SoFi aus Korschenbroich(MG)

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Matz

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Spannend wars...
zur 70% Abdeckung war die Wolkendecke noch zu hoch (gefühlte 2cm :-)
Link zur Grafik: http://www.greiner-petter.de/bilder/astronomie/2011-01-04-Sofi2.jpg
aber gegen 9:30 riss es dann ein wenig auf...
Link zur Grafik: http://www.greiner-petter.de/bilder/astronomie/2011-01-04-Sofi1.jpg
Hier schweben beide (MOnd und Sonne) schön im Wolkenmeer...
Link zur Grafik: http://www.greiner-petter.de/bilder/astronomie/2011-01-04-Sofi4.jpg

um dann jetzt (11:00) vollkommen frei zu sein.
Na ja immerhin
matz
 
Hi Matz - also das ist ja wirklich der Knaller.

Dass man den Neumond so komplett sehen kann - hätte ich nie gedacht. Wahnsinn. Das liegt wohl an den Wolken und den damit verbundenen Lichtverhältnissen. Echt krass, da muss ich mich erst mal von erholen...

Beste Grüße,
Norman
 
?? Sehr ungewöhnlich !! Wie geht das physikalisch ??
Gruß Christoph
 
Das wird eine Kontrastfrage sein. Gewöhnlich wird der Mondteil, der die Sonne noch nicht verdunkelt, von der Umgebung überstrahlt. Die Wolken filtern die Umgebungshelligkeit soweit ab, dass der Mond besser hervortritt. Was ich aber mindestens genauso krass finde ist das Bild von Prokyon weiter unten ind er threadliste: da sieht man sogar die Maregebiete des Mondes :augenrubbel: !! Wie das nun wiederum zu erklären ist - da häng ich mich auf...Vielleicht die Reflektion des Sonnenlichtes an den Wolken, die zum Mond zurückgeworfen werden - also so Erdscheinmäßig...

Ahoi,
Norman

 
Hallo, Herr Geophysiker,
ich denke, das ist keine Nebensonne, sondern ein reflex in den Wolken.
Die Aufnahmen sind (weil noch in den Wolken und mit viel Vorausschauen) ohne Baaderfolie entstanden. Ich denke, die Wolken haben tatsächlich den Kontrastumfang so stark gemindert, dass der Sensor der Canon 40d den Helligkeitsumfang meistern konnte, sodaß der Mond vollumfänglich sichtbar wurde.
Und ja, die Maare sind tatsächlich auf dem Foto in dem anderen thread zu erkennen. Abgemilderte Lichtverhältnisse.
bei entspr. Belichtung kann man ja durchaus Taglicht Aufnahmen vom Neumond machen.
der matz
 
Hallo Herr Matz,
ich bin zwar fast ausschließlich eine Leser von ADE geworden und kein Schreiber, aber Ihr Foto "schreit" zum Kommentieren: Diesen Gesamtmond haben Sie wunderbar mit Photoshop hinzugezeichnet! Das schwache Erdlicht kann niemals in dieser Art und Weise aufgenommen werden. Aber für Ihre perfekte Arbeit gebührt Ihnen ein Preis - nur nicht hier im Forum....
MfG
Michael Karrer
 
Wie nötig muss man es haben, um Sofi Bilder zu faken?

Auch nicht besser m.M. diejenigen, die das auch noch für bare Münze nehmen und nicht einen Finger krumm machen, das zu hinterfragen :-(((
 
Hallo Matz,

netter Scherz :D - aber das andere Bild, in das Du Mondmaare hineinfabulierst, ist einfach echter :super: ...

Gruß+cs,
Dietmar
 
Hallo, Dietmar et al., sorry, wenn ich erst antworte.

Es ist keine EBV mit PS oder Gimp. Es ist keine Monatge aus Stellarium o.ä.
Eine Bearbeitung fand ausschließlich mit irfanview/picasa statt, nachdem ich die RAW Datei per picasa importiert habe.
In Irfanview habe ich die Gammakorrektur, Helligkeit und Farbintensität nach Ansicht am Monitor geändert, dann geschärft und für das Forum in der größe reduziert sowie in der Qualität auf 90% reduziert um das Dateivolumen zu reduzieren. Danach nochmals geschärft. Mit welchen Werten genau, weiß ich nicht mehr so genau führe ich nicht Buch.
Ich kann mir vorstellen, das das Ganze des Guten zuviel war und picasa nicht den besten RAW Konverter für Canon hat... war halt q+d. Aber ich fand's sehr eindrucksvoll, wenn auch nicht professionell, zugegeben.
Matthias
http://www.greiner-petter.de/bilder/astronomie/IMG_9052.cr2
 
Hallo Matthias,

faszinierend, danke für das RAW!
Ich bin mal mit einfachsten Mitteln von Irfanview auf das arme Bild losgegangen und habe das Ergebnis einer Gegenüberstellung unterzogen - siehe Anhang, Deine Genehmigung vorausgesetzt ... da kann man schön sehen, wie brutaler Softwareeinsatz aus einem schönen WolkenSoFibild einen so physikalisch/optisch unmöglich rundum sichtbaren, unechten Mond macht. Faszinierend! (das gab's hier aber auch schon mal mit Winzsatellitenbildern :) )

Gruß+cs,
Dietmar

 

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  • matz_moon.jpg
    matz_moon.jpg
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um es abschließend mit Goethe zu sagen:

Kenner
Gut! Brav, mein Herr! Allein
Die linke Seite
Nicht ganz gleich der rechten;
Hier scheint es mir zu lang
Und hier zu breit;
Hier zuckt's ein wenig,
Und die Lippe
Nicht ganz Natur,
So tot noch alles!

