FelixK
Aktives Mitglied
In der Nacht vom 15. auf den 16.7. habe ich den klaren Himmel im Urlaub auf Rügen genutzt.
Beobachtungszeit:
22:30-1:00 Uhr
Beobachtet habe ich mit meinem neuen Takahashi FS60Q 60/600.
Los ging’s mit Albireo. Ich mag den schönen Farbkontrast der beiden Komponenten und der Schwan stand günstig über der Terrasse unserer Ferienwohnung…
Als nächstes habe ich mir Epsilon Lyrae angesehen. Sowohl Epsilon¹ Lyrae als auch Epsilon² Lyrae waren bei 109x deutlich als kleine acht zu erkennen, blickweise vielleicht auch mit einem feinen Zwischenraum. Gut erkennbar war bei Epsilon¹ Lyrae der Helligkeitsunterschied der A- und der B-Komponente von gut einer Größenklasse. Ein wirklich schönes Bild mit dem kleinen Refraktor.
Weiter ging’s mit dem Hantelnebel (M27) im Sternbild Füchschen: Insgesamt ein diffuser, runder Wattebausch, aber mit einer deutlich wahrnehmbaren Aufhellung von 2 Uhr nach 8 Uhr und einem Helligkeitsschwerpunkt auf 8 Uhr.
Zum Kontrast gleich im Anschluss der Ringnebel (M57): Deutlich kleiner und schärfer begrenzt, die Ringform mit indirektem Sehen deutlich sichtbar.
Und dann sauste plötzlich die ISS über den Himmel. Die hatte ich noch nie versucht mit dem Teleskop zu beobachten, immer nur über die tollen Fotos hier im Forum gestaunt. Warum nicht einfach mal versuchen hinterher zu schwenken? Mit der kleinen azimutalen Montierung (Castor II) müsste das doch gehen… Und siehe da: Bei 30-facher Vergrößerung konnte ich sie gut im Bildfeld halten. Ich meine sogar etwas erkannt zu haben: Zwei parallele helle Streifen mit einem deutlichen Zwischenraum. Meine erste ISS-Beobachtung mit dem Teleskop.
Danach habe ich mir M13 im Herkules angesehen. Mit zunehmender Vergrößerung wurde das Bild bei der kleinen Öffnung natürlich schnell dunkler, aber bei 109x gab es blickweise ein leichtes Funkeln, so als würden sich für einen Moment einzelne Sterne vom Hintergrund lösen.
Nach M13 hatte ich genug von Objekten so weit oben und habe nach etwas gesucht, was man im geradsichtigen Sucher besser aufsuchen kann.
Nach einem kurzen Abstecher zum Wildentenhaufen (M11) habe ich mich von dort per Starhopping zum Kleinplaneten Melpomene vorgearbeitet, der gerade im Sternbild Schild steht und den ich auf der Suche nach einem genickfreundlichen Objekt zufällig bei Stellarium entdeckt hatte.
Melpomene ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels mit 139,6 km Durchmesser, aktuell 1,19 AE entfernt von der Erde und ca. 9 mag hell.
Mein erster Kleinplanet - noch eine Premiere an diesem Abend.
Danach habe ich das Teleskop zufrieden abgebaut und noch ein bisschen mit dem Fernglas in den Himmel geschaut, zur kleinen Saggitarius Sternwolke, zum Lagunennebel und nochmal zum Herkuleshaufen…
Als ich um kurz nach eins auch das Fernglas weggelegt habe, leuchtete im Osten neben der Kirchturmspitze Saturn - aber den hebe ich mir fürs nächste Mal auf.
Ein schöner Beobachtungsabend in kurzen Hosen!
Freundliche Grüße in die Runde,
Felix
Beobachtungszeit:
22:30-1:00 Uhr
Beobachtet habe ich mit meinem neuen Takahashi FS60Q 60/600.
Los ging’s mit Albireo. Ich mag den schönen Farbkontrast der beiden Komponenten und der Schwan stand günstig über der Terrasse unserer Ferienwohnung…
Als nächstes habe ich mir Epsilon Lyrae angesehen. Sowohl Epsilon¹ Lyrae als auch Epsilon² Lyrae waren bei 109x deutlich als kleine acht zu erkennen, blickweise vielleicht auch mit einem feinen Zwischenraum. Gut erkennbar war bei Epsilon¹ Lyrae der Helligkeitsunterschied der A- und der B-Komponente von gut einer Größenklasse. Ein wirklich schönes Bild mit dem kleinen Refraktor.
Weiter ging’s mit dem Hantelnebel (M27) im Sternbild Füchschen: Insgesamt ein diffuser, runder Wattebausch, aber mit einer deutlich wahrnehmbaren Aufhellung von 2 Uhr nach 8 Uhr und einem Helligkeitsschwerpunkt auf 8 Uhr.
Zum Kontrast gleich im Anschluss der Ringnebel (M57): Deutlich kleiner und schärfer begrenzt, die Ringform mit indirektem Sehen deutlich sichtbar.
Und dann sauste plötzlich die ISS über den Himmel. Die hatte ich noch nie versucht mit dem Teleskop zu beobachten, immer nur über die tollen Fotos hier im Forum gestaunt. Warum nicht einfach mal versuchen hinterher zu schwenken? Mit der kleinen azimutalen Montierung (Castor II) müsste das doch gehen… Und siehe da: Bei 30-facher Vergrößerung konnte ich sie gut im Bildfeld halten. Ich meine sogar etwas erkannt zu haben: Zwei parallele helle Streifen mit einem deutlichen Zwischenraum. Meine erste ISS-Beobachtung mit dem Teleskop.
Danach habe ich mir M13 im Herkules angesehen. Mit zunehmender Vergrößerung wurde das Bild bei der kleinen Öffnung natürlich schnell dunkler, aber bei 109x gab es blickweise ein leichtes Funkeln, so als würden sich für einen Moment einzelne Sterne vom Hintergrund lösen.
Nach M13 hatte ich genug von Objekten so weit oben und habe nach etwas gesucht, was man im geradsichtigen Sucher besser aufsuchen kann.
Nach einem kurzen Abstecher zum Wildentenhaufen (M11) habe ich mich von dort per Starhopping zum Kleinplaneten Melpomene vorgearbeitet, der gerade im Sternbild Schild steht und den ich auf der Suche nach einem genickfreundlichen Objekt zufällig bei Stellarium entdeckt hatte.
Melpomene ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels mit 139,6 km Durchmesser, aktuell 1,19 AE entfernt von der Erde und ca. 9 mag hell.
Mein erster Kleinplanet - noch eine Premiere an diesem Abend.
Danach habe ich das Teleskop zufrieden abgebaut und noch ein bisschen mit dem Fernglas in den Himmel geschaut, zur kleinen Saggitarius Sternwolke, zum Lagunennebel und nochmal zum Herkuleshaufen…
Als ich um kurz nach eins auch das Fernglas weggelegt habe, leuchtete im Osten neben der Kirchturmspitze Saturn - aber den hebe ich mir fürs nächste Mal auf.
Ein schöner Beobachtungsabend in kurzen Hosen!
Freundliche Grüße in die Runde,
Felix
Zuletzt bearbeitet: