Software und Workflow?

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ubit

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Hi,

ich bin ja noch ganz am Anfang des Hobbies Astrofotografie. Aktuell setze ich einen Raspberry PI an der Montierung ein auf dem Astroberry läuft. Das klappt auch ganz wunderbar inkl. Plate Solving.

Die Bilder kann ich per WinSCP erstmal auf den lokalen PC bzw. meinen zentralen Netzwerkspeicher herunterladen. Aber was dann?

Ich habe EKOS aktuell so eingestellt, dass direkt FITS-Dateien produziert werden. Ist das sinnvoll? Oder sollte ich hier besser auf das native RAW-Format der Canon DSLR setzen?

Die Ergebnisbilder müsste ich ja nun erstmal sichten. Gibt es da eine gute, kostenlose Software mit der das einigermaßen schnell geht? Vielleicht mit einer "Bewertungsfunktion" wie ich sie von meinen "normalen" Fotos kenne? Toll wäre natürlich auch, wenn ich ein paar statistische Daten zu den Bilder sehen könnte (Histogramm, Min/Max numerisch etc.). Gesucht ist also ein FITS-Bildbrowser....

Wenn ich die Bilder ausgewählt habe, folgt bei mir vermutlich erstmal Deep Sky Stacker. Eventuell auch Siril. Da probiere ich gerade was mir besser gefällt. Vom Ablauf mag ich DSS eigentlich lieber. Ob Siril bessere Ergebnisse liefert kann ich noch nicht beurteilen. Gibt es noch sinnvolle Alternativen die ich ausprobieren kann?

Abschließend wird bei mir die Bearbeitung wohl vorwiegend in einer älteren Photoshop-Version erfolgen. Vielleicht steige ich auch auf Gimp um, da meine PS-Version maximal 16 Bit-Bilder sinnvoll bearbeiten kann. Oder ich mache Gradation/Tonwerte in Gimp und die Endbearbeitung mit Photoshop (weil ich das halt einigermaßen beherrsche).

Gibt es sonst noch Software die dem angehenden Astrofotografen das Leben erleichtert? Erstmal nur kostenlose Software - die "technische Erstausstattung" hat das Budget schon gesprengt und es fehlt auch noch ein Teil der Ausrüstung die ich mir so vorstelle (Komakorrektor, ggf. OAG). Insofern ist für kostenpflichtige Software aktuell kein Spielraum.

Wie macht Ihr das? Wie ist euer Workflow (bzw. wie war er bevor ihr auf PixInsight oder AstroPixelProcessor umgestiegen seit)?

Ciao, Udo
 
Hallo Udo,
nach dem Stacken hat man die Bilder in FITS Format. Diese kann man dann zum Weiterbearbeiten in PhotoShop in TIFF umwandeln bzw. abspeichern.

Hast du mal bei Youtube geschaut?

Teil 2 (Bearbeitung in Photoshop):

(Teil 1 willst du ja nicht, da es Astro Pixel Prozessor ist (kostenpflichtig))

Deep Sky Stacker sollte eigentlich eine einfache Software sein zum Stacken. Und es gibt massig Videos zum Workflow dazu auf YouTube.

Bilder vorab aussortieren mache ich immer mit Irvan View.

LG, Sebastian
 
Ich habe mir hunderte Videos und Tutorials angeschaut ;-) Mich interessiert aber die Meinung und Erfahrung hier im Forum.

Zentrale Frage für mich:
* Workflow komplett mit FITS?
Vorteil: Metadaten sind "besser" als bei RAW.
Nachteil: Mein "üblicher" Prozess zur Sichtung von Bilder (von der "normalen" Fotografie) funktioniert mit FITS nicht.
Nachteil: Dateigröße der FITS ist deutlich größer als die Größe der RAW-Dateien

* In EKOS mit Raw-Dateien arbeiten, FITS erst später beim stacken
* Vorteil: Kleinere Dateien
* Vorteil: Mein üblicher Workflow zur Bildbeurteilung funktioniert mit den gewohnten Programmen
* Nachteil: Metadaten fehlen (z.B. RA/DEC)

In den Tutorials auf YT wird meist mit den RAW-Dateien gearbeitet. Allerdings häufig auch deshalb, weil die Bilder auf die Speicherkarte in der Kamera gespeichert werden und da ist FITS halt keine Option. Mit Astroberry/EKOS habe ich aber die Qual der Wahl....

Ciao, Udo
 
FITS-Dateien produziert werden. Ist das sinnvoll?
Hallo Udo,

Ja, das ist richtig so.

Gibt es sonst noch Software die dem angehenden Astrofotografen das Leben erleichtert?
Nimm aus meiner Sicht Siril. Dort hast du für den Anfang Skripte, mit diesen musste erst einmal nicht in die Software eintauchen und bekommst ordentliche Ergebnisse. Mit diesen Material gehst du dann als 16-Bit Tiff in dein altes PS. Das reicht für den Anfang und du wirst damit zurecht kommen.

In Siril kannst du einen Photometrischen Abgleich deiner Aufnahmen machen, kannst sie automatisch beschriften und hast jegliche Bildinformationen. Wenn du damit warm geworden bist, kannst du in Siril auch mal eine Manuelle Bearbeitung wagen. Hier holt man sich noch bessere Ergebnisse. Damit es dir etwas leichter fällt, hänge ich hier mal eine Beschreibung zur manuellen Bearbeitung in Siril ran.
Eine zweite Datei zeigt dir wie du im groben zum Astrophoto beim Einsatz von Schmalband Daten kommst. Nicht wundern die PDF ist stark komprimiert.
 

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Vorteil: Mein üblicher Workflow zur Bildbeurteilung funktioniert mit den gewohnten Programmen
Die Bearbeitung der Astrofotos erfolgt anders als Tagelslichtaufnahmen. Eine visuelle Sichtung muss nicht sein, sie kann von der Software übernommen werden. In Siril gibt es dafür den sogenannten "Grafischen Plot" zum Aussortieren und in Affinity Photo wird zum Beispiel prozentual festgelegt was in das Töpfchen kommt.
 
Danke. Ich schau' mir das mal an. Auch wenn ich von Schmalbandaufnahmen wohl noch Jahre entfernt bin ;-) Erstmal muss die unmodifizierte DSLR herhalten.

Scripts mag ich aber nicht so.... Hab' ich mir in SIRIL angeschaut. Funktioniert auch. Ist aber nicht meins. Ich möchte halt immer genau wissen was passiert und alles selbst in der Hand haben. Wenn schon, dann gleich richtig ;-)

Aber egal - erstmal müssen die Wolken weg. Mit etwas Glück ergibt sich hier morgen ein Fenster von ein paar Stunden.

Ciao, Udo
 
Schmalbandaufnahmen wohl noch Jahre entfernt
Das dachte ich bei mir auch, aber durch Bortle 6 blieb mir nichts übrig und es ist nur die Überwindung den Filter zu kaufen.
Wolken haben wir hier in Leipzig heute nicht, draußen laufen die Schmalbandaufnahmen für NGC7822 bis 23:00 Uhr, dann noch eine Stunde RGB für die Sterne.
 
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