Soll interstellarum öfter erscheinen?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo,

ich beziehe bisher Astronomie-heute. Diese wird nun eingestellt und durch Sterne und Weltraum ersetzt. Letzere ist im Jahresabo wesentlich teurer. Diese Zusatzkosten will ich nicht tragen. Da wäre IS ein geeignete Alternative, aber nur wenn diese nur alls 2 Mon. erscheint.

Klare Nächte, Manfred
 
Hallo Thomas und alle Mitleser hier.

Als ehemaliger AH- und jetziger IS-Leser muss ich feststellen, dass es derzeit wohl keine deutschsprachige Astrozeitschrift gibt, die so ist, wie sie sich die meisten hier wünschen. Das heißt, die alte IS wird ja hier mehrheitlich als ziemlich optimal Schnittmenge aller Wunschattribute gelobt.

Als AH damals in deutscher Sprache erschien, war ich selber mit einigen Übersetzungsbeiträgen beteiligt und mächtig stolz auf die "deutsche Ausgabe von Sky & Telescope", wie mir das Konzept seinerzeit präsentiert wurde. Dann wurde schon nach recht kurzer Zeit mehrmals die Konzeption des Magazins geändert - zum Nachteil, wie ich fand - und siehe da: die AH gibt zum April auf. Über so viel Ignoranz "meines" Astromags kann ich nur staunen.

OK, SUW ist nicht schlecht, aber ich habe inzwischen die alten IS kennen- und liebengelernt und denke, das isses. Nur um jetzt wieder frustriert festzustellen, "dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war" (Hannes Wader). Dazu mein Bedenken: NEVER CHANGE A WINNING TEAM! Wer schöne Bilder sehen will, kann doch zu den Oculum-Büchern greifen, die sind große Klasse. In einer Astrozeitschrift wünsche ich mir Beobachtungstipps für Einsteiger und Fortgeschrittene, sehr gut fand ich die Serie zur Teleskopbedienung für Einsteiger, ab und zu freu ich mich auch über einen Equipmenttest, aber Teleskope jenseits von 12" oder 14" sind im wahrsten Sinn des Wortes nicht mehr tragbar - finanziell wie handlingmäßig.

Andererseits geht der Trend doch immer mehr zur GoTo-Technik, und hier gibt es nicht viele Hersteller. Meade und Celestron sind m.W. die einzigen im GPS-Segment, daneben kann man sich auch sein eigenes Paket schnüren, wenn man über genügend Ahnung und Erfahrung besitzt. Ich selber besitze recht gute Himmels- und Physikkenntnisse, bin aber "Neu-Spechtler" und insofern für entsprechende Tipps in Magazinen dankbar. Dass die Cracks hier über den x-ten Aufguss alter Chosen stöhnen, ist klar - als Redakteur einer Gitarrenfachzeitschrift kann ich aber hier einwenden, dass manche Themen sich in schöner Regelmäßigkeit (z.B. alle 5 Jahre) prima "neu" verkaufen lassen. Denn die Leserschaft bleibt nie gleich! Ältere steigen aus, Jüngere folgen nach und der Turnus beginnt von vorne.

Für den klassischen Starhopper von einst sind die aktuellen GPS-Entwicklungen nur ein Naserümpfen wert. Aber alles entwickelt sich weiter, und wer früher nur mobil telefonieren wollte, bekommt heute mit seinem Handy gleich eine/einen Organizer, PDA, Fotokamera, Videokamera, MP3-Player, UKW-Radio usw. usf. mitgeliefert. Gott sei Dank ist der Teleskopmarkt langlebiger und nicht so trendlastig. Die optische Abbildungsleistung ist in den letzten Jahren nur marginal gestiegen, wenn überhaupt. Aber der Komfort! Jetzt kann jeder mitmachen, der Interesse am Sternhimmel hat. Sogar Leute mit schwachen Augen, die sich über GoTo wie narrisch freuen und denen das Auffinden mittels klassischer Karten leider zu mühsam wäre.

Fazit: Als Teleskopneuling gefällt mir von allen mir bekannten Astromags die IS am besten und ich werde sie bestimmt weiter lesen. Dass es hier keinen Konsens geben kann, liegt auf der Hand. Es gibt ja auch in allen anderen Bereichen mehrere (viele) Publikationen in trauter Koexistenz.

Schöne Ostern euch allen.

