Hallo Freunde,
Ihr habt durchaus recht, heuer war eine extreme Preisanhebung, die nur zum Teil durch den schwächeren Euro zu begründen ist.
Die Lieferanten haben ihre Preise zum Großteil in der Größenordnung zwischen 15% und 25% angezogen. Das macht den hauptsächlichen Anteil aus.
Daneben, wie gesagt, der schwächere Euro und leider, steigende Unkosten.
So kostet uns die sogenannte Elektroschrottverordnung insgesamt gut 8000,- - jährlich - und kostet und jede Menge Arbeit. Und das ist nur einer von vielen Posten, die auf den Händler einströmen.
Es ist halt nicht einfach - nur den Einkauf zu sehen und dann zu sagen .. naja, schlag ich halt 10,- drauf und davon lebe ich. Dann wird der Betrieb bald pleite gehen und gute Leute sind auf der Straße.
Aber die Preisanhebungen sind durchaus mit Bedacht gemacht worden und ... keine Sorge - es geht so nicht weiter. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es nun eine Konsolidierung gibt, die einige Jahre dauert.
Allerdings, das große Unbekannte ist China. Wenn man die Nachrichten verfolgt, dann leidet China unter einer Conjunkturschwäche, bedingt durch rapide fallende Margen (hauptsächlich). Dieser Margenverlust kommt durch zunehmend bessere Bezahlung der Arbeitnehmer.
Wir in Deutschland legen ja recht viel Wert auf Menschenrechte und faire Behandlung. Ein fairer Lohn ist uns wichtig und auch ein Anliegen. Die Kehrseite der Medaille ist aber, daß die Einkaufspreise steigen, denn irgendwoher muß das Ganze ja finanziert werden.
Trauriger Fakt ist natürlich auch, daß trotz steigender Preise, wir Händler mit sinkenden Margen leben müssen. Fast alle Hersteller ziehen die Händlermargen runter, um halbwegs die Verkaufspreise zu halten oder diese weniger zu erhöhen.
Wir Händler müssen damit leben.
Es ist eine schwierige Zeit aber, um es positiv zu sehen, es ist eine Zeit voller Herausforderungen, aus denen man auch gestärkt hervorgehen kann.
Viele Grüße
Wolfi