Soligor MT-750/6''

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Aliase

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Vorweg gleich gesagt das ich der totale Anfänger bin und erst eine Nacht der Himmelsbeobachtung hinter mir habe.
Habe mir vor kurzem ein Soligor Newton-Reflektor MT-750/6
gekauft, da mir dieses als gutes Einsteigerteleskop empfohlen worden ist. Schaffte es auch wirlich gleich in der ersten Nacht ein interessantes Ojekt den Jupiter zu finden.(Muß mir das Wissen über Himmelskartographie erst aneignen).
Leider habe ich wie wahrscheinlich jeder Neuling die Vergrößerungswerte meines Teleskopes schwer überschätzt.
Der Jupiter wahr nur als kleiner weißer Punkt zuerkennen, nur mit viel Fantasie konnte man die zwei Streifen erkennen.(Soligor ED5,2mm) Da ich aber nach einer Einstiegsphase (0,5-1 Jahr) eher auf Deepsky-Objekte umsteigen wollte und auch schon tolle Fotos vom Rosettennebel gesehen habe, stellt sich mir die Frage ob das Soligor 750/6 auch für spätere Ausflüge ins All geeignet ist.

Für Antworten sehr Dankbar

Mfg Achim
 
Jupiter mit einem 5,2mm ED Okular nur als heller Punkt mit kaum erkennbaren Streifen? Das sollte so sicherlich nicht sein. Mit einem 5,2mm Okular hast Du eine 144x Vergrößerung, die sollte für einige gut sichtbare Details reichen. Lichstark ist das Gerät auch.
Kannst Du das Bild beschreiben? Milchig und / oder unscharf etc...? Wenn das Bild wirklich so schlecht war, könnte man fast vermuten, dass der Spiegel neu justiert werden muss.
Nochwas: Hast Du den Spiegel auskühlen lassen? Ein 6" Spiegel sollte ruhig 20 Minuten stehen, wenn er aus dem warmen kommt.

Ansonsten ist das Gerät generell aber auch weniger für Planeten als für DS geeignet. Für die Planetenbeobachtung ist ein Gerät mit hoher Brennweite sinnvoll. Dein Gerät ist hingegen was tolles zum Spazierengehen in der Milchstraße, für Galaxien, Nebel, Sternenhaufen usw...

Dennoch, am Planeten müsste es aber besser aussehen, als Du es beschrieben hast. Soligors Qualität kann ich leider überhaupt nicht beurteilen, da wir die Geräte dieser Marke gar nicht führen. Ich bezweifle aber, dass die Qualität allgemein derart katastrophal ist.

Generell ist das Gerät für viele Ausflüge ins All geeignet, damit hat man lange Spaß, sinnvoll wäre es jedoch, mal einen Teleskophändler oder Astrofan in deiner Nähe aufzusuchen, der dir sagen kann, ob der Spiegel kollimiert werden muss. Solche Matschbilder sind nicht normal.

Ich hoffe mal, dass hier noch jemand mit einem Soligor Gerät unterwegs ist, der dazu mehr konkretes sagen kann als ich.

Dennoch, viele Grüße & clear skies

Florian
 
Hallo Achim,

hm, sicher, daß Du Jupiter eingestellt hattest? Wenn ja, dann war sicher das Wetter mies, und/oder das Teleskop müsste justiert werden. Lies Dich mal zum Thema Newton-Justage ein.
Was die Deepsky-Beobachtung angeht, na da kannst Du doch sofort loslegen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Aber erwarte nicht bunte Anblicke wie auf Fotos, Du wirst vielmehr alles in grau sehen. Das ist normal und in jedem Teleskop so. Nur die hellsten Nebel schimmern leicht grünlich. Und gerade der Rosettennebel ist zwar groß, aber sehr schwach. Kein Objekt für den Einstieg, würde ich sagen. Versuche lieber jetzt noch schnell einen Blick auf den Orionnebel zu erhaschen, bevor der in der Abenddämmerung ertrinkt.
Tja, ansonsten empfehle ich die Einsteiger-Ecke meiner Homepage, und beim Bino-Tom gibt es eine tolle Übersicht, was verschiedene Teleskope bei (gutem Wetter) von Jupiter zeigen: http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/teleskopvergleich_jupiter.htm