Christoph
 
Hallo,

Interstellarum, Starobserver, Sterne und Weltraum, Astronomy Astronomie heute usw. habe ich mal mehr mal weniger regelmäßig gelesen, oft mit Genuss manchmal mit Verdruss, aber bei einer Zeitschrift bin seit 1983 dabei und sie hat mich eigentlich nie enttäuscht: Sky and Telescope. In den vielen Ausgaben war kaum jemals ein Heft dabei, über desen Lektüre ich mich nicht gefreut hätte.
Interstellarum sollte sich daran orientieren und monatlich erscheinen.

CS Mike
 
Hallo,

also ich bin bisher mit IS im aktuellem Umfang und Erscheinungszeitraum zufrieden. Ein monatliches Erscheinen wäre zwar schön, allerdings sollte dann sichergestellt sein, dass weder Qualität noch der Themenbereich leidet. Es bringt wenig, auf monatl. Erscheinen umzustellen um die leeren Seiten mit Science Fiction o.ä. zu füllen oder sich andere Themen aus den Fingern zu saugen. Sollte jedoch AUF DAUER!!! genug passender Inhalt vorhanden sein, wäre gegen 12 Ausgaben pro Jahr nichts einzuwenden.

Viele Grüße

Carsten
 
Ich bin eindeutig gegen ein monatliches Erscheinen der Zeitschrift, das wäre zuviel! Würde sich der Preis bei monatlichem Erscheinen erhöhen, wäre das ein Kündigungsgrund!

Philipp
 
Hallo,

2-monatlich reicht mir auch und back to the roots würde ich auch begrüßen.

Derzeit ist das VdS-Journal meine Lieblingszeitschrift. Es entspricht noch am ehesten dem frühen is. Anscheinend gibt es doch einige Kandidaten für Artikel. Ihr solltet den Mut aufbringen und diese auch abdrucken. Es geht ja nicht um tolle wisssenschafliche Auswertungen oder Hightech-Projekte sondern um die Begeisterung für unser schönes Hobby, dass aus den Amateurbeiträgen spricht. Wäre fein, wenn dieser Geist wieder verstärkt in das aktuelle is eingearbeitet würde.

CS
Wolfgang
 
Hallo zusammen,

ich möchte keine Bewertung der laufenden Diskussion vornehemen, die ich aber mit großem Interesse verfolge. Was ich interesant finde, ist die Tatsache, dass immer wieder die Aspekte:

-> kein Hochglanz
-> Astronomie für Alle
-> Spaß an der Astronomie
-> bezahlbare Astronomie
-> usw.

aufgelistet werden. Ist jetzt keine Werbung, da wir die Zeitschrift eingestellt haben - aber genau diese Aspekte haben wir bei NightSky berücksichtigt und das Ganze zum Selbstkostenpreis verkauft. Der Spaß am Hobby stand in der Zeitschrift im Vordergrund und alle Sparten der Amateurastronomie wurden bedient. Dennoch scheint es so, als wolle der geneigte Leser eben doch ein Hochglanzmagazin.

Dieser Aspekt lediglich zur Anregung in der Diskussion.

Liebe Grüße, Christoph Lohuis.

Sternwarte Neuenhaus
 
Hallo Christoph,

ja die NightSky war toll und ich trauere ihr immer noch hinterher! Ich hatte immer den Eindruck, dass viele die Zeitschrift gar nicht kennen. Jedenfalls reagierten viele immer sehr überrascht, wenn ich davon berichtet habe (da gibts ja einige Threads hier).

Will jetzt nicht in alten Wunden rühren - aber besteht keine Hoffnung die NightSky nochmal aufleben zu lassen? Ich würde sie sofort wieder abonnieren!

cu Marco
 
Hi,

das ist halt ein Problem. Frag' mal bei gängigen Zeitschriften nach, wieviele Abonnenten sie haben und wieviel Exemplare im Laden verkauft werden... Abo alleine ist ein Geschäftsmodell, welches zum Scheitern verurteilt ist...

Sehe ich auch an mir selbst. Ich bin schon lange nicht mehr bereit irgendeine Zeitschrift zu abonnieren. Zu groß ist das Risiko, dass während der Laufzeit des Abo's das Konzept verändert wird und/oder die Qualität sinkt. Ergo kaufe ich grundsätzlich nur Zeitschriften im Handel in die ich vorher einen kurzen Blick werfen kann. Wandelt sich ein Blatt zum Schlechten - oder vergurkt die Redaktion eine einzelne Ausgabe - bleibt das Heft halt im Regal...

Natürlich sind Zeitschriften die diesen Vertriebsweg nutzen teurer als beispielsweise Formate die nur via Internet oder im Abo erhältlich sind, weil die Vertriebskosten nicht ohne sind. Dafür erreicht man aber auch wesentlich mehr Interessenten.

