hallo Rüdiger,
ich habe nicht das Soligor, aber diverse andere Marken (Minolta, Bresser). Die haben alle heikle und mechanisch anfällige Okularkonstruktionen. Das führt zu Unschärfe und Koma, je mehr man vergrössert desto schlimmer wirds. Ich habe teilweise Tesafilm auf die Gleitlinsen geklebt um die Zentrierung zuu erhalten.
Der Nachteil aller Zoomgläser ist das kleine Gesichtsfeld bei niedriger Vergrösserung. Üblich sind so um die 40 Grad. Je mehr man zoomt desto grösser wird es dann, ohne aber auf einen für normale Ferngläser inzwischen üblichen Wert von 68 Grad zu kommen. Tunnelblick ist also angesagt. Dazu kommt der achromatische Farbfehler, der mit der Vergrösserung steigt.
Ich verwende diese Ferngläser auf Reisen zur Naturbeobachtung, zb um scheue Vögel auf entfernten Bäumen zu betrachten. Da sind sie als Kombi von Überblick und Detailbeobachtung genial. Für die Astronomie nur auf besagten Reisen.
Allerdings kann ich mit meinem Bresser 12-36x70 die Streifen auf dem Jupiter sehen und den Doppelstern Castor (4") trennen. Frisch aus der Schachtel geht das aber nicht, ich habe einige Optimierungsarbeit reingesteckt und extra georderte Austauschlinsen verwendet. Bei 36x ist es jetzt halbwegs scharf aber schon so bunt wie ein Kaleidoskop. Also auch nicht empfehlenswert.
Und - wichtigster Rat! - vor dem Kauf immer durchschauen. Da ist so viel Schrott am Markt, das glaubt man gar nicht. Bei Marken wie Nikon oder Minolta ist man besser aufgehoben.
Mein Rat für Sternegucken ist das Celestron Skymaster 12x60: Klar mehr zu sehen als im 10x50, noch freihändig benutzbar, und gute Sternabbildung über einen grossen Teil des Gesichtsfeldes, Preis ca 85.- Ich habe hier im Forum einen Bericht darüber reingestellt.
viel Freude und cs Tommy