Clear Skies
Sven
 
Erstmal danke für die Antwort.
Das Bild des Jupiters war nicht unscharf, sondern einfach nur klein. Kann ich jetzt zwar schwer abschätzen, der Planet wird aber so ca. 2-3mm im Durchmesser gehabt haben, war hell weiß und die zwei Lienien konnte man nur bei bester Schärfeneinstellung sehen. Kann aber auch daran liegen das der Mond fast voll war und seit neuersten eine Straßenlaterne den Garten unseres Hauses trifft. Im großen und ganzen kann man die Nacht aber als gelungen bezeichnen.
Einizg ein Ausgleichsmotor muß noch her und vielleicht noch ein stabileres Stativ. Habe mal den link zu meinem Teleskope reingestellt. Könnt ihr mal nachsehen ob dieses Stativ reicht? Da lang

Dem oberen Post entnehme ich, das für die Plantenerkundung doch eher ein 10" angebracht wäre.

Edit: War ein Kauf bei einem sehr guten Astronomen der wirlich einen guten Eindruck machte. Hat das Teleskop vorher eingestellt. Und draussen stand es ca. 1 Std.

Mfg Achim
 
Bitte nicht falsch verstehen, mehr Öffnung bringt immer mehr Leistung, keine Frage. Aber mit mehr Brennweite ist nicht die Öffnung gemeint, 6" bringen einiges an Power, besonders wenn der Spiegel korrekt justiert ist.
Bei höherer Brennweite kannst Du allerdings mit den gleichen Okularen höher vergrößern und kannst auf eine Barlowlinse verzichten. Außerdem ist das Gerät auch Okular-unkritischer. Das nur als kleiner Einriss zum Thema Planeten und hohe Brennweite.
Ansonsten sollte dein Gerät durchaus Planeten schön sichtbar machen, Jupiter Wolkenbände oder Cassini Teilung kann man im Mindesten erwarten. Wenn nicht, stimmt da irgendwas nicht.

Deinem Nachtrag entnehme ich mal, dass Du offenbar nicht Jupiter drin hattest. Nicht, wenn das Gerät korrekt justiert wurde, da müsste wirklich mehr drin sein. Ausgekühlt dürfte es auch gewesen sein...Sorry, aber da weiß ich langsam keinen Rat mehr.

Versuch doch mal, bei passendem Wetter Saturn reinzubekommen. Würde mich sehr interessieren, was Du dort siehst.

Grüße und clear skies

Florian
 
Hi Achim,
mit 6" f/5 sollte mehr als nur 144fach am Planeten gehen. Woran es jetzt im speziellen gelegen hat ist schwer zu sagen. Das kann die Justage, das Seeing, die Auskühlung oder oder oder sein. Ich würde mich erst mal nicht verrückt machen. Grade Jupiter ist öfter ne Enttäuschung, das er sehr empfindlich auf die Bedingungen reagiert. Um auszuschließen, das es die Hardware ist, solltest Du mal Justage und Innenschwärzung prüfen und ggf. beheben.
Links zur Justage habe ich auf der HP verlinkt, zur Innenschwärzung gibts einen Bericht auf der HP.
Zurück zur Planetengröße. Auch bei 144 fach sind die Planeten noch recht klein. Wenn die Optik Deines Gerätes ok ist und die Rahmenbedingungen es zulassen , sollte es auch 250 leisten können. Dazu brauchst Du ggf. ne Barlow linse oder ein 3mm Okular.
Weiterhin ist das teleskopische Sehen noch ein Thema. Das muß geübt werden und führt dazu, das man am Anfang weniger Details erkennt.
Viel Erfolg
CS
 
So nochmals danke für die Antworten. Werde das ganze noch weiter beobachten um Vergleiche zu ziehen. Denke das es mit mehr Praxis meinerseits sicher zu besseren Ergebnissen kommen wird. Kann jetzt verstehen was hinter der Leidenschaft der Astronomie steht. Aber der Weg zum Profi ist halt ein weiter.
Kann mir noch wer ein gutes Programm zur Sternenkartographie empfehlen?