Ciao, Udo
 
Hi,

ihr kennt ja das Sprichwort:"Wir müssen aufhören gute und brauchbare Dinge herzustellen, wir müssen auch mal ans Verkaufen denken!..." (to be continued)

Gruß Alex (VSU)



 
Hallo Marco, Hallo zusammen!

Ich möchte eigentlich nicht, dass diese Diskussion in eine völlig andere Richtung läuft. Auf der anderen Seite bin ich als Mitherausgeber von NightSky sehr daran interessiert, welche Entwicklungen und Meinungen es zu Zeitschriften auf dem Astronomiemarkt gibt.

Wie ich bereits im anderen Forum ausführlicher schrieb, wurde die Zeitschrift NightSky neben dem Beruf und neben den Aktivitäten in der Sternwarte Neuenhaus erstellt. Was das für ein Aufwand ist, kann sich jeder vostellen. Aktuell erlaubt es der Beruf mehrerer Personen leider nicht, die Zeitschrift im MOMENT zu erstellen.

Was hier die Zukunft bringt ist noch völlig offen! Es stellt sich aber die mögliche Frage, möchte der Amateurastronom eine kommerzielle Zeitschrift und konsumieren oder sich auch engagieren. Das ist wohl unsere Gretchenfrage.

Liebe Grüße, Christoph Lohuis.

Sternwarte Neuenhaus
 
Hallo Christoph,


und nicht nur Deine/Eure. Dieses Problem ist im digitalen Zeitalter von grundsätzlicher Natur. Ein kommerziell verwertbares Produkt muß gegenüber dem, was der Nutzer sich von irgendwoher als "Freeware" ziehen kann einen Mehrwert besitzen. Wenn man sich die Entwicklung auf den Märkten so anschaut dann ist es nur zu verständlich, wenn ein Nutzer die Kosten drücken will (und muß). Für den Macher einer Zeitschrift heißt das, was bringt meine Zeitung an Info oder welche Eigenschaften bringen hier den "Mehrwert" um den Nutzer zum Kauf zu bewegen.

Ich habe früher SuW im Abo gehabt und das über Jahre, ebenso wie die eine oder andere Fachzeitschrift aus anderen Bereichen. Heute habe ich keine einzige Zeitschrift mehr im Abo und warum? Antwort bzgl. der astronomischen Zeitschriften.90% der Info aus (egal welcher) astronomischen Zeitschrift kann man sich (kostenlos) aus Astronomie-Foren oder RSS-Feeds usw. besorgen(aktuellste Nachrichten,Diskussionen,Gebrauchtmarkt usw.) weitere 8% kommen (kostenlos) aus dem Planetariumprogramm (Vorausberechnungen, Sternkarten, Starhopping).
Bleiben also noch 2% aus denen der tatsächliche "Mehrwert" generiert werden muß.
Diese 2% kommen dann aus Quellen die dem Amateur nicht zur Verfügung stehen. Also -> Berichte über Großobservatorien (VLT), Testberichte über Apo-Refraktoren der 8" Klasse, Reiseberichte nach Timbuktistan zum 8mag Himmel, von denen der Normal-Amateurastronom in der Regel nur träumt.
Kauf ich mir deswegen die Zeitung? Meine Antwort-> nein.

Was würde ich mir kaufen? Antwort-> Einen dedizierten Artikel zu 50Cent per Download als PDF-Datei (zahlbar per Micropayment). Meinetwegen auch mit DRM-Verschlüsselung. DAS wäre eine Idee über die man nachdenken könnte...

Gruß Alex (VSU)
 
Hallo Alex,

den von dir detailierten aufgeführten Aspekt (Zeitschrift <-> Internet) haben wir ebenfalls seit langer Zeit sehr kontrovers diskutiert. Letztlich sind wir hinsichtlich des inhaltlichen Mehrwertes ebenfalls auf dein Ergebnis bekommen.

Was hat uns dazu veranlasst, dennoch weiter zu machen. Die Mehrzahl der Personen (ich auch) vertritt die Meinung, dass das Internet -ich bezeichne es mal- als "Lesekomfort", einer Zeitschrift nicht erreicht. Gepaart mit einem geringen Preis (Jahresabo 12 Euro für vier Ausgaben und ca. 240 Seiten) soll es zum Kauf anregen. Parallel muss man sich überlegen, welche inhaltlichen Aspekte reduziert oder auch vollständig in einer Zeitschrift vernachlässigt werden können.

Liebe Grüße, Christoph Lohuis.

