kleinen Markt Amateurastronomie, sofern man Produkte heranzieht, die nicht Eigenmarken sind, haben wir noch keine solchen Basarzustände. Manch großer Astrohändler hat aber auch schon viele Eingenmarken im Angebot, die sich nicht direkt mit anderen Produkten 1:1 vergleichen lassen. Hier dürfte die Preisgestaltung jedoch etwas flexibler sein...
 
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