Mfg Achim
 
Hallo Achim,

dein Teleskop ist eher für Deep Sky als für Planeten ausgelegt. Wenn es einerseits nicht 100% sauber justiert ist wirst du am Planeten nicht das Optimum herausholen können. Und andererseits erscheinen Jupiter und Saturn bei mir unangenehm hell - da würde ein zarter Graufilter helfen.
Aber es sollte jedoch sicher für die sich rasch verändernde Mondstellungen, die Hauptbänder und mit ein wenig Übung für den Großen roten Fleck reichen. Letzterer ist nicht immer sichtbar, deswegen vorher kurz im Internet informieren ob er überhaupt sichtbar ist. Aber Jupiter wird dir nicht so erscheinen wie die hier vorgestellten großformatigen Bilder, die mit semi-professionellem Equipment aufgenommen wurden.
Das macht aber auch nichts, Objekte finden, wiederfinden und live dabei sein ist der Witz! Das Gefühl mein Lieblingsobjekt im Okular zu sehen kann kein Bild ersetzen!

Zum Einstieg würde ich neben dem Mond und den Planeten - probier Saturn! - Sternhaufen und Kugelsternhaufen empfehlen; Galaxien können frustrieren, entwickeln aber ihren ganz eigenen Reiz und fördern den Wunsch nach mehr Öffnung.
Als Software käme wahrscheinlich erstmal Hello Nothern Sky oder Cartes de Ciel in Frage und noch die Planetenstellungen hier bei a.de oder eine andere Software. Unabdingbar ist meiner Meinung nach das Karkoschka Buch.

mehr Klare Nächte,
Robert
 
Hi Achim
Ich hab den "kleinen Bruder" deines Teleskops als Einsteigernewton(4,5"/900) Bin mit der Leistung des Teleskops am Planeten eigentlich recht zufrieden. Bei gutem Seeing konnte ich kürzlich am Saturn durch aus die Cassiniteilung erkennen. [Bild] http://www.ds-src.de/4images/data/media/15/3saturn20.3.05.jpg [/Bild]
Das Bild hab ich mit einer einfachen Digiknipse gemacht und kommt dem Anblick durchs Teleskop recht nahe.
Im Deep Sky Bereich kannst Du damit sicherlich hellere Galaxien und Kugelsternhaufen ausfindig machen. Musst sie halt nur finden. Einen Nachführmotor würde ich mir erst nach dem Kauf eines Polsuchers zulegen, da du ja die Montierung auf den Himmelnordpol ausrichten mußt um erfolgreich nachzuführen. Zum visuellen Beobachten reicht es aber schon aus, das Stativ waagrecht auszurichten und durch die Öffnung die für den Polsucher bestimmt ist grob den Polarstern einzustellen. So kannst du die Objekte nur mit der RA Achse nachführen.
Mittlerweile hab ich den Tubus mit Velourfolie ausgekleidet, was auch einiges gebracht hat.
Leider werden den Soligor Teleskopen schlechte Noten bei der Justierfähigkeit erteilt. Was es für den Anfänger auch nicht einfacher macht. Du hast aber hier auch ein paar gute Möglichkeiten dich zu informieren (die Hp der Deepskybrothers) Du kannst uns ja mal auf dem Laufenden halten.
CS Udo S
 
Mit dieser Ansicht des Saturn wäre ich für den Anfang schon zufrieden. Das mit dem justieren eines Soligors-Modelles ist leider absolut richtig. Alleine die richtige Balance zw. Kubus und Gegengewicht hat mir einiges an Nerven gekostet. Die Nachjustierung beim schauen ist auch nicht so das Wahre. Einen Polsucher hab ich mir schon zugelegt und werde es heute gleich mal testen.
Der Wetterbericht sagt für Österreich eine glasklare Nacht voraus, die werde ich wohl voller Erwartung vor der Linse verbringen. Eine Frage fällt mir nun doch noch ein, kann man den Nachführmotor dann auch für andere Modelle verwenden, oder ist der Modell gebunden?

Mfg Achim
 
Hi Achim
Mit dem Justieren war mehr die Optik gemeint. Die Balance Gegengewicht- Tubus ist mit Übung nicht so schwer und kleine Markierungen helfen. Beurteilungen der Optik anhand von Planetenabbildungen ist eine zweischneidige Sache. Bei schlechten Seeing ist es selbst mit 10" schwierig was zu erkennen.
CS Udo S
 
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