Sternwarte Neuenhaus
 
Hallo Alex,

diese Stufe des Konsumenten habe ich (Gott sei Dank) noch nicht erreicht. Ich bin jemand der gerne etwas Papier in der Hand hat. Ich liebe den Duft von bedrucktem Papier (obwohl ich zugeben muss das heutige Hochglanz-Magazine nicht duften - sie stinken) und bin leidenschaftlicher Ausgabensammler.

Wenn ich von einer Zeitschrift überzeugt bin, dann bin ich Abonnent. Ich muss überzeugt sein und deshalb habe ich wenige Abo's (genau 3 - Linux User, IS und Sternzeit).

Das ist auch der Grund, warum ich mich in diesem Thread hier (und beim Schwesterforum) so engagiere. Mit IS bin ich nicht mehr so zufrieden und nicht mehr so überzeugt.

Dennoch: wenn ich vor der Wahl stehen würde die IS in papier- oder elektronischer Form zu beziehen, würde ich Papier immer vorziehen. In meinem Empfinden ist der elektronische Artikel (obwohl er den gleichen Inhalt hat) irgendwie minderwertiger.

Ich beziehe mehrere Online-Magazine (gerade für Linux gibts da viele). Doch irgendwie gehen die mir immer verloren. Manche lese ich gar nicht richtig, weil ich es irgendwie anstrengend finde vor dem PC zu lesen.

Meine Heft-Abo's habe ich alle noch. Und immer wieder erinnere ich mich an einen älteren Artikel und krame das Heft hervor um ihn nochmals zu lesen.

Vielleicht erreiche ich irgendwann auch mal Deine Stufe :) - was mach ich dann nur mit meiner kleinen Bibliothek???

cu Marco
 
Hallo Marco,

In meinem Empfinden ist der elektronische Artikel (obwohl er den gleichen Inhalt hat) irgendwie minderwertiger
:/
Vermutlich liegt das daran, daß der elektronische Artikel nichts wiegt :D
Spass beiseite, das Argument für das "Gedruckte" kann ich gut nachvollziehen. Trotz brachialem Elektronikeinsatz bin ich auch ein Bücherfreak und fühle mich in der Nähe von Büchern "von Wissen umgeben". Das ist etwas (was übrigens auch Christoph gesagt hat (siehe oben)) was der Elektronik abgeht und ganz klar ein PRO-Argument für eine gedruckte Zeitung ist. Ein Buch in der Hand ist immer noch etwas anderes als die CDROM im Laufwerk :D .

Ausserdem ist die "Halbwertszeit" einer Papier-Zeitschrift erheblich länger als die einer Festplatte oder einer CDROM...
Merkt man spätestens dann, wenn die mühselig "zusammengesaugten" Informationen auf dem Datenträger wegen Lesefehler nicht mehr abrufbar sind.

Vielleicht erreiche ich irgendwann auch mal Deine Stufe - was mach ich dann nur mit meiner kleinen Bibliothek???
Wieviele Stufen man "hinaufwill" entscheidet ja letztendlich jeder für sich. Für den Büchersammler stellt sich diese Frage sowieso nicht, dessen Bibliothek wird sowieso immer größer werden. Und wenns mal ganz hart kommt (siehe "The day after tomorow") brennt ein Buch noch immer besser als eine Festplatte ;)

Gruß Alex (VSU)
 
Hi alle,
mal ganz ehrlich, es gibt ein entscheidendes Argument für Papier: wer geht schon mit dem Laptop zum Lesen aufs Klo?
Wer hat schon ein Laptop 'rumliegen', so daß Gäste mal einfach drin rumstöbern können?
Mir gefällt die Idee eines Online-Magazins, das quasi nach Benutzervorstellung zusammengestellt wird und dann per Papierausgabe versendet wird. Einmal im Monat (alle 8 Wochen) bekomme ich für mein bezahltes Abo einen 'Newsletter' mit den zur Auswahl stehenden Artikeln - ich wähle die interessanten davon aus, clicke auf einen Knopf und habe 5 Tage später meine Wunschausgabe im Briefkasten. Gerne auch mit Werbung, Leserbriefen, Kleinanzeigen etc.
Ich könnte mir sogar vorstellen, sowas mal probeweise zu implementieren...
CS, Holger
 
Zitat von Varyonyx:
...Ein kommerziell verwertbares Produkt muß gegenüber dem, was der Nutzer sich von irgendwoher als "Freeware" ziehen kann einen Mehrwert besitzen.
:
:
90% der Info aus (egal welcher) astronomischen Zeitschrift kann man sich (kostenlos) aus Astronomie-Foren oder RSS-Feeds usw. besorgen...