Künstler
O ratet! Helft mir,
Daß ich mich vollende!
Wo ist der Urquell der Natur,
Daraus ich schöpfend
Himmel fühl und Leben
In die Fingerspitzen hervor?
Daß ich mit Göttersinn
Und Menschenhand
Vermöge zu bilden,
Was bei meinem Weib
Ich animalisch kann und muß.

;-)
 
Hallo Matz,

:) es hülfe gar mehr, wenn Du uns das Mysterium erklärtest ...

Zitat von Matz:
Ich denke, die Wolken haben tatsächlich den Kontrastumfang so stark gemindert, dass der Sensor der Canon 40d den Helligkeitsumfang meistern konnte, sodaß der Mond vollumfänglich sichtbar wurde.

... mit dem Du stark Licht entzündetest hinter Gevatter Mond, auf daß er Dir in echt seine dunkel gerundete Kante zeigte in Vollumfänglichkeit, trotz Wolkigkeit vor seinem Antlitz: Oh laß uns nicht darben in ungemeisterter Sensorrealität ... :)

Gruß+cs,
Dietmar
 
Hallo,

Danke für die Bereitstellung des Raw, das ist sehr ehrenwert und dient dem allgemeinen Erkenntnisgewinn.

Ich kann bei meinen Bearbeitungsversuchen keine dunkle Mondscheibe erhalten, aber in der Bearbeitung ist sicher die Ursache für die Scheibe zu suchen.

Ich habe den Mond schon sehr nah an der Sonne und auch das aschgraue Mondlicht bei Tag fotografiert und immer viel Aufwand getrieben und auch immer sehr gut blauen Himmel benötigt. Wolken machen die Aufgabe garantiert nicht einfacher, schon gar nicht diese. Dennoch sehr interessant, natürlich auch die unterschiedlichen Reaktionen und Kommentare der Kollegen.


Das erinnert mich an eigene Versuche mit selbstprogrammierten Filtern nach der SoFi 2006, wo auch was sehr interessantes rauskam:
Link zur Grafik: http://www.mondatlas.de/suneclipse/sofi2006/corona_radial_differences.jpg

Nach Erstaunen und Begeisterung und schneller Veröffentlichung im Forum habe ich dann später verstanden, welche Kette von Umständen zu den völlig künstlichen Farbunterschieden in der Korona in meinem Bild führten. Da lernt man mehr als wenn alles klappt.

Schöne Grüße,
Martin
 
Hallo zusammen.

Also eine harte Bildbearbeitung führt mit Sicherheit nicht zu einer Abbildung, die rein zufällig eine vollkommene kreisrunde Strukur zeigt. Wenn man durch Hermumregeln zu dieser Abbildung kommt, dann sind die Daten doch vorhanden. Und bei der von Dietmar gezeigten Gegenüberstellung sieht man auf dem linken Bild (welches das raw abbilden soll wenn ich richtig verstanden habe) bereits Teile des Mondumrisses (die nicht vor der Sonne liegen).

Insofern kann ich nur mit dem Kopf schütteln, wie solch interessante Bilder lieber zerredet werden und manche sogar mit Beschuldigungen daher kommen - ohne sich, nachdem der Autor versichert hat, keine verfälschende EBV vollzogen zu haben, in irgendeiner Form zu entschuldigen.

Es grüßt,
Norman
 
Hallo Norman,

wo Du mich schon persönlich ansprichst: Respekt für Dein beherztes Einspringen - aber denk nochmal nach ... woher soll das Licht ringsum wie hier hinter einer schwarzen Mondkugel denn kommen?

Das hat tatsächlich nichts mit Wirklichkeit zu tun, wie hier gleich mehrere nicht gänzlich Unerfahrene richtig anmerken (mal unabhängig von der Äußerungsform).

Ich habe erst gedacht, Matz macht einen netten Scherz, aber nun weiß ich, daß diese scheinbare Mondkugel weniger Absicht und umso mehr Zufall und Softwareeinsatz war - wie auch immer, das scheinbare Ergebnis ist nicht nur "unecht", sondern schlicht physikalisch/optisch unmöglich, siehe oben.

Gruß+cs,
Dietmar
 
Hallo Norman,

Mats hat dankenswerterweise das Raw bereitgestellt, damit kann sich jeder selber versuchen.

Ich habe es mit dem Standard Canon DPP nach 16Bit Tiff gewandelt, dabei versucht den ganzen Kontrastumfang leicht sichtbar zu machen.
In AstroArt dann crop und leichte Anpassung der Helligkeit, dann Speicherung als BMP. Dann resize auf 60% im Irfan und Speicherung als 90% komprimiertes JPG.

Im Anhang das Ergebnis. Hier ist die "dunkle Seite des Mondes" schon sehr viel weniger auffällig. Der obere Rand der dunklen Seite folgt einer Wolkenwelle bis zum linken Bildrand. Unten fehlt der Rand der dunkle Seite völlig. Links täuscht die zwei Aufhellungen den Rand der dunklen Seite an.

Sieht in der Summe erstaunlich aus, keine Frage. Aber mehr ist es auch nicht.

Grüße, Martin
 

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  • raw_tif16_crop_60.jpg
    raw_tif16_crop_60.jpg
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