Das kann ich nur bedingt unterschreiben. Wer wie ich über dreißig Jahre Astronomie macht, der 'braucht' heutzutage freilich keine Zeitschrift, da es im Netz genug Quellen gibt.
Aber ein Anfänger oder Fortgeschrittener ist - auf sich allein gestellt, ohne Verein - nur mit dem Netz nicht gut beraten. Hier fliegen uns wiedersprüchliche Ansichten um die Ohren, fast jeder längere Diskussionsfaden nimmt einen solchen Verlauf. Am Ende weiß man nicht mehr, sondern ist verunsichert.
In einer vernünftigen Zeitschrift sollten Aussagen einer gewissen Verläßlichkeit enthalten sein, dafür muss die Redaktion einstehen. Vielleicht nicht immer der Weisheit letzer Schluß, aber überwiegend gut recherchierte Aufsätze, die außer dem Autor noch ein Editor gelesen hat. Das ist eine ganz andere Qualität.
 
Hallo Uwe,

spätestens die nächste Generation an Kids kommt bereits mit integriertem Breitbandmodem im Hinterkopf zur Welt und diese werden in digitalen Netzwerken herumsurfen können,lange bevor sie das Wort "Astronomie" zum erstenmal hören.
Wo ich Dir Recht gebe, ist die Tatsache, daß das Sammeln von Informationen ein reines Sammeln bleibt. Eine Zunahme an Wissen oder Verständnis geht ohne eine Vertiefung in die Materie nicht einher.
Und das gilt natürlich besonders für die interdisziplinäre Wissenschaft Astronomie.
Schön wäre es wenn das von Dir beschriebene "Volkssternwartenszenario", mit freundlichen Astrokollegen als Tutoren,die für jede Frage eine Antwort haben, auch für die Zukunft so Bestand haben würde. Tatsache ist jedoch, daß für viele bereits die Anreise zu einer solchen Sternwarte schon mit erheblichen Kosten verbunden ist. Wenn ich hier an die Volkssternwarte nach Aalen will zahle ich mit dem Bus mindestens 4.40EURO und das für einen Gesamt-Weg von nichtmal 6km!!!, nur um kurz nach der Ankunft festzustellen, daß gerade eben die nächste dicke Wolkenbank von Osten anrauscht...(Wenigstens kann man sich dann am Anblick der Lichterglocke über Aalen wieder erholen :D )
Für den fünffachen Betrag bekommt man eine DSL-Flatrate und damit ist dann zumindest mal eine Einwahl in das SLOOH, Bradford oder GRAS-Remote Observatory System (siehe aktuelle Werbung im Jugendboard) oder gar in A.de möglich.

So wie ich das sehe wird zunehmend mehr Funktionalität in die Netze wandern, einfach weil es preiswerter ist und flexibler gehalten werden kann. Und so ist das auch mit einer Astro-Zeitung.

Wer hofft, daß sich seine Zeitschrift damit verkaufen lasst daß im 12 Monatsturnus dieselben Objekte am Himmel wiederholt beschrieben werden, der wird sich auf die Dauer in unserem Zeitalter täuschen. Er wird vielmehr erkennen müssen, daß statischer Inhalt ohne jegliche neue Information auch irgendwann durch einen "smarten Download" substituiert wird.
Der User subtrahiert folglich daß was er eh schon hat von dem was ihm die Zeitschrift neues bietet und überlegt sich, ob er bereit ist für den Rest an Informationen aus der Zeitung noch Geld zu zahlen.

Der einzige Content, der die Userschaft bei der Stange hält und für den auch das Verlangen eines monetären Gegenwerts bei der Userschaft legitimiert werden kann,ist ein "aktueller Content" und der muß natürlich auch erstmal hergestellt werden.Das gilt sowohl für die "analoge" Papierzeitung als auch für ein digitales Pendant.
Die große Herausforderung wird also sein (oder ist es schon) wie sich ein Anbieter in Zeiten der Globalisierung und "FastClick-Mentalität" am Markt behaupten kann, seinen "Return of Invest" bekommt ohne seine Kunden mit DRM und sonstigen "Nettigkeiten" übermäßig zu ärgern.

Außerdem glaube ich auch nicht daß der User so schnell den Überblick verliert. Und die Kids der Zukunft sowieso nicht. Deren drittes Wort nach Mama und Papa wird vermutlich "Google" lauten :/

Gruß Alex (VSU)

 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben